Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Kurze Antworten auf grosse Fragen

By on 3. Juli 2019

DIE NEUSTEN FRAGEN

Die Erbsünde: Was bedeutet dieser Begriff?

Das Wort Erbsünde bedeutet: geerbte Sünde.
Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sind diese:

1. «Kann es sein, dass ich Sünde(n) erbe – oder nur schon die Veranlagung dazu?»

Und wenn ja:

2. «Kann ich dieses Erbe ausschlagen?»

Dazu im Folgenden:

1. Wie kann es sein, dass ich Sünden erbe, ohne selbst gesündigt zu haben?

Das Wort «Sünde» lässt sich im modernen Kontext mit «Negativität» übersetzen. Beides bedeutet einen Zustand der Trennung von der Ganzheit und ein Gefühl des Mangels. Diese Trennung führt zu negativen Gedanken, Worten und Taten, um den Mangel an Liebe und Vertrauen zu kompensieren.

Übertragene Negativität

Die Erbsünde bedeutet also geerbte Negativität.
Das Defizit wird von Generation zu Generation übertragen, indem bereits die kleinen Kinder vom Mangel der Eltern beeinträchtigt werden, noch bevor sie selbst zu Bewusstsein gelangt sind. Wenn die Eltern nämlich in Negativität sind, dann überträgt sich dies auf die Kinder. Zudem ist für sie die Versuchung gross, von ihren Kindern das zu nehmen, was ihnen der Partner nicht gibt.

Damit geraten die Kinder wiederum zu früh ebenfalls in Mangel, indem sie nicht Liebe empfangen dürfen, sondern geben müssen. Und wenn sie dann erwachsen sind, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass auch sie sich aus Negativität in ihrer Paarbeziehung in Macht verstricken … (s. Missbrauch – das gestohlene Leben).

Macht als kollektive Realität und Erbe

So ist es leider in dieser Welt «normal», dass das Defizit regiert und der Stärkere vom Schwächeren Lebenskraft nimmt. Auch will niemand als Schwächling dastehen. So herrscht Macht statt Liebe und die Negativität überträgt sich immer weiter, indem Menschen, die ins Minus gesetzt wurden, wiederum andere ins Minus setzen.

[S. Die grosse Erbsünde und der Fluch.]

2. Was ist das «Erbe»? Und kann ich es auch ausschlagen?

Doch, ja! Man kann das Erbe ausschlagen und stattdessen das wahre und gute Erbe des liebenden König-Vaters annehmen. Man muss sich also mit anderen Worten entscheiden, ob man Macht und Lüge oder Wahrheit und Liebe als Vater und geistige Grundlage haben will.

Das wahre Erbe des Menschen: das Königreich und die Herrschaft Gottes im Leben

Der Mensch ist dazu bestimmt, mit seinem liebenden Bewusstsein, Gott gleich, als guter König in seinem Leben zu herrschen. Das bedeutet, sein Bewusstsein (den Geist) einzusetzen, um kreativ und selbstwirksam im Leben zu stehen. Dazu muss er aber sein Ego, das heisst sein kleines Ich und die Identität der Angst und der Trennung überwinden. Es hat über die Triebe die ganze Existenz im Griff. Der Mensch muss lernen, mithilfe seines Bewusstseins die Triebe konstruktiv zu lenken und in allen Lebensbereichen Liebe statt Macht zu leben. Dies ist sein Heldenweg, der in sämtlichen grossen Überlieferungen ein Thema ist.

Leserfrage: Geschlechtlicher Magnetismus bei gleichgeschlechtlichen Paaren?

Eine Frage zum Beitrag: Geschlechtlicher Magnetismus:

Was passiert mit den Polen, wenn zwei Männer oder zwei Frauen sich lieben? Welche Probleme entstehen dadurch?

Antwort:

Der Mensch – männlich und weiblich

Die meisten Probleme entstehen durch die menschliche Begrenztheit. Das Ziel für den Menschen ist aber Ganzheit. Geschaffen nach dem «Bilde Gottes» ist er männlich und weiblich. Obwohl er entweder einen männlichen oder einen weiblichen Körper hat, hat er dennoch auch beides, nämlich männliche und weibliche Persönlichkeitsanteile. Er kann sich dabei bewusst entscheiden, welche er leben möchte.
Doch das Ziel (Ganzheit) beinhaltet beides. Wichtig ist, dass der Mensch nichts leugnet oder ablehnt und damit in den Schatten verdrängt.

Männlich und weiblich als die beiden schöpferischen Urkräfte

Dabei geht es nicht um Genderstereotypien, sondern um männlich und weiblich als die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung. Aus der Vereinigung des aktiv-initiierenden Prinzips («männlich») und des empfangenden, Realität gebärenden Prinzips («weiblich») entsteht neue Realität.

Spannung und neue Realität aus dem Zusammenwirken der Polaritäten

Die Einheit dieser ultimativen Gegensätze ist nur durch die Kraft der Liebe möglich. Es mag zwar einfacher sein, das zu lieben, was man kennt und so ist wie man selbst. Aber Spannung und Erweiterung der Persönlichkeit entsteht in der Begegnung mit dem Andersartigen. So ist es auch bei gleichgeschlechtlichen Paaren häufig so, dass die beiden Polaritäten im Rahmen der Beziehung gelebt werden. Sie können sich aber auch verschieben oder wechseln, indem z. B. manchmal die eine, dann wieder die andere Seite die Führung (männlich-initiierend) übernimmt. Ebenso können sich diese beiden Energien auch bei gegengeschlechtlichen Paaren verschieben oder gar die Rollen tauschen, sodass sie mehr «Mann» und er mehr «Frau» ist.

Die Einheit der beiden Energien und Pole in jedem Menschen

Beide Energien in sich selbst zu einem fruchtbaren Zusammenwirken und runden Kreislauf der Polaritäten zu vereinen bedeutet, immer wieder das Gleichgewicht zwischen Geist (z. B. Inspiration) und Materie («Erdung» und Umsetzung) zu suchen. Es bedeutet weiter, das Unbewusste («weiblich») und damit die tief verwurzelten Triebe und Muster ins liebende Bewusstsein («männlich») zu integrieren, um so selbstwirksam und schöpferisch im eigenen Leben zu stehen.

[Mehr s.: Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer RealitätVater und Mutter, Geist und Materie; Das Bewusstsein und das Unbewusste.]

ÜBERSICHT ÜBER DIE THEMENBEREICHE DER FRAGEN

Themenbereiche:

  1. ARCHETYPEN mit göttlichem Status: GOTT / DIE GÖTTER
  2. ARCHETYPEN als universale und kulturübergreifende SYMBOLE
  3. CHRISTUS – Teufel     
  4. GEIST: Geist und Materie / Geister / Der Heilige Geist / Seele – Geist
  5. GLAUBE – Religion – PARADIES
  6. HEILUNG und ERLÖSUNG – aus der Knechtschaft ins gelobte Land
  7. LEBEN und Tod
  8. MÄNNLICH und WEIBLICH
  9. SINN und ZIEL des Menschen

 

Die Fragen sind den entsprechenden Bereichen oben zugeordnet.

