Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Der sumerische Schöpfungsbericht oder wie alles begann

Der sumerische Schöpfungsbericht: "Da hisste ER dr ie Segel ..."

By on 20. Dezember 2021

Licht im Dunkel (der sumerische Schöpfungsbericht)

Der sumerische Schöpfungsbericht 

In starken, rhythmischen Sätzen, kurz und klar, beschreibt der sumerische Schöpfungsbericht die ganze Tiefe der irdischen Existenz.

Dieser Beitrag beinhaltet eine ausführliche Deutung der ersten Zeilen der sumerischen Schöpfungsgeschichte. Für einen leichteren Einstieg zu denselben Zeilen:

In den ersten Tagen (die sumerische Schöpfungsgeschichte), Episode 1 (kurze Deutung und Neuerzählung der 1. Episode) und als Grundlage: Inanna, die sumerische Göttin der Liebe.

Die ersten menschlichen Überlieferungen – vor über 4000 Jahren 

In Babylon niedergeschrieben

Der sumerische Schöpfungsbericht ist Teil der Überlieferungen um Inanna, der sumerischen Göttin der Liebe). Der Text, der von den Anfängen der Welt berichtet, ist rund 5000 Jahre alt und wurde als der erste Schöpfungsbericht überhaupt während Jahrhunderten mündlich weitererzählt.

Um 1850 v. Chr. wurde er dann von der babylonischen «Enkelkultur» auf Tontafeln in Keilschrift schriftlich festgehalten (s. Inanna, die sumerische Göttin der Liebe), als der babylonische Herrscher Hamurabi die viel ältere Überlieferung niederschreiben liess.

Und beinahe 4000 Jahre später, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, konnten die alten Bruchstücke der Tontafeln in Keilschrift zusammengefügt und durch den Sumerologen Samuel Kramer übersetzt werden [1].

Die Anfänge der Welt

Der rund 5000 Jahre alte sumerische Schöpfungsbericht erzählt von den Anfängen der Welt. Durch seine starke rhythmische Sprache fühlt man sich zurückversetzt in die Zeiten der Lagerfeuer, als die Sippe an langen Abenden zusammensass, um sich von der Magie der alten heiligen Geschichten forttragen zu lassen ...

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Ein Stimmungsbild

Ein weiser alter Mann summte ein Lied, dann begann er zu erzählen. Die Kinder, die bis anhin noch herumgerannt waren, setzten sich. Ihre Augen leuchteten, während sie gebannt den Worten des Ältesten lauschten.

Die Erwachsenen hingegen, welche die Geschichten schon unzählige Male gehört hatten, schweiften in Gedanken ab. Sie verfielen ins Grübeln, dachten über die Ereignisse des Tages nach und betrachteten den Sternenhimmel … Die Stimme des Weisen und der Zauber seiner mächtigen Worte liess die grossen Götter wieder zu ihrem Reigen aufstehen, zu einem Tanz mit den Flammen an der nahen Felswand …

Und damit begann die Erzählung:

In den ersten Tagen …

Der sumerische Schöpfungsbericht im Originaltext

Der sumerische Schöpfungsbericht

Die schöpferischen Kräfte der Welt (Einleitung)

Vater und Mutter – Geist und Materie

In diesen paar Zeilen erscheinen die Grundkräfte der Welt: der Vater (im Himmel für den Geist) und die Mutter als das Leben in der Materie (in der Unterwelt für die Materie). Sie sind mit Namen genannt: An und EreshKiGal.

[S. Vater und Mutter, Geist und Materie.]

Dreifaltige Gottheit, männlich und weiblich

Die beiden Urkräfte der Schöpfung, männlich und weiblich

Der sumerische Schöpfungsbericht beschreibt die männliche und die weibliche Seite der Ganzheit, je in ihrer göttlichen Dreiheit.

[S. Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung.]

Drei Lebensphasen als Grundlage 

Dabei entspricht die göttliche Dreifaltigkeit, männlich und weiblich den drei Lebensphasen des Menschen als Sohn – Vater – Grossvater (Geist) beziehungsweise als Tochter – Mutter – Grossmutter (Materie).

[S. Gott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich.]

Gott, männlich, «VATER»: initiierende geistige Kraft

Die männliche Seite Gottes beinhaltet die drei Aspekte und Archetypen Vater, Sohn und Geist, welche alle in den schöpferischen Akt involviert sind. Dies bedeutet, dass der liebende Vater in der Kraft seines Sohnes (Potenz) in die lebendige Materie (weiblich) eingeht, um darin – im Sterben der Kraft – den Samen des Wortes zu säen. So initiiert er die neue Schöpfung.

[S. Männliche Ganzheit, Gott, Vater – Sohn – Geist.]

Gott, männlich, 3-in-1, in Sumer-Akkad: EnLil, En-Ki, An

Die drei männlichen Archetypen sind in der sumerischen Schöpfungsgeschichte als «Götter» mit Namen benannt:

  1. SOHN: EnLil (= der Gott der Luft) symbolisiert stürmische jugendliche Männlichkeit und Kraft.
  2. VATER: EnKi (= der Gott der Erde) symbolisiert Weisheit und Liebe.
  3. GROSS-VATER: An steht als Himmelsgott für den schöpferischen Geist, das Wort.

