Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Die Frau, 3-in-1 (Körper, Seele, Geist) und ihre Lebenskraft

Körper - Seele - Geist von Mann und Frau

By on 9. Juli 2020

Altar Nr. 2 von Hilma af Klint

Die Frau – Körper, Seele, Geist

Die Frau, die sich hingibt, verschenkt sich ganz, mit Körper, Seele und Geist. Denn ihre Seele, Sitz des Lebens, ist in ihrem Unterleib (!).

Die drei Bereiche Körper, Seele und Geist

Jeder Mensch kann seine Existenz in den drei Bereichen Körper, Seele und Geist leben. Dabei bedeutet der Geist die einzigartige Fähigkeit, sich auf eine geistige, eine Meta-Ebene zu begeben und von da sich und seine Umgebung zu reflektieren und das eigene Verhalten zu planen (s. Das menschliche Bewusstsein). Für die Seele hingegen gibt es verschiedene Bedeutungen, einerseits gilt sie als Bezeichnung für die immaterielle Persönlichkeit (mit Willen, Verstand und Gefühlen) und andererseits auch als Sitz des Lebens. (Denn die Seele ist in Verständnis des antiken Menschen mit dem Leben identifiziert, s. Der Mensch 3-in-1, Körper, Seele, Geist.)

Der Sitz der Seele beim Mann und bei der Frau

Das Besondere bei der Definition der Seele als Sitz oder Zentrum des Lebens ist, dass in diesem Fall die Seele der Frau nicht am selben Ort ist wie die Seele des Mannes. Denn bei der Frau befindet sich das Zentrum ihres Lebens in ihrem ihr Unterleib (denn hier wächst neues Leben heran, s. Der Schoss der Frau als Wunder wirkendes Gefäss). Beim Mann hingegen befindet es sich in seinem Herz, das ihn zur Hingabe an das Leben (und damit das Weibliche) bewegt.

[S. Was ist die Seele und wo im Körper befindet sie sich?]

Zur Abbildung: Das weibliche Dreieck ist blau, das männliche Rot. Neues Leben und neue lebendige Realität entsteht aus der Einheit von männlich und weiblich (s. Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer Realität).

Seele bei Mann und Frau

Die Frau, 3-in-1

Darum gilt: Die Frau, die sich einem Mann mit ihrem Körper hingibt, verschenkt sich auch mit ihrer Seele (Lebenskraft) und ihrem Geist (Liebe). 

Der Weg der Frau vom Geist in die Materie

  • Die Frau beginnt als Jungfrau im immateriellen Bereich der Seele, zu welcher Beziehungen und Liebe (die weibliche Seite des Geistes) gehören.
  • Mit dem ersten Geschlechtsverkehr nimmt sie ihren Körper ein.
  • Und auf dem Weg durch die Unterwelt integriert sie die männliche Seite des Geistes, die Lebenskraft in der Materie.

[Dazu Beitragsbild von Hilma af Klint zuoberst und Der weibliche Weg / der Weg der Frau.]

Ganzheit, weiblich, Triade

Geist, Seele und Körper der Frau – Übersicht

Die sumerische Überlieferung hat verschiedene Bezeichnungen für die Lebensphasen der Frau. Als Jungfrau ist sie Göttin des Himmels, als Mutter Königin der Erde (Symbol für den Körper der Frau) und als Grossmutter Herrin der Unterwelt (das Leben in der Materie). Damit ist die Frau 3-in-1 (s. Weibliche Ganzheit – die Göttin, Weiss / Rot / Schwarz). 

Der Geist der Frau: Jungfrau und «Königin des Himmels» (weiss)

Das Denken der Frau (ihr Bewusstsein) wie auch ihr Herz (ihre Liebe) sind geistig. Auch hängen sie zusammen oder anders formuliert: 

Das Denken der Frau ist über ihr Herz mit ihrem Leben verbunden!

Die Frau – Körper, Seele, Geist

Solange die Frau in der Liebe ruht, ist sie ganz liebendes Bewusstsein. Der weibliche Geist ist die Kraft der Liebe, die Anima in ihrer positiven Gestalt als «Jungfrau».

Die Seele der Frau: Königin der Erde (rot)

Die Seele der Frau ist in ihrem Unterleib! Denn hier ist das Zentrum ihres Lebens und hier wohnt auch ihre lebenspendende Kraft. Im Schoss der Frau kann neues Leben, ein Kind, heranwachsen, und hier findet ihr Geliebter Erfrischung (s. Geschlechtlicher Magnetismus und Der Schoss der Frau als Leben spendendes Gefäss).

