Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Der Gott der Luft, stürmisch-invasive Macho-Männlichkeit

Hochhäuser für "Der Gott der Luft"

By on 22. März 2022

Hochhäuser für "Der Gott der Luft"

Der Gott der Luft – stürmisch-invasive Macho-Männlichkeit

Machtorientierte Energie

Animus und Anima in ihrer negativen Gestalt in Kooperation

Der Gott der Luft ist der Archetyp für aufbrausende und phallische Macho-Männlichkeit, die Macht begehrt, um zu herrschen, und zwar im Bereich der Materie wie auch des Geistes.
Mit seinem unterdrückerischen Herrschaftsanspruch stellt er die Einheit des negativen Animus als Unterdrücker mit der negativen Anima als Verführerin zwecks Herrschaft im Bereich des Geistes dar.

[S. Animus und Anima für Grundlagen und Die Hure und das Tier für den kollektiven Aspekt.]

Wirkung in Männern und Frauen !

Um es gleich vorwegzunehmen: Diese stürmische Energie kann von Männern wie auch von Frauen Besitz ergreifen! Sie gehört zur roten Phase (s. Die drei Farben Weiss – Rot – Schwarz). Das heisst, sie ergreift Besitz von jungen Männern, ebenso wie von reiferen Frauen, die auf dem Weg sind, ihre männlichen Anteile zu integrieren (s. Die Integration des Animus). Es handelt sich dabei um «negative», nämlich unreife, dominante und machtorientierte Männlichkeit.

Gott-der-Luft-2

Phallische Energie, die zum Himmel wächst

Der Mensch im Griff dieser Energie setzt seine körperliche und materielle Überlegenheit ein, um Macht auszuüben. Bei seinem Bestreben, die Materie zu unterwerfen, ist ihm dabei jedes Mittel recht, von Unterdrückung durch Gewalt bis hin zu geistigem Missbrauch.
So wächst die «phallische» Energie bis zum Himmel, das heisst bis in den Bereich des Geistes. Dies ist die Bedeutung des biblischen «Turmbaus zu Babylon», welche eine Allegorie auf das Gilgamesh-Epos darstellt (s. u. und
Einführung ins babylonische Gilgamesh-Epos).

Die Anima als Luft-Geist: verführen und Feuerchen schüren

Die negative Anima: Herrschaft im Bereich des Geistes als «Gott»

Der Machtmensch will natürlich seinen Herrschaftsanspruch auch geistig legitimieren, um wie ein Gott herrschen zu können. Zu diesem Zweck mobilisiert er seinen geistigen Aspekt, nämlich seine innere Frau (Anima). Indem er seine negative Anima als Schlange mobilisiert, bewirkt er mittels Lüge und listiger Strategie Verführung und Verblendung der Massen. (Es begann im Kleinen, s. Der Sündenfall-Bericht der Bibel  und das Geheimnis der Schlange.)

Die negativa Anima Lichtgestalt oder Führerpersönlichkeit

Die Anima kann schillern und blenden. Darum gilt: Wer im Griff des Gottes der Luft ist, positioniert sich gerne als «Retter» oder «Führer» und begründet Einschränkungen der individuellen Freiheit als «notwendige Aktionen» im Interesse der Allgemeinheit. Dabei spielen ihm Katastrophen, Angst und Terror seiner Macht in die Hand. Denn das verunsicherte und verängstigte Volk wünscht sich nun eine starke Hand und begrüsst durchgreifende männliche Energie.

Die negative Anima als «Hure»: Abwertung von Frauen

Die negative Anima als HURE ist zudem dafür verantwortlich, dass Männer, die Macht suchen, Frauen wie Huren behandeln. Denn sie verführt zu Lust statt Liebe, indem sie von der Seele des Mannes (LUFT) durch erotische Vorstellungen und Fantasien Besitz ergreift. So entfacht sie seine körperliche Leidenschaft, sein FEUER, welches rasch ausser Kontrolle gerät und direkt auf weibliche Körper (ERDE) zugreift. (Dabei bleibt die Seele, WASSER, auf der Strecke, sie «verdunstet», das heisst, sie geht buchstäblich «in die LUFT»; s. Die vier Elemente und Der falsche und der richtige Dreh.)

[S. Die negative Anima als Schlange oder Hure. und Die negative Dynamik der Elemente, FEUER UND EIS (Grundlagen).]

Der Gott der Luft und des Sturms

Der Gott der Luft und des Sturms: Sturm und Drang

Luft, das Element der männlichen Seele

Das Element der männlichen Seele ist LUFT (s. Die vier Elemente und Was ist die Seele und wo im Körper befindet sie sich?).
Der Weg des Mannes zu Ganzheit bedeutet, dass er mit seiner positiven inneren Frau («JUNGFRAU») Liebe findet (die weibliche Seite des Geistes). Das heisst mit anderen Worten, dass er seine weiblichen Anteile integriert und mit ihnen seine Seele gewinnt.  