1. ARCHETYPEN: GOTT / DIE GÖTTER (s. auch unter CHRISTUS und GEIST):
Wer oder was ist GOTT?
  • Gott ist Geist. Geist ist das Gegenteil von Materie. Das Geistige kann nicht mit Händen ergriffen, gefasst, gehalten werden. Es kann nicht gezählt, gemessen, gewogen werden werden. Es kann einzig mit Glauben wahrgenommen werden.
  • «Gott» ist, was der Mensch anbetet: Was ihm das Wichtigste im Leben ist, das ist sein Gott. In dieser Hinsicht gibt es viele Götter: Magie, Geld, Sex, Konsum, Macht…
  • Gott ist gut. Gott ist das Gute, das dem Menschen im Leben begegnet.
    (Das Wort «GOTT» hängt mit germanisch «GUT» zusammen; englisch: God, good; schwedisch: Gud, god, gott; holländisch: God, goed.)
  • Gott ist eins – einer – Einheit auf der höchsten Stufe: Er ist ganz, Ganzheit – Heil – Heiligkeit. Gott ist Überwindung jeder Trennung und vollkommene Versöhnung.
  • Gott ist Ganzheit, 3-in-1 (s. Gott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich).
  • Gott ist Liebe: Die Liebe ist die stärkste Kraft im Universum. Sie allein hat das Vermögen, die äussersten Gegensätze zu vereinen. Aus der Vereinigung der gegensätzlichen Prinzipien Männlich und weiblichGeist und Materie entsteht neues Leben.

 

Weiterführende Artikel:

Männliche Ganzheit, Gott, Vater – Sohn – Geist
Gott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich
Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung
Vater und Mutter, Geist und Materie

Was ist die WEIBLICHE Seite Gottes?

Die weibliche Seite Gottes ist das Leben selber und die lebendige Materie. Das Geheimnis des Lebens entsteht aus der Vereinigung von männlich (schöpferischer Geist) und weiblich (lebendige, empfangende Materie, als Potential und Realität, «Wellen» im Meer aller Möglichkeiten und Quanten). Das Wort «Materie» kommt vom lateinisch mater, was «Mutter» bedeutet. So wie männliche Ganzheit drei Aspekte beinhaltet (Sohn, Vater, Grossvater/Geist/Weisheit), so beinhaltet auch weibliche Ganzheit drei Aspekte: Tochter (Jungfrau, Potential), Mutter (Realität) und Grosse Mutter (Kraft, Naturgewalten, Schicksal). Damit ist auch die weibliche Gottheit beschrieben (s. Weibliche Ganzheit 3-in-1).

Was ist die Bedeutung der JUNGFRAU?

Die Jungfrau steht als Symbol für die wunderwirkende Kraft reiner Liebe und für das Potenzial.

  1. Das Potenzial kann alles sein, ist aber nichts Konkretes. So wie eine Jungfrau Mutter eines Kindes mit braunen, grünen oder blauen Augen werden, je nach Samen, der sie befruchtet. In der Terminologie der Quantenphysik entspricht das Potenzial dem «Meer aller Möglichkeiten». Quanten, die nicht in Gebrauch sind, «schwimmen» als «Wellen» in einem «Meer» aus virtueller Energie und potenzieller Information. Werden sie von Bewusstsein (Geist, Information, «Samen») getroffen, schalten sie auf Realität.
  2. Als reine Liebe entspricht die Jungfrau dem Äther, dem alles verbindenden, unsichtbaren göttlichen Element, das alles umgibt und alles verbindet. Die Liebe ist die Kraft, welche die Grenzen von Raum und Zeit überwindet, denn sie währt ewig. Sie allein kann die ultimativen Gegensätze vereinen und so den Impuls des Geistes in die lebendige Materie bringen. Aus der Einheit von Geist und Materie entsteht neue Realität.

Die neue Realität ist durch das Kind, das geboren wird, symbolisiert.

[S. Die Jungfrau – Wunder wirkende Liebe und Potential und Die Erschaffung neuer Realität – Frucht der Ganzheit.]

Was ist die Bedeutung der «jungfräulichen Geburt»?

Die Kirche hat das Dogma der „jungfräulichen Geburt“ aufgestellt, an die man «glauben» muss, um ein guter Christ / eine gute Christin zu sein. 
Um mit diesem Thema weiterzukommen, kann man die provokative Frage stellen: Wer entjungferte Maria, die Verlobte des Josef?
Das Dogma selber bietet dazu eine klare Antwort: Die Entjungferung geschah durch das Kind, das geboren wurde, durch den Sohn, Jesus Christus. (Denn spätestens bei der Geburt muss das Hymen, das anatomische Zeichen der Jungfräulichkeit, durchbrochen worden sein.)

Mit anderen Worten: Der «Sohn» entjungferte die Jungfrau und machte sie zur Mutter.
Betrachtet man den SOHN als Symbol, dann macht dies durchaus Sinn.
Denn der «Sohn» hat zwei bildhafte, übertragene Bedeutungen:

  1. Der Sohn symbolisiert den Phallus des Mannes, denn in diesem ist die Potenz, in der Frau einen leibhaftigen Sohn zu zeugen. Damit steht er für das Glied des Mannes, durch welches er in den Schoss der Frau eingeht. (Jesus gilt übrigens – auch in den Augen der Kirche – unverkennbar als der leibliche Sohn des Josef, denn dessen Stammbaum wird auch als der Stammbaum von Jesus angeführt.)
  2. Der «erstgeborene» Sohn symbolisiert auch die Beziehung der Frau zum Mann als ihr Das Kind steht in Überlieferungen immer wieder auch stellvertretend für die erste Frucht der Liebe zwischen Mann und Frau, welche eben die Beziehung selber ist.

(Für weitere Ausführungen zu diesen Gedanken s. Die Weihnachtsgeschichte und ihre Symbole).

Was sind die GÖTTER?

Mythologische Götter repräsentieren als Modell verschiedener menschlicher Charaktereigenschaften als Ur-Typen und fungieren darum auch als Archetypen. Sie können dem Menschen zu Bewusstsein verhelfen («So bin ich nicht und will ich nie sein!»). Wenn sie jedoch angebetet werden, werden sie zur Identifikationsfigur. Was der Mensch verehrt, das verinnerlicht er: er eignet sich diese Eigenschaften an und lässt zu, dass sie sein Leben prägen. Zum Beispiel: Mit der offenen Verehrung des stürmischen Gottes der Luft als der oberste Gott in Babylon, begannen die Menschen jugendliche, eroberungswütige und unterdrückende Männlichkeit zu verherrlichen (s. Gilgamesh-Epos).

2. ARCHETYPEN als universale und kulturübergreifende SYMBOLE
GEORG, der Drachentöter: Was bedeuten roter Mantel und weisses Pferd?

Der Heilige Georg ist «heilig», weil er Ganzheit erreicht hat. Der Weg des Mannes zu  Ganzheit ist Rot – Weiss – Schwarz. Rot steht für stürmische Jugendlichkeit, Weiss für rettende Hingabe aus Liebe und Schwarz für den Tod, also das Ego, das es zu überwinden gilt, um Ganzheit und das ewige Leben zu gewinnen.
Eine nordische Sage beschreibt ausführlich diesen Weg des Helden. Er träumt als Jüngling von einer wunderschönen Jungfrau in weissem Kleid. Nach drei Jahren rettet er eine Frau vor einem furchterregenden Drachen. Nach sechs Jahren gewinnt er den roten Mantel, der ihn vor verzehrendem Feuer schützt. Nach 9 Jahren gewinnt er das weisse Pferd, das ihn über himmlische Pfade trägt. Zuletzt besiegt er den schwarzen Riesen und gewinnt die Jungfrau und das ewige Leben. Wie er dies alles vollbringt und was es zu bedeuten hat, siehe:

[Ritter Georg und die Jungfrau – 1.]

