Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Männlich und weiblich – die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung

Hilma av Klint, Svan Nr. 13 (1915)

By on 7. August 2020

Hilma av Klint, Svan Nr. 13 (1915)

Der Schwan Nr. 13 von Hilma af Klint (1915) – Vereinigung von männlich und weiblich

Männlich und weiblich – die beiden Ur-Kräfte

Yin Yang

Grundlagen der Existenz

Männlich und weiblich sind zwei gegensätzliche Prinzipien, die der ganzen Schöpfung zugrunde liegen. Während der Geist dem männlichen Prinzip entspricht, bildet die Materie das weibliche Prinzip (s. Vater und Mutter – Geist und Materie). Aus der Einheit der beiden ist alles entstanden. Sie ist auch unabdingbare Voraussetzung für die Entstehung von neuer Realität. Die Liebe allein, hat die Kraft, diese ultimativen Energien zusammenzubringen.

  • Das männliche Prinzip ist aktive, vorwärtsstrebende Energie, die Raum einnimmt. Diese initiierende Kraft ist durch FEUER symbolisiert. Sie gibt die In-Formation, den Samen des Wortes,  in die lebendige Materie hinein und stösst so dem Impuls für das Neue an.
  • Das weibliche Prinzip ist passiv-empfangend, Raum gebend und gestaltend. Passiv , kraftvoll und Lebenspendend ist es durch WASSER symbolisiert. Als lebendige, gestaltungfähige Materie nimmt es den Impuls des Bewusstseins, die Information auf setzt diesen in neue, lebendige Realität um.

Die beiden Prinzipien können sich in einer negativen Dynamik, die letztlich zum Tod führt, gegenseitig bekämpfen oder in Liebe und Einheit zusammenwirken und sich befruchten – zu neuem Leben und neuer Realität (s. Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer Realität).

Dazu diese Übersicht:
Geist und Materie

Das männlich-aktive Prinzip – initiierender Geist, Schöpferkraft

Das männliche Prinzip setzt in der Materie («weiblich») den Impuls zur Entstehung des Neuen.  Es ist der «Masterplan», der «Same des Wortes», welches in der Materie die neue Realität anstossen kann. Als In-Formation, In-Struktion, gibt es die Anweisung zur Form, die Vorgabe für das «Konstrukt», das entstehen soll, in die Materie hinein.

Das männliche Prinzip – aktive, initiierende Energie

  1. Der Vater gibt sich in Liebe dem Weiblichen hin, durch seinen Sohn, um darin den Samen des Wortes (initiierender Geist) zu säen.
  2. Der Sohn als als die Kraft und potenz des Vaters symbolisiert den Phallus, der eingeht in die lebende Materie, ins Innerste, in die Unterwelt. In der Vereinigung geht er ganz auf in der Materie und «Sterben» der Kraft wird der Same als Impuls für das neue «gesät».
  3. Der Grosse Vater / Geist hat auf dem Weg in die Unterwelt die «weibliche» Seite des Geistes und damit Liebe integriert. Er ist das Wort, die Information, also schöpferische Kraft.

[s. Männliche Ganzheit, 3-in 1]

Das weiblich-passive Prinzip – lebendige, Realität gestaltende Materie

Das Wort Materie kommt von lateinisch mater (= Mutter). Das Weibliche kann den Impuls, den „Samen“ des Bewusstseins („männlich“) aufnehmen und neue Realität materialisieren, hervorbringen oder «gebären».

Zum Weiblichen gehören die Frauen, die Menschen, die Erde, die ganze Schöpfung.
  1. Die Frau, alle Frauen: Sie können Samen aufnehmen und neues Leben gebären.
  2. Der menschliche Körper: Er nimmt Impulse des Bewusstseins („männlich“) auf und setzt sie in Worte und Taten, in neue Realität um.
  3. Das Kollektiv (Gruppe, Volk, die ganze Menschheit): Es reagiert auf Information, zum Beispiel auf Nachrichten, mit Stimmungen und Handlungen. Es nimmt auch die Instruktionen des Herrschers auf und gestaltet diesem entsprechend neue Realität (führt Weisungen aus, wie zum Beispiel der Bau von Strassen).
  4. Die Erde: Sie kann Samen aufnehmen und Wachstum geben. Sie reagiert auch auf unterschiedlichste Impulse aus dem Kosmos oder aus menschlichem Verhalten, z. B. mit Klimaerwärmung.
  5. Die ganze Schöpfung: Sie ist der Vergänglichkeit preisgegeben und damit in der „Unterwelt“ (s. Das grosse Weibliche in der Unterwelt).

Das weibliche Prinzip – Impuls empfangende und Realität «gebärende» Materie 

  1. Die Jungfrau: Sie symbolisiert das Pozential, das quantenphysikalische „Meer aller Möglichkeiten“.
  2. Die Mutter: Sie symbolisiert die lebendige Materie (Quanten) als Realität, die wiederum neue, lebendige Realität gebiert.
  3. Die Grosse Mutter als die Lebenskraft in der Materie: Sie symbolisiert die Naturgewalten und das Schicksal.

[s. Weibliche Ganzheit, 3-in-1]

Das grosse Weibliche ist das Leben selber. Es liegt ausserhalb des Bewusstseins des Menschen und gehört damit zum Unbewussten.

Das Ziel: Ganzheit durch Einheit von männlich und weiblich

Hotu

Einheit als Die heilige Hochzeit

Ziel des Menschen ist, seine weiblichen wie auch seine männlichen Anteile durch Liebe zu integrieren. So gewinnt er Ganzheit, strahlend wie reines Gold (Abbildung rechts: Hotu, das Yin und Yang der Welt als Einheit der Gegensätze, die sich um die Mitte drehen).

Ganzheit und Göttlichkeit

Wenn beide beides – männlich und weiblich – integriert haben, sind sie ganz. Damit sind sie „wie Gott“ und können in die Königsherrschaft Gottes eintreten.
Dazu dieses Zitat aus dem Thomas-Evangelium:

 Jesus sprach: „Wenn ihr die zwei zu eins macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: Berg, bewege dich fort, wird er sich fortbewegen.“ [1]

Königsherrschaft im Leben

Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr die zwei zu einem macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere, – und zwar damit ihr das Männliche und das Weibliche zu einem einzigen macht, auf daß das nnliche nicht männlich und das Weibliche nicht weiblich sein wird – wenn ihr Augen macht anstelle eines Auges und eine Hand anstelle einer Hand und einen Fuß anstelle eines Fußes, eine Gestalt anstelle einer Gestalt dann werdet ihr eingehen in [das Königreich].“[2]

Der Mensch, der in sich männlich und weiblich vereint hat, hat Ganzheit erlangt. Er ist versöhnt und kann Liebe und Versöhnung in die Welt tragen. Er ist damit «Gott gleich» und kann die «Königsherrschaft Gottes» in seinem Leben einnehmen (s. Königsherrschaft im Leben).

Die Liebe ist die Kraft, welche die Vereinigung der Gegensätze ermöglicht und so zur Entstehung der neuen Realität führt.

Nachweise:

[1] Thomas-Evangelium, Logion 106.

[2] Thomas-Evangelium, Logion 22, 4-6


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