Gott, weiblich, «MUTTER»: lebendige, Realität gebärende Materie

Auch die Göttin enthält drei verschiedene Aspekte, welche den Lebensphasen der Frau entsprechen: Tochter, Mutter und Grossmutter. Im sumerischen Schöpfungsbericht wird sie jedoch nur in ihrem dritten Aspekt beim Namen genannt: EreshKiGal, die Grosse Mutter (Grossmutter). Die beiden anderen weiblichen Archetypen (Mutter und Tochter) erscheinen im Gegensatz zu ihr jedoch verdeckt, sind bloss mit ihrem symbolischen «Element» erwähnt. Dennoch haben sie in anderen Überlieferungen sehr wohl einen Namen:

Gott, weiblich, 3-in-1 in Sumer-Akkad: NinLil, NinSchubUr, EreshKiGal

  1. TOCHTER: «Die Himmel» stehen für die JUNGFRAU als «Göttin des Himmels». Ihr göttlicher Name ist jedoch NinLil (= Göttin der Luft). Sie symbolisiert reine Liebe und das Potenzial oder anders formuliert der Äther oder das «Meer aller Möglichkeiten.
  2. MUTTER: «Die Erde» steht symbolisch für die lebendige und Realität gebärende Materie (von lateinisch mater = Mutter). Ihr göttlicher Name in den Überlieferungen ist: NinShubUr, was später zu Nin-Saba und dann zu „Königin von Saba“ wurde (s. dazu Notizen zur sumerischen Sprache).
  3. GROSS-MUTTER: EreshKiGal (= Herrscherin des Reiches unter (Gal) der Erde (Ki) oder auch NinGal = Göttin der Unterwelt). Die Grosse Mutter ist Herrin über Leben und Tod und Schicksalsgöttin:

[S. Weibliche Ganzheit – die Göttin (Potenzial – Realität – Schicksal.]

Die vier Elemente

FEUER, WASSER, ERDE, LUFT für VATER, MUTTER, TOCHTER SOHN

Auch die vier Elemente, welche gemeinsam die irdische Realität ausmachen, werden erwähnt: FEUER, WASSER, ERDE und LUFT.
Sie sind auch durch die Archetypen VATER, MUTTER, TOCHTER und SOHN symbolisiert und stehen für Körper, männlich und weiblich (FEUER und ERDE) und Seele, männlich und weiblich (WASSER und LUFT).

[S. Die vier Elemente, Bedeutung und Die Vier der Familie und die Entstehung neuer Realität.]

Beeinträchtigung der weiblichen Seite der noch jungen Schöpfung

Doch der sumerische Schöpfungsbericht beschreibt eine Realität, die bereits beeinträchtigt ist. Denn auf der weiblichen Seite sind «die Himmel», welche die TOCHTER als JUNGFRAU symbolisieren, und «die ERDE», welche den weiblichen Körper symbolisiert, «davongetragen».

Verschiebungen der vier Elemente

So zeugen die vier Elemente als Urkräfte bereits von grossen Verschiebungen in der Existenz (s. auch Die Verschiebungen der Elemente).

  • FEUER für den grossen VATER «im Himmel», An, als schöpferischer Impuls (Geist): Warum hat er «die Himmel» davongetragen und was hat das zu bedeuten?
  • WASSER für die grosse Mutter, das Weibliche als Weltenseele als das Unbewusste: Warum ist EreshKiGal in die Unterwelt geraten?
  • ERDE für den weibliche Körper (TOCHTER) und die lebendige Materie: Warum ist sie davongetragen?
  • LUFT für die männliche Seele und den Bereich des Geistes: Was bedeutet es, dass er die Erde davongetragen hat?

Mit diesen Fragen und den Antworten dazu gerät man mitten hinein in die Themen, welche noch bis heute aktuell sind. Dabei spielt der Mensch mit seinem Bewusstsein darin eine zentrale Rolle – schon immer, wie aus dem sumerischen Schöpfungsbericht ersichtlich ist.

Der Name für das schöpferische Bewusstsein

Der Mensch – mit Namen genannt

Im Zentrum der schöpferischen Geschehnisse taucht nun erstaunlicherweise bereits der Mensch auf. Und er wird er mit Namen genannt.

Was bedeutet der Name?

Die schöpferische Identität und der Name

Der Name ist mit Kennen und Erkennen verbunden, was wiederum mit Bewusstsein in Zusammenhang steht.

Erkennen, lieben und verantwortlich handeln

«Beim Namen berufen»

Gott und die Götter haben Namen (so auch im sumerischen Schöpfungsbericht; s. auch Der Name Gottes).

Auch der Mensch hat einen Namen, einerseits als Kollektiv («Mensch») und andererseits auch als einzelne Person mit seiner eigenständigen und schöpferischen Identität. Mit dieser nimmt er seine Umgebung wahr und gibt wiederum Tieren und Dingen, die er kennt, einen Namen.

