Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Die beiden Bäume im Paradies und die verbotene Frucht

Die beiden Bäume im Paradies

By on 22. Juli 2021

Die beiden Bäume im Paradies

Die beiden Bäume im Paradies der Zwölf

Der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens

«GOTT, die Herrlichkeit[*], pflanzte im Zweistromland einen Garten, in welchem allerlei schöne und fruchttragende Bäume standen», so erzählt die jüdische Überlieferung.
Zwei davon werden besonders erwähnt: Der „Baum der Erkenntnis“ und der „Baum des Lebens“. Die beiden Bäume im Paradies standen in der Mitte des Gartens und 
hatten für den Menschen eine besondere, schicksalshafte Bedeutung.

Der Garten und der Baum der Göttin in Sumer

Das Paradies zwischen Euphrat und Tigris, in Sumer!

Gemäss der jüdischen Überlieferung, welche ins Alte Testament der Bibel eingeflossen ist, lag das Paradies zwischen den beiden Flüssen Euphrat und Tigris[1]. Hier (im heutigen Irak) entstanden die ersten menschlichen Hochkulturen: Sumer, Akkad und Babylon. Die sumerische Kultur geht auf eine Zeit um 6000 vor Christus oder noch weiter zurück.

Das Paradies, der "Garten Eden", von sumerisch GuAn Edin

Die Bezeichnung „Garten Eden“ kommt von sumerisch GuAn Edin und wurde zu hebräisch „Gan Eden“ und deutsch „Garten Eden“. GuAn Edin kann als „göttliches Land am Rand der Steppe“ übersetzt werden (s. Das Paradies, der Garten Eden – in Sumer). Das Wort Paradies kommt vom persischen PARDES und bedeutet eingehegtes Gebiet, Tier-, Lust- oder Zaubergarten.

Die sumerische Göttin der Liebe und ihr Baum

Die sumerische Überlieferung erzählt, dass Inanna, die Göttin der Liebe, einen Garten hatte. Eines Tages fand sie ein junges Bäumchen, das entwurzelt im Fluss Euphrat trieb. Sie holte es heraus und pflanzte es in ihren Garten mit dem Gedanken, daraus später ihren (Hochzeits-)Thron und ihr Bett zimmern zu lassen.

Die Schlange im Baum und Lilith, die dunkle Jungfrau

Jahre waren vergangen, als die junge Göttin eines Tages feststellte, dass fremde Wesen ihren Baum in Besitz genommen hatten. In seinen Wurzeln hatte sich die Schlange, die nicht gezähmt werden kann, eingenistet und im Stamm wohnte die dunkle Jungfrau Lilith. Inanna suchte Hilfe und fand sie bei ihrem Vetter Gilgamesh. Er betrat Inannas Garten und fällte den Baum kurzerhand. So erhielt Inanna ihren Thron und ihr Bett und Gilgamesh wurde ihr König. Und damit begann der Weg, der sie bis hinab in die Unterwelt führte [s. Die sumerische Mythologie von Inanna, der Göttin der Liebe und Der Baum der Göttin].

Die beiden Bäume im Paradies in der jüdischen Überlieferung

Der Garten, der Baum, die Frau und die Schlange

Der jüdische Schöpfungs- und Sündenfall-Bericht, welcher offensichtlich eine Interpretation der sumerischen Texte darstellt, handelt ebenfalls von Mann, Frau, Garten, Baum und Schlange. Diese Erzählung bildet gemäss der jüdischen Überlieferung die Ausgangslage für das Drama der Menschheit (s. Der Sündenfall-Bericht).

Die beiden Bäume in der Mitte des Gartens

Passend zu den beiden Hauptfiguren im menschlichen Drama, Mann und Frau, ist in der jüdischen Überlieferung nun von zwei Bäumen im Paradies die Rede. Der eine kann der Frau oder dem Weiblichen zugeordnet werden und der andere dem Mann oder dem Männlichen.
Diesen beiden «Bäumen» wird auch eine zentrale Stellung in der Menschheitsgeschichte zugesprochen, was nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck kommt, dass sie in der Mitte des Gartens standen.

