Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Die Integration des Schattens und der Weg zu Ganzheit

Der Abstieg in die Unterwelt, den Schatten

By on 24. März 2020

Der Weg in die Unterwelt

Die Integration des Schattens und der Weg zur Ganzheit

Einführung

Durch das ganz Andersartige zu Ganzheit

Die Integration des Schattens ist ein überaus wichtiges und zentrales Thema, denn sie bildet die Voraussetzung für die Ganzheit des Menschen.
Dabei stellen jene Persönlichkeitsanteile, die zur Ganzheit noch fehlen, meistens das ganz Andersartige, Abgelehnte oder gar Verachtete – auf alle Fälle aber das reichlich Unbekannte – dar. Indem diese Eigenschaften integriert werden, stehen sie neu in ihrer positiven Qualität zur Verfügung und erweitern die Existenz in Richtung Fülle, Ganzheit und Freiheit des Geistes.

Die Integration des Schattens – verschiedene Bilder und Darstellungen

In den Überlieferungen wird die Integration des Schattens auf unterschiedlichste Weise dargestellt und bearbeitet. Einerseits erscheint sie als Weg durch die Unterwelt oder in das Reich der Toten, andererseits als Nachtmeerfahrt, als Eintauchen/Untergehen im Wasser (wie der Prophet Jona) oder auch als lange Wanderung unter dem Berg (wie Gilgamesh).

Ressourcen ans Licht bringen durch Integration des Schattens

Der Weg durch die Unterwelt ist dabei immer Bestandteil des Weges des Helden, und zwar seine letzte Prüfung, seine Feuerprobe. Denn um das Ziel, nämlich Ganzheit zu erreichen, braucht die Persönlichkeit alles, was sie ist, am Licht des liebenden Bewusstseins.

Die Integration des Unbewussten, des Lebens in der Materie

Zudem bedeutet die Integration des Schattens auch die Integration des Unbewussten (welches das Leben selbst, als den Geist in der Materie beinhaltet). Ist diese vollbracht, wird dies in den Überlieferungen als die Heilige Hochzeit von König und Königin gefeiert. Durch die Vereinigung des Bewusstseins mit dem Unbewussten, König und Königin im Menschen selbst erhält dieser Zugang zum inneren göttlichen Kern und damit zu seinem Selbst, eins mit Christus. Zu diesem gehören Kreativität und Handlungsvollmacht und in einem weiteren Sinn auch die Vollmacht über die Materie und damit die Fähigkeit, neue Realität zu erschaffen.

Dieser Beitrag enthält folgende Themen:

  • Befreiung von gebundenen Ressourcen durch die Integration des Schattens
  • Die Integration des Schattens und die innere Familie
  • Der Weg durch die Unterwelt und Feuerprobe als Integration des Schattens
  • Die Überwindung des Todes: die Integration des Schattens als existenzielle Erfahrung
  • Die Integration des Schattens in der Kraft der Liebe

Integration des Schattens – wozu? 

Freisetzung von gebunden Ressourcen

Im Keller oder Kerker des Lebenshauses gefangene Fähigkeiten und Eigenschaften

Jeder Mensch verfügt über Eigenschaften, die er an sich nicht kennt oder gar ablehnt. Diese sind darum ins Unbewusste, in den Bereich des Schattens verdrängt, sodass man sie höchstens – mit kritischem Blick – im Gegenüber wahrnimmt (s. Die Projektion des Schattens). Doch da unten, im Keller seines Lebenshauses, fristen genau diese Eigenschaften im wahrsten Sinne des Wortes ein «Schattendasein». Fernab vom Leben, weggesperrt und geleugnet, sind sie mit Negativität besetzt und somit tatsächlich unerzogen, ungehobelt und verwildert. Denn sie hatten nie die Chance, am Leben teilzunehmen, zu wachsen und sich positiv – zum Licht hin – zu entwickeln.

[S. freier Text Der entwichene Gefangene als Anschauungsbeispiel.]

