Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Die Seele – was ist sie und wo im Körper befindet sie sich?

Ganzheit (die Seele)

By on 9. Juli 2020

Was ist die Seele und wo im Körper befindet sie sich? 

Dieser Beitrag behandelt die Frage: “Gibt es überhaupt so etwas wie eine Seele? – Und wenn ja, was ist sie und wo im Körper befindet sie sich?”

Seele – Leben aus der Einheit von männlich und weiblich

Das Wort Seele wird in vielen Kulturen synonym mit dem Wort “Leben” verwendet. Leben entsteht aus der Vereinigung von männlich und weiblich (s. Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer Realität).

Grafische Darstellung des Sitzes der Seele:

In der Abbildung unten ist die Einheit von männlich und weiblich, welche den Lebensmittelpunkt umschliesst, durch die beiden übereinander gelegten Dreiecke dargestellt. Dabei steht das blaue Dreieck mit der Spitze nach unten für “weiblich” und das rote mit der Spitze nach oben für “männlich”.
Dabei wird ersichtlich, dass die Seele, der Mittelpunkt des Mannes, sein Herz ist. Dieses gilt es für ihn zu gewinnen (s. Der Weg des Mannes und des Männlichen in den Geist). Das Herz der Frau ist jedoch “geistig”, denn sie verfügt über bedingungslose, göttliche Liebe. Das Zentrum ihres Lebens befindet sich in ihrem Schoss, wo auch neues köperliches Leben heranwachsen kann (s. Der weibliche Weg / der Weg der Frau in die Materie).

Um diese Zusammenhänge geht es im Folgenden.

Seele bei Mann und Frau

Was ist die Seele?

In den menschlichen Überlieferungen finden sich zwei unterschiedliche Arten, den Begriff “Seele” zu verstehen. Sie stehen aber durchaus in Zusammenhang:

1. Seele für Leben

Für den antiken Menschen war das Wort „Seele“ identisch mit „Leben“.
Aus diesem Verständnis des Wortes “Seele” lässt sich auch erklären, dass es in vielen Kulturen und Sprachen mit dem Wort «Leben» austauschbar ist, z. B. in Formulierungen wie: “Keine Seele war da.”.

Leben aus der Einheit von Geist und Materie, Vater und Mutter

Leben ist vom Geist „beseelte“ Materie. Es findet zwischen Himmel und Erde statt und entsteht aus der Verschmelzung der ultimativen Gegensätze: „männlich“ und „weiblich“ (s. Geist und Materie, Mutter und Vater).

2. Die Seele als der immaterielle Teil der Persönlichkeit 

In Abgrenzung von Körper und Seele

Das Leben zwischen Himmel und Erde ist in sich selber ebenfalls wiederum “männlich” und “weiblich”, nämlich Körper (“Sohn”) und Seele (“Tochter”). Während der Körper greifbar und messbar ist, beinhaltet die Seele die immateriellen, “unsichtbaren” Aspekte der Persönlichkeit. Diese bestehen in Willen, Verstand und Gefühlen und können nicht materiell erfasst (gezählt, gewogen) werden. Im Gegenteil; sie kommen nur dann zum Ausdruck, wenn sie sich körperlich manifestieren (durch Mimik, Gesten, Worte oder Taten).

Wille, Verstand und Gefühle

Dennoch kann die Seele ebenso individuell ausgeprägt sein wie der Körper. Während die eine Person willensstark ist, ist eine andere sehr emotional und eine dritte eher verstandesorientiert.
(Auch höher entwickelte Tiere verfügen über eine Seele. Hunde zum Beispiel haben manchmal sehr wohl einen eigenen Willen. Zudem sind sie lernfähig und bringen auch Gefühle wie Freude oder Scham zum Ausdruck.)

3. Abgrenzung der Seele zum Geist

Die geistige Ebene, die Meta-Ebene

Der Geist des Menschen ist seine Fähigkeit, sich auf einer geistigen Ebene zu bewegen. Es handelt sich dabei um einen imaginären Bereich, nämlich um die Welt der Vorstellungen und Ideen. Diese Ebene ausserhalb der irdisch-materiellen Realität wird Meta-Ebene genannt (von griechisch meta für = “darüber hinaus”).

[S.Das menschliche Bewusstsein.]

Ein reger Austausch zwischen Seele und Geist

Auf dieser Meta-Ebene kann der Mensch sich mit geistigen Inhalten und Impulsen beschäftigen. Indem er sich wie von “aussen” selbst betrachtet, kann er dabei über sich und seine Umgebung nachdenken. Er kann Schlussfolgerungen ziehen und aus den gewonnenen Erkenntnissen sein Handeln strategisch planen. In einem nächsten Schritt kann er sich selber instruieren, das heisst seinem Körper Impulse und Verhaltensanweisungen geben. So nimmt er seine Königsherrschaft im eigenen Leben wahr. Auch kann er anderen geistige Inhalte übermitteln und sie so zum Beispiel inspirieren.

Wo im menschlichen Körper befindet sich die Seele? 

Zentrum des Lebens

Die Seele, entstanden aus der Einheit von männlich (Materie) und weiblich (Geist), ist als Zentrum des Lebens und als “Beziehungsorgan” anzusehen. Als solches ist sie eine sprudelnde Quelle, von welcher Lebenskraft für andere ausgeht.

