Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Heilung: Was ans Licht kommt, wird selbst licht

Heilung am Licht des liebenden Bewusstseins

By on 15. März 2021

Heilung am Licht des liebenden Bewusstseins

Heilung durch das Licht des liebenden Bewusstseins

Heilung wird möglich, indem das Schwierige und Schmerzhafte wahrgenommen wird und so mit anderen Worten ans Licht des Bewusstseins kommt. Indem problematische Verhaltensmuster und innere Treiber erkannt werden, wird es auch möglich, eine bessere Realität zu finden und anzunehmen. Darum heisst es:

Alles, was offenbar wird, ist Licht. [Bibel, Eph 5.14]
(Oder anders formuliert: Alles was ans Licht kommt, wird selbst zu Licht.)

LICHT: Das liebende Bewusstsein (Gott)!

Wahr-nehmen, was ist

Es gilt also mit anderen Worten, dem Schmerzhaften auf den Grund zu gehen, statt es zu verdrängen. Dies beinhaltet, es zunächst einmal überhaupt bewusst anzuerkennen. Es zu sehen und auszuhalten (ohne zu verzweifeln) ist jedoch nur in der göttlich-übernatürlichen Kraft der Liebe möglich, welche zugleich auch die Hoffnung und die Vision der Veränderung enthält.
Dies die Kraft des liebenden Bewusstseins, auch Gott genannt. Und so heisst es denn in der Bibel: “Du bist ein Gott, der mich sieht!” (1Mo 16,13). Das sehen der Realität, wie sie ist und sie anzunehmen, das ist eine göttliche Fähigkeit.

Darum als erstes die Frage:

Weshalb tauchen dieselben schmerzhaften Gefühle und problematischen Verhaltensmuster immer wieder auf?

Angst, Schmerz und Scham

Verdrängung von Verletzungen

Wer wurde nicht schon einmal mit irgendeiner Form von Gewalt wie Leid, Schmerz oder Missbrauch konfrontiert?
Die meisten Menschen haben im Lauf ihres Lebens seelische oder physische Verletzungen erlebt. Manche wurden verdängt, damit das Weiterleben überhaupt möglich war. – Doch damit wurden sie nicht aus der Welt geschafft, sondern sind noch immer Teil einer unbewussten Realität und damit des Schattens.

Ein Abgrund öffnet sich!

Wiederholt sich dann ein solcher traumatischer Kontext, werden die altbekannten negativen Gefühle neu aktiviert, dann fällt man unwillkürlich wieder in dieselben Verhaltensmuster und es ist, als stünde man wieder vor dem Abgrund.

Fluchtbewegungen und Symptombekämpfungen

Dabei ist es nur verständlich, dass man so lange es möglich ist, versucht, den Schmerz zu verdrängen, vor ihm davonzulaufen oder ihn zu betäuben. Unterhaltung, Drogen, Sex oder sogar spirituellen Erfahrungen sollen Ablenkung und schnelle Linderung verschaffen.

Doch solange man an der Oberfläche verharrt und sich weigert, sich dem Schmerz zu stellen, bleibt im Innern ein schweres Gefühl der Benommenheit, der Taubheit oder Starre. Denn keineswegs ist man auf diese Weise nur annähernd hinein geschweige denn hindurch gegangen.

Die alten Schmerzen tauchen immer wieder auf, weil sie nie angegangen worden sind. Der Grund dafür ist Angst und Trotz.

Starker innerer Widerstand und Angst

An der Schmerzgrenze: existenzielle Panik und Todesangst

Ist die «Schmerzgrenze» erreicht, dann werden automatisch Widerstand und Schutzmechanismen aktiviert. Je existenzieller ein Gefühl ist, umso stärker ist die Barriere, die es zu überwinden gilt. Diese kann sogar maximale Panik oder Todesangst bedeuten.
Beim Versuch, sich mit dem Schmerz auseinanderzusetzen und ihn zuzulassen, türmt sich also ein Gebirge von inneren Widerständen auf. 