So steht in der rund 1000 Jahre jüngeren jüdischen Überlieferung:

«Und der HERR, Gott, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und genau so, wie der Mensch sie, die lebenden Wesen, nennen würde, ⟨so⟩ sollte ihr Name sein.» (2 Mo 2,19) [1]

und:

«Aber jetzt, so spricht der HERR, der dich geschaffen, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.» (Jes 43,1)[2]

Beziehung und Wertschätzung

Das Wort «Erkennen» bedeutet auch lieben und beinhaltet Beziehung, Wahrnehmung und Wertschätzung. Dies ist denn auch die Verbindung zum liebenden Bewusstsein (des Vaters / Vaterbewusstsein) und damit eine göttliche Eigenschaft.

Achtung und Verantwortung

So ist es die Gabe und Aufgabe jedes Menschen, die Grossartigkeit der Schöpfung zu erkennen und sich darin achtsam und verantwortungsbewusst zu bewegen.

Mutter und Tochter der weiblichen Seite Gottes ohne Namen?

Es werden in den ersten Zeilen der sumerischen Schöpfungsgeschichte zwar alle drei männlichen Gottheiten mit Namen erwähnt: EnLil (Sohn), EnKi (Vater) und An (grosser Vater). Aber von der weiblichen Seite Gottes wird hier nur die Göttin in ihrem dritten Aspekt als grosse Mutter mit Namen erwähnt: EreshKiGal. 
Warum?

Der Name für die aktiv-schöpferische Identität des Bewusstseins («männlich»!)

Ein Grund mag sein, dass das aktiv-initiierende schöpferische Bewusstsein als initiierende Kraft per Definition männlich ist (s. Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung).

Realität gebärende Materie: weiblich-passiv

Hingegen stellt das grosse Weibliche primär passiv-empfangende und Realität gestaltende (gebärende) Materie dar. Die Frau muss darum ihre männlichen Anteile zuerst integrieren, um geistige Schöpferkraft zu erlangen (s. dazu der Disput von Jesus mit Petrus: Maria Magdalena und die Frau als Heldin).

Jungfrau (Tochter) und Mutter: empfangende Materie
Die Archetypen der Jungfrau und der Mutter für die Liebe und das Leben

Im Gegensatz zur grossen Mutter (Grossmutter) stehen Jungfrau und Mutter als weibliche Archetypen in der Bedeutung von empfangender Materie. Als solche sind sie darauf angelegt, den schöpferischen Impuls (als «Samen» des Wortes) dienstfertig in neue lebendige Realität zu materialisieren. Dies ist die tiefere Bedeutung der Aussage «vom Gott der Luft davongetragen». Der Umstand, dass das Weibliche auf empfangende Materie reduziert worden ist, ist eine schmerzhafte Realität der vergangenen Jahrtausende, spätestens seit Babylon (s. Der negative Animus als Teufel oder Schmerzkörper und Einführung ins babylonische Gilgamesh-Epos).

Die weibliche Seite ist aber deswegen nicht weniger wert, sie stellt grundsätzlich jedoch eine andere Art Kraft dar: Sie ist vielmehr alles, was ist: das leuchtende Leben in strahlender Schönheit und Wunder wirkende Liebe als die grosse Göttin (s. Die Göttin und ihr Heldenkönig).

Die grosse Mutter: männliche Anteile integriert – Power!

Die grosse Mutter hat hingegen auf dem Weg durch die Unterwelt (mit ihrem erwachsenen «Sohn» / Animus) ihre männlichen Anteile integriert! (Dazu s. Der weibliche Weg und Die Integration des Animus).

Power!

Das bedeutet, dass sie ebenfalls über «männlich»-schöpferische Kräfte verfügt. Darum ist sie auch von Männern gefürchtet. Sie ist die mächtige und strenge Schicksalsgöttin, Herrin über Leben und Tod, welche die Kräfte der Existenz lenkt und jedem gibt, was er verdient.

[S. Weibliche Ganzheit, 3-in-1 und Ereshkigal, Herrin der Unterwelt.]

Doch die Fortsetzung der sumerischen Mythologie, welche mit Inannas Garten in Eden beginnt, zeigt, dass die weibliche Seite, die Göttin der Liebe, sehr wohl einen Namen hat: Inanna! Auch ist sie sehr wohl in der Lage, eigenverantwortlich und selbstwirksam zu handeln.

Zwei Paddler (der Name des Menschen)

Nach diesen vorbereitenden Bemerkungen im Folgenden nun eine Betrachtung der einzelnen Aussagen der ersten Zeilen der sumerischen Schöpfungsgeschichte: 

Der sumerische Schöpfungsbericht und die Erschaffung der Welt

Die irdische Realität, die nicht mehr wie die ursprüngliche ist, wird in ein paar wenigen klaren und prägnanten Sätzen beschrieben.

Dabei fügen sich die einzelnen Aussagen zu einer sinnvollen Botschaft zusammen, indem der nachfolgende Satz jeweils den vorhergehenden erklärt. So werden die Ereignisse wie von hinten aufgerollt. 

1. Der Himmel von der Erde entfernt … (Geist und Materie)

«Als der Himmel sich von der Erde entfernt hatte und sich die Erde vom Himmel getrennt hatte …»

Trennungen: Himmel und Erde – Geist und Materie (Bewusstwerdung, 1)

Vor dem Erscheinen des Menschen, als alles, was gebraucht wurde, geschaffen war, ist bereits Entscheidendes geschehen: Trennung hat Einzug gehalten, die sich bis in die feinsten Verästelungen durchziehen wird. Auf der einen Seite steht etwas Diffuses, «Himmel» genannt und auf der anderen etwas Handfestes, «Erde» genannt. Es ist nicht dasselbe, sie sind nicht mehr eins, aber dennoch sind beide wahr. Und nur durch ihre erneute Vereinigung entsteht Realität.