HÖLLE: Warum wurde aus der Schicksalsgöttin die Hölle?

Starke machtorientierte Männlichkeit, welche das Weibliche unterdrückte und ausbeutete, verteufelte zugleich starke Weiblichkeit. In Auflehnung gegen jede höhere Ordnung wurde der berechtigte Zorn der mächtigen Schicksalsgöttin und Herrin der Unterwelt zur Hölle mit ihren Feuerqualen.

Dies spielte wiederum der Macht in die Hand, denn damit konnte man die Menschen in Angst und Schrecken versetzen und sie noch besser manipulieren. Durch solche Verfremdungen wurde letztlich die Kraft Mythen geschwächt, welche ursprünglich das Vertrauen der Menschen in das Gute und in einen höheren Sinn vermitteln wollten.

Dieser Antwort liegen die folgenden Gedanken zugrunde:

1. «Hel» oder Frau «Holle» für die Göttin und die Hölle

Das Wort Hölle steht mit dem Namen «HEL» in Verbindung, dem Namen einer germanischen Unterweltsgöttin. Auch in «Frau Holle» klingt das Wort «Hölle» an.  Sie ist eine der wenigen Spuren der großen Schicksalsgöttin, die in Märchen noch zu finden ist. Sie belohnt jene, die Gutes tun und bestraft die Übeltäter.

2. Manifestation des Schicksals in der Materie

Die grosse Göttin als Archetyp für die Lebenskraft in der Materie symbolisiert in ihrem dritten Aspekt die Naturgewalten (zum Beispiel Vulkane) und das Schicksal (s. Weibliche Ganzheit – die Göttin, Weiss / Rot / Schwarz). Sie gibt jedem Menschen, was er verdient und zwar in Form seiner Lebensumstände und seines Schicksals.
Sie ist Leben spendend, kann aber auch vor Zorn rasen und sehr destruktiv wirken.

3. Furcht vor Strafe

Kein Wunder fürchtet der Mensch der Macht vor dieser Kraft. Tief unten weiss er nämlich, dass seine Übeltaten nicht ungestraft bleiben. Eine starke Auflehnung dagegen kommt schon im babylonischen Gilgamesh-Epos zum Ausdruck. Die Göttin selber wird darin als Hure beschimpft und der Himmelsstier wird erschlagen. Ansonsten kommen darin keine starken Frauenfiguren mehr vor, sondern höchstens noch Monster. Doch die Strafe bleibt für Gilgamesh nicht aus …

4. Das Schicksal: Scheinbar Böses führt zuletzt zum Guten

Die moderne Dornröschen-Interpretation von Disney, Maleficent (mit Angelina Jolie), greift dieses Thema auf. Sie stellt die böse Fee als die gute dar, welche allen Grund hat, mit dem ungerechten König zornig zu sein. Als Schicksalsgöttin stellt sie den Fluch, aber auch die Wiederbelebung der Prinzessin durch den Kuss dar.

12: Was ist die besondere Bedeutung der Zahl Zwölf?

Die Zwölf – ein mächtiges Symbol für Ganzheit

In menschlichen Traditionen und Überlieferungen erscheint die Zwölf immer dort, wo Ganzheit dargestellt werden soll:

  • Das Jahr besteht aus 12 Monaten.
  • 12 Tierkreiszeichen werden zwölf Monaten oder Jahren zugeordnet (China).
  • Tag und Nacht sind in 12 Stunden unterteilt.
  • 12 Geschworene fällen das Urteil.
  • Im Märchen Dornröschen gibt es 12 goldene Teller und 12 Feen.
  • Im Märchen von Aladin sind 12 silberne Schalen gefüllt mit Speisen.
  • 12 Götter herrschen im griechischen, germanischen und nordischen Götterhimmel.
  • Gemäss der jüdischen Überlieferung bilden 12 Stämme das Volk Israel, und 12 Jünger von Jesus begründeten das Christentum.

[Mehr: Die Zwölf und die Dreizehn im Überblick.]

12 = 4 x 3 Ganzheit: Die innere Familie in Harmonie

Die Ganzheit der Zwölf steht für Liebe und Harmonie im Bereich der Beziehungen, welche sich auf das ganze Dasein konstruktiv und erfüllend auswirkt.
Die Familie, die den Fortbestand der Menschheit sichert, besteht aus VATER, MUTTER, TOCHTER und SOHN. Jeder dieser vier ARCHETYPEN,  ist in sich selber ganz, wenn er dreifach abgestützt ist: (s. Gott, Ganzheit, 3-in-1).

Die Ganzheit der Zwölf lässt sich also folgendermassen aufschlüsseln:

12 = 4 x 3

Die Zahl Zwölf setzt sich aus Vier und Drei zusammen:

Zwölf bedeutet mit anderen Worten, dass jeder der vier Aspekte des Menschseins dreifach abgestützt ist. Damit ist göttliche Ganzheit erreicht, die ins ewige Leben hinüberträgt (s. Gott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich). 

[Mehr: Die die innere Familie und die Ganzheit der Zwölf.]

13: Warum gilt die Dreizehn als Unglückszahl?

Die Dreizehn ist ein Symbol für den Schatten, das Ego oder die Schlange im Paradies.

Die 13 – der Schatten der Ganzheit der 12

Die Dreizehn symbolisiert das, was ausserhalb der Ganzheit der Zwölf liegt. Sie stellt mit anderen Worten das dar, was ausserhalb des Bewusstseins, nämlich im Unbewussten, im Schatten liegt.
So ist die Dreizehn ein Symbol für das Ego als die negative Identität der Trennung, welche zum Beispiel auch durch die Schlange im Paradies dargestellt ist.

Trennung von der Einheit und Ganzheit aus Mangel und Defizitempfinden

Sitzt das Ego anstelle der Liebe in der Mitte des Lebens auf dem Thron, dann zerfallen Einheit und Ganzheit in Einzelstücke. Die Vertreibung aus dem Paradies ist ein Bild dafür, dass der Mensch in eine gebrochene Realität hineingeboren wird, in welcher Mangel, Krankheit und Tod eine Realität sind. Diese führen wiederum zu Misstrauen aus einem Mangel an Liebe und zu einem Streben nach Macht (um nehmen zu können, was fehlt; s. Die Erbsünde als kollektives menschliches Problem).

So findet sich der Mensch in Mangel und Defizitempfinden. Er fühlt sich vom grossen Ganzen getrennt, erfährt Trennung auch von seinem Gegenüber und sogar in sich selbst, indem es Dinge gibt, die er an sich ablehnt. Weil er nicht an Liebe und Vergebung glaubt, muss er alles, wofür er sich schämt, zudem leugnen und in den Schatten des Unbewussten verdrängen.

So bringt die 13 aus der Negativität im Schatten (Angst, Defizitempfinden oder Neid) wiederum negative Gedanken, Worte und Taten und damit Unglück ins Leben.

[S. Die Zwölf und die Dreizehn im Überblick.]

3. CHRISTUS und der Teufel
Christus / Messias, der Gesalbte – Was bedeutet dieser Titel?

Die Bezeichnung «Messias» kommt von hebräisch Moshiach, die Bezeichnung «Christus» kommt von griechisch Christos. Beide Wörter bedeuten «Der Gesalbte». Die Salbung ist das Zeichen dafür, dass das Weibliche bereit ist, den Auserwählten in Liebe zu empfangen. Er geht in die lebendige Materie ein und sät darin den Samen des Wortes der Liebe (Weisung, Instruktion). So stösst er das Neue an, initiiiert beziehungsweise gibt den Impuls für das, was werden soll.

