Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Die Frau, 3-in-1 (Geist, Seele, Körper)

Körper - Seele - Geist von Mann und Frau

By on 9. Juli 2020

Altar Nr. 2 von Hilma af Klint

Die Frau – Körper, Seele, Geist

Die Frau, die sich hingibt, verschenkt sich ganz, mit Körper, Seele und Geist. So bringt sie Liebe und Leben in die Welt. Sie beginnt im immateriellen Bereich der Seele und des Geistes, denn sie hat ihren Schwerpunkt in der Liebe und in Beziehungen. Ihr Weg führt damit von «oben» hinab nach «unten», in den Körper und die Materie.

Ganzheit, weiblich, Triade

Geist, Seele und Körper der Frau – Übersicht

Die sumerische Überlieferung hat verschiedene Bezeichnungen für die Lebensphasen der Frau. Als Jungfrau ist sie Göttin des Himmels, als Mutter Königin der Erde (Symbol für den Körper der Frau) und als Grossmutter Herrin der Unterwelt (das Leben in der Materie). Damit ist die Frau 3-in-1 (s. Weibliche Ganzheit – die Göttin, Weiss / Rot / Schwarz). 

Die Frau – Körper, Seele, Geist

Der Geist der Frau: Jungfrau und «Königin des Himmels» (weiss)

Das Denken der Frau (ihr Bewusstsein) wie auch ihr Herz (ihre Liebe) sind geistig. Sie hängen zusammen. Solange die Frau in der Liebe ruht, ist sie ganz liebendes Bewusstsein. Der weibliche Geist ist die Kraft der Liebe, die Anima in ihrer positiven Gestalt als «Jungfrau».

Die Seele der Frau: Königin der Erde (rot)

Die Seele der Frau ist in ihrem Unterleib! Denn hier ist das Zentrum ihres Lebens und hier wohnt auch ihre lebenspendende Kraft. Im Schoss der Frau kann neues Leben, ein Kind, heranwachsen und findet ihr Geliebter Erfrischung (s. Geschlechtlicher Magnetismus und Der Schoss der Frau als Leben spendendes Gefäss).

Der Körper der Frau: Herrscherin der Unterwelt (schwarz)

Der weibliche Körper ist schön und begehrenswert. Er verfügt auch über eine Magie, denn durch ihn strahlen Liebe und Lebenskraft.

Eine Frau, die sich mit ihrem Körper hingibt, verschenkt auch ihre Seele und ihren Geist.

Zu den drei Bereichen im Einzelnen

Der Geist der Frau ­ Verstand gepaart mit Herz 

Himmlische Liebe

Die Frau ist aus der geistigen Liebe des Vaters «geschaffen». Sie wird durch bedingungslose Vaterliebe in ihrer Weiblichkeit bestätigt. Darum ist die Liebe der Frau geistig, «göttlich». Zudem muss sie als Mutter zu göttlicher Liebe fähig sein, nämlich die Bereitschaft aufweisen, wenn es sein muss ihr Leben für ihre Kinder hinzugeben. 

Das Denken über das Herz mit der Seele (Leben!) verbunden

Bei der Frau sind beide, Verstand und Herz, geistig. Wenn sie in der Liebe ruht, funktioniert ihr Denken tadellos. Wenn sie jedoch durch Negativität von der Kraft ihrer Liebe getrennt wird, dann geraten ihre Gedanken ins Wanken (s. unten und Der Schmerzkörper der Frau).
Das Denken der Frau ist über ihr Herz mit ihrer Seele, ihrem Leben verbunden! Dies hat gravierende Konsequenzen, denn wenn ihre Liebe «stirbt», verliert sie auch ihre Verankerung im Körper. (Sie «kippt» dann in den Bereich des Geistes und lebt Macht durch Verführung, s. Lilith und Weisse Magie, s.u.).

Die Seele der Frau – in ihrem Unterleib, ihrem Schoss

Im Schoss der Frau ist das Zentrum ihres Lebens. Hier kann auch neues Leben entstehen und heranwachsen! Eine Frau, die ihren Geliebten in ihr «Heiligtum» einlässt, schenkt ihm Liebe und Lebenskraft (s. Die Frau als Göttin und der Mann als ihr Heldenkönig). Wenn er in sie eingeht und sie danach wieder verlässt, «nimmt» er ihr Leben (für sich, ohne ihr etwas zurückzugeben, mehr s. unten).

Körper der Frau – Schönheit und Ausstrahlung

Der Körper der Frau hat durch das innewohnende Leben eine «göttlich»-magische Ausstrahlung. Gerade darum spricht er auch immer wieder Begehren an. Dadurch kann es aber geschehen, dass die Frau ihren Körper als «fremdbesetzt» erlebt und beginnt, ihn abzulehnen, ihn «hässlich» zu finden oder ihn sogar zu hassen.

Hingabe von Körper, Seele und Geist bei Geschlechtsverkehr 

Mit dem Geschlechtsverkehr gibt sich die Frau mit ihrem ganzen Sein hin, mit ihren Körper (äussere Geschlechtsorgane), ihrer Seele (Schoss, Unterleib) und ihrem Geist (Liebe).