Der Geist in der Materie: Naturgesetze und Programme

Der schöpferische Geist ist mit anderen Worten nicht mehr Teil der geschaffenen Materie(!). Seine Spuren lassen sich aber noch in Naturgesetzen und genetischen «Programmen» finden, welche als materielle Ordnungen die Realität prägen und bestimmen. Während nun also nun die Materie auf bestimmte Gesetzmässigkeiten festgelegt ist, hat sich das Potenzial entfernt. (Es ist nun «im Himmel», s. u. 3.) und damit für den Menschen nicht mehr ohne Weiteres erreichbar.

Der Mensch: Geist und Materie

Das Besondere am Menschen ist, dass er – Gott gleich – ebenfalls beides ist, einerseits Materie, nämlich Körper, und andererseits auch schöpferischer Geist. Dieser beinhaltet das Bewusstsein, mit welchem er sich selbst reflektieren und selbstwirksam mit seiner Umgebung interagieren kann (s. Das menschliche Bewusstsein).

Trennung und der Trieb

  • Aber auch im Menschen selber herrscht eine Trennung von Geist und Materie.
    So ist er auf der einen Seite Materie, also ein Körper und damit den Naturgesetzen, Körperprogrammen (Genen) und Trieben unterworfen, welche seine Funktion steuern.
  • Auf der anderen Seite verfügt er jedoch über ein Bewusstsein, mittels welchem er sein Leben selbstwirksam gestalten kann oder könnte, – wenn nicht die Triebe immer wieder «hineinfunken» würden (s. Das dritte Auge und der Schatz des Königs).

Das Ziel des Menschen: Ganzheit und göttliche Herrschaft im Geist (Bewusstsein)

Das Ziel sämtlicher grosser Überlieferungen für den Menschen ist darum, dass er sich von der Sklaverei unter der Materie und seiner Körperlichkeit mit den Trieben befreit. Der Weg dahin führt über die Integration des Unbewussten zu göttlicher, nämlich selbstbestimmter Königsherrschaft im eigenen Leben und auch zu ewigem Leben. (Dies wird in den Überlieferungen durch die (heilige) Hochzeit symbolisiert, welche ein Bild für die Vereinigung von Geist und Materie im Menschen selbst ist.)

Die Erde verkörpert also die festgelegte materielle Realität und mittendrin ist der Mensch – mit seinem schöpferischen Bewusstsein!

2. Der Mensch mit Namen genannt (das Bewusstsein)

Dieser Satz steht erstaunlicherweise in direktem Zusammenhang mit den kosmisch-irdischen Geschehnissen. Weshalb? Die Antwort ist, dass es dem Menschen gegeben ist, mit seinem Bewusstsein darin eine nicht unbedeutende Rolle zu spielen. Denn er kann neue Realität erschaffen, häufig weit mehr als er ahnt. Dies ist denn auch die tiefere Bedeutung des «Namens». 

Das Bewusstsein des Menschen – seine schöpferische Identität (Bekenntnis, 2)

Die grosse Frage in diesem Zusammenhang ist jedoch: Bekennt sich der Mensch zu seiner wahren göttlichen, also bewussten Identität, indem er damit schöpferisch und verantwortlich im Leben steht oder lebt er eher seine unbewussten Triebe und sein Ego (und ist damit geistig tot)?

[S. Das menschliche Bewusstsein.]

Erschaffung einer globalen Realität durch den Menschen

Weil der Mensch über ein schöpferisches Bewusstsein verfügt, hat er im Rahmen der Schöpfung eine zentrale Position. Denn er kann die geschaffene Realität beeinflussen und auch neue Wirklichkeiten zu erschaffen, wie heute anhand der globalen Situation unverkennbar ist. Was schon in der sumerischen Überlieferung ein Thema war, floss später in die jüdische ein: 

Schöpfung und Sündenfall in der Bibel

Im biblischen Schöpfungsbericht wurde dem Menschen ebenfalls schon eine Schlüsselrolle zugesprochen. Denn kaum war die wunderbare Welt geschaffen, vermasselte er es wieder, und zwar mit verheerenden Folgen für die ganze Schöpfung[2]. Das Problem war und ist noch immer dasselbe: Der Mensch wählt Macht statt Liebe und nimmt sich, was er kann, bevor er reif ist und bereit, auf gute Weise Verantwortung zu übernehmen.

[S. Der Sündenfall-Bericht und Die grosse Erbsünde und der Fluch.]

Der biblische Name des Menschen: Adam und Eva …

Die Bibel hat den «ersten Menschen» den Namen Adam («aus Erde») und Eva («Mutter des Lebens») gegeben. Eva ist schon ganz «geerdet» und wird Mutter. Sie steht im Gegensatz zu Lilith, Adams erster Frau, die ein Geistwesen gewesen sein soll – oder einfach nur Jungfrau?

Das liebende Bewusstsein macht den Menschen zum Individuum. Dies ist die Bedeutung des Namens. Es ist eine «himmlische Gabe», die den Menschen «Gott gleich» macht. Doch nun sind «die Himmel» davongetragen ….