Körperantrieb und Kraft: die Herrscherin der Unterwelt (schwarz)

Auf dem Weg durch die Unterwelt nimmt die Frau, die sich verschenkt hat für das Leben anderer, ihren Körper und ihre Kraft wieder für sich ein. Damit integriert sie ihre männlichen Anteile, welche ihr ermöglichen, sich selbst zu lieben und für ihre Bedürfnisse einzustehen. So steht ihre reine Liebe (Jungfrau) wieder auf (s. Die Integration des Animus).

Eine Frau, die sich mit ihrem Körper hingibt, verschenkt auch ihre Seele und ihren Geist.

Zu den drei Bereichen im Einzelnen

Der Geist der Frau ­ Verstand gepaart mit Herz 

Himmlische Liebe

Die Frau ist aus der geistigen Liebe des Vaters «geschaffen». Sie wird durch bedingungslose Vaterliebe in ihrer Weiblichkeit bestätigt. Darum ist die Liebe der Frau geistig, «göttlich». Zudem muss sie als Mutter zu göttlicher Liebe fähig sein, nämlich die Bereitschaft aufweisen, wenn es sein muss, ihr Leben für ihre Kinder hinzugeben.

Das Denken über das Herz mit der Seele (Leben!) verbunden

Bei der Frau sind beide, Verstand und Herz, geistig. Wenn sie in der Liebe ruht, funktioniert ihr Denken tadellos. Wenn sie jedoch durch Negativität von der Kraft ihrer Liebe getrennt wird, dann geraten ihre Gedanken ins Wanken (s. unten und Der Schmerzkörper der Frau).
Das Denken der Frau ist über ihr Herz mit ihrer Seele, ihrem Leben verbunden! Dies hat gravierende Konsequenzen, denn wenn ihre Liebe «stirbt», verliert sie auch ihre Verankerung im Körper. (Sie «kippt» dann in den Bereich des Geistes und lebt Macht durch Verführung, s. Lilith und Weisse Magie, s.u.).

Die Seele der Frau – in ihrem Unterleib, ihrem Schoss

Im Schoss der Frau ist das Zentrum ihres Lebens. Hier kann auch neues Leben entstehen und heranwachsen! Eine Frau, die ihren Geliebten in ihr «Heiligtum» einlässt, schenkt ihm Liebe und Lebenskraft (s. Die Frau als Göttin und der Mann als ihr Heldenkönig). Wenn er in sie eingeht und sie danach wieder verlässt, «nimmt» er ihr Leben (für sich, ohne ihr etwas zurückzugeben, mehr s. unten).

Der Körper der Frau – von Hingabe zu Ohnmacht und rasender Wut

Die Frau, die ihren Körper verschenkt und nichts dafür zurückerhält, gerät in einem ersten Schritt Ohnmacht und Depression. Dabei kann sie empfinden, dass ihren Körper gar nicht zu ihr gehört, sondern «fremdbesetzt» ist. So beginnt sie möglicherweise, ihn abzulehnen, ihn «hässlich» zu finden oder ihn sogar zu hassen und zu schädigen. Dieser passiv-ohnmächtige Zustand wird in den Überlieferungen durch die schlafende Schöne dargestellt (wie in Schneewittchen und Dornröschen).

In einem nächsten Schritt werden die Schmerzen, die sie am Körper erfahren hat, zu feuriger Negativität, die jederzeit wie ein Vulkan hervorbrechen und Zerstörung anrichten kann (auch symbolisiert durch den rasenden Stier). Der Weg der Frau ist darum, ihren Körper mit seiner Kraft wieder für sich zurückzuerobern.

Hingabe von Körper, Seele und Geist bei Geschlechtsverkehr 

Enttäuschte Liebe

Mangel und das Sterben der Liebe

Erhält die Frau für ihre Hingabe nicht, was sie hofft, mit anderen Worten erhält sie dafür weder die Liebe noch die Hingabe des Mannes, dann gerät sie ins Minus, in einen Mangel. Nun besteht die Gefahr, dass sie abhängig wird, weil sie zu viel investiert hat. Sie hofft, dass sie doch noch etwas zurückbekommt, denn sie weiss innerlich, dass sie «stirbt», wenn die Beziehung endet (weil ihre Liebe stirbt).

Abhängigkeit vom Mann

Darum bleibt sie trotzdem am Mann ohne Herz, dem sie sich hingegeben hat, «hängen», denn sie hofft und wartet weiter auf eine Antwort auf ihre Hingabe.
Dieses geheime oder unbewusste Wissen um die existenzielle Abhängigkeit der Frau kann vom Mann ausgenutzt werden, indem er sie hinhält und dazu bringt, immer mehr zu investieren (das ist schwarze Magie, also durch Macht und Unterdrückung Leben nehmen, s.
Aladdin und die Wunderlampe).

