Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Geist und Materie, Vater und Mutter und neue Realität

Alter in der Felsenkirche Helsinki

By on 6. April 2020

Altar in der Felsenkirche Helsinki

Geist und Materie – Vater und Mutter  

Geist und Materie sind die beiden schöpferischen Ur-Kräfte der Existenz. Sie sind durch die Archetypen VATER und MUTTER symbolisiert. Aus der Vereinigung der beiden entsteht neue, lebendige Realität.
Ihre Einheit bedeutet Ganzheit – Himmel und Erde – Geist und Materie – Körper und Seele vereint. «Gott» ist eins – nämlich Friede, Versöhnung und Fülle.

Der VATER-König als Archetyp symbolisiert das allumfassende, liebende Bewusstsein, den Glauben. Die MUTTER-Königin symbolisiert die lebendige Materie und das Unbewusste (s. Das Bewusstsein und das Unbewusste – König und Königin).

Der VATER – Liebe und Schöpferkraft (Geist, FEUER)

FEUER ist das VATER-Element. Es ist der zündende Funke, der schöpferische Impuls, Hingabe aus Leidenschaft.

Der VATER weiss“ um die Möglichkeiten, die im Verborgenen (Unbewussten) liegen. Er „sieht“, das Potenzial und glaubt daran, ja „erkennt“ es in Liebe.
Als wahrhaft Liebender drängt er sich nicht auf und dringt nicht ungebeten ein. Vielmehr wartet geduldig er und vertrauensvoll, bis die Antwort auf seine Liebe da ist. Diese ist die Salbung als Zeichen der Annahme, die den Samen des Glaubens fruchtbaren Boden finden lässt. Wenn es Zeit ist, wird die lebendige Materie die neue Realität hervorbringen. (s. Männliche Ganzheit, 3-in-1).

Die MUTTER – Leben (lebendige Materie, WASSER)

WASSER ist das MUTTER-Element. Es ist die Voraussetzung für Leben. Stark und nachgiebig zugleich füllt es jede Tiefe und überwindet so spielend Hindernisse, so wie die Liebe jeden Mangel aufhebt.

Die MUTTER antwortet mit „Ja“ und „Amen“ und bringt das Neue hervor.
Sie lässt sie ihr «Wasser des Lebens» fliessen, und auch die neue Realität, das «KIND», wächst von Fruchtwasser umgeben heran. Ihr höchstes Bestreben ist es, die Absicht ihres Geliebten zu verwirklichen. In Hilfsbereitschaft und Hingabe gibt sie Raum und spendet Lebenskraft (s. Weibliche Ganzheit, 3-in-1).

Das grosse Weibliche ist das Leben selber. Es liegt ausserhalb des Bewusstseins des Menschen und gehört damit zum Unbewussten.

Zum Weiblichen gehören die Frauen, die Menschen, die Erde, die ganze Schöpfung.
  1. Die Frau, alle Frauen: Sie können Samen aufnehmen und neues Leben gebären.
  2. Der menschliche Körper: Er nimmt Impulse des Bewusstseins („männlich“) auf und setzt sie in Worte und Taten, in neue Realität um.
  3. Das Kollektiv (Gruppe, Volk, die ganze Menschheit): Es reagiert auf Information, zum Beispiel auf Nachrichten, mit Stimmungen und Handlungen. Es nimmt auch die Instruktionen des Herrschers auf und gestaltet diesem entsprechend neue Realität (führt Weisungen aus, wie zum Beispiel der Bau von Strassen).
  4. Die Erde: Sie kann Samen aufnehmen und Wachstum geben. Sie reagiert auch auf unterschiedlichste Impulse aus dem Kosmos oder aus menschlichem Verhalten, z.B. mit Klimaerwärmung.
  5. Die ganze Schöpfung: Sie ist der Vergänglichkeit preisgegeben und damit in der „Unterwelt“ (s. Das grosse Weibliche in der Unterwelt).

Einheit von Geist und Materie, Vater und Mutter: die heilige Hochzeit

Nur die Liebe hat die Kraft, Geist und Materie, die beiden ultimativen sich widerstrebenden Energien, die so gegensätzlich sind wie FEUER und WASSER, zu vereinen. Sie allein bringt dieses Wunder zustande, aus welchem neues Leben und neue Realität entsteht.

