Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Der Weg des Weiblichen und der Frau in die Materie

Der Weg der Frau (Hilma af Klint)

By on 5. November 2020

Altar Nr. 2 von Hilma af Klint

Altar Nr. 2 (1915) von Hilma af Klint für den Weg der Frau: Das weibliche Dreieck weist aus der Ganzheit des Geistes (golden) nach unten, in den Körper (rot) und in die Materie (schwarz), zur  ganzen Fülle des Lebens (Regenbogenfarben).

Der Weg der Frau und des Weiblichen, Einführung

Das weibliche Dreieck: Verankerung in der Materie

Der Weg des Weiblichen führt aus der Fülle und Ganzheit des Geistes hinab in die Materie. Er bedeutet, durch Hingabe aus Liebe Leben zu schenken. Die Frau beginnt als Jungfrau und «Königin des Himmels» (weiss), wird als Mutter zur «Königin der Erde» (rot) und nimmt zuletzt die Kraft in der Materie ein, als «Herrscherin der Unterwelt» (schwarz; mehr zu den drei Farben s. Schneewittchen).

Aus dem Geist hinab in den Körper und in die Materie

Jeder Mensch – empfangende Materie («weiblich»!)

Alle lebendige Materie ist damit auch jeder Mensch als «weiblich» zu bezeichnen und zwar in den Sinn, als er geistige Impulse» aufnehmen und in materielle Realität umsetzen kann. 

Das Weibliche: die Frau, alle Menschen ... – Mehr:
Zum Weiblichen als gestaltungsfähige Materie gehören:
  • Die Frau, alle Frauen: Sie können Samen aufnehmen und neues Leben gebären.
  • Der menschliche Körper: Er nimmt Impulse des Bewusstseins („männlich“) auf und setzt sie in Worte, Taten und neue Realität um.
  • Das Kollektiv (Gruppe, Volk, die ganze Menschheit): Es reagiert auf Information, zum Beispiel auf Nachrichten, mit Stimmungen und Handlungen. Es nimmt auch die Instruktionen des Herrschers auf und gestaltet diesem entsprechend neue Realität (führt Weisungen aus, wie zum Beispiel den Bau von Strassen).
  • Die Erde: Sie kann Samen aufnehmen und Wachstum geben. Sie reagiert auch auf unterschiedlichste Impulse aus dem Kosmos oder aus menschlichem Verhalten, z. B. mit Klimaerwärmung.
  • Die ganze Schöpfung: Sie ist der Vergänglichkeit preisgegeben und damit in der „Unterwelt“ (s. Das grosse Weibliche in der Unterwelt).

 

Das Weibliche als lebendige Materie, die Samen oder Impulse aufnehmen und neue Realität gebären kann, gehört per Definition zum Unbewussten (s. Das Bewusstsein und das Unbewusste).

Hingabe aus Liebe: Der Heldenweg

Wer sich entscheidet, Liebe in alle Bereiche seines Lebens zu bringen, begibt sich auf den Heldenweg. Erzählt wird diese Begebenheit:

Ein Mensch war auf dem Weg in den Himmel. Da kam ihm Jesus entgegen und fragte ihn: «Wohin gehst du?». Der Mensch antwortete wahrheitsgemäss: «Ich bin auf dem Weg in den Himmel.» Und er ergänzte: «Wohin gehst du, Herr?» Jesus antwortete: «Ich bin auf dem Weg hinab auf die Erde, zu den Menschen».

Der weibliche Weg zu Ganzheit – Integration des Männlichen

Das Ziel: Ganzheit, männlich und weiblich vereint

Integration des Gegenteiligen

Das Ziel für den Menschen ist Ganzheit und ein erfülltes Leben. Dies bedeutet die Vereinigung der männlichen wie auch der weiblichen Persönlichkeitsanteile im Menschen selber. In Überlieferungen ist sie durch die Hochzeit symbolisiert (s. Die heilige Hochzeit).

Gott, Ganzheit, männlich und weiblich, 3-in-1

Der Mensch erreicht Ganzheit, indem er mit seinen gegengeschlechtlichen Anteilen das Andersartige integriert.

