Die Sucht nach der Negativität
Warum übt Negativität eine derart starke Anziehungskraft aus, sodass zum Beispiel Medien ohne negative Berichte nicht überleben können? Zu diesem Thema haben Studien ergeben, dass 75 Prozent der Gedanken der Menschen negativer Art sind (s. u. ARTE-Doku).
Negativität: der seelisch-emotionale Trieb!
Der Körpertrieb ist im Grossen und Ganzen bekannt und immer wieder ein Thema. Doch der emotionale Trieb ist ebenso stark (s. Der Trieb – Herrschaft des Körpers und des Unbewussten)!
Die Seele ist in Negativität, weil die Welt nicht perfekt ist, weil da so viel Leid und Schmerz ist (s. Starke Emotionen und das Unbewusste). Es geht so weit, dass sich die Negativität “normal” anfühlt, oder man sogar süchtig danach ist (“ich leide, also bin ich”). Die Seele ist als “weiblich” zu bezeichnen, denn in ihrem Urzustand reagiert sie auf das, was auf sie zukommt. Der Mensch muss darum seinen Geist aktivieren, um die Seele zu beschwichtigen.
Bereits die erste Überlieferungen beschreiben den Umstand, dass das grosse Weibliche (die Frauen, die Menschen, die Erde, die Göttin der Liebe) aufgrund von Ausbeutung und Unterdrückung in die Unterwelt geraten ist und darum eben “Erlösung” braucht.
[S. Das Grosse Weibliche, das Leben selbst, in der Unterwelt.]
Das Ego: negative Einreden und Glaubenssätze
Das Ego ist zudem mit der negativen Identität des Schmerzkörpers identifiziert. Es übt aus dem Schatten seine Macht aus, indem es den Menschen mit Angst, Anklage und negative Einreden manipuliert.
So flüstert es leise negative «Glaubenssätze», welche Lügen, Abwertung, Selbstmitleid, Trotz, Zorn oder Rache beinhalten. Diese nimmt der Mensch gar nicht wahr, wenn er nicht bewusst und genau in sich hineinhört. Und es ist nichts als natürlich, wenn man die verhasste Negativität lieber ignorieren und verdrängen möchte.
Beispiele negativer innerer Aussagen und Selbstbilder:
- Die Welt ist gefährlich, ICH MUSS mich wehren.
- Ich bin ein armes Opfer, immer komme ich zu kurz.
- ICH bin hier ganz allein. Niemand hilft MIR.
- Niemand liebt MICH.
Oder auch in der Du-Form
- Du bist nichts wert. Du bist nichts und kannst nichts.
- Du bist eine arme Kreatur! Ja, fühle den Schmerz, spüre die Verzweiflung …!
- Du hättest Besseres verdient.
- Die anderen sind hinterhältig und gemein und wollen dir an den Kragen.
- Sie werden alle einmal noch bezahlen müssen für das, was sie dir angetan haben …
und wieder ICH:
- ICH mache sie fertig. ICH werde ihnen zeigen, was Sache ist.