Der entwichene Gefangene

Das Ziel: Kreativität und Selbstwirksamkeit

Göttliche Königsherrschaft im eigenen Leben durch Integration des Schattens

Ein Mensch, der gar von seinen Schatten bestimmt ist, lebt nicht wirklich sein eigenes Leben, sondern reagiert nur auf das, was ihm begegnet.
Das mythologische Ziel für den Menschen ist jedoch ein kreatives und erfülltes Leben in Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung, mit anderen Worten Königsherrschaft im eigenen Leben. Dies bedeutet, das eigene Leben und die eigene Realität Gott gleich, nämlich bewusst und frei zu gestalten (s. Das menschliche Bewusstsein.)

Die Schatten ans Licht!

Es beginnt mit der Krise …

Wenn es Zeit ist, die Persönlichkeit zu erweitern, drängen sich die Schatten vermehrt ans Licht, denn sie wollen integriert werden. Dies erfährt der Mensch zunächst als Krise, denn er wird plötzlich mit dem Ungeliebten und Unerwünschten konfrontiert und zwar in einer Intensität, die er noch nie erlebt hat und der er sich nicht mehr entziehen kann. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich diesen Schatten zuzuwenden und sich zu fragen: «Was ist da los?» (s. Starke Emotionen als Hinweis auf den Schatten und das Unbewusste).

Der Abstieg in die Unterwelt als göttlicher Wille und Weisheit

Bereits in der sumerischen Mythologie wird die Integration der Schatten auf dem Weg durch die Unterwelt thematisiert. Sie beginnt damit, dass über die sumerische Göttin der Liebe erzählt wird: «Inanna öffnete ihr Ohr für die Unterwelt«. Als Göttin und selbstbestimmte Frau hat Inanna etwas wahrgenommen. Darum macht sie sich aus eigenem Entschluss auf den Weg in die Unterwelt.

Gemäss der sumerischen Überlieferung gehören Abstieg in die Unterwelt und Aufstieg zu den ME, den Kräften der Weisheit. Mit anderen Worten sind sie Teil des göttlichen Willens und der göttlichen Ordnung. So ist es denn spätestens in den mittleren Jahren an der Zeit, sich den Schatten zuzuwenden, um diese zu integrieren und die Persönlichkeit um Liebe und Weisheit zu erweitern.

Sonst: Macho- und Tussi-Alarm

Eine Person, die diesen Prozess meidet, verkommt immer mehr zu einer Karikatur dessen, was sie einst war. Sie wird zunehmend verhärtet, verhärmt oder starrsinnig oder gleitet in Richtung Lächerlichkeit. Beispiele dafür sind auf der einen Seite die zeternde Xanthippe, der eitle und sentimentale alte Geck oder alternde Macho. Auf der anderen Seite findet sich die überreife Tussi, die als «Noch-immer-Möchtegern-Barbiepuppe» ihre ganze Energie und alle ihre Ressourcen darauf verwendet, möglichst 20 Jahre jünger auszusehen, um sich noch ein Quäntchen ihrer weiblichen Macht zu bewahren.

Der Schatten (die innere Familie)

Die Integration des Schattens und die innere Familie 

Die Integration der inneren Familie

Zu den Schatten gehört auch die innere Familie, also das innere Kind, die innere Schwester / der innere Bruder (also die gegengeschlechtlichen Persönlichkeitsanteile), die innere Mutter und der innere Vater. Werden diese integriert, wandeln sie sich von negativ zu positiv.

Das innere Kind

Integration verborgener Ängste: das innere Kind

Gefühle wie Mangel, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Ohnmacht oder Zorn und Trotz sowie die Angst, zu kurz zu kommen, gehören zum inneren Kind. Dieses wird durch Fürsorge für Schwächere integriert.

Die gegengeschlechtlichen Anteile: Antrieb und Motivation aus Liebe

Die gegengeschlechtlichen Persönlichkeitsanteile (als Bild der Vorstellung vom anderen Geschlecht) sind eine geistige Grösse, welche mit Trieb und Antrieb zusammenhängen. Werden diese integriert, so wandeln sich Druck und Defizitempfinden zu Motivation und Hingabe aus Liebe und Fülle (s. Die Integration von Anima und Animus).

Vater und Mutter: Der Geist und das Leben in der Materie

Lüge und Macht (der negative Vater) wandeln sich zu Liebe und Warmherzigkeit, während Negativität und Auflehnung (die innere Mutter) zu Wahrheit und Kraft werden.