Weibliche Ganzheit durch Integration des Männlichen (Körper, Materie)

Hingabe des Körpers

Der Weg der Frau beginnt «oben» im Bereich des Geistes. Immaterielle Werte wie Liebe und Beziehungen sind ihr wichtig und da fühlt sie sich auch zu Hause. Das Weibliche, geboren aus der Liebe des VATERS, begibt sich «hinab» in die Materie zur Hingabe des Körpers an das Leben selber. Dabei wird das Männliche integriert. Die Frau integriert ihren Körper in der Beziehung zum Mann, durch Sexualität und die Geburt als körperliche Frucht.

Geistige Kontrolle über die Kraft in der Materie (Triebe, Emotionen)

Die männliche Seite des Geistes (Animus), die Kraft in der Materie, integriert sie auf dem Weg durch die Unterwelt, in Konfrontation mit ihrem Schatten, insbesondere ihrer Schwäche. Dabei nimmt sie das Unbewusste ein: Sie übernimmt bewusste Herrschaft (Kontrolle) über ihre Emotionen (Containment) und gewinnt ihre aktive, schöpferische Kraft in der Materie. 

Den Weg der Frau zu Ganzheit – sieben Phasen

Übersicht 

Drei Lebensphasen (Weiss – Rot – Schwarz) und der Heldenweg (die Sieben)

Das Ziel ist weibliche Ganzheit, Weiss – Rot – SchwarzDie drei Farben symbolisieren drei Lebensphasen mit ihren Übergängen zuordnen und entsprechen auch dem Heldenweg.

Für einen Überblick diese beiden Darstellungen:

Der weibliche Weg
Triade Frau / Weiblich

Krisenpotenzial: Verletzungen, Ohnmacht, Wut und der Schmerztrieb

Die Gefahr für die Frau besteht grundsätzlich darin, dass sie aufgrund von Negativität vom Weg der Hingabe und er Liebe abkommt. Sie muss lernen, ihren emotionalen Trieb zu zähmen oder zu beherrschen. (S. Martha und die Zähmung des Drachen.)

Die weisse Phase (Jungfrau) kann durch Missbrauch beeinträchtigt oder abgebrochen werden. Damit kommt die junge Frau (zu) früh in Berührung mit der Macht ihrer körperlichen Ausstrahlung. Die rote Phase (Mutterschaft) kann durch den emotionalen Trieb und den Schmerztrieb bestimmt sein, welche die Frau zu Macht statt Liebe bewegen und sie dominant und aggressiv machen. Der emotionale Trieb «stirbt» in der schwarzen Phase, auf dem Weg durch die Unterwelt. Indem die Frau ihre Schwäche integriert, sich versöhnt und vergibt, gewinnt ihre Kraft (Animus) und ihre reine Liebe (Jungfrau) zurück.

Jede der drei Lebensphasen wird auch durch einen Übergang eingeleitet, welcher als solcher bereits Krisenpotenzial beinhaltet (denn Veränderungen sind immer kritisch).

Die sieben Phasen des Weges der Frau im Einzelnen

Die Geburt (7)

Die Sieben und die Geburt des Neuen

Die Geburt des neuen Lebens kann der Zahl Sieben zugeordnet werden, denn das Neue entsteht aus der Ganzheit, aus der Vereinigung von männlich und weiblich, Mann und Frau.  Die Ganzheit der Sieben ist auch das Ziel für den Menschen: eine neue Geburt in die ewige Existenz des Geistes.
Märchen und Mythen beginnen häufig mit einer Vision von Ganzheit und führen das Ziel vor Augen, bevor die Handlung, die einen Lebensweg darstellt, ins Rollen kommt.

  • So beginnt das Gilgamesh-Epos mit Gilgamesh als König.
  • Schneewittchen beginnt mit den drei Farben Weiss, Rot, Schwarz, Symbol für Ganzheit.
  • Die Legende vom Drachentöter beginnt mit einer Vision der Jungfrau in der Burg der rosigen Wolken.

Die Geburt der Tochter

Die Tochter, die aus dem Körper ihrer Mutter hervorgegangen ist, ist bereits bei der Geburt mit Blut und Schmerzen in Berührung gekommen. Es ist klar, dass dieser Weg auch ihre Bestimmung ist. Zudem hat sie Gene, „Körperwissen“ und Körpergefühle der Mutter „geerbt“.

