Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Der Schoss der Frau als Leben spendendes Gefäss oder Gral

Hilma af Klint, Evolution Nr. 4

By on 14. Mai 2020

Evolution

Die Frau als Leben spendendes Gefäss

Im Märchen der Eisenhans ist von einem Brunnen die Rede, der alles, was hineingetaucht wird, in Gold verwandelt. Gold symbolisiert ewiges Leben. Ein Gefäss, aus dem lebendiges Wasser sprudelt, kann als Bild für den Schoss der Frau angesehen werden. Als geheimnisvolles Gefäss birgt der Schoss der Frau ein himmlisches Geheimnis: Das Leben selber. Der Schoss der Frau ist ein «Zauberbrunnen», «der heilige Gral» oder eine «Wunderlampe», die die Träume des Mannes realisiert (wie in Aladdin).

Der Schoss der Frau als Wunder wirkender Gral

Quelle des Lebens

Der Schoss der Frau wurde schon lange als Quelle des Lebens geehrt.
Im Schoss der Frau, in ihrem Unterleib, ist das himmlische Geschenk des Lebens verborgen.
Das Wort „Gefäss“ wurde im Altertum sogar stellvertretend für die Frau verwendet[1]Der Schoss der Frau und damit auch die Frau als Ganzes ist – bildhaft gesprochen – ein Gefäss, das neue Realität materialisiert.

Die Salbung

Wasser ist das Element der Seele der Frau. Es ist auch die Grundlage für Leben. Wird das Herz der Frau berührt, dann fliesst das «Wasser»ihrer Seele in ihren Körper über und es entsteht die «Salbung», nämlich das Zeichen der Bereitschaft, den Geliebten zu empfangen. Die Salbung ist ein schönes Wort für die Scheidenflüssigkeit der Frau, welche dem Geliebten den reibungslosen Eingang ins gemeinsame «Heiligtum» ermöglicht.

Leben spendende Kraft – der heilige Gral 

Das Wort Gral lässt sich auf verschiedene ältere Ausdrück für «Gefäss» zurückführen. Der sagenumwobene Gral ist ein wunderwirkendes Gefäss, welches das Land zum Erblühen bringt, Fülle und Reichtum materialisiert und lebenslange Kraft oder sogar ewige Jugend schenkt. Die Legende um den Gral stammt ursprünglich aus der keltischen Überlieferungen. Sie floss im 12. Jahrhundert in die Artus-Legende und die Überlieferungen um Parcival ein.

Der Gral ist das Symbol für den Schoss der Frau mit seiner Leben spendenden und erfrischenden Kraft. 

Die Wunder wirkende Kraft der Frau

Die Frau ist als Ganzes gesehen ein «Gefäss», welches in sich die göttlich-geistige Lebenskraft birgt.
Diese Lebenskraft wirkt sich in den drei verschiedenen Ebenen der Existenz aus (s. 3 Lebensbereiche ­– Körper/Seele/Geist):

Auf der Ebene des Körpers – neues, körperliches Leben: ein Kind

Im Schoss der Frau kann neues physisches Leben, heranwachsen: das gemeinsame Kind.

Auf der Ebene der Seele – seelische Stärkung und Belebung

Der Geliebte, dem Eintritt ins gemeinsame Heiligtum gewährt wird, kommt darin zur Ruhe, erlebt Fülle und erfährt die Leben spendende Kraft im Schoss der Frau als Erfrischung. Sie weckt seine Seele zu neuem Leben, zu neuer Schaffenskraft und zu neuer Hingabe. Er fühlt sich wieder stark, belebt und zuversichtlich.

Auf der geistigen Ebene – neue Realität

Wenn die Frau mit der körperlichen Liebe des Mannes erfüllt wird, fliesst ihr Herz über. Ihre Liebe weckt die Seele des Mannes zu neuem Leben und sein «Herz aus Stein» wird zu einem «Herz aus Blut». Er wird neu zu Hingabe motiviert.