Die Integration der inneren Familie und neue Realität

Die Integration der inneren Familie ist deshalb so wichtig, weil die vier Archetypen Vater, Mutter, Tochter und Sohn gemeinsam für Ganzheit stehen. Ja, mehr noch: Sie symbolisieren auch die gegensätzlichen schöpferischen Energien der Existenz, und so führt ihr Zusammenwirken zur Entstehung von neuer Realität.

[S. Die innere Familie und der SchattenDie 12 Bäume im Paradies für die innere Familie; Die Vier der Familie und die Entstehung neuer Realität und Die vier Elemente, ihre Bedeutung und ihr Geheimnis.]

Indem die Schatten integriert werden, stehen die entsprechenden Eigenschaften neu als Ressourcen zur Verfügung und erweitern so die Möglichkeiten des Individuums. 

Weg durch die Unterwelt und Feuerprobe

Die Integration des Schattens als Weg durch die Unterwelt

Gebundenen Ressourcen im Reich der Toten

Der Schatten ist in den Überlieferungen durch die Unterwelt und damit auch durch das Reich der Toten symbolisiert. Der Weg durch die Unterwelt gehört zum Weg des Helden und stellt seine letzte Prüfung, seine Feuerprobe, dar. Dabei überwindet er den Tod und gewinnt mit der Liebe das ewige Leben (den Geist und damit «Göttlichkeit»).

Erlösung der eigenen Toten durch Integration des Schattens

Dies ist ein Bild für die Integration des Schattens. Denn jeder Mensch hat seine eigenen «Toten», nämlich zerbrochene Beziehungen sowie verdrängte, verhasste und weggesperrte Persönlichkeitsanteile, die ihm zur Ganzheit fehlen. Werden diese auf dem Weg durch die Unterwelt «erlöst», so erreicht der Mensch Versöhnung und damit Einheit und Ganzheit.

[S. Der Weg durch die Unterwelt und Der Heldenweg, der Weg der Liebe.]

"Der Held": der innere Held, das liebende Bewusstsein

Wenn vom Helden die Rede ist, dann ist damit das liebende Bewusstsein (personifiziert im Christus/Messias) gemeint, welches über initiierende (schöpferische) Kraft verfügt. Es sät in der Materie den «Samen des Wortes», gibt mit anderen Worten den Impuls oder die Information für das Neue, das daraus entstehen soll.

[S. Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung; Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer Realität; Das menschliche Bewusstsein und Der Heldenweg der Frau.]

Held und die Heldin gewinnen auf dem Weg durch die Unterwelt ihre gestorbene Liebe wieder und «erlösen» durch die Integration des Schattens gebundene Ressourcen, die damit wieder neu am Leben teilnehmen dürfen

Feuerprobe, Weg durch die Unterwelt

Die Integration des Schattens als Feuerprobe

Letzte Prüfung auf dem Heldenweg: Durchbruch

Die Integration des Schattens ist die letzte und grösste Prüfung des Helden auf seinem Weg. Sie bedeutet seine Läuterung in Gestalt einer Feuerprobe oder Feuertaufe und führt zum Durchbruch in den Bereich des Geistes.

Der Heldenweg: der Weg der Liebe

Sämtliche grossen menschlichen Überlieferungen folgen der Struktur des Heldenweges, welcher in der Feuerprobe gipfelt und die Integration des Schattens bedeutet.

Fünf Prüfungsphasen

Der Heldenweg besteht aus fünf Prüfungsphasen. Kurz gefasst bedeuten diese:
Nachdem sich der Held für den Weg der Liebe entschieden hat, wird er zunächst in Mangel und Entbehrungen geprüft. Hat er sich darin bewährt, wird er als Nächstes mit Erfolg gesegnet. Hier ist nun die Prüfung, nicht stolz und egoistisch zu werden, sondern die errungenen Ressourcen anderen zur Verfügung zu stellen.

Hat er dieses Ziel erreicht, dann erwartet ihn als letztes noch die Feuerprobe. In dieser existenziellen Prüfung wird «verbrannt», was keinen Ewigkeitsbestand hat. Dabei scheint sich alles, was der Held je geglaubt und errungen hat, aufzulösen.
Auf diese Weise führt die Feuerprobe durch ein inneres Sterben hindurch zur Integration des Schattens und Auferstehung in der Kraft der Liebe (mehr gerade anschliessend).