[Ausführlich dazu s. Christus / Messias, der Gesalbte]

Christus und der «Anti-Christus»: Was bedeutet diese Unterscheidung?

Christus ist der Gesalbte, der in Liebe in die Materie eingeht, um darin die neue Realität der Liebe zu erzeugen. Das grosse Weibliche (die lebendige Materie, das Volk) bestätigt den Auserwählten durch die Salbung. Sie ist dabei das Zeichen der Bereitschaft, dass das Weibliche, die lebendige Materie, willig ist, den Auserwählten in Liebe aufzunehmen (und steht in Analogie zur Scheidenflüssigkeit der Frau).

Der Anti-Christus der Anti-Gesalbte, mit anderen Worten derjenige, der mit Gewalt eindringt, ohne dass die Salbung da ist. Er unterwirft das Weibliche (die Frauen, das Volk, das Land), indem er es tyrannisiert und traumatisiert. Er ist der Vergewaltiger, der rücksichtslose Herrscher und Despot, der kommt, um zu stehlen und Leben zu nehmen.

[Mehr s. Christus / Messias, der Gesalbte]

Was ist die SALBUNG?

Die Salbung bedeutet schöpferische und göttlich autorisierte Vollmacht, um in lebendige Materie (Volk, Potential und Realität) neue Realität anzustossen. Könige, Priester und Propheten liessen sich als Zeichen ihrer göttlichen Legitimation Öl über ihrem Haupt salben. Diese sybolische Handlung lehnt sich in seiner Bildsprache an den Akt der Zeugung eines Kindes an: Die «Salbung» der Frau ist das Zeichen ihrer Bereitschaft, den Geliebten zu empfangen. Er geht in  sie ein und sät im Sterben seiner Kraft den Samen zur Zeugung eines Kindes. Ebenso «sät» der Gesalbte in der lebendigen Materie, unter den Menschen, sein Wort (Impuls, Befehl), welches die Erschaffung von neuer Realität bewirken soll.

[S. Die Salbung und der Heilige Geist und Christus / Messias, der Gesalbte]

Wer war JESUS CHRISTUS?

Jesus Christus war ein jüdischer Gelehrter (Rabbi) mit namens Joshua oder Jehoshua (griechisch: Jesus) und der Gründer des christlichen Glaubens.
Der Name Jesus kommt von aramäisch Jeshua. Der Name wird mit dem Wort für «retten» oder «befreien» in Verbindung gebracht. Das griechische Wort Christos ist die Übersetzung des hebräischen Wortes Meshiach («Messias») und bedeutet «Gesalbter».
Jesus Christus bedeutet also: «gesalbter Retter«.

Jesus Christus nahm für sich in Anspruch, das kollektive menschliche Problem der Menschen und der Schöpfung zu lösen und sie von Sklaverei, Krankheit und Tod zu erlösen. Er gab sich mit bedingungsloser Vaterliebe («im Namen des Vaters») an die lebendige Materie hin und säte darin den Samen des Wortes des Vaters, um eine neue Schöpfung der Liebe zu initiieren. Zeichen und Wundertaten waren das Zeichen seiner «Salbung«, nämlich seiner Auserwähltheit und Legitimation durch das grosse Weibliche (das Leben in der Materie).

Ein zentraler Gedanke dabei ist:
Diese neue Schöpfung überwindet den Tod, weil sie aus der Liebe geboren ist, die stärker ist als der Tod. So wird die irdische, vergängliche Existenz in eine neue, geistige, ewige Existenz der Liebe transformiert.

Wer oder was ist der TEUFEL?

Das deutsche Wort «Teufel» kommt von griechisch diabolos, was «Auseinanderwerfer» oder «Trenner» bedeutet. Die Trennung steht im Gegensatz zu «Gott», der für Ganzheit, Einheit und Versöhnung steht und in der Kraft der Liebe. (Diese allein vermag die ultimativen Gegensätze Geist und Materie / männlich und weiblich zu einen.)

In den menschlichen Überlieferungen hat der Teufel die Funktion des negativen Antriebs (Animus) in der Materie aus Mangel, Defizit, Schmerz und Angst (s. Der negative Animus als Teufel oder Schmerzkörper). Negativität trennt den Menschen von seiner Verankerung in der Liebe. Er verliert sein Vertrauen in das Gute und gerät darüber in Misstrauen und Isolation. Die Folge ist Trennung vom Grossen, Ganzen, von anderen Menschen und auch im Menschen selber (s. Das Ego – die Identität der Trennung.)

4. GEIST
Geist oder Materie – was war zuerst?

Geist und Materie, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung, stehen auf Augenhöhe und waren beide – zumindest nach menschlich-mythologischem Verständnis – immer schon da.

Der Geist ist das Vater-Prinzip. Dieses geht in die lebendige Materie ein und sät darin den «Samen des Wortes», den Initialfunken, der das Neue, das werden soll, anstösst.
Der initiierende Geist hat drei Formen:

  1. Kraft/Potenz («Sohn»)
  2. Liebe, Hingabe («Vater»)
  3. Schöpferisches Wort, Samen («Grosser Vater»).

 

Die Materie ist das Mutter-Prinzip (von lat. mater = Mutter). Sie wird auch als «Ur-Chaos» bezeichnet. Besser wäre aber «gestaltungsfähige, noch nicht definierte, formbare Substanz», mit anderen Worten «das Potenzial», «Meer aller Möglichkeiten» oder «der Äther». Die lebendige Materie nimmt den Impuls des Geistes auf und «gebiert» neue materielle Realität. Sie hat damit ebenfalls drei Formen:

  1. Potenzial («Jungfrau»)
  2. Realität («Mutter»)
  3. Schicksal und Naturgewalten («Grosse Mutter»).

[S. Geist und Materie, Vater und Mutter und neue Realität und Männlich und weiblich – die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung]

Gibt es GEISTER? - Was sind Geister?

Als «Geister» können personifizierte geistige Faktoren bezeichnet werden, welche Ideen, Inhalte und Vorstellungen transportieren, die vom Menschen in seinem Denken und Fühlen Besitz ergreifen und so sein Verhalten und Handeln prägen.
Es gibt «gute» geistige Inhalte – «gute Geister» und es gibt schlechte geistige Inhalte «böse Geister». Sie vermitteln z.B. Inhalte wie: «Niemand liebt mich, ich bin ganz alleine auf der Welt, darum muss ich für mich selber kämpfen…» Oder auf der anderen Seite: «Du bist geliebt und zu einer besonderen Aufgabe berufen, die nur du -in deiner Einzigartigkeit – erfüllen kannst.»).

[Mehr s. diese Artikel: Archetypen / Animus und Anima, der männliche und der weibliche Geist / Der Animus, Antrieb in der Materie / Der Trieb.]

Wer oder was ist der Heilige GEIST?

Der Heilige Geist ist der Geist der Heiligkeit und der Ganzheit („Heil“). Er beinhaltet sowohl die männliche Seite des Geistes (Kraft, feurige Leidenschaft) wie auch die weibliche (Liebe, Vergebung, Verständnis und Verständigung). 

