Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Der Heldenweg – 7 Phasen auf dem Weg zu Ganzheit

Der Heldenweg

By on 9. April 2020

Der Heldenweg

Der Heldenweg – der Weg zu Ganzheit und ewigem Leben

Der Heldenweg ist der Weg des Menschen zu Ganzheit. Der Held macht sich auf, um die Liebe in alle Bereiche seines Lebens zu bringen.

Der wahre Held …

  • erkennt das hohe Ziel der Liebe und zeigt Bereitschaft, dafür alles, was er hat und ist, in die Waagschale zu legen und auf diese eine Karte zu setzen.
  • ist bereit ist, wenn nötig, seine kleine Existenz für die grössere aufzugeben.
  • vertraut, dass die Liebe stärker ist als der Tod und dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Er fürchtet darum den Tod nicht, sondern vertraut, dass er höchstens das Tor in eine grössere, umfassende Existenz ist.

Wahrer Held ist, wer in der Kraft der Liebe sein Ego überwindet und das ewige Leben findet.

Er macht sich furchtlos auf den Weg, um in der Kraft der Liebe das Böse zu überwinden und besteht alle Prüfungen. So gewinnt er den Preis: Das Königreich, die Jungfrau, Gold und das ewige Leben …

Der Heldenweg – die Grundstruktur aller grossen Überlieferungen

Alle grossen Märchen, Mythen und Überlieferungen weisen dieselbe Grundstruktur auf: die fünf Phasen des Heldenweges.

Auch geistige, spirituelle Lehren, in welchen das Ziel ist, das Ego zu überwinden, folgen dem Heldenweg. Selbst der Bericht über das Leben von Jesus beschreibt die fünf Phasen und stellt damit ein Modell für den geistigen Heldenweg des Menschen dar.

Der Heldenweg führt hinab, vom Geist (Bewusstsein), über Worte und Taten, bis in den Bereich des Körpers und in die tiefsten unbewussten Körpergefühle und Triebe.

Fünf Prüfungsphasen zwischen Geist und Materie

Die ultimativen Gegensätze Geist und Materie sind in Mythen und Überlieferungen durch Himmel und Erde beziehungsweise Vater und Mutter symbolisiert (s. Vater und Mutter, Geist und Materie).

Der Heldenweg

Sieben Chakras für sieben Lebensbereiche

Sieben Lebensbereiche entsprechen der Ganzheit in der irdischen Existenz. Diese lassen sich symbolisch durch die sieben Chakras abbilden. Der Heldenweg entspricht den fünf mittleren der sieben Chakras. Auf diese hat der Mensch in seinem Leben einen Einfluss. Ist er zu Bewusstsein gelangt, kann er sich entscheiden, ob er in den entsprechenden Lebensbereichen Macht oder Liebe leben will.

Überwinden in fünf Prüfungsphasen 

Bewusstwerdung der Auserwählung

Es beginnt also damit, dass der Mensch zu Bewusstsein gelangt. Es geht darum, dass er realisiert, dass es einen höheren Weg gibt, als nur für sich selber zu optimieren. Damit erkennt er auch das höhere Ziel:

Die Ganzheit der Sieben – Liebe in allen Bereichen des Lebens

Der Held, der Bewusstsein für einen höheren Weg erlangt hat, ist gefordert in allen fünf Bereichen seiner Existenz die Liebe zu leben. So überwindet der sein Ego und seine Triebe.

Die fünf Prüfungsphasen im Überblick:

  1. Entscheidung für den Weg der Liebe statt Macht (Bewusstwerdung, Berufung)

  2. Ein erstes, klar erkennbares äusseres Zeichen (Bekenntnis, Initiation).

  3. Bewährung sich in Mangel und Entbehrungen (Aschenarbeit Wüste).

  4. Bescheidenheit und Hingabe der Ressourcen im Erfolg (Dienst).

  5. Inneres Sterben (Liebe stärker ist als der Tod; Feuerprobe, Kreuzigung).

Was nach diesen fünf Phasen folgt, liegt ausserhalb der Macht des Helden:

6. Auferstehung in die ewige Existenz der Liebe (Wiedergeburt durch die «Mutter»)
7. Zugang zum umfassenden Geist (Auffahrt zum «Vater»)

[S. auch Die Sieben – Ganzheit der irdischen Realität.]