Die Integration von Anima und Animus als Feuerordal

Bei den gegengeschlechtlichen Persönlichkeitsanteilen handelt es sich um einen Spezialaspekt des Schattens. Animus und Anima gehören in den Bereich des Geistes oder der Götter, denn sie stehen für den geistigen Antrieb in der Materie. Sie sind von eminenter Wichtigkeit, denn in ihrer destruktiven Gestalt treiben sie die ganze Existenz in Teufelskreise hinein (von der negativen Paardynamik bis zur Klimadynamik; s. FEUER UND EIS (Grundlagen).

C.G. Jung schrieb:

Ist die Auseinandersetzung mit dem Schatten das Gesellenstück, so ist diejenige mit der Anima das Meisterstück. Denn die Beziehung zur Anima ist wieder eine Mutprobe und ein Feuerordal für die geistigen und moralischen Kräfte des Mannes.[2]

Dasselbe gilt auch für die Frau. Man kann sagen, die Auseinandersetzung mit dem Animus ist das Feuerordal für die Frau. Sie bedeutet die Auseinandersetzung mit dem inneren Mann als feurigem Schmerzkörper, der sich als Phantom im Keller ihres Lebenshauses verbirgt und die Integration der eigenen Schwäche.

Durchbruch zum Geist durch die Integration des anderen Geschlechts

Die Feuerprobe führt zur inneren Vereinigung von männlich und weiblich und damit zur geistigen Einheit und Ganzheit (s. Ruach, Geist Gottes – männlich und weiblich).
Auch kann sie mit der biblischen «Flamme des zuckenden Schwertes» in Verbindung gebracht werden, welche den Weg zurück zum Paradies versperrt (1 Mo 3,24). Denn daran gibt es kein vorbei, sondern nur ein hindurch.

[S. Die Integration von Anima und Animus und Von 13 zu 10, der Weg zurück zum Baum des Lebens.]

Die Überwindung des Todes

Die Integration des Schattens als existenzielle Erfahrung

Überwindung des eigenen Todes, des Egos

Die Feuerprobe, die letzte Prüfung des Helden, führt zu einem inneren Sterben, denn sie bedeutet die Begegnung mit dem eigenen Tod, welcher im Ego, der Identität der Trennung personifiziert ist.

Heftige Ablehnung und Todesangst!

So ist die Begegnung mit dem eigenen Schatten keine angenehme Sache, denn im Schatten befindet sich alles, was der Mensch an sich selber sein Leben lang verdrängt, verabscheut oder als nicht zu ihm gehörend erachtet hat.  Dabei handelt es sich um verdrängte Existenzängste, Ohnmacht, die Angst, nicht beachtet zu werden (mit anderen Worten das innere Kind), die verachtete Schwäche (die innere Frau) oder Ablehnung des eigenen Körpers und seiner Kraft (der innere Mann).

Inneres Sterben und dennoch leben!

Es ist überaus schmerzhaft und demütigend, plötzlich jene unwerten Eigenschaften in sich selbst zu erkennen. Und so kommt es einem inneren Sterben gleich, dieser schmerzhaften Wahrheit ins Gesicht zu blicken. – Doch gleichzeitig erfährt die Persönlichkeit, dass sie dennoch weiterlebt, trotz allem, und empfindet darum dieses Leben als ganz neu als unverdientes Geschenk, als Gnade.
Das bedeutet ihre Umkehr, damit ist sie «neu geboren», denn sie steht neu auf dem positiven Grund der Liebe.

[S. Sterben und Auferstehen: Im Hier und Jetzt!.]

Die Integration des Schattens als Todesstoss für das Ego

Diese Erfahrung gibt auch dem Ego, welches den Menschen durch Angst, Stolz und Trotz knechtet und über die Triebe manipuliert, den Todesstoss. Denn wer die Wahrheit erkannt hat, weiss, dass er nichts mehr zu verlieren, sondern nur zu gewinnen hat. So hat er auch keine Angst mehr vor dem Tod.

[S. Die erste und die zweite Auferstehung.]

Auf dem Weg durch die Unterwelt stellt sich der Held dem eigenen Tod, nämlich seinem Ego, und überwindet diesen in der Kraft der Liebe. 