Entwicklung von Sturm und Drang zur Reife – von Macht zu Liebe

Es ist natürlich, dass der junge Mann zunächst seine Kraft und Macht erproben möchte. Aber es ist der Weg des Helden zu lernen, die innere feurige Leidenschaft zu kontrollieren. Dieser Weg führt zu Königsherrschaft im Leben.

Als negativer Antrieb (Animus) in der Materie

Als Schmerztrieb und geistiger Antrieb für kriegerische Aktivitäten

Wer hingegen die Liebe noch nicht integriert hat, ist stattdessen auf Macht ausgerichtet. Er ist im Griff des negativen Antriebs, des Egos, welches über Triebe herrscht.
Wo der starke jugendliche und stürmische Trieb zu rücksichtslosem Verhalten verführt, bereitet er Anderen Schmerzen. So stellt der Gott der Luft auch das Ideal des Unterdrückers und Despoten dar, welcher Land, Frauen und das ganze Volk knechtet.

[S. Der negative Animus als Teufel oder Schmerzkörper.]

Als Archetyp für diese impulsive und besitzergreifende Energie wurde der Gott der Luft meistens dann angebetet, wenn kriegerische Aktivitäten im Vordergrund standen.

Gott der Luft 6; Eurofighter (Wikipedia)

Der Gott der Luft als der «verkehrte» Sohn des Vaters

Als Archetyp für jugendliche, stürmische und eroberungswütige Männlichkeit entspricht der Gott der Luft dem «ungehorsamen» oder «verkehrten» Sohn des Vaters …

Die zwei unterschiedlichen Söhne des Vaters

Der Sohn des Lebens und der verkehrte Sohn

Schon in der sumerischen Mythologie (wie später in der christlichen Überlieferung) hat der liebende Vater zwei unterschiedliche Söhne.

  • Der eine wird der Sohn des Lebens genannt (Dumuzi für DUM = Sohn und ZI = Leben).
  • Der andere erscheint verdeckt als der «verkehrte» Sohn. Dies kommt in der babylonischen Niederschrift nur noch im Namen Isimud zum Ausdruck. Denn darin finden sich die Silben ZI (Leben) und MUD (= Umkehrung von DUM).

(S. Sumerische Mythologie, Die Me, Kräfte der Weisheit und Die Wahl der Göttin).

Christus und der Anti-Christus: der gute und der böse Trieb

Grundsätzlich steht der SOHN als Archetyp für die Kraft des VATERS und symbolisiert damit auch die Potenz, einen Sohn zu erzeugen (also den Phallus; s. Männliche Ganzheit 3-in-1, Vater – Sohn – Geist).

Als guter und als schlechter Antrieb in der Materie (Animus)

Als geistige Kraft wirkt der SOHN als Antrieb in der Materie (Animus). Dabei stellt die positive Kraft den Antrieb aus Liebe dar («Christus«), die negative hingegen aus Schmerz, Wut und Mangel (s. Der negative Animus als Teufel oder Schmerzkörper.)

Der verkehrte Sohn: der unkontrollierte Trieb

Folgerichtig symbolisiert der verkehrte Sohn des Vaters auch den unkontrollierten Trieb des (werdenden) Vaters. Dieser will sich nicht hingeben, sondern strebt Macht an, um nehmen zu können. Der Mann im Griff seiner Triebe verfolgt seine eigenen Interessen, macht was er will, konsumiert, wo er kann, und unterwirft das Weibliche (das Land und die Frauen). Seine ultimative Macht ist die Angst vor dem Tod.

Der gehorsame Sohn: Hingabe

Auf der anderen Seite gibt sich der gehorsame Sohnes gemäss dem Willen des Vaters dem Weiblichen und damit dem Leben selbst hin. Er fürchtet den Tod nicht, sondern überwindet ihn in der Kraft der Liebe und vertraut in das (ewige) Leben.

[S. Christus / Messias, der Gesalbte.]

Christus oder Messias bedeutet „der Gesalbte“. Sein Wesen ist, dass er sich nicht aufdrängt, sondern kommt, um zu lieben und zu dienen. So sät er auch seinen Samen (des Wortes) nur dort, wo er mit Liebe empfangen wird, und achtet auf das Zeichen der Bereitschaft, die Salbung.)

Ambivalenz des Animus («Shamash») schon im Gilgamesh-Epos

Somit hat also der Animus als Antrieb in der Materie und im Körper eine ambivalente Funktion und wirkt entweder negativ (als Trieb) oder positiv (durch Liebe).
Auch dies kommt bereits im babylonischen Gilgamesh-Epos zum Ausdruck. Darin symbolisiert der Gott Shamash den Animus einerseits als Himmelsstier (für den starken Trieb; s. Gilgamesh und Enkidu) und andererseits später auch die Kraft, welche über die Wasser des Todes (zum ewigen Leben) trägt. (Der Gott der Luft steht hingegen nur für phallisch-invasive Energie, s. Die Fällung der Zeder). Im Namen Shamash kann auch eine Umkehr der Silben gesehen werden SHA für Herrscher – M – und ASH für das Gegenteil, Diener?)