3. Der Himmelsgott AN: die Himmel davongetragen

Was bedeutet dieser Satz? Rein grammatikalisch kann man die Frage stellen, ob AN als Name des Himmelsgottes oder als Bezeichnung für «die Himmel» steht. (Letztere Variante durch Kommas hervorgehoben: «Als der Himmelsgott An, die Himmel, davongetragen hatte».)

Die Jungfrau als Göttin des Himmels

Im mythologischen Kontext ist klar, dass «AN» die Bezeichnung für das Grosse Oben ist (AnZu). Dies ist der Bereich des grossen Vaters (schöpferischer Geist) und auch der Jungfrau (reine Liebe). Als Göttin des Himmels, welche auf die Erde «hinabsteigt» (indem sie zur Mutter wird), heisst sie auf sumerisch Nin-AN-NA – Inanna.

Die Jungfrau als "die Himmel" für das Potenzial

Jungfrau und Mutter: Potenzial und Realität

«Die Himmel» sind ein Symbol für die Jungfrau und das Potenzial, während «die Erde» den weiblichen Körper und die Mutter symbolisiert (wie auch die Realität). Beide gehören als lebendige und gestaltungsfähige Materie zum Weiblichen. 

Wellen und Quanten für Potenzial und Realität

Quanten kennen zwei Zustände: Als Potenhial sind sie nicht «in Gebrauch», sondern «schwimmen» als Wellen in einem «Meer» von virtueller Energie und potenzieller Information . 

Und wie die Jungfrau zur Mutter wird, wenn sie von einem männlichen Samen befruchtet wird, so wird das Potenzial zur Realität (Quanten), wenn es von Bewusstsein (= Information, «männlich») «getroffen» wird. Mit dem Eintreffen der festgelegten Wirklichkeit ist aber das Potenzial eben «verschwunden» beziehungsweise «entfernt».

[S. Die Jungfrau – Wunder wirkende Liebe und Potenzial.]

«Die Himmel» oder der Äther für die Liebe als verbindendes Element

Als Göttin des Himmels (NinLil) steht die Jungfrau für das Potenzial oder für den Äther, nämlich für das unsichtbare Element, das überall ist und alles verbindet. Die Essenz der verbindenden Kraft ist die reine Liebe, welche die weibliche Seite des Geistes darstellt.
Wenn also in Überlieferungen der Held die Jungfrau gewinnt, ist dies ein Bild dafür, dass er Vollmacht (Königsherrschaft) über die Materie und das ewige Leben erlangt (s. Der Drachentöter Georg und die Jungfrau (Einführung).

Die davongetragenen Himmel: wenn es an Liebe fehlt

Die Jungfrau oder «die Himmel» hat also zwei symbolische Bedeutungen:

  1. Das unbegrenzte schöpferische Potenzial oder der Äther
  2. Die reine Liebe

Die Jungfrau «stirbt» aber per Definition, wenn sie entjungfert wird, und die reine Liebe «stirbt», wenn sie konsumiert wird. (S. Der biblische Sündenfall-Bericht und Erkenntnis).

Der grosse Vater hat nun also die «gestorbene Tochter» (Jungfrau/Potenzial), die nicht mehr ist, zu sich in den Himmel zurückgenommen. Zugang zum Potenzial kann darum nur haben, wer ebenfalls «gestorben» und «im Himmel» ist, mit anderen Worten jener Mensch, dessen Ego gestorben ist und der somit wieder Teil des grossen Ganzen ist.

Und so trifft der «davongetragene Himmel» in zweifacher Hinsicht auf die Realität des Menschen zu:

  1. Weil (oder wo) die Realität der Macht herrscht, stirbt die Liebe.
  2. Weil (oder wo) die Liebe als das verbindende Element fehlt, ist dem Menschen der Zugriff auf das Potenzial verwehrt.

Die logische Konsequenz davon ist:

Beschneidung der Macht des Menschen: er kann nicht «zaubern»

Solange der Mensch also Macht sucht und sein Ego regiert, ist seine geistige schöpferische Potenz «beschnitten». Das bedeutet platt formuliert: Er kann nicht zaubern. Oder mit anderen Worten: Er kann zwar mit seinem Bewusstsein jede beliebige erwünschte Realität visualisieren, aber sie nur bedingt realisieren. Es geschieht nämlich nur dann nach seinem Willen, wenn die Bedingungen dafür erfüllt sind (seien dies die Naturgesetze oder das geistige Gesetz der Liebe). ­Somit ist es ihm (Gott sei Dank) verwehrt, seinem Ego unbegrenzt Vorschub zu leisten. (Dies ist die tiefere Bedeutung der Vertreibung aus dem Paradies.)

Wunder nur, wo Liebe vorhanden ist

Die Fähigkeit, Wunder zu wirken, wird in logischer Konsequenz somit (nur) jenen Menschen gewährt, welche sich in der Liebe bewährt haben (indem sie den Heldenweg vollendet haben; s. auch Christus / Messias, der Gesalbte und Die Salbung, Zeichen der Vollmacht).