Vom Dunkel ans Licht

Integration des Schattens durch Liebe

Gott im Menschen

Grundsätzlich gilt: Der Held und die Heldin überwinden sämtliche Schatten in der Kraft der Liebe, die stärker ist als der Tod. Dabei gewinnt das Individuum seine ewige göttliche Identität, das Selbst. (Die Bedeutung des lateinischen Wortes individuum ist «unteilbar» und damit ebenfalls ein Hinweis auf Ganzheit.)

[S. Vom Ego zum Selbst.]

Die Liebe ist die geistige Kraft, welche alles verbindet und sogar den Tod überwindet.
Sie allein hat die Kraft, auch der hässlichsten, traurigsten Wahrheit ins Auge zu blicken und das, was ist, bedingungslos anzunehmen. Denn sie ist pures Erbarmen, ganz ohne Furcht und hört nie auf zu lieben.

Heilung am Licht

Auf diese Weise ans Licht gebracht, kann das Schmerzhafte zu heilen beginnen und aus den Scherben des Alten das Neue, Bessere entstehen. Durch Annahme und Akzeptanz schafft die Liebe den positiven Grund, auf dem das Neue, das geboren werden will, dem Licht entgegenwachsen kann.

Die Wahrheit, den Schatten wahr-nehmen

So muss jedoch – für die gelungene Integration des Schattens – dieser überhaupt einmal realisiert, also wahr-genommen werden. Dies geschieht, indem er ohne Wertung, Ablehnung und insbesondere auch ohne negative Emotionen oder Taten einfach zur Kenntnis genommen wird. Wichtig ist dabei, ruhig zu bleiben, indem man zum Beispiel die gewaltige Energie nur wahrnimmt und über ihre Kraft staunt, die da plötzlich aus dem Untergrund auftaucht und einen umtreiben will.

[S. Wie integriere ich meine Schatten konkret?.]

Trauer – das Tor zur positiven Existenz

Trauer kann wichtig und hilfreich sein, denn sie ist das Tor zur positiven Existenz. Denn sie bedeutet Annahme der schwierigen Realität und führt damit in die Wahrheit und in die Liebe hinein. Sie sagt: «Ja. Es ist wahr, und es mag sehr traurig sein … Doch dies ist nicht das letzte Wort. Denn solange es Leben gibt, gibt es auch die Chance für Verbesserung.» Damit ermöglicht sie Hoffnung und Vergebung, welche Heilung bewirken.

[S. Heilung: Was ans Licht kommt, wird selbst licht.]

Transformation des Schattens durch Integration

Vom Dunkel der Schatten zum Licht, von negativ zu positiv

Indem das Licht der Liebe auch die tiefste Finsternis erleuchtet, wird alles, was im Schatten und in Negativität gefangen war, befreit und verwandelt.
Damit stehen neue Ressourcen und Eigenschaften zur Verfügung, und zwar in ihrer positiven Ausprägung. Angst ist zum Beispiel zu Achtsamkeit und Unsicherheit zu Sorgfalt geworden. Dominanz wird zu Stärke, Aggressionen zu Durchsetzungsvermögen, und Negativität wird zur Erkenntnis von Unrecht, zu Erbarmen und zum hartnäckigen Kampf für eine bessere Welt.

Integration der Schatten

Durchs Todestal zur Fülle und zum ewigen Leben

Gold für die Ewigkeit

Wie durchs Todestal geläutert, kehren nun Held und Heldin bereichert und beschenkt «nach Hause» zurück. Dies ganz im Sinn des berühmten Psalms 23:

1. Genüge, Schutz und Geborgenheit («Mutter»)

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern,
erquickt meine Seele,
leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.

2. Läuterung, Integration der Schatten

Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil,
denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.

3. Fülle und Heimkehr (zum «Vater», ewiges Leben im Geist)

Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde;
du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.
Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens;
und ich kehre zurück ins Haus des HERRN lebenslang.

Nachweis:

[1]  Paulus in seinem Brief an die Epheser, Kapitel 4,8 (Bibelserver) mit Verweis auf Psalm 68,19

[2] C.G. Jung, Gesammelte Werke, Band 9/I, „Die Archetypen und das kollektive Unbewusste“,  S. 38, § 61


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