Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Schneewittchen – Kurzfassung des Märchens

Märchen und Mythen als Schattentheater

By on 12. Juni 2020

Der Spiegel in Schneewittchen

 

Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
Aber Schneewittchen über den sieben Bergen
Bei den sieben Zwergen
Ist noch tausendmal schöner als Ihr.

(So sprach der Spiegel zur narzistischen Königin.)

Schneewittchen 

Kurzfassung des Märchens

(7) Weiss – Rot – Schwarz und die Geburt eines Kindes (Das Ziel: Ganzheit)

Es war einmal mitten im Winter, da saß eine Königin an einem Fenster und nähte. Da stach sie sich mit der Nadel in den Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee auf dem Fensterrahmen aus schwarzem Ebenholz. Da dachte sie: Ich wünsche mir ein Kind, so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz. Bald darauf bekam sie ein Töchterlein, das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz und ward darum Schneewittchen genannt. Und wie das Kind geboren war, starb die Königin.

Deutung und Neuerzählung, Sieben Berge: Ganzheit (Weiss, Rot, Schwarz) und die gute Königin

(1) Bewusstwerdung: Gute oder böse Königin? – Die eifersüchtige Stiefmutter

Der König heiratete eine böse, stolze Frau.
Eines Tages, als das Mädchen heranwuchs, trat diese vor ihren Spiegel und erfuhr, dass Schneewittchen tausendmal schöner wäre als sie. Da wurde sie gelb und grün vor Neid und begann, das Mädchen zu hassen. Neid und Hochmut wuchsen wie ein Unkraut in ihrem Herzen immer höher, daß sie Tag und Nacht keine Ruhe mehr hatte.

Der erste Berg, Bewusstwerdung: Die böse Königin und Stiefmutter

(2) Der Jäger (Initiation)

Da rief sie einen Jäger und sprach: «Bring das Kind hinaus in den Wald, töte es und bring mir seine Lunge und Leber als Beweis mit.»
Der Jäger ging mit dem Mädchen in den Wald. Doch er hatte Mitleid mit ihm und liess es laufen. Er brachte stattdessen der Königin das Herz und die Lunge eines Frischlings.

Der zweite Berg, Initiation: Der Jäger

(3) Der Wald,  das Häuschen und die sieben Zwerge (Wüste)

Das arme Kind rannte voll Angst durch den großen Wald. Es kam es  zu einem kleinen Häuschen. Darin war alles zierlich und reinlich. Auf dem Tischchen waren sieben Gedecke mit vorbereitetem Essen. Schneewittchen war hungrig und durstig. Sie ass etwas von den Tellern, dann suchte sie ein Bett. Das siebte, das grösste, passte knapp. Sie legte sich hinein, befahl sich Gott an und schlief ein.

Der dritte Berg, «Wüste»: Die Schrecken des Waldes (Wüste)

(4) Bei den Zwergen; das Korsett und der Kamm (Dienst oder Macht?)

Sieben Zwerge, die in den Bergen nach Erz gehackt und gegraben hatten, kamen am Abend von ihrer Arbeit nachhause. Sie entdeckten Schneewittchen, liessen es schlafen und fragten am nächsten Morgen: «Willst du unsern Haushalt versehen, kochen, betten, waschen, nähen und stricken, und willst du alles ordentlich und reinlich halten? Dann kannst du bei uns bleiben, und es soll dir an nichts fehlen.» Schneewittchen sagte ja.

Die böse Stiefmutter-Hexe suchte, als alte Frau verkleidet, Schneewittchen im Häuschen im Wald auf. Sie hatte vor, sie zu töten. Das eine Mal schnürte sie Schneewittchens Korsett so eng, dass es ohnmächig wurde. Am Abend fanden es die Zwerge und konnten sie wieder aufwecken. Das nächste Mal kämmte sie Schneewittchens Haar mit einem vergifteten Kamm. Wieder wurde das ohnmächtige Schneewittchen von den Zwergen gefunden und wach gerüttelt.

Der vierte Berg, «Dienst»: Bei den sieben Zwergen

(5) Der vergiftete Apfel (Feuerprobe, Sterben)

Wieder ging die böse Königin als alte Frau verkleidet zum Häuschen im Wald. Diesman brachte sie Schneewittchen einen vergifteten Apfel. Nachdem Schneewittchen einen Bissen davon gegessen hatte, fiel es wie tot zu Boden. Diesmal konnten die Zwerge es nicht wieder aufwecken.

Die Zwerge legten Schneewittchen in einen durchsichtigen Sarg, damit sie die Schöne immer anschauen konnten und schrieben mit goldenen Buchstaben ihren königlichen Namen darauf. Dann setzten sie den Sarg auf den hohen Berg neben dem Häuschen, und bewachten ihn immer. Auch die Tiere kamen und beweinten Schneewittchen, erst eine Eule dann ein Rabe und zuletzt ein Täubchen.

Der fünfte Berg (Feuerporbe): Der vergiftete Apfel

(6) Der Glassarg und der Prinz (Auferstehung)

Eines Tages kam ein Prinz zum Zwergenhaus, um darin zu übernachten. Er sah die Schöne im Sarg auf dem Berg und seine Liebe entbrannte. Er bat die Zwerge, sie ihm zu geben und versprach, sie immer zu lieben. Die Zwerge hatten Mitleid mit ihm und willigten ein.

Als der Prinz den Glaskasten zusammen mit seinem Diener wegtragen wollte, stolperte er. Durch die Erschütterung löste sich das giftige Apfelstück aus dem Hals der Prinzessin und sie erwachte.

Der sechste Berg, Auferstehung: Der Prinz und das glückliche Ende

(7) Das glückliche Ende – die Hochzeit (Ganzheit und ein neuer Anfang)

Nun wurde eine prachtvolle Hochzeit angeordnet. Die böse Königin musste in rotglühenden Schuhen tanzen, bis sie tot umfiel.

Der siebte Berg: Auffahrt zum Geist: Die drei Farben Weiss, Rot, Schwarz
Ganzheit und das ewige Leben:

Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.


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