Wörtlich aus dem Schöpfungsbericht:

Gott, die Herrlichkeit, pflanzte einen Garten in Eden im Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte. Und Gott, die Herrlichkeit, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

Und gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben![1]

Auch dieser Baum stand in der Mitte des Gartens, wie aus dem nächsten Zitat unmissverständlich klar wird (Eva antwortete der Schlange):

Von den Früchten des Baumes [der Erkenntnis], der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt! [2]

(Hervorhebungen durch die Autorin. Zur ausführlichen Bearbeitung und Deutung s. Der Sündenfall-Bericht.)

Über diese beiden Bäume wird gesagt, dass sie mit dem Problem und mit der Erlösung des Menschen in Zusammenhang stehen.

Die beiden Bäume im Paradies: Die Liebe und das Leben

Die jüdische Überlieferung

Die beiden Bäume im Paradies und ihre Bedeutung 

Die jüdische Überlieferung packt komplexe Themen in verständliche Geschichten und vermittelt so tiefe Inhalte. Nur schon die Namen der beiden Bäume sprechen Bände:

Der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens

Die beiden Bäume in der Mitte des Gartens hiessen «der Baum des Lebens» und «der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen». Welche Hinweise enthält die Überlieferung zudem noch?

Die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis

Am Baum der Erkenntnis, so sagt es die Überlieferung, wuchs eine Frucht, welche für den noch jungen Menschen verboten war. Er widersetzte sich aber dem Verbot, ass dennoch davon und geriet damit in den Bann eines tödlichen Fluches.

Der Baum des Lebens und der Todesfluch

Der Inhalt des Fluches war, dass ihm nun künftig der Weg zum Baum des Lebens versperrt sein würde. Denn nun, da er von der Frucht des Baumes der Erkenntnis gegessen hatte, solle er nicht auch noch vom Baum des Lebens essen und ewig leben.

Der Engel mit dem Schwert der zuckenden Feuerflamme

Seither versperrt darum der „Engel mit der Flamme des zuckenden Schwertes“ den Weg zum Baum des Lebens. An diesem gibt es kein „vorbei“, sondern nur ein „hindurch“.

Der vergiftete Apfel

Die jüdische Überlieferung spricht in Bildern. Was haben diese zu bedeuten? Und was haben die Bäume mit «männlich» und «weiblich» zu tun?

Die beiden Bäume als Anima und Animus 

Der Baum der Erkenntnis: die Liebe und Anima 

Die Anima als der weibliche Geist verfügt über die starke Anziehungskraft der Liebe und gibt „Erkenntnis“. Sie ist die motivierende und treibende Kraft im Bereich der Seele.

Der Baum des Lebens: Der Animus  

Der Animus als der männliche Geist stellt die ebenfalls geistige Lebenskraft in der Materie, und damit auch Trieb und Antrieb im Körper dar.

Ambivalenz von Anima und Animus – positiv oder negativ

Die beiden menschlichen Geister können beides sein: positiv oder negativ und sind dann jeweils durch entsprechende ARCHETYPEN symbolisiert. Ist das Motiv Liebe, dann erscheinen sie in ihrer positiven Gestalt als JUNGFRAU oder CHRISTUS/MESSIAS. Ist das Motiv hingegen Macht, erscheinen sie in ihrer negativen Gestalt als HURE/SCHLANGE oder TEUFEL/TIER.

Ein paradiesischer Garten mit zwölf «Bäumen»?

12 Aspekte der Ganzheit als paradiesischer Garten

Anima und Animus in der Mitte der Ganzheit

Die Bibel sagt nicht, wie viele Bäume im Paradies standen. Sie spricht lediglich von den beiden Bäumen in der Mitte des Gartens. Diese passen jedoch mit Namen und Bedeutung zu Animus und Anima (wie anschliessend ausführlich erörtert wird).