Hebräisch RUACH bedeutet Hauch. In Ruach sind aber viele unterschiedliche geistige Aspekte vereint, weibliche wie männliche. Er beinhaltet Naturgewalten, Sturmwind, Kraft, Zorn, Mut als Eigenschaften der Grossen MUTTER und  Weisheit, Wahrheit, Rat, sanfte Liebe als Eigenschaften des Grossen VATERs,

[S. Vater und Mutter – Geist und Materie und  Ganzheit – Gott 3-in-1].

An Pfingsten kam der Heilige Geist über die versammelten Menschen. Er manifestierte sich durch einen Sturmwind (Kraft), durch Feuerflammen (Leidenschaft) und im Sprechen und Verstehen vieler Sprachen. Die daraus entstehende Begeisterung, die Einheit und das gegenseitige Verständnis können als Gegenbewegung zum babylonischen Turmbau angesehen werden. 

[S. Der Heilige Geist: Kraft, Vollmacht und Kommunikation.]

Was ist der menschliche GEIST?

Der menschliche Geist ist seine Fähigkeit, sich selber zu reflektieren (zu betrachten und zu kommentieren) und zu instruieren (sich selber Anweisungen zu geben, wie z.B. «Ich will meinen Ärger zurückhalten.»). Der menschliche Geist ist damit mit dem menschlichen Bewusstsein identisch (s. Bewusst und Unbewusst) und mit seiner Fähigkeit zur Abstraktion (von lateinisch übersetzt: wegziehen, abziehen). Der Mensch kann sich «im Geist» auf eine geistige Ebene zurückziehen, wo er aber mit einer Fülle von geistigen Impulsen konfrontiert wird, z.B.: «Man muss für sich selber schauen, damit man nicht zu kurz kommt!»» oder: «»Wenn dich jemand auf die Wange schlägt, halte ihm auch die andere hin!». Es ist die Aufgabe des Menschen, mit seinem Bewusstsein, die geistigen Impulse wahrzunehmen, und zu entscheiden, welchen er «glauben» und folgen will.

[S. Das menschliche Bewusstssein.]

Geist - Seele des Menschen: Was ist der Unterschied?

Die Seele ist der immaterielle Teil der Persönlichkeit, welche aus Wille, Verstand und Gefühlen besteht. Die Ausprägung dieser drei ist von Person zu Person verschieden (die einen sind eher verstandesorientiert, die anderen willensstark oder willensschwach, wieder andere eher gefühlsorientiert…).
Man kann die Seele nur wahrnehmen, wenn sie sich materiell manifestiert in Mimik, Gesten, Worten (Zungenbewegungen und Schallwellen) und Taten.
Ansonsten ist sie «unsichtbar» und nicht messbar und gehört damit zur geistigen Welt, zu welcher sie auch Zugang hat (mehr s. Was ist die Seele und wo im Körper befindet sie sich? und Der Mensch, 3-in-1, Körper-Seele-Geist).

5. GLAUBE, RELIGION, PARADIES
Was ist GLAUBE?

Glaube bedeutet Vertrauen und ist damit ein Ausdruck von Liebe. Wer liebt und sich geliebt weiss, vertraut. Wer vertraut, dass gute Kräfte im Leben am Werk sind, kann positiv im Leben stehen und wird eher positive Erfahrungen machen.
Der Glaube ist das einzige «Sinnesorgan» für die geistige Realität, für die Ebene des Geistes. Der Glaube und das liebende Bewusstsein sind identisch. In Überlieferungen wird der Glaube durch den König symbolisiert (s. Das Bewusstsein und das Unbewusste – König und Königin).

Was ist RELIGION?

Das Wort kommt von lateinisch RE-LIGIO, was Rückbindung bedeutet. Der Mensch muss in seinem egoistischen Trieb zurückgebunden werden, damit menschliches Zusammenleben in Frieden möglich ist. Religionen enthalten darum häufig Regeln, wie Menschen leben sollen, und knüpfen diese an einen «göttlichen Willen», um die universale Bedeutung der Regeln zu betonen. Religion kann mit Glauben zu tun haben, muss aber nicht. Die Religion ist die äussere Hülle. Der Glaube der Inhalt. Religion kann als Machtinstrument missbraucht werden.

Was ist oder war der GARTEN EDEN?

Das Wort kommt von sumerisch GuAnEdin. Sumer lag zwischen Euphrat und Tigris in Persien/Iran; sumerisch AN bedeutet «Gott» oder «göttlich», EDIN bedeutet Steppe, Gu steht für Land/Erde. Das Wort als Ganzes wird mit «begrünte Steppe» oder «Himmelsrand» übersetzt. Das Wort wurde zu hebräisch Gan Edin und zu deutsch Garten Eden.
Der Garten ist auch ein Symbol für den Schoss der Frau, in welchem Leben heranwachsen kann (s. Das Paradies, der Garten Eden – In Sumer).

Was ist das PARADIES?

Das Paradies ist zu einem Symbol für einen Zustand der Einheit und der Fülle geworden. Das Wort kommt vom persischen PARDES und bedeutet ursprünglich «Garten», «Tiergarten» oder «Lustgarten». Es handelt sich dabei um einen abgesonderten, geschützten Bereich, wie ein Garten (s. Das Paradies, der Garten Eden – in Sumer).

Was bedeutet die VERTREIBUNG aus dem Paradies?

Die Vertreibung aus dem Paradies ist ein Bild für den Zustand des Menschen in der unvollkommenen irdischen Realität. Er begegnet darin Schwierigkeiten aller Art: Grenzen, Krankheit und Tod. Der Mensch kann sich zum Beispiel eine andere, bessere Realität vorstellen, aber er kann sie nicht mit seiner blossen Vorstellungskraft (im Geist) erzeugen. Er kann Veränderungen nur auf der physisch-materiellen Ebene herstellen, durch «Arbeit». Dies führt zu Zweifeln und zur Frage, ob es überhaupt etwas anderes gibt. Der Mensch, der sich nicht als Teil des Grossen, sondern als getrennt ansieht, fühlt sich im Minus, im Mangel. Er tut sich schwer mit Liebe und Vertrauen. Er glaubt nur, was er sieht und fürchtet sich in vielen Belangen. Das ist die Geburtsstunde des Egos, welches sich über Trennung definiert und noch mehr Trennung erzeugt: «Hier bin ICH, ganz allein. Niemand hilft mir. Ausseralb ist Feindesland!»). Der Tod und mit ihm das Ende der materiellen Existenz ist der äusserste  Ausdruck dieser Trennung, der Trennung vom Leben und vom Grossen, Ganzen (s. dazu der Sündenfall-Bericht und Das Ego, die Identität der Trennung).

6. HEILUNG und ERLÖSUNG – aus der Knechtschaft ins gelobte Land
Wie entsteht NEUE REALITÄT?

Neue lebendige Realität entsteht aus der Vereinigung von männlich und weiblich. Der Impuls des Bewusstseins („männlich“) stösst in der lebendigen Materie („weiblich“) die Verwirklichung des Neuen an.
Dabei sind die Vier der Familie, Vater, Mutter, Tochter und Sohn beteiligt. Aus ihrer Einheit in Liebe entsteht das Neue. Der Mensch, der alle vier Aspekte integriert hat, gewinnt Ganzheit und Königsherrschaft im Leben und kann seine Realität frei gestalten.
Männliche Schöpferkraft ist initiierende Energie, welche den Impuls für das Neue setzt. Weibliche Schöpferkraft ist lebendige und Realität «gebärende» Materie. So steht auch die Zeugung und Geburt eines Kindes als Modell für die Erschaffung neuer Realität im grösseren Kontext, zum Beispiel in Herrschaftsgebilden (Staaten).

