Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Gott, männlich und weiblich, und Ganzheit, 3-in-1

Gott, männlich und weiblich

By on 24. Dezember 2020

Gott, männlich und weiblich

Gott, männlich und weiblich

«Gott» und Ganzheit

C.G. Jung schrieb:

Einheit und Ganzheit stehen auf der höchsten Stufe der objektiven Wertskala, denn ihre Symbole lassen sich von der imago dei [lat. für Bild Gottes] nicht mehr unterscheiden.[1]

Ganzheit, männlich und weiblich in Einheit

Ganzheit und Einheit ist nur durch Liebe möglich. Sie sind das höchste Gut und damit mit Gott identisch. «Gott» in seiner Ganzheit ist männlich und weiblich. Dies entspricht der Tatsache, dass die Menschen ebenfalls männlich und weiblich sind. Im Alten Testament der Bibel, im Schöpfungsbericht steht geschrieben:

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. [2]

Körper und Seele – männlich und weiblich

Der Mensch ist einerseits als Mann und Frau männlich und weiblich. Andererseits sind in ihm selber diese beiden Energien zu einem verflochten. So ist sein Körper als Impuls empfangende Materie «weiblich», als Lebenskraft aber «männlich». Seine Seele als immaterielle Seite der Persönlichkeit ist hingegen «weiblich», sein Bewusstsein als aktiv handelnde Komponente «männlich».

Ganzheit durch Vereinigung von männlich und weiblich

Das Ziel ist, dass der Mensch in sich männlich und weiblich vereint durch die Integration des Unbewussten ins Bewusstsein (s. Die Heilige Hochzeit – Ganzheit).
Dazu dieses Zitat (Logion 22 aus dem Thomas-Evangelium):

Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr die zwei zu eins macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere und wenn ihr das Männliche und das Weibliche zu einem einzigen macht, so daß das Männliche nicht männlich und das Weibliche nicht weiblich ist […], dann werdet ihr in [das Königreich] eingehen.“

Ganzheit 3-in-1, dreifach abgestützt 

Triade

Was dreifach abgestützt ist, ist stabil und unverrückbar. Ein Stuhl auf drei Beinen steht stabiler als ein Stuhl auf vier Beinen. Die Zahl drei gilt als „göttliche“ Zahl und gibt auf verschiedene Weise Ganzheit wieder. Sie bildet eine Triade, welche sich bildhaft durch das Dreieck darstellen lässt.

4 x 3 Aspekte menschlicher Ganzheit

Die Ganzheit des Menschen lässt sich in mehrfacher Hinsicht durch die Einheit von drei Faktoren darstellen.

Drei Lebensphasen: Jugend, Erwachsenenalter, reifes Alter

Im Normalfall durchlebt der Mensch drei Lebensphasen:

  1. Kindheit und Jugend (Sohn / Tochter)
  2. Erwachsenenalter (Mutter / Vater)
  3. Reifes Alter (Grossmutter / Grossvater)

[s. Der Weg des Mannes / Der Weg der Frau]

Drei Lebensbereiche: Körper / Seele / Geist:

Der Mensch lebt in seiner irdischen Existenz in drei verschiedenen Ebenen:

  1. Körper (alles, was Materie ist)
  2. Seele (der immaterielle Teil der Persönlichkeit mit Willen, Verstand, Gefühlen)
  3. Geist (Bewusstsein mit Fähigkeit zur Abstraktion, Reflexion und Selbst-Instruktion).

[S. Der Mensch 3-in-1: KÖRPER – SEELE – GEIST]

Drei Ebenen der Existenz: Der Lebensbaum mit Wurzeln (Materie), Stamm (Leben) und Krone (Geist)

Das Leben des Menschen findet in drei verschiedenen Bereichen statt, die dem Baum des Lebens entsprechen:

  1. Wurzeln: «Mutter», Materie, Körper (Triebe, Gene und Prägungen).
  2. Stamm: Das Leben auf der Erde in Körper und Seele (zwischen Materie und Geist).
  3. Krone: «Vater», Geist, Bewusstsein (Abstraktion und Reflexion).

[S. Der Baum des Lebens]

Drei Farben: Weiss, Rot, Schwarz

Die drei Farben Weiss – Rot – Schwarz symbolisieren die drei Ebenen und auch die drei Lebensphasen.

  1. Weiss für die Seele (Liebe): Vater / Jungfrau
  2. Rot für den Körper (Leben): Mutter / Sohn
  3. Schwarz für den Geist: Grossvater und Grossmutter in Einheit.

[S. Die drei Farben rot – weiss – schwarz]

Gott, männlich und weiblich, 3-in-1: Weiss / Rot / Schwarz

Ganzheit – männlich und weiblich – als Dreiheit oder Dreieinigkeit entspricht den Lebensphasen des Menschen:

  • Männlich – initiierende, geistige Kraft:  Sohn (Christus, Kraft in der Materie); Vater (aktive, rettende Liebe); Grosser Vater (Geist, Same des Wortes).
  • Weiblich – Realität gebärende Materie: Tochter (Jungfrau, Liebe, Potenzial); Mutter (Realität); Grosse Mutter (Lebenskraft in der Materie und Schicksal.