Damit erweisen sie sich als Teil der Zwölf, welche menschliche Ganzheit anhand der inneren Familie darstellt. Grafisch dargestellt kann diese als Plan eines Gartens von zwölf „Bäumen“ angesehen werden, wovon zwei in der Mitte stehen (in Funktion von Anima und Animus, dunkel eingefärbt in Abb. rechts).

Die Ganzheit der Zwölf und die innere Familie

Zu den beiden Bäumen und der verbotenen Frucht im Einzelnen:

Die Anima als Baum der Erkenntnis 

Motivation aus Liebe und Sexualität als Frucht

Versprechen der Erfüllung

Die Anima als der weibliche Geist (und innere Frau des Mannes!) symbolisiert Inspiration und Motivation im Bereich der Seele. Von ihr geht eine unglaublich starke, motivierende Kraft aus, welche den Helden dazu bringt, buchtstäblich über sich hinauszuwachsen. Sie lockt durch ihre Schönheit und verspricht himmlische Erfüllung.

Die Frucht des Baumes: körperliche Liebe (Sexualität)

Dabei symbolisiert die «Frucht», die gegessen werden kann, die gut schmeckt und sättigt die sinnliche Erfahrung der Sexualität.
In ihr sind Hingabe und Fülle, feurige Leidenschaft, Schmerz und Erlösung.

Erkenntnis: das Wort für die intime Beziehung

Legitimer Geschlechtsverkehr

Die Formulierung: „Er erkannte sie» wird in der Bibel dann verwendet, wenn der Geschlechtsakt im Rahmen einer „rechtmässigen“ Verbindung stattgefunden hat, nämlich im Einklang mit höheren Ordnungen. Dazu gehören neben dem Einverständnis der Frau auch die Bindungsbereitschaft des Mannes und die Billigung durch die Familie. (Bei Geschlechtsverkehr mit Prostituierten steht hingegen der Ausdruck „Er ging zu ihr ein“.)

Erkenntnis des Gegenübers: mit Liebe wahrnehmen

Der liebende Mensch «erkennt» sein Gegenüber und nimmt es wahr. Er erfasst es ganz, versteht es und nimmt es an, auch mit seinen Schwächen und Fehlern. Die Liebe kann erkennen, was dem Anderen fehlt, um ihm geben zu können, was er braucht. Dies ist das hohe Ziel der Erkenntnis als eine Eigenschaft des Bewusstseins und des Geistes.

Warum brachte das Essen der Frucht den Fluch über die Menschen?

Erkenntnis als Machtmittel und Sex ohne Liebe

Der Mensch kann jedoch sein Bewusstsein, seine „Erkenntnis“, als Machtmittel einsetzen, um die Schwäche des Gegenübers auszunutzen, insbesondere auch um Liebe zu konsumieren. Wenn dabei einseitig und aus egoistischen Motiven Sex vollzogen und dabei die Liebe des Partners missachtet wird, handelt es sich um Missbrauch.

Die gegessene Frucht: konsumierte Liebe

Wenn dabei aus egoistischen Motiven die Bedürfnisse des Partners übergangen werden, verkommt die Liebe zum Konsumgut. Dann handelt es sich um Missbrauch. Dies ist die verbotene Frucht.

Denn die Bestimmung der Erkenntnis als Frucht der Liebe ist nicht zum Nehmen, sondern zum Geben und sich dem Anderen zu verschenken.

Erkenntnis ohne Liebe wird zu einem Mittel der Macht.

Die Frucht vom Baum der Erkenntnis

Zur Darstellung (Herz-Apfel-Aug-Apfel, Reptilienauge, das allsehende Auge): Der Apfel, die Frucht der Göttin der Liebe, wird zum Aug-Apfel als Symbol für das Begehren, welches mit List durchgesetzt wird (indem Erkenntnis zum Machtmittel wurde).  