Gefahr: „Geerbte“ Negativität und der «Schmerzkörper»

Es ist möglich, dass die junge Frau von ihrer Mutter oder Grossmutter ein problematisches Verhältnis zu ihrem Körper und zu Männern „geerbt“ hat, bevor sie überhaupt eigene Erfahrungen macht. Und selbst wenn dies nicht der Fall ist, ist da ein kollektiver weiblicher Schmerzkörper, mit dem die Frau früher oder später in Berührung kommen wird.
Missbrauch als kollektive Realität ist im Märchen Schneewittchen durch den vergifteten Apfel symbolisiert (Symbol für vergiftete Liebe) und kann sich wie ein Fluch ausüben. (S. Dornröschen / Maleficent – vom Fluch zur Ganzheit und Familiengeheimnisse und kollektive Geheimnisse als Fluch.).

Kindheit und Jugend: reine Liebe (Jungfrau, weiss; 1)

Die Tochter als Jungfrau

Die Tochter wird aus der reinen, bedingungslosen Liebe ihres Vaters geboren und bestätigt. Entsprechend beginnt sie im Bereich des Immateriellen (der Seele) mit Liebe und Beziehungen als Schwerpunkt. Sie hat reine, wunderwirkende Liebe.

Die Kraft reiner Liebe

Diese Liebe ist kostbar und schützenswert. Denn Liebe ist die stärkste Kraft des Universums. Sie allein vermag die ultimativen Gegensätze, männlich und weiblich, Geist und Materie zu neuer Realität zu einen. Darin mag auch der Grund liegen, weshalb Jungfrauen in manchen Kulturen so „hoch gehandelt“ werden. Es ist ein verborgenes Wissen, dass ein Mann, wenn er selber keine Liebe hat, mit Hilfe der Liebe und des Glaubens einer Frau seine Träume verwirklichen (materialisieren) kann. (S. Die Jungfrau – Wunder wirkende Liebe und Potenzial.)

Gefahr: von einem «Naschen» an der frischen weiblichen Essenz bis zu Missbrauch

Missbrauch liegt schon dann vor, wenn Männlichkeit nur ein bisschen an der aufkeimenden weiblichen Energie der Tochter „nascht“. Kleine Übergriffe, welche eine erotisch aufgeladene Anspielung oder Berührung beinhalten, setzen dabei ein Engramm, eine „Spur“ oder einen „Haken“, an welche weitere Erlebnisse dieser Art anknüpfen können.

Initiation – der erste Geschlechtsverkehr (weiss-rot; 2)

Körper, Seele und Geist der Frau

Mit dem ersten Geschlechtsverkehr nimmt die Frau ihr Frausein ein. Was viele junge Frauen nicht wissen, ist, dass sie sich mit ihrem Körper ganz verschenken, mit allem, was sie haben und sind. Sie geben auch ihre Seele (Schoss/Unterleib) und ihren Geist hin (Liebe, Herz; s. Die Frau, 3-in-1 (Geist, Seele, Körper).

Hingabe des Mannes

Der jugendliche Mann, der seine weiblichen Anteile noch nicht integriert hat, kann nicht auf dieselbe Weise lieben wie eine Frau [3]. Aus diesem Grund waren Religion und Tradition stets darum besorgt, dass der junge Mann seine Liebe durch Hingabe in einer verbindlichen Beziehung unter Beweis stellte. (Der Grundsatz: „Ohne Verbindlichkeit auch keinen Sex“ ist heute beträchtlich ins Wanken geraten).

Gefahr: Sex ohne Liebe, schwarze Magie und der Fluch

Sex ohne Liebe

Wenn Geschlechtsverkehr einseitig ohne Liebe stattfindet, liegt Missbrauch vor. Durch lieblosen und unverbindlichen Geschlechtsverkehr werden der jungen Frau mit dem Körper auch die Seele (Leben) und der Geist (Liebe) gestohlen. Sie wird in Negativität (Schmerz und Mangel) gestürzt und gerät in den Griff ihres Schmerzkörpers und des negativen Antriebes.