Enttäuschte Liebe

Mangel

Erhält sie für ihre Hingabe nicht, was sie hofft, mit anderen Worten erhält sie dafür weder die Liebe, noch die Hingabe des Mannes, dann gerät sie ins Minus, in einen Mangel. Nun besteht die Gefahr, dass sie abhängig wird, weil sie zu viel investiert hat. Sie hofft, dass sie doch noch etwas zurückbekommt, denn sie weiss innerlich, dass sie «stirbt», wenn die Beziehung endet.

Abhängigkeit

Darum bleibt sie am Mann, dem sie sich hingegeben hat, «hängen». Sie wartet weiter auf eine Antwort auf ihre Hingabe. Dieses geheime oder unbewusste Wissen um die existenzielle Abhängigkeit der Frau kann vom Mann ausgenutzt werden, indem er sie hinhält und dazu bringt, immer mehr zu investieren (das ist Schwarze Magie, Leben nehmen, Macht durch Unterdrückung, s. Aladdin und die Wunderlampe).

Es steht für eine Frau viel auf dem Spiel, wenn sie sich mit einem Mann einlässt: Sie kann alles verlieren, ihre Lebenskraft und ihre Liebe, ihre Selbstachtung, den positiven Zugang zu ihrem Körper und ihren inneren Antrieb.

Missbrauch und Vergewaltigung – Schaden in allen drei Bereichen

Die Frau kann durch Missbrauch ihre Verankerung in jedem der drei Bereiche verlieren:

Geistiger Missbrauch – Liebe durch Negativität zerstört

Durch Abwertung und Lieblosigkeiten gerät die Frau in Negativität und wird von ihrer Liebe getrennt. Negative Emotionen werden aber auch über den Körper von Grossmutter zu Mutter zu Tochter «vererbt». Sie äussern sich häufig durch empörtes Reden oder destruktives Verhalten. 
Negativität aktiviert den Schmerzkörper der Frau und bewirkt zunächst Ohnmacht und in einem nächsten Schritt eine Hinwendung zur Macht statt Liebe («Ich nehme mir, was ICH will! »; s. Schneewittchen und Die böse Stiefmutter, «Frau Welt»).

Seelischer Missbrauch – das gestohlene Leben

Seelischer Missbrauch bedeutet, dass von der Frau Lebenskraft genommen wird, indem andere über sie verfügen (die Mutter, der Partner …). So verliert sie den positiven Zugang zu ihrem Leben. Hat sie früh erfahren, dass sie keine Selbstbestimmung und keine eigene Existenzberechtigung hat, dann fühlt es sich für sie richtig an, wenn Lebensenergie von ihr genommen wird und wenn sie immer weiter «blutet» (s. das Lied «Bleeding Love» mit Leona Lewis, Übersetzung «Blutende Liebe», und in der Bibel Jesus und die blutflüssige Frau).

Körperlicher Missbrauch – der gestohlene Körper und gestörte Sexualität

Die Absicht als die geistige Realität

Durch körperlichen Missbrauch verliert die Frau den positiven Zugang zu ihrem Körper. Dies kann durch physische Handlungen geschehen, muss aber nicht. Entscheidend ist die Absicht, die in der Begegnung liegt. Es genügt ein «Naschen» an der sexuellen Essenz der jungen Frau[1]. Eine unterschwellige Absicht als «gestaltender Impuls» wird vom Körper sehr wohl wahrgenommen. Liegt der Fokus auf Sexyness, dann kann sie in eine problematische Richtung getrieben werden, zu Narzissmus[2] und Macht statt Liebe («Ich bin nur liebenswert, wenn ich attraktiv/sexy bin.» Und: «Meine Macht ist mein Äusseres! Ich setze es ein, um zu nehmen, was ich will»).

Vergewaltigung – Zerstörung von Körper, Seele und Geist

Durch Vergewaltigung werden der Frau der Körper, die Seele und der Geist (Liebe) gestohlen und damit das Leben als Ganzes genommen. Darum ist Vergewaltigung und Tötung dasselbe. (Und darum werden im Krieg Männer getötet und Frauen vergewaltigt. So wird ein Volk nachhaltig traumatisiert).

Heilung und Auferstehung der Liebe

Die Frau erfährt Heilung, indem sie sich ihre Schwäche integriert und sich versöhnt. Das kann ein langer Weg sein. Er führt durch die Unterwelt (s. Die Integration der Schatten und auch Das Weibliche in der Unterwelt). Bei Dornröschen dauert es eine festgesetzte Zeit: 100 Jahre! Um wieder zu ihrer Kraft zu finden, muss sie auch ihre männlichen Anteile integrieren, das heisst sie muss vergeben, wo sie negative Erfahrungen mit Männern gemacht hat.

Es ist bedingungslose Vaterliebe, bei welcher Sex nicht das Thema ist, welche die Frau heilt. Indem sie diese integriert, steht auch ihre eigene, reine Liebe wieder auf («Jungfrau»). Um diesen Weg der Frau geht es bereits in der sumerischen Mythologie von Inanna, der Göttin der Liebe.


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