Die negative Anima als Hure oder Schlange

Die negative Anima des Mannes wird durch die beiden ARCHETYPEN die SCHLANGE oder die HURE symbolisiert. Damit passt sie hervorragend zum Sündenfall-Bericht.

Die Schlange im Paradies als Verführerin

In ihrer negativen Gestalt als Schlange symbolisiert sie eiskalte Berechnung (oder eben «List», wie die Bibel formuliert), um das Ziel zu erreichen. Es wird durch Argumente und Verwirrung verstrickt bis zur völligen Lähmung (s. die babylonische Überlieferung von Marduks Weltschöpfung).

Die negative Anima als Hure

Ist (unerlaubter) Geschlechtsverkehr das Ziel, dann steckt die innere Frau des Mannes als HURE dahinter. Sie weckt sein Begehren nach Sex. Ist sie sein Idealbild von Frau, wird er dementsprechend Frauen wie Huren behandeln und sie zu Huren machen. 

Die Anima und die «Erkenntnis»

Beide Faktoren haben mit Erkenntnis zu tun. So sehnt sich der Mann nach Geschlechtsverkehr (die Frau zu «erkennen»), missbraucht aber seine Erkenntnis ihrer Schwäche (geliebt zu werden), um sie zu manipulieren. («Ich liebe dich! Gib mir endlich, wonach ich mich verzehre!»)

Die Frau geniesst auf der anderen Seite ihre verführerische Ausstrahlung, welche ihr Macht über den Mann verschafft (in Identifikation mit seiner negativen Anima).

Der Fluch: die gestorbene Liebe

Macht statt Liebe

Ungerechter Geschlechtsverkehr

Wird der Körper aus egoistischem Begehren konsumiert, indem das Vertrauen des Gegenübers ausgenutzt wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Liebe dabei stirbt. – Zudem erscheint logisch: Was konsumiert und «aufgefressen» worden ist, ist dann auch nicht mehr da.

Die Macht und das Sterben der Liebe

Die ersten Überlieferungen sprechen in ihren Bildern eine klare Sprache: Das Problem des Menschen beginnt da, wo er die Liebe durch Macht ersetzt. So ist das Sterben der Liebe und das Aufstehen der Macht das grosse Drama der Menschheit, und wird in Überlieferungen immer wieder thematisiert, von der sumerischen Mythologie von Inanna über Dornröschen bis heute (Maleficent).

Das Ego und die Fäulnis der beiden Bäume

Die alte Schlange

Schuld am Sterben der Liebe ist die alte Schlange, welche den Menschen zu Macht verführt. Wie sie das zustande bringt, wird im Sündenfall-Bericht bildhaft beschrieben. Sie tut es, indem sie das Vertrauen des Menschen hinterfragt und untergräbt und sie einen Mangel suggeriert. Die Schlange ist ein Symbol für den egoistischen, triebhaften Menschen (s. Die Schlange im Kopf – das Reptiliengehirn).

Anima und Animus im Griff der Macht und des Triebes

Hat das Ego anstelle der Liebe den Platz in der Mitte eingenommen, dann korrumpiert es Anima und Animus mit Macht. Es manipuliert über die Triebe (negativer Animus als Teufel oder Tier) und herrscht so über den Menschen. 

Negative Paardynamik

Zerstörte Beziehungen 

Das phobische Ego zerstört Beziehungen und bringt stattdessen Misstrauen, Trennung und letztlich den Tod.  Als Folge davon üben beide, Mann und Frau, Macht aus, sei es durch Verführung des Gegenübers (Anima) oder durch Anwendung von Gewalt (Animus). Damit geraten sie immer tiefer in einen Teufelskreis von negativer Paardynamik, welcher zuletzt in der Auflösung der Beziehung endet («Tod der Erstgeburt», s. Die 10 Plagen Ägyptens).

Heilung durch Liebe: nicht Erkenntnis, sondern Vertrauen

Dies ist der Grund, warum die Überlieferungen Heilung und Erlösung des Menschen thematisieren. Weil Erkenntnis als Machtmittel missbraucht werden kann, dient sie nun nicht mehr als Mittel zum Heil [3]Sie ist aus dem «Baum des Lebens» entfernt worden (Ziffer 11 in Abb. unten).