[Mehr s. Die Erschaffung neuer Realität – Frucht der Ganzheit
und Die Vier der Familie und die Entstehung neuer Realität.]

Wie kann der Mensch neue Realität erzeugen?

Dass der Mensch mit seinem Körper Materie beeinflussen und Neues herstellen kann, ist eine alltägliche Geschichte. Die Frage ist aber:

  1. Kann er mit seinem blossen Willen und Denken, also mit seiner Vorstellungskraft neue Realität erzeugen?
  2. Und wenn ja, was braucht es dazu?

 

Dazu ein paar Gedanken als Anregung für mögliche Antworten: 

  1. Grundsätzlich kann der Mensch neue Realität erzeugen, denn er ist mit einem schöpferischen Bewusstsein ausgestattet und damit «Gott gleich». Dem entspricht auch das quantenphysikalische Prinzip, dass alles durch Bewusstsein («männlich») entsteht. Die lebendige Materie («weiblich», bestehend aus Quanten als Potenzial oder Realität), ist darauf angelegt, den Impuls des Bewusstseins in Realität umzusetzen.
  2. Es gibt dazu aber eine Bedingung, die erfüllt sein muss: die Liebe. Neue Realität entsteht aus der Vereinigung von männlich und weiblich. Denn nur die Liebe hat die Kraft, die ultimativen Gegensätze Geist und Materie zu einem fruchtbaren Zusammenwirken zu einen. Sie bringt den Impuls des Bewusstseins in die lebendige Materie hinein. Im Heiligen Geist sind die beiden Kräfte vereint.

Aus dem Potenzial (symbolisiert durch die Jungfrau) entsteht so lebendige neue Realität (symbolisiert das Kind). Und damit wird – bildhaft gesprochen – die Jungfrau zur Mutter (s. Gott, weiblich).

Das Bewusstsein in Verbindung mit der Kraft der Liebe ist der Glaube. Er kann bekanntlich «Berge versetzen». Das liebende Bewusstsein ist mit dem Messias/Christus identisch.
Wer keine Liebe hat, braucht stattdessen Macht. Durch Zwang und Druck kann in der irdischen Realität zwar Materie manipuliert werden (Menschen, Land). Dann kommt aber anstelle der Liebe die «Magie der Macht» zum Tragen, die sich auf die Länge selber zu Tode läuft.

Mehr und ausführlicher zu diesen Themen in:
Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer Realität

Vom Ego zum Selbst - von Tod zum Leben

Das Ego ist das „kleine Ich“, die Identität der Angst und der Trennung. Es ist die Existenz im Minus, ist «Nicht-Leben», nämlich ein Leben in und aus Negativität, Misstrauen und Mangel. Zwanghaft phobisch und ohne Vertrauen sieht ausserhalb von sich selber nur „Feindesland“. Es leugnet das grössere Ganze, und seine grösste Macht ist die Angst vor dem Tod. Es glaubt nur, was es sieht und es herrscht durch Erschaffung von «Tat-Sachen». Es ist der Ur-Materialist. Es ist verantwortlich für die Trennung des Menschen vom Grossen, Ganzen, für Trennungen unter den Menschen und auch für Trennung im Menschen selber. Das bedeutet, dass der Mensch in sich selber uneins und nicht versöhnt ist.

Das Ego wird auf dem Heldenweg, durch die Integration des Schattens, überwunden. Dabei «stirbt» es, und der Mensch gewinnt seine ewige Identität der Liebe, das Selbst.

 [Mehr s. Das Ego und Das Ego und das Selbst.]

 

Was ist der SCHATTEN und wie kann man ihn integrieren?

Der Mensch verdrängt, was er an sich nicht mag oder nicht kennt. Es handelt sich dabei um ungelöste Konflikte sowie persönlichen Eigenschaften, Gefühle und Reaktionsmuster, die er nicht am Licht seines Lebens haben will (s. Der Schatten). Diese sind darum, bildhaft gesprochen, «in seinem Schatten» weggesperrt und kommen nur dann an die Oberfläche, wenn der Mensch in Stress gerät und seine üblichen Kontrollmechanismen beeinträchtigt sind (bei Schwäche, in einem Rausch oder bei heftigen Emotionen).
Der Mensch integriert seine Schatten, indem er sich selber in schwierigen Situationen liebt und indem er übt, in der Krise liebevoll, verständnisvoll und geduldig mit sich umzugehen. Er kann lernen, sich nicht zu negativen Reaktionen (Worten und Taten) hinreissen zu lassen, sondern sich Zeit lassen, um trotz problematischen Gefühlen und Impulsen angemessen und konstruktiv zu reagieren (s. Wie integriere ich konkret meine Schatten?).

7. LEBEN und Tod
Warum gilt der STORCH als „Kinderbringer“?

Dies kann mit der symbolischen Bedeutung der drei Farben Rot – Weiss- Schwarz erklärt werden. Die drei Farben stehen für Ganzheit. Sie symbolisieren die drei Lebensphasen des Mannes: Jugend (rot), Erwachsenenalter (weiss) und reifes Alter (schwarz), ebenso wie die drei Lebensbereiche Körper, Seele und Geist. Diese Bedeutungen passen zudem hervorragend zur Anatomie des Storches:

  • Rot (Körper) – Mit den Beinen steht der Storch auf der Erde, mit dem  Schnabel frisst er  Frösche. Der Frosch galt früher als Symbol für den Penis, man sagte „fröscheln“ statt „vögeln“ (zu diesem Symbol auch die zweite „Plage“ Ägyptens, die Froschplage; s. Die 10 Plagen Ägyptens). Der lange, rote Schnabel, der den Frosch verschlingt, sieht zudem ein bisschen aus wie Beine, die sich spreizen. Spinnt man das Bild weiter, ist die Geburt eines Kindes durchaus eine logische Konsequenz. 
  • Weiss (Seele) – Kopf und Rumpf. Diese decken die beiden Bereiche der Seele, Verstand und Gefühl (Herz) ab. 
  • Schwarz (Geist) – Die Flügelspitzen. Die Flügel breiten sich aus, und der Storch fliegt durch die Luft, ein Symbol für den Bereich des Geistes.

Der Mensch, der Liebe in allen Bereichen lebt, ist ganz.
Wenn die Einheit von männlich und weiblich und damit Ganzheit erreicht ist, steht die «Geburt» des Neuen, der neuen Schöpfung an.

[ S. Die drei Farben rot – weiss – schwarz; Gott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich und Die Erschaffung neuer Realität als Frucht der Ganzheit.]

Was ist LEBEN?

Das Leben ist der Geist in der Materie. Das Geistige liegt ausserhalb des Bewusstseins des Menschen. Der Mensch kann Leben beenden, indem er die Voraussetzungen für Leben zerstört und er kann Leben initiieren, indem er die biologischen Voraussetzungen für neues Leben erfüllt. Aber es handelt sich in beiden Fällen lediglich um die Auswirkungen von «Naturgesetzen», deren Grundlagen ausserhalb der Einflussbereiches der Menschen gegeben sind.

[S. Vater und Mutter, Geist und Materie / Das Leben und die Schlange: Auf- und Abstieg / Gilgamesh und die Suche nach dem ewigen Leben.]