Missbrauch in Überlieferungen

Um dieses Thema geht es in vielen Überlieferungen, so bereits in der sumerischen Mythologie von der Göttin der Liebe (die Fällung des Baumes) und auch im jüdischen Sündenfall-Bericht. Weitere Beispiele:

  • Im Märchen Aladin und die Wunderlampe wird der „unschuldige Junge“, Aladin, durch den schwarzen Magier („Zauberer aus Afrika“) präzise instruiert, wie er in die „Zauberhöhle“ eindringen kann. Diese symbolisiert den Schoss der Frau und birgt neben unendlichen Schätzen auch die „Wunderlampe“ (den mächtigen Geist der Liebe). Der Junge soll die Lampe stehlen und dem bösen Zauberer bringen (s. Die Zauberhöhle).
  • In Schneewittchen verabreicht die „böse Hexe“ als kollektive Dimension von Missbrauch dem Mädchen einen vergifteten Apfel, das heisst, ihre Liebe wird früh vergiftet, und sie lebt stattdessen Macht durch Verführung.

Erwachsenenalter: die initiierte Frau und Mutter (rot)

„Wüste“: Mangel und Entbehrungen (rot; 3)

Blut und Leben

Mit ihrer Geschlechtsreife und dem ersten Geschlechtsverkehr ist die Frau in die rote Phase übergetreten. Ihre Fähigkeit, Leben zu geben, ist mit Blut verbunden: Sie gibt Körperblut für körperliches Leben und investiert „Herzblut“ in das seelische Leben ihrer Lieben.
Leben und Blut hängen zusammen. Der antike Mensch sagte: „Das Leben ist im Blut“. So lange die Frau ihre Körperblutung hat, kann sie körperliches Leben zur Welt bringen. Sie verschenkt aber auch ihre geistige Liebe und gibt anderen mit viel „Herzblut“ Lebenskraft.

Gefahr: Ohnmacht, Missbrauch und Sterben der Liebe

Ohnmacht

Die Negativität der Frau aufgrund von emotionalem Mangel in der Beziehung ist sozusagen „vorprogrammiert“. Denn der Mann kann erst dann wirklich lieben, wenn er seine weiblichen Anteile integriert hat[3]. Die Frau, die alles gegeben hat und nichts dafür zurückerhält, ist im Minus. Sie ist sich aber dessen häufig nicht bewusst, sondern „schläft“ (wie in Schneewittchen oder Dornröschen).

Missbrauch

Der Mann kann diese Situation missbrauchen, um die Frau zu manipulieren und Macht über sie auszuüben. Indem er sie hinhält, im Mangel behält, bringt er sie dazu, immer mehr in die Beziehung zu investieren, in der Hoffnung, endlich auch einmal zu empfangen. So nimmt er letztlich ihre Lebenskraft und Leben. Das ist schwarze Magie (dazu ausführlich zu Aladin und die Wunderlampeder Geist und die Ohnmacht).

Sterben der Liebe in Überlieferungen

Wenn „alles gefressen“ und nichts mehr da ist, führt dies zu einem Sterben der Liebe und auch der Beziehung. Dies ist bereits in der sumerischen Überlieferung von Inanna, der Göttin der Liebe das Thema (sie ist drei Tage tot in der Unterwelt). In der jüdischen Überlieferung von den 10 Plagen Ägyptens folgen auf die Heuschreckenplage drei Tage Finsternis und der Tod der Erstgeburt. Dies kann so gedeutet werden, dass die erste Beziehung an der Dynamik der Macht zugrunde geht.

Erfolg: Dienst oder Macht? (rot; 4)

Die Frau wird mit zunehmender Reife stärker. Zeitgleich mit ihrem «Sohn» wächst ihr innerer Mann (Animus) zu Kraft heran. Mit ihren männlichen Anteilen gewinnt die Frau schliesslich strategisches Denken und Handeln, Tatkraft, Kreativität, Entscheidungsfreude und Durchsetzungsvermögen.

Gefahr: Zorn und Macht (die «Hexe»)

Mit zunehmender Reife und dem Nachlassen ihrer äusseren Attraktivität steigt die Frustration der Frau. Nun melden sich ihre männlichen Persönlichkeitsanteile zu Wort, die integriert werden wollen. Die Frau, die nicht mehr ein dummes Liebchen sein will, gibt dem inneren «Macho» Raum. Ihre noch unreifen männlichen Anteile bringen sie dazu, schnell „rot“ zu sehen. Sie ist zornig, zornig gegenüber Männern, die sie klein halten und konsumieren wollen, zornig über all den Schmerz, den ihr das Leben beschert hat. Vielleicht empfindet sie, dass sie „ausgeblutet“ ist, dass sie zu viel gegeben und zu wenig dafür zurückerhalten hat.