 

Der Wunsch, dieses Gefäss zu besitzen…

Das Wissen um diese Wunder wirkende Kraft in der Frau ist ein grosses Geheimnis, das sehr lange verborgen war.  

Das verborgene Wissen darum war und ist auch der Grund, warum Männer immer wieder Frauen besitzen wollen, auch indem sie sie unterdrücken.

Männer suchen ihre Seele und das Leben.

Sie suchen es in der Frau, so lange sie es nicht besser wissen. (Sie können es aber in sich selber aktivieren, indem sie ihre weiblichen Anteile, ihre innere Frau, ihre Anima integrieren, s. Animus und Anima). Darum sind manche Männer nach Sex «süchtig» und wollen immer wieder Frauen besitzen.

Männer brauchen Liebe.

Solange sie ihre innere Frau nicht integriert haben, haben sie selber keine Liebe. Sie können aber Liebe zeigen durch Freundlichkeit, Hingabe und gute Taten. Auch ist ein unbewusstes Wissen vorhanden, dass sie ihre Träume nur in der Kraft der Liebe realisieren können. Darum wollen sie über die Liebe einer Frau verfügen.

Der wahre Grund, warum «Jungfrauen» so hoch gehandelt werden

Bei einer Jungfrau ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass ihre Liebe noch intakt ist, nämlich jene reine, bedingungslose, hingebungsvolle und Wunder wirkende Liebe, welche eben das Vermögen hat, die Träume des Mannes zu realisieren. (Denn ist eine Frau enttäuscht worden, dann ist ihre Liebe möglicherweise «gestorben». Dann tritt sie ebenfalls ins Machtspiel ein).

Eine Öllampe, die Licht spendet

Die Öllampe ist auch ein Symbol für den Körper der Frau als Gefäss, welches die Salbung, das «Öl» enthält und Licht spendet, nämlich Liebe. Ein eindrückliches Beispiel für ein Paar, das in die Dynamik der Macht gerät und sich daraus wieder befreit, findet sich in Aladdin und die Wunderlampe.

In diesem Märchen wird erzählt, dass der böse Zauberer aus Afrika, der schwarze Magier, ein unschuldiges Paar für seine Zwecke instrumentalisiert. Er weist den jungen Mann, Aladdin, an, in die Wunderhöhle einzudringen, ohne etwas anzufassen, sondern vielmehr geradewegs die Öllampe zu stehlen und das Öl fortzuschütten. Die Lampe als Gefäss, das Öl enthält und Licht spenden kann ist ebenfalls ein Symbol für die Liebe und Lebenskraft Kraft der Frau. 

Der Schoss der Frau, der grosse Schatz in der «Zauberhöhle»

Das Erringen eines grossen Schatzes ist in Märchen und Mythen immer wieder ein beliebtes Bild, welches symbolisch aufzeigt, was der Mann mit einer Frau gewinnt.

So erhält der Held mit einem wunderwirkenden Gefäss, das „übernatürliche“ Kräfte beinhaltet, einen unermesslichen Reichtum. Hat er das Gefäss in seinem Besitz, dann kann er die Realität nach seinen Vorstellungen formen. Oder er kann den Zugang zu einer Wunderhöhle finden (wie Ali Baba und die 40 Räuber), wenn er das Zauberwort aussprechen kann. Wenn er alle Widerstände überwindet, dann gehören ihm «alle Schätze der Welt». Dann kann er nämlich – in seiner eigenen Welt – seine Träume verwirklichen. Die Frau hilft ihm dabei, in der Kraft ihrer Liebe.

Nachweise:

[1] Bibel, Neues Testament, 1. Brief des Petrus, Kapitel, 3,7 (Elberfelder: Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen [den Frauen] mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß*, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden! (* Anmerkung dazu: o. Gerät. – Das griechische Wort wurde im übertragenen Sinn für den menschlichen Leib, aber auch für die Frau gebraucht.)


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