Diese Einheit, welche auch Ganzheit bedeutet wird in Märchen und Mythen durch die Hochzeit oder von Königssohn und Königstochter symbolisiert, die zu König und Königin werden, indem sie das Königreich erben (s. Die heilige Hochzeit).

Es ist die Liebe, welche den Impuls des Bewusstseins in die lebendige Materie hinein bringt.

Sonne hinter den Wolken - Geist und Materie

Geist und Materie, neue Realität und Quantenphilosophie

Neue Realität aus der Einheit von Geist und Materie

Der Quantenphysiker und Philosoph Warnke beschreibt die Interaktion von Geis und Materie mit diesen Worten:

Resonanz mit virtueller, codierter Energie und abgespeicherter Information [Potential], die wir mit dem Geben von Sinn und Bedeutung [als Impulse des Bewusstseins] wiederbeleben, erzeugt Form/Struktur/Gestalt der Materie [neue Realität][i].

Anders formuliert: Das Unbewusste als lebendige Materie nimmt den Impuls des Bewusstseins auf und beantwortet ihn, indem es ihm Form und Gestalt gibt und so die In-Formation in konkrete Realität umsetzt.

Der Geist, das Bewusstsein – die Absicht, der «Masterplan»

Das Bewusstsein ist die schöpferische Absicht, die vertrauensvolle Erwartung. Diese initiiert in der lebendigen Materie die Entstehung von neuer Realität, indem es den Impuls und «Masterplan» («Same des Wortes») für das, was werden soll, hineingibt.

Die Materie, das Unbewusste: Potenzial und Realität

Das Wort Materie kommt von lateinisch mater, was MUTTER bedeutet.
Materie besteht aus Quanten. Gemäss der Erkenntnisse der Quantenphysik kennen diese zwei Zustände:

1. Potenzial – symbolisiert durch die JUNGFRAU

Quanten, die nicht in Funktion sind, schwimmen als „Wellen“ in einem Meer aus virtueller Energie und potenzieller Information. Sie können alles werden, sind aber noch nichts Konkretes. Wenn die Wellen von Bewusstsein getroffen werden, werden sie zum Quantum und schalten auf Realität, während die unzähligen anderen Möglichkeiten kollabieren. Beispiel: Die Jungfrau mit den blauen Augen kann ein Kind mit blauen, grünen oder schwarzen Augen zur Welt bringen. Mit ihrer Befruchtung (durch den männlichen Samen) wird die Augenfarbe des Kindes festgelegt: Es kommt ein Kind mit schwarzen Augen zur Welt. (s. Die Jungfrau als Meer aller Möglichkeiten)

2. Realität – symbolisiert durch die MUTTER:

Realität besteht aus Quanten. Es ist bewiesen worden, dass Quanten auf Impulse des Bewusstseins reagieren. In diesem Sinn ist alle Materie lebendig. Die Frage ist deshalb eher: Warum gibt es überhaupt tote Materie? Warum gibt es den Tod. Dazu erzählt die babylonische Mythologie von der Erschaffung der Welt aus der ermorderten Mutter durch den Gott Marduk, der sich zum Alleinherrscher im Himmel aufgeschwungen hat.

Vollmacht über die Materie und das limitierte menschliche Bewusstsein

Der Mensch kann nur beschränkt neue Realität hervorbringen, weil sein Bewusstsein limitiert ist. Es fehlt ihm an Vollkommenheit. (Er ist aus der Liebe «gefallen», s. Der Sündenfall-Bericht). Je mehr Bewusstseinsschritte die Veränderung der Realität erfordert, umso unwahrscheinlicher ist es, dass der Mensch sie zustande bringt (s. Die Erschaffung neuer Realität und Wie lenke ich mein Leben konkret in eine positive Richtung?). Der geliebte «Sohn» des Vaters wird von der Grossen Mutter aber mit Vollmacht über die Materie ausgestattet. Sie bestätigt ihn als den auserwählten Gesalbten, indem sie auf sein Wort Zeichen und Wunder folgen lässt.