Stattdessen ist es die Aufgabe des Menschen, der zu Bewusstsein gelangt ist, in der Kraft der Liebe die Triebe und im Vertrauen das Ego zu überwinden. Auf dem Heldenweg ist er gefordert, seine Schatten zu integrieren und so den Zugang zum grossen Ganzen zu finden.

Der Mensch ist zu einer höheren Existenz bestimmt, zur Liebe zum ewigen Leben!

Der Baum des Lebens als der Animus

Der Animus: Lebenskraft und Antrieb 

Der Trieb oder das liebende Bewusstsein als Antrieb?

Der Animus als der männliche Geist stellt Trieb und Lebensantrieb in der Materie und im Körper dar. Dieser kann positiv oder negativ sein: als Antrieb aus Liebe („CHRISTUS“) oder aus Negativität, Schmerz und Zorn (der negative Animus als TEUFEL ODER Schmerzkörper). Ist kein Bewusstsein vorhanden, dann lebt der Mensch triebgesteuert. Dies wird in Überlieferungen durch Schlaf symbolisiert.

Tiefe Unbewusstheit

Ist die Liebe gar gestorben, dann ist der Mensch geistig gesehen „tot“. Dann ist er in tiefer Unbewusstheit, das heisst, er missbraucht sein Bewusstsein, um seine Macht vorwärtszutreiben.

Auferstehung in der Kraft der Liebe des Vaters

Zur festgesetzten Zeit: 100 Jahre «Schlaf» in Unbewusstheit

Die Liebe kann aber zu neuem Leben erweckt werden und auferstehen. Die Überlieferungen sagen: Es wird geschehen. Der Fluch wird zur festgesetzten Zeit aufgehoben werden. So ist der Schlaf von Dornröschen auf hundert Jahre begrenzt. Die Zahl bedeutet, dass die 10 Faktoren der doppelten Negativdynamik (männlich und weiblich) durch die neue Ganzheit des Baumes des Lebens (die 10 Sephiroth/Ziffern) geheilt werden müssen (s. Aladin und die Wunderlampe).

Auferstehung nach drei Tagen im Reich der Toten

Auch für die Boten der Liebe ist die Zeit im Reich der Toten zur Integration des Schattens auf drei Tage begrenzt. Die sumerische Göttin Inanna, wie auch Jesus Christus wurden gemäss Überlieferung am 3. Tag vom liebenden Vater auferweckt und standen zu neuem Leben in voller Kraft auf. [S. Die sumerische Mythologie von Inanna, Inannas Auferweckung durch den liebenden Vater und Sterben und Auferstehen: der erste und der zweite Adam.]

Die Liebe des Vaters und Christus als der positive Animus

Die Auferstehungskraft liegt in der Begegnung mit wahrer, bedingungsloser Liebe des Vaters (der mit seiner Tochter als Jungfrau, die Liebe integriert hat). Er gibt sich durch seinen Sohn (Kraft, Potenz) hinein in die lebendige Materie, das grosse Weibliche. Im Sterben der Kraft sät er den Samen des Wortes von der Liebe, erlöst aus aller Not und initiiert die neue Schöpfung der Liebe. [S. Männliche Ganzheit, Gott, Vater – Sohn – Geist und Weibliche Ganzheit 3-in-1 (für die lebendige Materie).]

Christus, der Gesalbte als der Baum des Lebens

Der Weg zurück zum Baum des Lebens: Der Heldenweg

Christus/Messias, der Gesalbte ist derjenige, der im Namen der Liebe des Vaters kommt und sich dem grossen Weiblichen (der lebendigen Materie) gemäss dessen Willen ganz hingibt. Durch die Fülle seiner Liebe erlöst er die Welt aus aller Not und Negativität und überwindet sogar den Tod.