Der Schlüssel zum "Himmel" als Potenzial: Der Glaube als Wesenszug der Liebe

Der Glaube als Ausdruck der Liebe ist der Schlüssel zum Potenzial. Er bedeutet eine vertrauensvolle Gewissheit, welche aus dem tieferen Verständnis über das Wesen der Dinge wächst[4]. Diese erlangt der Mensch durch seine Verbindung mit dem allumfassenden Geist, dem «Vater». Dazu muss aber seine Identität der Liebe neu «geboren» werden, indem das Ego, die Identität der Macht überwunden wird (s. Das Leben und die Schlange: Auf- und Abstieg und Vom Ego zum Selbst).
Der Weg dazu ist der Heldenweg, der in allen grossen Überlieferungen ein Thema ist.

Die nächste Aussage des sumerischen Schöpfungsberichtes bestätigt die These, dass fehlende Liebe das Problem ist, und sagt auch, wie es dazu gekommen ist:

4. Der Gott der Luft, Enlil: die Erde davongetragen …

Nicht nur «die Himmel» (die Jungfrau), nein, sondern auch «die Erde» (für die Mutter / den weiblichen Körper) ist davongetragen worden. Aber diesmal von EnLil, dem Gott der Luft.

Die rote Phase, der Gott der Luft oder Satan

Die Luft ist das Element der männlichen Seele (s. Die vier Elemente). Der Name EnLil setzt sich aus «En» für Gott und «Lil» für Luft zusammen. Der Gott der Luft symbolisiert stürmisch-invasive jugendliche Macho-Männlichkeit. Diese sucht Macht und möchte auch im Bereich des Geistes herrschen.

EnLil gehört zur roten Phase des Mannes, welcher noch nicht zur Weisheit des Vaters (weiss) gelangt ist (s. Die drei Farben und Der Weg des Mannes und Die Integration der Anima).

Die Frau im Griff dieser Kraft

Dieselbe «rote» Energie kann aber auch von der reiferen Frau Besitz ergreifen!
Als Mutter ebenfalls in der roten Phase ist sie in Versuchung, Macht zu leben. Häufig setzt sie dabei (aus Frustration) Verführung, List oder auch Gewalt ein. In den Überlieferungen wird sie dann als «Hexe» bezeichnet (s. Die Integration des Animus und Der Weg der Frau.)

Gemäss dem Gilgamesh-Epos war es EnLil, der aus Zorn die grosse Flut bewirkte.

Der Gott des Kampfes und des Krieges

In der ägyptischen Mythologie ist diese jugendliche, stürmische männliche Energie durch den Gott SETH symbolisiert (von ihm kommt das Wort «Satan»). Er wurde häufig im Zusammenhang mit Kämpfen und Eroberungen verehrt.

[S. auch Der Gott der Luft .]

EnLil als Idol und Gott Babylons

Die babylonische Überlieferung erzählt, dass der grosse Vater, An, durch eine Revolte im Götterhimmel getötet wurde und dass EnLil-Marduk[5] seinen Platz einnahm.
(In Babylon wurden zudem die starken weiblichen Gottheiten immer mehr durch männliche Götter oder Monster ersetzt, wie im Gilgamesh-Epos zum Ausdruck kommt.)

Gilgamesh und die Verehrung EnLils

Der jugendliche Gilgamesh betete EnLil an. Das Epos erzählt verschlüsselt, dass er Zedern fällte, insbesondere die eine hohe Zeder, aus welcher er eine Tür im Tempel des Enlil machte. Dies ist ein Bild dafür, dass er die höchste Jungfrau, Tochter des Königs und Dienerin der Göttin der Liebe entjungfert und so zur «Hure» gemacht hatte. So wurde er König, doch er war ein rücksichtsloser Despot, unter dessen Herrschaft junge Männer fielen und Jungfrauen systematisch vergewaltigt wurden (durch das «Recht der ersten Nacht»).
[S. Gilgamesh, Königgott und Despot von Uruk und Einführung ins babylonische Gilgamesh-Epos.)

 

Die «davongetragene Erde» in Negativität

Der Geist EnLils, des Gottes der Luft, ist also dafür verantwortlich, dass das Weibliche immer wieder unterdrückt worden ist. Mit anderen Worten werden Frauen, Menschen als Kollektiv und überhaupt die Erde mit ihren Ressourcen durch männliches Machtstreben ausgebeutet.

Die Folge davon ist Negativität aus Mangel, Schmerz, Krankheit und Tod. Solange diese nicht aufgearbeitet werden, sondern ins Unbewusste verdrängt sind, hat ihre negative Kraft Macht über den Menschen (s. Der negative Animus als Teufel oder Schmerzkörper). Sie bricht dann plötzlich aus dem Schatten hervor und überflutet die Existenz mit destruktiver Energie wie ein Vulkan-Ausbruch (s. Vulkane, der Schicksalsberg und die grosse Mutter).

Heilung und Erlösung

Diese verborgene Negativität und Unbewusstheit werden in den Überlieferungen durch die Unterwelt symbolisiert (s. Das Grosse Weibliche in der Unterwelt .)

Damit Heilung geschehen kann, müssen Leiden, Schmerz und Zorn ans Licht des liebenden (Vater-) Bewusstseins kommen. Auch dies ist bereits in der sumerischen Mythologie ein Thema (in Der Vater wagte den Weg in die Unterwelt und Inannas Auferweckung durch den Vater).

