Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Evolution No 4 von Hilma af Klint – Mann und Frau

Hilma af Klint, Evolution Nr. 4

By on 15. Mai 2020

Evolution

Hilma af Klint (1908), Evolution Nr. 4, Gruppe VI, Serie WUS/Siebengestirn

Evolution Nr. 4 von Hilma av Klint, Gedanken zum Bild

Das 4. Bild von Hilma af Klint zum Thema Evolution: Mann und Frau und ihre Rollen

Das Bild von Hilma af Klint, Evolution No 4, zeigt Mann und Frau und stellt ihren Platz im Rahmen des Geheimnisses des Lebens dar. Der Mann hält mit Ehrfurcht eine Schale mit wundersamem Inhalt in seinen Händen. Die Frau hält den Inhalt, das Leben der Muschel, in ihrer Hand.

Die Schale / das Gefäss

Die Schale hat die Ausstrahlung eines Grals. Sie ist zweigeteilt. Sie enthält die gegensätzlichen Aspekte des Lebens. Die immaterielle-weibliche Seite, der Bereich der Seele und des Geistes, ist durch das goldene Licht symbolisiert, die materiell-männliche Seite, der Bereich des Körpers, durch die dunkle Farbe, welche von einer spiralförmigen, blauen Bewegung durchzogen ist, als Hinweis auf das der Materie innewohnende Leben.

Dazu passend: die kleine, doppelte Muschel-Spirale, oben links

Oben links sind eine goldene und eine schwarze Schneckenform, in einander verschlungen, zu sehen. Dies kann als Symbol für die Einheit von Körper und Seele, die das Leben ausmacht, gedeutet werden. Dabei ist die Seele (geistig, immateriell, ewig) durch die gold-weisse Farbe, der Körper als dichte Materie durch die blau-schwarze Farbe dargestellt.

Die grosse Spiralmuschel in der Mitte

Die äussere Schale und der Mann

Die äussere Schale der grossen Ammoniten-Form in der Mitte zeigt mit der geschlossenen Seite zum Mann. Die mag als als Hinweis gesehen werden, dass Männlichkeit seinen Fokus auf die körperlich-materielle Seite der Existenz hat. Mit seiner Kraft erschafft der Mann die äussere Schale, in welcher das innewohnende Leben geborgen ist.

Das innere Muschel-Tier und die Frau

Die Frau nimmt das innere Muschel-Tier, welches aus der Öffnung der Schale herauskommt.
Die mag als Symbol für das verletzliche Leben angesehen werden. Die Frau trägt einereits ihr inneres Leben in der festen Hülle ihres Körpers («männlich»). Sie ist aber andererseits auch in ihrer Funktion als Mutter auf einen geschützten, sicheren Raum angewiesen, den sie mit Leben füllen kann.

Und was hat dies alles mit «Evolution» zu tun?

Viele Mythen thematisieren, dass der Mensch aus der ursprünglichen Einheit «gefallen» ist und nehmen damit die Sehnsucht des Menschen nach Einheit und Ganzheit auf.
Was in Wahrheit dazu bestimmt ist, in Liebe eins zu sein (männlich und weiblich), ist in der irdischen Realität, im Kampf ums Überleben (Evolution) und Vorherrschaft (Macht) in Trennung und Spaltung geraten.
Doch die Gegensätze brauchen einander, um Ganzheit zu erlangen. Sie streben darum nach Ergänzung und Verschmelzung.
Aus der Vereinigung von Mann und Frau entsteht neues Leben.
Aus der Vereinigung von Geist und Materie entsteht neue lebendige Realität.
Indem immer neues Leben entsteht, entwickelt sich das Leben weiter.


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