Vater und Mutter und das ewige Leben

Hat der Held in sämtlichen fünf Prüfungsphasen bestanden, dann hat er seine Ego, seine Identität der Trennung überwunden. Damit hat er den Zugang zu seinem Selbst gefunden (s. Das Ego und das Selbst). Er wird neu in die ewige Existenz der Liebe hineingeboren («Mutter», Wurzel) und erhält Zugang zum umfassenden Geist («Vater», Krone).  Diese beiden Aspekte liegen ausserhalb seines Einflussbereiches.

Die fünf Phasen des Heldenweges im Einzelnen

1. Bewusstwerdung (Berufung)

Der Held gelangt zu Bewusstsein und erkennt eine höhere Aufgabe, seine Berufung zum höheren Weg der Liebe.
Die geistige Berufung ist jene zum Lehrer, Prediger, Propheten oder Heiler.

Beispiele: Die höhere Bestimmung drückt sich in Geschichten durch hohe Herkunft aus (als Königssohn, Prinzessin), durch eine Vision (z. B. ein Traum wie in Ritter Georg und die Jungfrau) Jesus erkannte als Zwölfjähriger im Tempel seinen «wahren Vater». 

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2. Initiation, Bekenntnis (Taufe)

Als Nächstes gilt es, ein nach Aussen klar erkennbares Zeichen, ein Bekenntnis für den Weg der Liebe durch Wort und Tat zu geben.
Die Taufe ist die geistige Initiation.

Beispiele in Märchen und Mythen: Der Held verlässt sein Zuhause und begibt sich ins Abenteuer. Die Heldin zeigt ihre Liebe und Bereitschaft zu Hingabe. Der erste Geschlechtsverkehr ist ein Zeichen für den Weg der Liebe in der Beziehung. Viele Gläubige und selbst Jesus liessen sich als Zeichen ihrer Entscheidung durch Untertauchen im Wasser taufen.

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3. Treue in Mangel, Widerständen und Entbehrungen (Wüste)

In Mangel und Entbehrungen hat der Held die Gelegenheit, sich zu bewähren und Widerstände zu überwinden. Er übt Enthaltsamkeit, Disziplin und Kontrolle und zeigt seine Treue, indem er an seiner Vision festhält.
Auf dem geistigen Weg bedeutet diese Phase die Wüstenerfahrung mit Fasten.

Beispiele: Der Held/die Heldin muss „unten durch“, sich unter harten Bedingungen, in Aschenarbeit bewähren, zum Beispiel im Dienst in der Küche des fremden Schlosses (Der Eisenhans) oder als Magd unter der Tyrannei einer bösen Stiefmutter (Aschenputtel, Schneewittchen). Jesus fastete 40 Tage in der Wüste.

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4. Hingabe der Ressourcen im Erfolg (Dienst)

Nachdem er den Mangel überwunden hat, wird er mit Erfolg gesegnet. Hier besteht die Prüfung darin, diesen Erfolg nicht zu egoistischen Zwecken, das heisst für die Erweiterung der eigenen Macht zu missbrauchen, sondern vielmehr die errungenen Ressourcen anderen zur Verfügung zu stellen.
Der Heiler und Prophet leistet vollmächtigen Dienst durch Zeichen und Wunder.

Beispiele: Der Held im Märchen Der Eisenhans hält sich noch immer bedeckt und verhilft dem fremden König zum Sieg. Aschenputtel tanzt auf dem Ball mit ihrem Geliebten und geht rechtzeitig wieder. Jesus widerstand der Versuchung der Macht und diente den Menschen.