Das alles will sie sich nicht mehr gefallen lassen. Darum ist sie nun in Gefahr, dem Geist der Macht zu verfallen und ihre Liebe sterben zu lassen. Märchen bezeichnen die Frau, die Macht lebt (durch Verführung und oder Gewalt und Dramen) als «Hexe».

Der Weg der Frau durch die Unterwelt (rot-schwarz; 5)

Die Krise und die Integration von Schwäche

Die Frau als „Mutter“ „stirbt“, wenn ihre körperliche Fruchtbarkeit aufhört. In den Wechseljahren, ist es für sie höchste Zeit, sich auf den Weg in die Unterwelt zu machen, um ihre Schatten zu integrieren.
Das bedeutet, dass sie sich nun ihrer Negativität stellt, nämlich all dem, was in ihrem Leben schmerzhaft war. Schwäche, Ohnmacht, Schmerz und Zorn werden integriert, indem sie diese erkennt, anerkennt und sich selber darin liebt und vergibt.

Integration der männlichen Anteile: Der Körper und geistige Kraft 

Zu den Schatten gehören auch die erwähnten männlichen Anteile der Frau. Je mehr negative Erfahrungen sie mit ihrem Körper und mit Männern gemacht hat, umso mehr Mühe hat sie, einen positiven Zugang dazu zu finden. Die Integration des Schattens bedeutet auch, dass sie ihre Schwäche anerkennt und sich darin liebt. So kann sich ihre Kraft vom „inneren Macho“ zum inneren Helden, der sich für das Gute einsetzt, entwickeln. Mit der männlichen Seite des Geistes gewinnt sie geistige Kraft in der Materie, Körperkraft und Selbstwirksamkeit .

Gefahr: 

Eine Frau, die ihre männlichen Anteile nicht integriert, bleibt immer „Tussi“ und bis ins hohe Alter von Äusserlichkeiten umgetrieben. 

GANZHEIT der Mutter erreicht – Weiss / Rot / Schwarz

Die reife, weise Frau als grosse Mutter (schwarz – weiss; 6)

Schwarz ist die Farbe des Todes. Die Frau, die den Weg durch die Unterwelt gemacht hat, hat ihrem eigenen Tod, ihrem Ego, ihrer Negativität und Schwäche ins Auge geblickt. Sie hat diese überwunden und ist in Kraft des Vaters zu reiner Liebe aufgestanden. Sie hat in sich die männlichen und weiblichen Anteile, die Jungfrau und Christus, vereint. Diese Einheit wird in Mythen durch die Hochzeit von Prinz und Prinzessin, König (Glaube) und Königin (das Unbewusste) symbolisiert (s. Die heilige Hochzeit).   

Heilende Vaterliebe – Vergebung und Auferstehung der Liebe (7)

Die Begegnung mit bedingungsloser Liebe, bei welcher Sex nicht das Thema ist, ist für die Frau heilsam. Der Prinz in Märchen bzw. „Christus“ symbolisieren den „guten Sohn“ des König-Vaters, die im Geist der Liebe (nicht der Macht) kommen. Die Frau integriert diese Liebe, indem sie sich selber in ihrer Schwäche liebt und vergibt.

Auf diese Weise kann die Frau sich selber in eine neue, positive Realität hinein «gebären»:

  • Sich selber mit ihren Schwächen und in ihrer Unvollkommenheit lieben.
  • Stimmungen (und Stimmen) bewusst wahrnehmen und der Negativität nicht mehr Raum geben (s. Selbstwirksamkeit – positiv leben).
  • Freude, Entspannung und Ermutigung suchen.

Die reife Frau und «grosse Mutter» hat „Power“!