Männliche und weibliche Ganzheit in Gegenüberstellung:

Ganzheit, männlich und weiblich, 3-in-1

Der Mensch ist ganz („wie Gott“), wenn es sein inneres Kind  (Sohn/Tochter) und seine gegengeschlechtlichen Anteile (Anima/Animus) integriert hat.

Die beiden Aspekte der Ganzheit im Einzelnen:

Männliche Ganzheit: Vater, Sohn, geistige Schöpferkraft

Triade Ganzheit, Gott männlich

Männliche Ganzheit bedeutet liebende, initiierende und motivierende Männlichkeit. Der Vater hat sein inneres Kind (Sohn) und seine gegengeschlechtlichen Anteile integriert (seine innere Tochter als die weibliche Seite des Geistes, die Anima als Jungfrau). Damit hat er Kraft und Liebe.

[S. Männliche Ganzheit, Gott – Vater, Sohn, Schöpferkraft]

Weibliche Ganzheit: Jungfrau, Mutter, Leben und Kraft in der Materie

Triade Ganzheit Gott/Göttin, weiblich

Weibliche Ganzheit bedeutet lebende und Realität gebärende Kraft in der Materie (im Wort klingt lateinisch mater = Mutter). Die Mutter hat ihr inneres Kind (Tochter) und ihre gegengeschlechtlichen Anteile integriert (den inneren Sohn und mit ihm die Lebenskraft und Antrieb als die männliche Seite des Geistes, Animus als Christus). Damit hat sie ebenfalls, wie der Vater, reine Liebe und Kraft.

[S. Weibliche Ganzheit – die Göttin, Weiss / Rot / Schwarz]

Gott männlich und weiblich und die Vier der Familie

«Gott» männlich und weiblich beinhaltet in seiner geistigen Dimension die Vier der Familie.

  • Vater «im Himmel»: Leben und Kraft im Geist
  • Mutter «in der Unterwelt»: Leben und Kraft in der Materie
  • Tochter: «Jungfrau«, Anima, Liebe als Motivation (Antrieb in der Seele)
  • Sohn: «Christus«, Animus, Liebe als Antrieb (im Körper)

Die Ganzheit der Vier der Familie lässt sich so darstellen:

Quaternität Gott männlich und weiblich
Triaden Gott männlich und weiblich

Ganzheit – Gott männlich und weiblich: Die Zwölf

Die Vier der Familie 3-in-1, dreifach abgestützt

3 x 4 = 12: Jeder der vier göttlichen Archetypen VATER – MUTTER – TOCHTER – SOHN ist wiederum in sich selber ganz, das heisst dreifach abgestützt. Jeder ist Körper, Seele und Geist und damit in Verbindung mit dem inneren Kind und den gegengeschlechtlichen Persönlichkeitsanteilen (der inneren Frau / dem inneren Mann als geistige Faktoren).

Die Ganzheit dieser «heiligen» Familie ist kann durch «zwölf goldene Teller» oder durch «zwölf Bäume in einem paradiesischen Garten» dargestellt werden (s. Abbildung rechts).

[S. Die Ganzheit der Zwölf – Vater, Mutter, Tochter, Sohn]

Ganzheit und Einheit in der dritten Phase (schwarz-gold)

Der grosse Vater und die grosse Mutter – eins in Liebe

Der grosse Vater («Grossvater») und die Grosse Mutter («Grossmutter») sind beide ganz, denn sie haben auf dem Weg durch die Unterwelt (schwarz) beide ihr inneres Kind und ihre gegengeschlechtlichen Persönlichkeitsanteile integriert. Sie sind eins in Liebe, sowohl im Bereich des Körpers (Sexualität, Schöpferkraft und Leidenschaft) als auch im Bereich der Seele (Liebe, Warmherzigkeit und Weisheit). Einheit und Ganzheit führen zum ewigen Leben im Geist und sind durch Gold symbolisiert.

Der Heilige Geist – Einheit des männlichen und des weiblichen Geistes

Im Heiligen Geist sind die männliche und die weibliche Seite des Geistes (Animus und Anima) in Personalunion zu Einheit verschmolzen (s. Die heilige Hochzeit):

  • Der Animus (als „Geist des Feuers und der Kraft“, Christus) beinhaltet aktive, initiierende männliche Energie wie der zündende Funke als schöpferischer Impuls («Samen») und Führungseigenschaften (Instruktion).
  • Die Anima (als „Geist des Wassers und des Lebens“) symbolisiert passive, Leben spendende Kraft und die wunderwirkende Kraft reiner Liebe (Jungfrau), Worte, Weisheit und herzliches Erbarmen.

Nachweise:

[1] C.G. Jung, Gesammelte Werke, Band 9/II, „Aion“, S. 41, § 60

[2] Bibel, Altes Testament, 1. Buch des Mose, Kapitel 1,27 (wörtliche Elberfelder Übersetzung)


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