Es steht für eine Frau viel auf dem Spiel, wenn sie sich mit einem Mann einlässt: Sie kann alles verlieren, ihre Lebenskraft und ihre Liebe, ihre Selbstachtung, den positiven Zugang zu ihrem Körper und ihren inneren Antrieb.

Missbrauch und Vergewaltigung – Schaden in allen drei Bereichen

Durch Missbrauch verliert die Frau ihre Verankerung in jedem der drei Bereiche:

Geistiger Missbrauch – Zerstörung der Liebe

Durch Abwertung und Lieblosigkeiten gerät die Frau in Negativität und wird von ihrer Liebe getrennt. Negative Emotionen werden aber auch über den Körper von Grossmutter zu Mutter zu Tochter «vererbt». Sie äussern sich häufig durch empörtes Reden oder destruktives Verhalten.
Negativität aktiviert den Schmerzkörper der Frau und bewirkt zunächst Ohnmacht und in einem nächsten Schritt eine Hinwendung zur Macht statt Liebe («Ich nehme mir, was ICH will! »; s. Schneewittchen und Die böse Stiefmutter, «Frau Welt»).

Seelischer Missbrauch – das gestohlene Leben

Seelischer Missbrauch bedeutet, dass von der Frau Lebenskraft genommen wird, indem andere über sie verfügen (die Mutter, der Partner …). So verliert sie den positiven Zugang zu ihrem Leben. Hat sie früh erfahren, dass sie keine Selbstbestimmung und keine eigene Existenzberechtigung hat, dann fühlt es sich für sie richtig an, wenn Lebensenergie von ihr genommen wird und wenn sie immer weiter «blutet» (s. das Lied «Bleeding Love» mit Leona Lewis, Übersetzung «Blutende Liebe», und Jesus und die blutflüssige Frau im Bibelserver).

Körperlicher Missbrauch – der gestohlene Körper und gestörte Sexualität

Die Absicht als die geistige Realität

Durch körperlichen Missbrauch verliert die Frau den positiven Zugang zu ihrem Körper. Dies kann durch physische Handlungen geschehen, muss aber nicht. Entscheidend ist die Absicht, die in der Begegnung liegt. Es genügt ein «Naschen» an der sexuellen Essenz der jungen Frau[1]. Eine unterschwellige Absicht als «gestaltender Impuls» wird vom Körper sehr wohl wahrgenommen.

Liegt also der Fokus auf Sexyness der Tochter, dann kann sie in eine problematische Richtung getrieben werden, zu Narzissmus[2] und Macht statt Liebe («Ich bin nur liebenswert, wenn ich attraktiv/sexy bin.» Und: «Meine Macht ist mein Äusseres! Ich setze es ein, um zu nehmen, was ich will»).

Vergewaltigung – Zerstörung von Körper, Seele und Geist

Durch Vergewaltigung werden der Frau der Körper, die Seele und der Geist (Liebe) gestohlen und damit das Leben als Ganzes genommen. Darum ist Vergewaltigung und Tötung dasselbe. (Und darum werden im Krieg Männer getötet und Frauen vergewaltigt. So wird ein Volk nachhaltig traumatisiert).

Heilung und Auferstehung der Liebe

Die Frau erfährt Heilung, indem sie sich ihre Schwäche integriert und sich versöhnt. Das kann ein langer Weg sein. Der Weg durch die Unterwelt führt dabei wie erwähnt zur Integration der Schatten und insbesondere des Animus. Bei Dornröschen dauert es eine festgesetzte Zeit: 100 Jahre! Um wieder zu ihrer Kraft zu finden, muss sie auch ihre männlichen Anteile integrieren, das heisst, sie muss vergeben, wo sie negative Erfahrungen mit Männern gemacht hat.

Es ist bedingungslose Vaterliebe, bei welcher Sex nicht das Thema ist, welche die Frau heilt. Indem sie diese integriert, steht auch ihre eigene, reine Liebe wieder auf («Jungfrau»). Um diesen Weg der Frau geht es bereits in der sumerischen Mythologie von Inanna, der Göttin der Liebe. Es ist aber auch ein kollektives Thema, denn das grosse Weibliche, das Leben selbst, ist in der Unterwelt. Dafür braucht es entsprechend eine kollektive (Er-)Lösung.


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