Was ist der TOD?

Tod ist der Begriff für Abwesenheit von Leben in der belebten Materie und für deren Folge: der Zerfall. Der Tod tritt ein, wenn die materiellen Voraussetzungen für Leben nicht mehr gegeben sind (Herzschlag, Luft…). Materie ohne Leben wird als «tote Materie» bezeichnet. Menschen ohne inneres Leben, ohne Seele, werden als «geistlich tot» bezeichnet.

[S. Das Ego, die Identität der Trennung.]

Gibt es ein LEBEN nach dem TOD?

Wenn man davon ausgeht, dass der Mensch einen materiellen Anteil hat (Körper) und einen immateriellen (Seele), dann stellt sich die Frage, ob die immaterielle Seele zwingend aufhören muss, nur weil der materielle Körper zerfällt?

Gibt es ein LEBEN vor der Geburt?

Die meisten Religionen ziehen eine «Wiedergeburt» oder eine «Seelenwanderung» in Betracht, welche in Form von «Schicksal» oder «Karma» zum Tragen kommt.
Dies hat für die Integrität des Menschen Vorteile:

  1. Wenn der Mensch sich in einem Dasein von Ursache und Wirkung sieht und er davon ausgehen muss, dass seine jetzigen Taten in einer unbestimmten Zukunft ungeahnte Folgen für ihn haben können, wird er möglicherweise eher verantwortungsbewusst handeln.
  2. Der Mensch, der glaubt, sein Schicksal habe – wenn auch unbekannte – Gründe und damit seine Berechtigung, dann ist eher bereit, seine Situation anzunehmen und das Beste daraus zu machen.
  3. Ein solcher Glaube lässt auch Raum für eine höhere Gerechtigkeit, nach dem Prinzip: «Jeder Mensch bekommt, was er verdient.». Dies kann ein Trost sein im Angesicht von Ungerechtigkeit.
Was ist ein Fluch? Und: funktionieren Flüche wirklich??

Ein Fluch ist ein böser Wunsch oder eine bereits vorhandene negative Realität im Leben, die sich destruktiv auswirkt. Er ist damit das Gegenteil des Segens, welcher gute Wünsche und gute Gaben bedeutet.

Fluch und Segen im Leben

Die menschliche Realität beschert dem Menschen Segen und auch Fluch, nämlich gute Gaben und Schattenseiten (s. z. B. in Dornröschen). Diese bilden einerseits die Umstände, in welche der Mensch hineingeboren wird, andererseits sind sie durch Gene, frühkindliche Prägungen und übernommene Verhaltensmuster im Körper verankert.

Negative Körperprogramme als Fluch

Gene und Prägungen, die im Körper verankert sind, führen zu spontanen, unwillkürlichen Reaktionen, die problematisch sein können. Indem der Mensch diese erkennt und bewusst dagegen angeht, kann er sich von der Macht des «Fluches» befreien und gelangt zu Selbstwirksamkeit oder mit anderen Worten zu Königsherrschaft im eigenen Leben.

[S. Wie gestalte ich positive Instruktionen für den Körper?]

Flüche als geistige Manipulation – funktioniert das wirklich?

Tatsächlich ist der Mensch, geschaffen nach dem Bilde Gottes, mit einem Bewusstsein ausgestattet, mittels welchem er Materie und damit Realität gestalten und beeinflussen kann (s. Die Erschaffung neuer Realität).
Dies gilt sowohl im materiellen wie im immateriellen Bereich. Nur sind sich die meisten der Tatsache nicht bewusst, dass sie auch im immateriellen Bereich sehr viel mehr bewirken können als sie glauben.
Doch im geistigen Bereich gibt es zum Glück eine Schranke. Wahre Vollmacht über die Materie erhält nur, wer sich durch Liebe bewährt und den Heldenweg vollendet hat. Das bedeutet, dass es dem Menschen nicht möglich ist, destruktive geistige Realität zu erschaffen. Er kann nur bereits vorhandene Prägungen und Schattenseiten aktivieren. 

Beispiel: Faust und der Pakt mit dem Teufel

Was Goethes Faust aus dem Pakt mit dem Teufel für sich fordert, ist: «Zeig mir die Frucht, die fault, eh man sie bricht!». Das bedeutet nichts anderes als: «Zeig mir eine junge Frau, deren Veranlagung ist, missbraucht und zu Fall gebracht zu werden.». Dieses Mädchen findet sich dann in Gretchen.

Fazit: Nur bei bereits vorhandenen Schwächen

Mildernd ist also zu sagen: Segen und gute Wünsche werden immer ankommen. Flüche als negative Gedanken oder böse Wünsche können hingegen nur dort wirken, wo bereits Schwachstellen in der Integrität der Persönlichkeit vorhanden sind. Diese wirken dann wie Lücken oder Schwachstellen in einer Stadtmauer, durch welche Feinde eindringen können. Konkret führen sie dann zum Beispiel in der Paarbeziehung zu einer negativen Paardynamik.
Aber auch hier gilt: Sobald problematische Muster erkannt werden, können sie behoben werden.

[S. Selbstwirksamkeit – das Leben positiv lenken.]

Denn, was ans Licht des liebenden Bewusstseins kommt, kann geheilt werden (s. Heilung – was ans Licht kommt, wird selber Licht). Das liebende Bewusstsein ist mit Christus identisch.
So führt auch das Leben schliesslich jeden Menschen dahin, die eigenen Schwachstellen zu erkennen, um Lücken zu schliessen und Ganzheit zu erlangen.

Beiträge zum Thema Fluch:

Dornröschen – Sterben und Auferstehen der Liebe (Einführung)
Dunkle Geheimnisse als Fluch
Fluch und Erlösung in Überlieferungen
Missbrauch – das gestohlene Leben als Fluch
Die Erbsünde als kollektives menschliches Problem
Die zehn Plagen Ägyptens
Negative Paardynamik

8. Männlich und weiblich und die Paarbeziehung
Männlich und weiblich – die zwei schöpferische Energien
  • Das männliche Prinzip ist aktive, vorwärtsstrebende Energie, die Raum einnimmt. Diese initiierende Kraft ist durch FEUER symbolisiert. Die gibt die In-Formation, den Samen des Wortes,  in die lebendige Materie hinein und stösst so dem Impuls für das Neue an.
  • Das weibliche Prinzip ist passiv-empfangend, Raum gebend und gestaltend. Passiv , kraftvoll und Lebenspendend ist es durch das WASSER symbolisiert. Als lebendige, gestaltungfähige Materie nimmt es den Impuls des Bewusstseins, die Information auf setzt diesen in neue, lebendige Realität um.

[Mehr s. Männlich und weiblich – die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung.]

Die beiden Prinzipien können sich in einer negativen Dynamik, die letztlich zum Tod führt, gegenseitig bekämpfen oder in Liebe und Einheit zusammenwirken und sich befruchten – zu neuem Leben und neuer Realität.

[S. Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer Realität.]

Was ist negative Paardynamik und wie wirkt sie sich aus?

Männlich und weiblich können sich in ihrer positiven Form gegenseitig ergänzen und zu neuem Leben und neuer Realität befruchten (s. Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer Realität). In ihrer negativen Form können sie sich aber in einem Machtspiel verstricken und sich gegenseitig bekämpfen, bis sich die Beziehung in einem «Teufelskreis», letztlich «zu Tode» läuft.
In dieser negativen Paardynamik der Macht spielen die beiden Archetypen Animus und Anima in ihrer jeweils negativen Gestalt eine entscheidende Rolle.