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5. Die Feuerprobe (Sterben des Egos)

Die letzte Prüfung ist die Feuerprobe. Hier steht  nun die ganze Existenz auf dem Prüfstein, alles droht in Flammen aufzugehen. In dieser Phase wird der Held geprüft, ob er bereit ist, wenn nötig sein Leben, ja seine ganze Existenz für das Grössere hinzugeben. Er blickt dabei dem eigenen Tod, seinem Ego ins Gesicht und „stirbt“ innerlich. Es ist der Weg der Läuterung im Feuer und der Integration der Schatten (s. Die Integration des Schattens und der Weg durch die Unterwelt). So gewinnt der Held seine geistige, ewige Existenz.

Beispiele: Im Märchen Der Eisenhans wird der Held als schwarzer Ritter verwundet. Aschenputtel muss wieder zurück zur Stiefmutter und wird noch übler behandelt. Odysseus wird nackt an den Strand von Ithaka gespült, nachdem er alles verloren hat. Seine geliebte Gattin Penelope nimmt ihn wieder auf (die Vergebung ist ihre Feuerprobe.) Jesus wird gekreuzigt.

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Zu den fünf Phasen des Heldenweges diese Übersicht:

Tabelle zum Heldenweg

6. Wiedergeburt in die ewige Existenz der Liebe (im Leben selber, «Mutter») 

Nachdem der Mensch mit dem Ego seinem eigenen Tod ins Auge geschaut hat, ist er innerlich «gestorben». Doch er lebt noch immer – trotz allem! Und er erkennt dieses Leben als ein Geschenk der Liebe (denn er hätte es eigentlich nicht verdient). Dies ist seine neue Geburt in die Existenz der Liebe, die Geburt seines Selbst, seiner ewigen Seele, die eins ist mit Christus (s. Das Ego und das Selbst). So wird er im Leben selber, welches die grosse «Mutter» ist, von neuem «geboren». 

[weiterlesen: Neue Geburt und Auferstehung]

7. Zugang zum allumfassenden, liebenden Bewusstsein («Auffahrt zum Vater»)

Der Mensch als Held hat die Wahrheit über sich selber erkannt und die viel grössere Wahrheit der Liebe darin erfahren. Er hat nun Weisheit erlangt (Wissen/Erkenntnis gepaart mit Liebe). Er hat vergebende Vater-Liebe erlebt und diese integriert. Somit trägt er nun selber die Liebe und Vergebung des Vaters in die Welt hinaus.

Ganzheit und ewiges Leben

Der Heldenweg ist der Weg zu Königsherrschaft im eigenen Leben.
Der Held, der überwunden hat und dessen Ego gestorben ist, wird neu in die ewige Existenz der Liebe geboren und erhält Anschluss an den allumfassenden Geist („Vater“).

Die Jungfrau und Heilige Hochzeit – die Integration des Unbewussten ins Bewusstsein

Er hat Ganzheit errungen, sein Selbst gefunden und damit den Schatz gewonnen, der kostbarer als Gold und Edelsteine ist: das ewige Leben. Er hat mit seinem liebenden Bewusstsein («König», «männlich») sein Reich, sein «versprochenes Land» eingenommen, nämlich Herrschaft über seinen Körper und seine Triebe. Damit hat er das Unbewusste («Königin», «weiblich») integriert und mit der Jungfrau Ganzheit, «Heil», «Heiligkeit» erlangt. Er ist eins, ganz, in Liebe, hat seine männlichen und seine weiblichen Anteile in sich vereint. Diese Vereinigung ist in Märchen und Mythen durch die heilige Hochzeit symbolisiert.

Das Gebet „Unser Vater“ 

Das Gebet «Unser Vater» gibt eine Kurzanleitung, worum beim Heldenweg des Menschen geht:

Das Gebet "Unser Vater"

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