Ziel des Menschen ist, seine weiblichen wie auch seine männlichen Anteile durch Liebe zu integrieren (s. Die Integration von Animus und Anima). So gewinnt er Ganzheit, strahlend wie reines Gold (s. Alchemie – Gold für die Ewigkeit; Abbildung rechts: Hotu, das Yin und Yang der Welt als Einheit der Gegensätze, die sich um die Mitte, die Liebe drehen).
Ganzheit und Göttlichkeit
Wenn beide beides – männlich und weiblich – integriert haben, sind sie ganz. Damit sind sie „wie Gott“ und können in die Königsherrschaft Gottes eintreten.
Dazu dieses Zitat aus dem Thomas-Evangelium:
Jesus sprach: „Wenn ihr die zwei zu eins macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: Berg, bewege dich fort, wird er sich fortbewegen.“ [1]
Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr die zwei zu einem macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere, – und zwar damit ihr das Männliche und das Weibliche zu einem einzigen macht, auf daß das Männliche nicht männlich und das Weibliche nicht weiblich sein wird – wenn ihr Augen macht anstelle eines Auges und eine Hand anstelle einer Hand und einen Fuß anstelle eines Fußes, eine Gestalt anstelle einer Gestalt dann werdet ihr eingehen in [das Königreich].“[2]