Das Unbewusste, das Leben selber: in Negativität und Tod

Wenn es aber an Liebe fehlt, dann tritt das Bewusstsein mit einem Machtanspruch auf. Es will die gewünschte Realität erzwingen, indem es Druck ausübt und die lebendige Materie vergewaltigt. Diese beantwortet die Unterwerfung mit Negativität, Ablehnung, Auflehnung und bringt das NEIN, das Nicht-Sein und den Tod zur Welt.
Die neue Realität ist dann Tränen statt Freude, Hass statt Liebe, Krankheit statt Kraft, Fluch statt Segen, Mangel statt Fülle, Tod statt Leben. Dies ist kommt der „Vertreibung aus dem Paradies“ gleich. (s. Das grosse Weibliche in der Unterwelt)

Heilung – Ganzheit durch die Einheit von Geist und Materie

Der Weg nach Hause, zurück zu Vater und Mutter

­Das grosse Oben (AN) und das Grosse Unten (AB)

Die sumerische Mythologie spricht vom grossen Oben (An-Zu) und vom Grossen Unten (Ab-Zu). Während das grosse Oben dem Geist und Bewusstsein entspricht, steht das grosse Unten für die Materie und das Unbewusste. Durch die Vereinigung der beiden, das heisst durch die Integration des Unbewussten ins Bewusstsein, werden Ganzheit, «Heil» und Heilung erreicht.

ABBA – der männliche Weg zum VATER (im Himmel, Geist)

Das Männliche beginnt im Grossen Unten, im Bereich des Körpers und der Materie (AB). Sein Weg zu Ganzheit bedeutet den Aufstieg (Umkehrung: BA) in den Geist, indem es Liebe gewinnt. Dies bedeutet die Er-Lösung aus der Bindung an die Materie (MUTTER) hinein Freiheit des Geistes (VATER). Das hebräischer Wort für lieber Vater, «Pappa» ist ABBA.

Der grosse VATER ist ganz, ist eins. Er ist ganz versöhnt, denn er hat seine weiblichen Anteile integriert (mehr s. Der Weg des Mannes).

ANNA ­– Der weibliche Weg zur MUTTER – Liebe in die Materie

Das Weibliche beginnt im Geist (AN), im immateriellen Bereich von Liebe und Beziehungen. Der Weg der Liebe ist Hingabe an die Materie. Er führt vom Himmel (AN) hinab NA) bis in die Unterwelt und ins Unbewusste. Er ist der Heldenweg des Menschen.

Anna bedeutet Mutter. Die grosse MUTTER ist ganz, denn sie hat ihre männlichen Anteile integriert (s. Weibliche Ganzheit, 3-in-1 und Der Weg der Frau).

Brot und Wein – Läuterung, Reinigung durch Feuer

Bereits in der sumerischen Mythologie führen Brot und Wasser des Lebens zur Auferstehung aus der Unterwelt. Brot und Wein sind Symbole der Läuterung.

  • Männliche Körperkraft (Samenkörner) wird zerstampft, gemahlen und im Feuerofen des Leidens zu geniessbarem Brot des Lebens gebacken.
  • Weibliche emotionale Kraft (Wasser, Traubensaft) wird gekeltert und reift in der dunklen Nacht der Seele (wie im Fass) zu Wasser des Lebens heran (Wein, Geist, «Feuer-Wasser»).

Dabei stirbt das Ego und das Selbst, die Identität der Liebe, steht wieder auf.

Das Gebet «Unser Vater» – vom Geist hinab in die Materie

Das Gebet „Unser Vater“ ist eine knappe Zusammenfassung dieses „Abstieges“ hinab in den Körper und ins Unbewusste, bis in die tiefen existenziellen Gefühle und Triebe. Heilung und Ganzheit werden erreicht, indem alles ans Liebe der Licht kommt.

Nachweis:

[i] Ulrich Warnke, Quantenphilosophie und Spiritualität“ – Der Schlüssel zu den Geheimnissen des menschlichen Seins, (2011, Scorpio Verlag), S. 149


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