  • Die weibliche Seite der Macht («EIS«): Verführung und Verblendung.
  • Die männliche Seite der Macht («FEUER«): Unterdrückung und Gewalt.

Dabei werden die Eigenschaften der Geschlechter auf den Kopf gestellt. Die Frau tritt im Griff ihres negativen inneren Mannes (Animus) dominant und aggressiv auf. Im Gegenzug verfällt der Mann seiner negativen inneren Frau (Anima), die ihn lähmt und daran hindert, im Konflikt mit der aufgebrachten Partnerin «seinen Mann zu stehen».

[S. Grundlagen der Paardynamik – Feuer und Eis.]

Warum begegnen manche Männer Frauen nur in der Kategorie schwarz-weiss, als Hure oder Heilige?

Die Frau als Projektionsfläche für die Anima

Männer, die Magie suchen, sehen in der Frau letztlich nur ihre eigenen weiblichen Anteile (die innere Frau als Projektion ihrer ANIMA). Entsprechend bleibt es bei Schwarz-Weiss, Hure oder Heilige (s. dazu Robbie William’s Song «Angels»). Denn die Anima ist als innere Vorstellung oder Bild von Weiblichkeit ein geistiger Faktor, welcher über eine stark motivierende Ausstrahlung verfügt. Der geistige Antrieb im Menschen lässt sich aber letztlich auf diese zwei gegensätzlichen Kräfte reduzieren: auf Macht (geboren aus Angst) oder auf Liebe und Vertrauen. Diese korrespondieren mit den ARCHETYPEN der HURE (die ihren Körper als Machtmittel einsetzt) beziehungsweise der JUNGFRAU (als «Heilige», nämlich als Symbol für reine Liebe und Hingabe und damit für Ganzheit).

Die Integration der weiblichen Anteile durch Liebe und Hingabe

Durch Hingabe und Liebe integriert der Mann seine innere Frau («Jungfrau») und gewinnt so seine ewige Seele (s. Das nordische Märchen vom Drachentöter und der Jungfrau). Wenn diese sich entwickelt, lernt er, Frauen in anderen Kategorien als Macht oder Anbetung zu begegnen, sie vielmehr als Gegenüber wahrzunehmen. Damit erweitern sich seine Beziehungsmöglichkeiten in alle Farben des Regenbogens (s. Gemälde von Hilma af Klint).

[S. Der Weg des Mannes zu Ganzheit und Die Integration der Anima.]

9. SINN und ZIEL des Menschen
SEHNSUCHT – Wonach sehnt sich der Mensch?

Der Mensch sehnt sich nach Einheit, Heil, Ganzheit, Liebe und Erfüllung. Er sehnt sich letztlich nach einer Aufhebung seines Zustandes der Trennung und damit nach einem Dasein in Zugehörigkeit, Geborgenheit und Fülle (s. Das Ego und das Selbst).

Das ZIEL: Worum geht es im Leben?
  • Es geht darum, das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen.
  • Es geht darum, die eigenen Grenzen zu sprengen und sich weiter zu entwickeln.
  • Es geht darum, die Seele zu gewinnen, das Leben und mit ihr den Geist und das ewige Leben.
  • Es geht darum, Schwierigkeiten zu überwinden und das ewige Leben zu finden (letzteres wird in Mythen häufig durch Gold symbolisiert).
  • Es geht darum, die Liebe in alle Bereiche des Lebens zu bringen (s. Der Heldenweg).
  • Es geht darum, Ganzheit (Integrität, Versöhnung, Heil und damit «Heiligkeit») zu erlangen (s. Einheit, Ganzheit und Die heilige Hochzeit.
  • Es geht darum, zu Königsherrschaft im eigenen Leben zu gelangen.
  • Es geht darum, in dieser Welt einen Unterschied zu machen.
Was ist LIEBE?
  • Liebe ist mehr als ein Gefühl, es ist der Wille und die Entscheidung, das Andersartige anzunehmen und es als Ergänzung der eigenen Art wertzuschätzen.
  • Liebe ist die stärkste Kraft im Universum. Sie ist das verbindende Element (der Äther, die Quintessenz, s. Das fünfte Element). Liebe ist die Kraft, welche die äussersten Gegensätze vereinen kann, so dass neues Leben und neue Realität entsteht (s. Die Erschaffung neuer Realität).
  • Liebe lässt Freiraum und gibt sich hin.
  • Die Liebe ist geistig. Sie geht weit über die menschlichen Grenzen hinaus. Liebe überwindet den Tod und überdauert Raum und Zeit.
Wo gibt es ANTWORTEN auf die grossen Fragen?

Sämtliche menschlichen Überlieferungen, welche das Wohl des Menschen im Blick haben und um sein Zusammenleben und seine Entwicklung besorgt sind, enthalten Weisheiten, die sich auf ein paar wesentliche Grundaussagen reduzieren lassen, welche für den Menschen hilfreich sind. Diese Grundlagen sind auf dieser Homepage unter den Zahlen 1 bis 12 zusammengefasst.

Warum sprechen Überlieferungen häufig in Bildern?

Symbolhafte Erzählungen in bildhafter Sprache, kurz «Bilder“,  sprechen das Unbewusste an. In Märchen, Mythen und auch in religiösen Überlieferungen werden komplexe und tiefgründige Inhalte durch Bilder übermittelt. Der Verstand kann ohne Übersetzung mit den Bildern nicht viel anfangen. So „schmuggeln“ die Überlieferungen ihr zum Teil «explosives Material» unbemerkt am Verstand vorbei. Mit seinen prägenden Inhalten sickert es vom Verstand ungehindert und unerkannt, direkt in den Körper und ins Unbewusste hinab und formt sich dort zu einem tieferen Wissen, einem sogenannten „Körperwissen“. Der Verstand ist nämlich häufig geneigt, Botschaften, die eine Veränderung bewirken können, zu zensurieren und zu blockieren. Dahinter steckt das Ego, welches sich des Verstandes bemächtigt hat. Es sträubt sich gegen jede Art von Veränderung und Bewusstwerdung und ist sofort mit Empörung, Anklage und Verurteilung zur Stelle. 

[weiterlesen]


Kommentare

  1. Liebe Anne,
    Ich bin überwältigt ab den grossen Themen an die Du Dich, so elegant und geschmeidig wie ein Delphin, heranwagst!
    Deine Kommentare zur Reinkarnation ist sind pragmatisch, dass die, die damit Mühe haben, bestimmt die Sprache verlieren.
    Bei dem Thema Jungfrau hätte ich noch eine andere Sicht, die mir ein Pfarrer einmal erklärt hat. Aber das finde ich schwierig schrifftlich zu erklären.
    Auch Teufel, und alles überhaupt – ganz toll, Du Liebe, Weise.
    Grosse Umarmung, Christa

    1. Danke, liebe Christa, für diesen Kommentar.
      Deine Sicht würde mich interessieren. Schau dir doch dazu den Artikel über die JUNGFRAU an und führe gerne deine Gedanken dort hinzu.
      Bin gespannt!
      Anne

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Top

Newsletter Abonnieren

We respect your email privacy

Newsletter abonnieren

You have successfully subscribed to the newsletter

There was an error while trying to send your request. Please try again.

Goldspur will use the information you provide on this form to be in touch with you and to provide updates and marketing.