Bei Mann und Frau an einem anderen Ort!

Die Seele zieht den Mann nach “oben” in den Geist, während sie die Frau als Lebensspenderin in der materiellen Realität des Körpers (Sexualität und Kinder) “erdet”. Entsprechend strebt das männliche Dreieck als Symbol für Ganzheit nach oben, während das weibliche nach unten, in Richtung Unterwelt zeigt.

Daraus ergibt sich diese Darstellung:

Körper - Seele - Geist von Mann und Frau

Die Seele der Frau: in ihrem Unterleib!

Lebenskraft im Schoss der Frau

Der Schoss ist das Zentrum ihres Lebens; er ist in ihre wichtigsten Beziehungen involviert. In ihm kann ein Kind heranwachsen und findet auch ihr Geliebter Belebung für seine Seele (s. Geschlechtlicher Magnetismus und Der Schoss der Frau als Wunder wirkendes Gral).

Geschlechtsverkehr der Frau: Hingabe des Lebens

Die Frau, die sich einem Mann mit ihrem Körper hingibt, gibt ihm mit ihrem Unterleib auch ihre Seele hin, das heisst, sie schenkt ihm ihr Leben (s. Die Frau, 3-in-1). Das hat schwerwiegende Konsequenzen:

Wird eine Frau nach dem Geschlechtsverkehr wieder verlassen, dann verliert sie nicht nur ihre körperliche Integrität, sondern auch ihr Leben (ihre Seele) und ihre Liebe (ihren Geist)!

[S. Missbrauch – das gestohlene Leben.]

“Sterben” bei einer Trennung”

Dies ist auch der Grund, warum Frauen häufig zu lange in einer unguten Beziehung bleiben: Sie wollen nicht “sterben”. Denn innerlich wissen sie, dass sie mit einer zerbrochenen Beziehung ihr Leben und ihre Liebe verlieren können. So geraten sie bildhaft gesprochen “in die Unterwelt“, das heisst in Negativität. Diese Gefahre ist das Thema der ersten Überlieferungen, schon von allem Anfang an (s. Das Grosse Weibliche, das Leben selbst, in der Unterwelt).

Heilung durch Vaterliebe

Die Frau, die durch männlich-invasiven Konsum ihres Körpers tödlich verwundet worden ist, wird durch bedingungslose Vaterliebe geheilt (s. Sumerische MythologieInannas Auferweckung durch den Vater). In der Kraft dieser Liebe kann sie auch sich selbst heilen, und zwar indem sie ihre männlichen Persönlichkeitsanteile aktiviert. Das bedeutet konkret, dass sie beginnt, sich selbst in ihrer Schwäche zu lieben, sich zu versöhnen und für sich und für ihre Bedürfnisse Verantwortung zu übernehmen.

Dies ist ihr Weg durch die Unterwelt, bei welchem sie ihre männlichen Persönlichkeitsanteile, ihren Körper und ihre Kraft wieder für sich einnimmt (s. Die Integration des Animus). Dazu gehört auch, dass sich die Frau ihrer Schwäche und Verletzung stellt und sich versöhnt. So steht ihre Liebe wieder auf und erlangt sie Ganzheit (s. Der weibliche Weg / der Weg der Frau).

Die Seele des Mannes: sein Herz

Der Mann schenkt und ermöglicht neues Leben, indem er Herzblut investiert und sich hingibt.

Hingabe aus Liebe

Er gibt sich der Frau, die er liebt, hin, indem er ihr sein Herz, seine Liebe schenkt und sich auf eine verbindliche Beziehung einlässt. Durch Einsatz seines Körpers, indem er Nahrung, Ressourcen und einen geschützten Raum zur Verfügung stellt, ermöglicht er neues Leben. 

Freundliche Warmherzigkeit, Ermutigung und Inspiration – Hingabe der Seele

Im übertragenen Sinn schenkt der Mann also Leben, indem er «Herzblut» investiert, sei es in Beziehungen, in Menschen oder in ein Projekt. Er erschafft Neues, indem er an sein Gegenüber «glaubt» und den Erfolg schon verwirklicht sieht.
So zeigt er durch gute Taten und freundliche Warmherzigkeit seine Liebe. In der Vereinigung mit der Frau schenkt er ihr Körperkraft, während sein Herz geistige Kraft erhält und so zur Hingabe beflügelt wird (s. Geschlechtlicher Magnetismus).

Ganzheit durch Integration des Weiblichen – die Seele und die Liebe

In den Überlieferungen wird seine Seele bildhaft durch die Jungfrau, die der Held gewinnt, dargestellt. Sie symbolisiert seine weiblichen Anteile und damit einerseits seine Seele und andererseits auch den Geist, die Liebe. Mit ihr erwirbt der Held darum auch das ewige Leben, nämlich den Zugang zum allumfassenden Geist, zum Vater (oder zur Vaterschaft; s. Der Eisenhans; Ritter Georg und die Rosenburg; Parzival und Der Heldenweg, Weg der Liebe).

Die Beziehung zum anderen Geschlecht ermöglicht den Zugang zu anderen Seite des Geistes und träg so zur Ganzheit und Erülllung des Lebens bei.


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