Der nächste Satz des sumerischen Schöpfungsberichts beschreibt die Konsequenz von Himmel und Erde, die nicht mehr sind:

5. Ereshkigal zur Herrin der Unterwelt

«Als die Herrin des grossen Unten, Ereshkigal, die Unterwelt als ihren Bereich erhalten hatte …»

Von der Göttin der Luft zur Herrin der Unterwelt

Einst war sie die Göttin der Luft, NinLil, die Gemahlin EnLils, des Gottes der Luft. Als Jungfrau symbolisiert sie die unsichtbare Himmelsluft als das alles verbindende Element, der Äther.
Die Mythologie erzählt, dass EnLil seine junge Frau jedoch vermehrt vergewaltigte. (So trug er bildhaft gesprochen ihren Körper, «die Erde», davon). Die Götter, die davon Wind bekommen hatten, waren aber keineswegs damit einverstanden. Sie beschlossen darum, EnLil in die Unterwelt zu schicken, wo er über sein Verhalten nachdenken und sich seinem Schatten stellen sollte. Aus Liebe folgte ihm NinLil jedoch dorthin.

Weil EnLil aber auf der Erde weiterhin von den Menschen angebetet wurde, konnte er wieder in den Götterhimmel zurückkehren. So liess er seine Gattin allein in der Unterwelt zurück.
Daraufhin gaben die Götter NinLil diesen Bereich als ihren Herrschaftsbereich. Somit wurde die einst jungfräuliche Göttin der Luft zur mächtigen Herrscherin der Unterwelt, EreshKiGal.

Als Herrin über Leben und Tod und Schicksalsgöttin gibt sie jedem Menschen, was er verdient.

[S. EreshKiGal, Herrin der Unterwelt; Maleficent, die dunkle Fee als Schicksalsgöttin und Frau Holle – von der grossen Göttin zur Hölle.]

Tod und Vergänglichkeit als das Schicksal des Lebens

Dies sind Bilder dafür, dass das grosse Weibliche, das Leben selbst, durch Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt in Negativität und Unbewusstheit, das heisst mit anderen Worten in die Unterwelt geraten ist.

Zum grossen Weiblichen gehören: alle Frauen, alle Menschen, die Erde und die ganze Schöpfung:
Lebendige, empfangende und Realität gestaltende Materie (weiblich):
  • Die Frau, alle Frauen: Sie können Samen aufnehmen und neues Leben gebären.
  • Der menschliche Körper: Er nimmt Impulse des Bewusstseins („männlich“) auf und setzt sie in Worte, Taten und neue Realität um.
  • Das Kollektiv (Gruppe, Volk, die ganze Menschheit): Es reagiert auf Information, zum Beispiel auf Nachrichten, mit Stimmungen und Handlungen. Es nimmt auch die Instruktionen des Herrschers auf und gestaltet diesen entsprechend neue Realität (führt Weisungen aus, wie zum Beispiel den Bau von Strassen).
  • Die Erde: Sie kann Samen aufnehmen und Wachstum ermöglichen. Sie reagiert auch auf unterschiedlichste Impulse aus dem Kosmos oder aus menschlichem Verhalten, z. B. mit Klimaerwärmung.
  • Die ganze Schöpfung: Sie ist der Vergänglichkeit preisgegeben und damit in der „Unterwelt“.

 

Das Weibliche als lebendige Materie, die Samen oder Impulse aufnehmen und neue Realität gebären kann, gehört per Definition zum Unbewussten.

So ist alles Leben in der Unterwelt und aufgrund von Negativität und Trennung vom Grösseren der Vergänglichkeit preisgegeben.
[Mehr und ausführlich dazu in das Grosse Weibliche in der Unterwelt.]

Harren auf Erlösung und die Überwindung des Todes

Gefangen in Negativität und Leiden und dem Tod ausgesetzt, braucht darum die Schöpfung Erlösung. Diese geschieht durch wahre, bedingungslose (Vater-) Liebe, welche sie aus dem Nicht-Sein herausführt und sie wieder mit Kraft und Fülle in Verbindung bringt. So wird auch der Tod überwunden und die Ewigkeit gefunden [6].

Wer zum ewigen Leben und zu den «Himmeln» zurückfinden will, muss den Weg der Liebe und Hingabe gehen. Es ist der Weg des wahren Helden, der den Menschen zur Königsherrschaft (Gottes) im Leben führt.

6. Der Vater wagte den Weg in die Unterwelt

«Da hisste er die Segel; der Vater machte sich auf, Enki, der Gott der Weisheit, wagte den Weg in die Unterwelt.»

Der Vater und Gott der Weisheit – ein Gesalbter

EnKi heisst der sumerische Gott der Weisheit. Er ist der Gott der Erde (Ki), der aber sein Heiligtum an den tiefen Wassergründen im Inneren der Erde hat. Dieses Bild drückt aus, dass der Vater ein wahrhaft Liebender und ein «Gesalbter» ist. (Denn die Erde ist das Symbol für den weiblichen Körper, das Wasser für die weibliche Seele und auch für die Salbung). 