Indem der Mensch in der Kraft der Liebe auf seinem Heldenweg seinen grössten Feind, das Ego besiegt, gewinnt er das Königreich und die Herrschaft Gottes und das ewige Leben.

Der Engel der Flamme des zuckenden Schwertes (die Feuerprobe)

Durch verzehrendes Begehren zum wahren göttlichen Kern 

Dieser Weg zurück zum Baum des Lebens führt über ein Sterben des Egos (im Hier und Jetzt!). Die Flamme des zuckenden Schwertes symbolisiert den Trieb und das feurige Begehren, die in der tiefsten Existenz, in der Feuerprobe überwunden werden. Sie ist die letzte Phase des Heldenweges und entspricht dem Weg durch die Unterwelt, welcher die Läuterung mit sich bringt.

Dabei steht die Liebe wieder auf und der Mensch gewinnt seine Integrität als reines Gold, sein Selbst, seine wahre, göttliche Existenz, die ihn zuletzt in die Ewigkeit hinüberträgt. 

Der Weg zurück zum Baum des Lebens (von 13 zu 10)

10 Sephiroth

Von 13 zu 10 – zehn Ziffern für den neuen Baum des Lebens

Auf dem Weg zum neuen Baum des Lebens müssen die drei „korrupten“ Faktoren aus dem System entfernt werden:

  1. Die SCHLANGE als das Ego wird durch das Selbst ersetzt (Ziffer 6 in Abb. rechts, s. Vom Ego zum Selbst).
  2. Die negative Anima als SCHLANGE ist (im Sündenfall-Bericht) verflucht worden. Seither dient Erkenntnis nicht mehr (Ziffer 11 in Abb. rechts), sondern reine, vertrauensvolle Liebe (JUNGFRAU, Ziff. 3 in Abb. rechts) als Weg zum Heil.
  3. CHRISTUS/Messias als Antrieb aus Liebe und positiver Animus hat den negativen Animus als TEUFEL oder Tier ersetzt (Ziffer 9 in Abb. rechts) und so aus dem System entfernt.

 

Die 10 Sephiroth (Ziffern), der Baum des Lebens und die erlöste Schöpfung

Die neue GANZHEIT, der neue «Baum des Lebens» enthält nun also nicht mehr zwölf, sondern nur noch 10 Faktoren. Der Weg zurück zum Baum des Lebens entspricht auch gemäss dem jüdisch-christlichen Heilsweg den fünf Phasen des Heldenweges.

 [S. Von 13 zu 10, zum Baum des Lebens.]

Goldapfel

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Der Baum des Lebens   

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Das Paradies, der Garten Eden – in Sumer!
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Der vergiftete Apfel – Missbrauch als kollektive Realität

Erwähnte Überlieferungen:

Die sumerische Mythologie von Inanna, der Göttin der Liebe
Der Baum der Göttin in Eden
Inannas Auferweckung durch den liebenden Vater  
Lilith
Babylon: Marduks Weltschöpfungstat
Der Sündenfall-Bericht   
Die 10 Plagen Ägyptens
   
Die Hure und das Tier
Aladin und die Wunderlampe
Dornröschen (Einführung)
Dornröschen, Episode 6
Schneewittchen – Einführung
Maleficent

Nachweise:

[*] Hier stehen im Originaltext die Buchstaben JHWH. Die Juden sprechen den Namen Gottes nicht aus und schreiben auf deutsch häufig G-tt. Ganzheit – ist männlich und weiblich, weshalb die gängige Übersetzung «Gott, der Herr» an dieser Stelle in «Gott, die Herrlichkeit» umformuliert ist.

[1] Tanach / Altes Testament der Bibel, 1. Buch des Mose, Kapitel 2,8 und 9; 16 und 17 (Elberfelder Übersetzung)

[2] Tanach / Altes Testament der Bibel, 1. Buch des Mose, Kapitel 4, 1-5 (Elberfelder Übersetzung)

[3] Neues Testament der Bibel, 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 1,18-25


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