Sie hat alles:
Einerseits hat sie geistige Kraft („männlich“), hat Kontrolle über ihren Körper („Sohn“) und Autorität über die Materie durch schöpferische Worte („Vater“; s. Positive Instruktionen für den Körper).
Andererseits hat sie auch ihre reine, wunderwirkende Liebe („Jungfrau“) wieder gewonnen.
In Ganzheit hat sie nun alle Bereiche inne:  Himmel (Geist, Bewusstsein); Erde (Seele, Leben) und Unterwelt (Kraft in der Materie).
Sie ist ganz, «heil» oder eben heilig, Weiss – Rot – Schwarz, und kann Heil und Ganzheit in die Welt tragen.

Ein indianisches Sprichwort besagt:

Wenn die Grossmütter zu sprechen beginnen, wird die Welt heilen.

Es ist höchste Zeit!

Weiss - Rot - Schwarz

Links / erwähnte Texte:

Erwähnte Überlieferungen:

Schneewittchen (Einführung)
Dornröschen / Maleficent – vom Fluch zur Ganzheit (Einführung)
Die sumerische Mythologie von der Göttin der Liebe
Die Fällung des Baumes
Inannas Weg durch die der Unterwelt
Die 10 Plagen Ägyptens
Der Sündenfall-Bericht
Aladdin und die Wunderlampe
– Die Zauberhöhle
Der Geist und die Ohnmacht  

Zum Weg des Menschen:

Der Weg des Mannes / der männliche Weg
Der Heldenweg der Frau
Die Frau als Heldin
Die Metamorphose des Schmetterlings – ein Symbol für die Wandlung

Zu Ganheit:

Weibliche Ganzheit, 3-in-1
Die Frau, 3-in-1 (Geist, Seele, Körper)
Männliche Ganzheit, 3-in-1
Gott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich
Die drei Farben Weiss – Rot – Schwarz
Die Sieben – Ganzheit der irdischen Realität
Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer Realität
Die heilige Hochzeit

Zum Thema Überwinden

Rot – Weiss – Schwarz und Paardynamik
Der Schmerzkörper
Der vergiftete Apfel – Missbrauch als kollektive Realität
Familiengeheimnisse und kollektive Geheimnisse als Fluch
Missbrauch – das gestohlene Leben
Schwarze Magie   
Der Schatten
Die Integration des Schattens
Selbstwirksamkeit – positiv leben
Positive Instruktionen für den Körper

Zum Thema weiblich und männlich

Die Frau als Göttin und der Mann als ihr Heldenkönig
Die Anima
Die Jungfrau – Wunder wirkende Liebe und Potential

Der Animus
Der Animus der Frau
Christus / Messias, der Gesalbte

Zur Kunst:

Altar 2 von Hilma af Klint – Der Weg der Frau

Anmerkungen und Nachweise:

[1] 1Joh 4,2 Hieran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus Gott;

[2] Dazu dieses Zitat aus dem Thomas Evangelium, Logion 114: Jesus entgegnete: „Ich werde sie zu mir in den Bereich Gottes ziehen, dann ist sie nicht mehr weiblich, sondern genauso ein lebendiger männlicher Geist wie ihr. Ich sage euch aber: Eine Frau, die sich den Männern gleichmacht, kann eintreten in die Herrschaft Gottes» (Hervorhebung durch die Autorin; zur Bedeutung dieses Zitats s. Die Frau als Heldin).

[3] (Die weiblichen Persönlichkeitsanteile werden durch eine Erfahrung der Schwäche integriert, s. Die Wunde des Königs und Die Integration des Weiblichen). Dies geschieht häufig erst – wenn überhaupt –  in den mittleren Jahren,. Ein Mann, der seine weiblichen Anteile nicht integriert, bleibt ewig ein „Macho“. Damit er dies nicht bleibt, sind junge Männer durch Tradition und Religion mit Härte konfrontiert worden (Initiation, Beschneidung) und in die Pflicht genommen worden, eine verbindliche Beziehung einzugehen, um Hingabe zu lernen (s. Der Weg des Mannes).


Kommentare

  1. I like to hike in the spring when the snow from the mountains is melting and feeding the rivers and waterfalls. Hadria Holt Pitzer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Top

Newsletter Abonnieren

We respect your email privacy

Newsletter abonnieren

You have successfully subscribed to the newsletter

There was an error while trying to send your request. Please try again.

Goldspur will use the information you provide on this form to be in touch with you and to provide updates and marketing.