Der Weg über die Beziehung

Der Vater geht auch den richtigen Weg, nämlich den Weg der Seele, welcher Beziehung bedeutet. Mit anderen Worten folgt er nicht der feurigen körperlichen Leidenschaft, die Erde verbrennt. Vielmehr segelt er mit Leichtigkeit in der Kraft des Windes (der Seele) über das Wasser, selbst wenn die Fluten ihn verschlingen. (Die Elemente Luft und Wasser sind die Elemente der Seele, männlich und weiblich.)

Hingabe aus Liebe

Es ist Liebe, die ihn bewegt, sich auf den Weg bis in das dunkelste Innerste der Materie zu begeben. 

Der sumerische Schöpfungsbericht: "Da hisste ER dr ie Segel ..."

Das ist erst der Anfang!

Die weitere Erzählung von Inanna, der sumerischen Göttin der Liebe, bestätigt die Deutungen dieses Beitrags und beschreibt, was sich im Einzelnen ereignet hat.

Weiter geht es mit:

In den ersten Tagen
(Prolog I; Kurzfassung der sumerischen Schöpfungsgeschichte mit der modernen Geschichte)
Der Vater wagte den Weg in die Unterwelt
(Prolog II; Fortsetzung der sumerischen Schöpfungsgeschichte)

Und als Einstieg in Inannas Geschichte:

Der Baum der Göttin in Eden (Episode 1) 

Erzählt wird die Geschichte einer starken, selbstbestimmten Frau und darum «Göttin», die auch in schwierigen Situationen Oberhand behält und souverän durchs Leben geht.

Hier die Zusammenfassung dieser Mythologie:
Die sumerische Mythologie von Inanna, der Göttin der Liebe

Die strahlende Inanna

Weiterführende Texte:

Die Dynamik der vier Elemente in der Schöpfung
Dynamik des Lebens und Dynamik des Todes
Der Heldenweg

Erwähnte Beiträge:

Überlieferungen:

Die Vertreibung aus dem Paradies in den Überlieferungen
Inanna – sumerische Göttin der Liebe und starke Frau
Die sumerische Mythologie von Inanna, der Göttin der Liebe (Zusammenfassung)
Der Vater wagte den Weg in die Unterwelt 
Die Kräfte der Weisheit   
Inannas Auferweckung durch den Vater   
Das babylonische Gilgamesh-Epos, Einführung
Das Gilgamesh-Epos (Zusammenfassung)
– Gilgamesh, Königgott und Despot von Uruk (Episode 1)
Die hohe Zeder
– Der Himmelsstier

Grundlagen:

Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung
Vater und Mutter, Geist und Materie
Die Vier der Familie und die Entstehung neuer Realität
Gott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich
Männliche Ganzheit, Gott, Vater – Sohn – Geist
Weibliche Ganzheit – die Göttin, Jungfrau – Mutter – Leben

Archetypen:

Archetypen
Inanna – sumerische Göttin der Liebe und starke Frau
Die Jungfrau – Wunder wirkende Liebe und Potenzial
Lilith, die dunkle Jungfrau
Die Unterwelt
Die Herrscherin der Unterwelt
Vulkane, der Schicksalsberg und die grosse Mutter
Der Gott der Luft
Christus / Messias, der Gesalbte
Die Frau als Göttin und der Mann als ihr Heldenkönig

Weiterführende Beiträge:

Der Weg des Mannes
Die negative Anima als Hure
Die Integration der Anima

Der Weg der Frau
Der negative Animus als Teufel oder Schmerzkörper
Die Integration des Animus 

Die Salbung und Vollmacht
Die Sieben – Ganzheit der irdischen Realität
Das Leben und die Schlange: Auf- und Abstieg
Das menschliche Bewusstsein
Erkenntnis

Der biblische Schöpfungsbericht
Der Sündenfall-Bericht
Die grosse Erbsünde und der Fluch
Die Vertreibung aus dem Paradies

Die vier Elemente
Die Verschiebung der Elemente   

Das Ego
Vom Ego zum Selbst
Der Heldenweg
Königsherrschaft im Leben
Heilung: Was ans Licht kommt, wird selber licht

Nachweise:

[1] Bibel, Altest Testament, 1. Buch des Mose, Kapitel 2, 19 f.

[2] Bibel, Altest Testament, aus dem Buch des Propheten Jesaia, Kapitel 43,1

[3] Paulus in seinem Brief an die Römer (Kapitel 8, 19-22): «Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Denn sie ist der Vergänglichkeit unterworfen worden – nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat. Doch darin liegt die Hoffnung, dass auch die Schöpfung selbst vom Joch der Vergänglichkeit befreit werden wird und dieselbe Freiheit und Herrlichkeit erfahren wird, wie die Kinder Gottes. – Und so wissen wir denn, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt.»

[4] Paulus im Brief an die Hebräer: «Der Glaube aber ist eine Grundlage dessen, was man hofft und eine feste Gewissheit in Hinblick auf Dinge, die man nicht sieht» (Kapitel 11,1).

[5] C.G. Jung, Gesammelte Werke, Band 5, Symbole der Wandlung, S. 325 § 375 ff.

[6] So Paulus in seinem Brief an die Korinther: «Wenn aber dieses Vergängliche Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: «Verschlungen ist der Tod in Sieg.» – «Wo ist, Tod, dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?»«. (Kapitel 15,55)


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