Schutzmechanismen: Angst, Trotz und Aggressionen

Doch bei genauerer Betrachtung entpuppen sich die Abwehrmechanismen als ein sich wiederholendes Muster. Denn es sind innere Wächter installiert worden, die den Zweck haben, vor erneuten Schmerzen und negativen Gefühlen zu schützen. Diese meist unbewusste Abwehr hat bis zu einem gewissen Punkt ihre Berechtigung, sie soll nämlich das weitere «Funktionieren» gewährleisten.

Der negativen Animus als Schmerzkörper

Das Ego als dunkler Herrscher

Der Schatten: das Reich des Körpers und der Triebe

Aber häufig sind solche Mechanismen zum «Selbstläufer» geworden und haben ihre eigene Dynamik der Macht installiert. Dahinter steckt letztlich das Ego. das als Schmerzkörper über Angst und Negativität im Schatten sein Schreckensreich aufgebaut hat.
Als dunkler Herrscher und Despot ist es weder an der Wahrheit interessiert, noch möchte es eine Veränderung der Situation, denn das würde das Ende seiner Macht bedeuten, dann würde es «auffliegen».

Negative Energie aus dem Schatten

Solange die Verletzung als Ursache verdrängt und unerkannt bleibt, wirkt sie aus dem Schatten mit negativer Energie ins Leben hinein. Dies führt zu ungesteuerten und problematischen Reaktionen. Weil es dafür nicht wirklich eine objektive Ursache gibt, sie sich aber «richtig anfühlen», wird das entsprechende Verahlten meistens im Nachhinein rationalisiert und gerechtfertigt, indem man scheinbar «objektive Gründe» vorschiebt (s. Starke Emotionen und das Unbewusste).

So ist es nahezu unmöglich, die Schwierigkeiten anzugehen und man tappt bezüglich der tiefer liegenden Ursache weiter im Dunklen», während man bestenfalls an der Oberfläche Symptombekämpfung betreibt.

Was kann man gegen das Schmerzhafte und Schwierige tun? Wie kann Heilung geschehen?

Graffiti-Tunnell (vom Dunkel ins Licht)

Heilung: Was ans Licht kommt, wird selber licht.

„You have to feel it to heal it“: Heilung der Gefühle

Bewusstwerdung

Trotz der erwähnten Schutz- und Abwehrmechanismen gibt es keinen anderen Weg: Was geheilt werden soll, muss ans Licht kommen.
Heilung der Emotionen und tief im Körper verankerten Muster kann erst dann stattfinden, wenn man sich vertrauensvoll mit seinem liebenden Bewusstsein in den Schmerz hineinbegibt.

Heilung der Emotionen am Licht der Liebe

Das innere Kind lieben und trösten

Vielleicht muss unter all dem Schutt ein verängstigtes und verletztes inneres Kind geborgen werden, welches endlich wahrgenommen und in seiner Not angenommen und getröstet werden will. Als erwachsene Person kann man sich diesem – in der Kraft der Liebe des Vaters – zuwenden und sagen: «Ja, ich sehe, das war damals ganz schlimm für dich. – Ich fühle mit dir. Aber hab keine Angst! Jetzt bin ich da. Ich helfe dir und beschütze dich. Schliesslich bin ich ja erwachsen. Und wir sind nicht alleine …». 

Der innere Held

So spricht der innere Held, das grosse Ich, das grösser ist als das kleine Ich. Dieser göttliche Kern des Menschen, sein Selbst, ist die Identität der Liebe, eins mit Christus.

Was ans Licht kommt, wird selber Licht.

Dazu die Bibel[1]:

Alles, was durchs Licht blossgestellt wird, das wird offenbar; denn alles, was offenbar wird, ist Licht.
Deshalb heisst es: “Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten! Dann wird Christus dir aufleuchten!”

«Tod» oder «Schlaf» als Symbol für Unbewusstheit

Der «Schlaf» und die «Toten», von denen hier die Rede ist, sind Bilder für tiefe Unbewusstheit aufgrund von Negativität. Dieser Zustand wird im Hinduismus als «der schwarze Schlaf von Kali» bezeichnet (so z.B. im Film «Indiana Jones und der Tempel des Todes», s. Wikipedia zu Kali). Wer unbewusst ist, lebt nicht wirklich, sondern ist vielmehr gefangen in seinen Trieben, die über ihn herrschen und sein Verhalten bestimmen.

