Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Die Vier der Familie und die Entstehung neuer Realität

Sagrada Familia, Barcelona

By on 25. September 2020

Sagrada Familia, Barcelona

Die Vier der Familie und neue Realität

Neue Realität entsteht durch die «heilige Familie»: Vater, Mutter, Tochter und Sohn. In ihrer Einheit stehen sie als Symbol für Ganzheit (Abbildung oben: Die Kathedrale Sagrada Familia in Barcelona). Als Archetypen stellen sie verschiedene energetische Komplexe dar:

12 Goldteller
  • Der VATER: Geist, liebendes Bewusstsein, schöpferischer Impuls, FEUER
  • Die MUTTER: lebendige Materie, das Unbewusste, Realität, WASSER
  • Die TOCHTER: Potenzial, die Seele des Menschen, die Anima, reine Liebe, ERDE
  • Der SOHN: Kraft und Antrieb in der Materie, der Körper des Menschen, LUFT

Jeder der vier Archetypen ist in sich wiederum ganz, nämlich je dreifach abgestützt.
Diese vierfache Ganzheit ergibt die ZWÖLF, die in paradiesischer Einheit 12 Bäume oder als 12 goldene Teller stehen (für mehr Information dazu auf die zwölf goldenen Teller in Abbildung klicken).

Durch ihre Einheit entsteht neue Realität. Der Mensch, der alle vier Aspekte integriert hat, gewinnt Ganzheit und Königsherrschaft im Leben und kann seine Realität frei gestalten.

Neue Realität aus der Vereinigung von männlich und weiblich

Neue lebendige Realität entsteht aus der Vereinigung von männlich und weiblich. Der Impuls des Bewusstseins („männlich“) stösst in der lebendigen Materie („weiblich“) die Verwirklichung des Neuen an.

Vorbemerkungen

Bei den folgenden Ausführungen gilt es im Auge zu behalten:

Der Mensch – männlich und weiblich

Beide, Mann und Frau haben beides: männliche und weibliche Anteile ... [mehr:]

Männlich und weiblich sind im Menschen zu einem verschmolzen. Im Körper («männlich», SOHN) wohnt die Seele («weiblich», TOCHTER). Der Mensch ist aufgerufen, mit seinem liebenden Bewusstsein («männlich», VATER) für sein Unbewusstes (Emotionen und Triebe, «weiblich», MUTTER) Verantwortung zu übernehmen und sie zu integrieren (s. Das Bewusstsein und das Unbewusste).

Die mythologischen Figuren als Archetypen

Die Überlieferungen handeln von gewichtigen Archetypen wie der KÖNIG, der VATER, die MUTTER ... [mehr:]

VATER, MUTTER, TOCHTER, SOHN, CHRISTUS, ANTI-CHRISTUS, DIE JUNGFRAU, DIE HURE, DAS TIER, ANIMA UND ANIMUS stellen als Archetypen geistige ENERGIE-KOMPLEXE dar. In diese kann der Mensch hineinstehen. Indem er sie «anzieht» wird er so von ihrer Identität stiftenden Kraft gefüllt. Auch das KIND, das geboren wird, stellt einen Archetyp dar. Es symbolisiert die neue Realität.

Männlich und weiblich und die Erschaffung des Neuen

Die Liebe ist die Kraft, welche die beiden ultimativen Gegensätze männlich und weiblich / Geist und Materie / das Bewusstsein und das Unbewusste vereinen kann. Aus dem Wunder ihrer Einheit entsteht das Neue.

Männliche und weibliche Schöpferkraft in ihrer Ganzheit beinhalten je 3 Aspekte, welche in ihrer Ganzheit den drei Farben Weiss/Rot/Schwarz und den drei Lebensphasen des Menschen entsprechen. Dazu diese Darstellung:

Drei Lebensphasen, Tabelle

Weibliche Schöpferkraft: Realität gebärende Materie

Ganzheit, weiblich, Triade

Weibliche Schöpferkraft entspricht den erfüllten drei Lebensphasen der Frau (s. Abbildung):

TOCHTER: Das Potenzial

Die Jungfrau als Potenzial symbolisiert den Äther, das unsichtbare Element, das alles umgibt, das nichts ist und alles werden kann. Dieses entspricht dem Modell von Quanten, die nicht in Gebrauch sind, aber dennoch als Möglichkeit bestehen. Als „Wellen“ von virtueller Energie und potenzieller Information «schwimmen» sie im „Meer aller Möglichkeiten» (s. Die JUNGFRAU und Der Äther, die Quintessenz). Das Potenzial wird durch schöpferische Absicht auf eine bestimmte Realität festgelegt, wie die Jungfrau durch Empfängnis zur MUTTER wird.

MUTTER: Lebendige Realität 

Alle Realität ist lebendig, in dem Sinn als sie aus Quanten besteht. Es ist bewiesen worden, dass Quanten auf Bewusstsein reagieren. (Entsprechend stellt sich eher die Frage, warum es überhaupt «tote» Materie gibt; s. Marduk und die Erschaffung der Welt aus der ermordeten Mutter.)
Die MUTTER als lebendige Materie (lat. mater = Mutter) reagiert ebenfalls auf Impulse des Bewusstseins und «gebiert» neue Realität (gut oder böse, je nach Impuls, s. Folgeartikel Die Erschaffung neuer Realität).

Grosse MUTTER: Naturgewalten und Schicksal 

Die «Grossmutter» hat ihren SOHN aufwachsen sehen und hat durch ihn ihre männlichen Anteile und ihre Kraft integriert. Der innere SOHN symbolisiert Kraft und Antrieb in der Materie als die männliche Seite des Geistes (ANIMUS). Sie ist ganz, nämlich weiblich und männlich. Sie vereint die Liebe und die Realität gestaltende Kraft in der Materie in sich.
Darum steht die grosse MUTTER für die Lebenskraft in der Natur, für die Naturgewalten und auch für das Schicksal (Karma), welches dem Menschen bestimmte Voraussetzungen und Herausforderungen gibt.

 

Männliche Schöpferkraft: initiierende Energie

Ganzheit, männlich, Triade

Männliche Schöpferkraft entspricht den erfüllten drei Lebensphasen des Mannes:

VATER: Liebe, Hingabe

Der Vater gibt sich aus Liebe hin, hinein in die Abgründe der Materie und in die Tiefen des Unbewussten, um aus aller Not zu erlösen und durch seinen Samen die neue Existenz der Liebe zu initiieren.

SOHN: Schöpferkraft, Leidenschaft, Potenz (Phallus)

Der Sohn steht für die Kraft des Vaters, denn in ihm ist die Potenz, einen SOHN, ein KIND und damit neue lebendige Realität zu erzeugen. Gemäss dem Wunsch des VATERS gibt er sich gehorsam hin. Er gibt sich dem Weiblichen ganz hin, bis in den Tod. Im Sterben (der Kraft/Potenz) wird der Same des Wortes der Liebe in die lebendige Materie gesät (s. CHRISTUS).

Grosser VATER: Schöpferisches Wort

Der «Grossvater» hat seine TOCHTER aufwachsen sehen und durch die Liebe zu ihr seine weiblichen Anteile integriert (die innere Frau, ANIMA; die Liebe als die weibliche Seite des Geistes). Der grosse VATER ist ganz, ist männlich und weiblich: Er vereint die Liebe und den schöpferischen Impuls in sich.

Neues Leben und neue Realität durch Hingabe des Lebens

Die männliche Seite: Hingabe an das Weibliche

Der «gute» gehorsame SOHN des VATERS geht in die lebendige Materie ein, indem er sich ganz hingibt. Er kommt in der Kraft, in der «Potenz» des Vaters und «sät» den «Samen des Wortes», die Information in die Materie. Dabei «stirbt» die Kraft. Der Same «stirbt» ebenfalls in der Verschmelzung mit dem Ei.
Der «gute» Sohn steht im Gegensatz zum «ungehorsamen» Sohn. Dieser will sich nicht hingeben, sondern ist auf seine eigene Befriedigung aus. Er will Macht und Lebenskraft für sich nehmen (mehr s. folgender Artikel, Die Erschaffung neuer Realität).

 

Die weibliche Seite: Folgsame Dienstbereitschaft

Die «gute» Tochter der Mutter, die «Jungfrau», nimmt den Samen auf. Nachdem sie befruchtet wurde, «stirbt» sie ebenfalls, indem sie zur Mutter wird. Die JUNGFRAU als Symbol für unschuldige, reine Liebe kehrt damit zurück in den Bereich des Geistes (zum «Vater im Himmel»), wo sie als ewiges, geistiges Ideal die «Göttin» ist (ANIMA, ganz im Sinn von Goethe: «Das ewig Weibliche zieht uns hinan», wie er seinen Faust über die schöne Helena sagen lässt).  Die JUNGFRAU steht im Gegensatz zur HURE, welche weibliche Macht durch Verführung lebt und das Männliche an den Körper und die Materie bindet.

Die MUTTER «stirbt» ebenfalls, während sie Leben gibt. Sie gibt ihr Blut für neues Leben. (Sie kann so lange Leben gebären, wie sie ihre monatliche Blutung hat, auch wird das ungeborene Kind im Leib der Mutter durch das Blut der Mutter ernährt.) Eine liebende MUTTER investiert zudem viel «Herzblut» für jene, die ihr anvertraut sind.

Die neue Realität – Ganzheit

VATER – MUTTER – TOCHTER – SOHN: Vereint sind sie ganz. Sie bilden zusammen die Quadratur des Kreises oder der Kugel, Symbol für Ganzheit. Der Mensch, der diese vier Aspekte mit ihren schöpferischen Energien integriert hat, ist ganz. Er ist König in seinem Leben und kann dieses frei gestalten.

Ganzheit – die Vier der Familie

Weiter geht es mit:
Die Erschaffung neuer Realität
Ganzheit durch Integration der inneren Familie   

Weiterführende Texte:
Ganzheit – 12 Bäume im Paradies
Drei Farben (Weiss, Rot, Schwarz) für drei Lebensphasen
Königsherrschaft im Leben
Archetypen
Das Bewusstsein und das Unbewusste
Der Animus
Die Anima
Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung
Vater und Mutter, Geist und Materie
Der Äther, die Quintessenz 
Die Jungfrau
Marduk und die Erschaffung der Welt aus der ermordeten Mutter 
Christus


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