Aufwachen! Der Heldenweg zum Licht

Bewusstwerdung bedeutet aufwachen, aufstehen und dem Weg der Liebe zum Licht zu folgen, welches das vollkommene Bewusstsein ist. Dies beinhaltet das Überwinden der Triebe und des Egos in der Auseinandersetzung mit den Schmerzen der Existenz auf dem Weg durch die Unterwelt. Dies ist die Feuerprobe auf dem Heldenweg, dem Weg der Liebe.

Vom Schatten ans Licht

Heilung und Ganzheit am Licht des liebenden Bewusstseins

Königsherrschaft im Leben

Was am Licht seines Bewusstseins ist, kann der Mensch willentlich beeinflussen und steuern. Hat er einmal seine Treiber und Verhaltensmuster erkannt, kann er entscheiden, welche besseren Strategien er wählen und welche Muster er aufgeben will. So übt er Königsherrschaft im Leben aus. Indem er dabei neue, bessere Erfahrungen macht, entstehen im Gehirn neue Vernetzungen, die immer stärker werden, während die alten nach und nach abgebaut werden. (S. Das Bewusstsein und das menschliche Gehirn.).

Kampf gegen den Drachen, das Ego

Wer offen für Veränderungen ist, erhält die  Chance dazu, vom und im Leben selbst.
So schrieb Richard Rohr, Franziskanerpater und geistlicher Lehrer:

Wir können uns nur bemühen, unser Ego aus dem Weg zu räumen (was in der Mythologie oft als die Tötung des Drachens dargestellt wird) und darum bitten, dass wir die geheime Tür nicht übersehen, die uns Gott als Ausweg aus dem komplexen Bewusstsein öffnet. Diese Tür hat gewöhnlich die Form des Leidens.[1]

Das Kreuz – Integration des Schattens

Schätze aus dem Keller des Lebenshauses

Die gute Botschaft ist:
Das Licht selber, nämlich das liebende Bewusstsein, hat heilende Wirkung! Es genügt, dass der Mensch mit seinem inneren Licht in den Keller seines Lebenshauses «hinabsteigt» und das, was er da unten findet, von Staub und Spinnweben befreit und emporholt. Dann kann er entscheiden, was er entsorgen und was er wiederherstellen und zu neuem Glanz bringen will (s. Das dritte Auge und der Schatz des Königs).

Vertrauen haben und sich selber lieben

Der Weg ist, mit sich selber verständnisvoll und warmherzig zu sein, Emotionen zuzulassen und sie auszuhalten. Es braucht Mut und Vertrauen, dem Schmerz das Herz zu öffnen und auch starke Gefühle, sogar Todesängste, zu ertragen. Aber Gefühle, – so intensiv und furchterregend sie auch sein mögen, – kosten nicht das Leben! Im Gegenteil:

Vom Ego zum Selbst

Die Ängste und das dumpfe Gefühl des Wahnsinns lösen sich im Licht auf. Sie werden durch Liebe geheilt. So wird das Ego überwunden und das Selbst gefunden. Es ist diese göttliche Mitte des Menschen, in welcher eine innere Ruhe und tiefer Friede wohnen.

Licht-Kreuz-Baum

LICHT – ein Wintergedicht

ein strahlender morgen in deinem glanz
ein strahlender morgen
und du machst mich ganz

millionen von sternen
sind gefallen
in der nacht
und verwandeln
das land
in glitzernde pracht

wenn sich das licht
in ihnen
bricht

millionen von menschen
in finsterer nacht
gefallen

du hast
uns allen
dein Licht gebracht

dein wort
gesprochen
dein sohn –
gebrochen

dein licht
das sich bricht
in mir

dein licht
wird aufgehen
wenn wir
vor dir
stehen

und
dein angesicht
sehen

Nachweis:

[1] Bibel, Neues Testament, Brief des Paulus an die Epheser, Kapitel 5, 10-14


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