Uruk Zikkurat

Der Gott der Luft in den Überlieferungen

Ägyptische Überlieferung (ab 3000 v. Chr.)

Seth, Gott der Wüste, des Sturms und Chaos-Drache (-> «Satan»)

Der ägyptische Gott Seth, brüllt im Sturm vom Himmel und verkörpert Chaos, Verwirrung, Zorn, Wut und Gewalt. Seth war es auch, der seinen Bruder Osiris umbrachte, der auch Hathor, die Göttin der Unterwelt vergewaltigte.
Horus, der Sohn von Isis, der Göttin der Liebe, besiegte ihn aber und schnitt seinen Kopf ab. Seth verschwand daraufhin in der Gestalt eines brüllenden Drachen.

Die Verbindung zwischen dem Drachen und Satan wird in der Offenbarung der Bibel (Kapitel 20) aufgegriffen, wo der Drache wieder auftaucht und zuletzt besiegt wird.

Höchster Gott unter Ramses II.

Seth wurde in Ägypten während rund 400 Jahren verehrt. Seine Verehrung begann zur Zeit fremder (kanaanitischer) Könige (Hyksos) unter Nehesi (um 1720 v. Chr.) und erreichte unter Ramses II. (um 1300) ihren Höhepunkt.

Sumerische Überlieferung (ab 3000 v.Chr.)

EnLil, der Gott der Luft

Missbrauch und die Unterdrückung des Weiblichen werden bereits in den ersten Mythen wie der sumerischen Überlieferung von Inanna, der Göttin der Liebe, thematisiert.

Der Wind oder Gott der Luft, der dafür verantwortlich ist, dass das Leben die Verankerung in der Liebe verloren hat und in Unbewusstheit (in die Unterwelt geraten ist) symbolisiert somit den negativen Antrieb in der Materie als Schmerzkörper oder Teufel.

Lilith, die Tochter des Gottes der Luft

Ebenfalls in der sumerischen Überlieferung wird auch bereits Lilith erwähnt. Sie stellt die dunkle Seite der Jungfrau dar. (Der Name Lilith, häufig mit «Nachtwind» übersetzt, stammt von Lil=Wind und Itu=dunkel.)
Als «Tochter des Windes» entspricht sie dem Archetyp der negativen Anima (als HURE oder SCHLANGE), die Macht statt Liebe lebt. Sie ist nicht in ihrem Körper «geerdet», sondern übt geistige Macht durch Verführung aus.

[S. Das grosse Weibliche in der Unterwelt; Sumerische Überlieferung von Inanna, Der Baum der Göttin in Eden und Lilith]

Babylonische Überlieferung (um 1500 v.Chr.)

EnLil, der Gott der Luft – verantwortlich für die grosse Flut

In Akkad-Babylon steigt EnLil (En=Gott; Lil=Luft) zum höchsten Gott auf. Er wird vom despotischen Herrscher Gilgamesh verehrt, während die Göttin der Liebe von ihm als Hure abgewertet wird. Gemäss dem Gilgamesh-Epos war EnLil, der Gott der Luft, auch für die grosse Flut verantwortlich. (Genaugenommen war es aber die zornige Göttin der Liebe, die im Griff ihrer negativen männlichen Anteile zornig destruktiv auf das geschehene Unrecht reagierte).

[S. Das babylonische Gilgamesh-Epos: Die Fällung der Zeder; Der Himmelsstier.] 

Rettung des Lebens durch den Vater (EnKi) und UtNaPischtim (Noah)

Um das Leben durch die Flut hinüber zu retten, weihte der liebende Vater (EnKi, Gott der Erde) jedoch im Geheimen einen treuen Menschen ein. In der Bibel ist sein Name Noah («Ruhe»). In der babylonischen Überlieferung heisst der Mann, der die Flut überlebte, UtNaPischtim (was mit «Läuterung» übersetzt werden kann). Er wurde, nachdem sich der Sturm legte, (durch EnLil!) in den Stand der Götter erhoben.

[S. Der Mann, der die Flut überlebte.] 

Marduk – Die Erschaffung der Welt aus der ermordeten Mutter

Auch erzählt die babylonische Überlieferung die Geschichte von der Erschaffung der Welt durch den Frühlingsgott, Marduk. Als Frühlingsgott ist auch Marduk ein Archetyp für jugendlich-unreife Männlichkeit, was durch den Inhalt der Überlieferung bestätigt wird:
Marduk, vor kräftiger Macho-Energie nur so strotzend, möchte sich zum höchsten Gott aufschwingen. Als Gott der Luft erschafft er sieben böse Winde, darunter auch den Wind der Verwirrung. gelingt es ihm, den (Mutter)-Drachen (TiAmaT = Göttin des Lebens) in seinem Netz zu fangen. Dann stösst er seinen langen Speer durch ihren geöffneten Mund mitten in ihr Herz hinein.

[S. Marduk oder: Hat der Teufel die Welt erschaffen?]

Jüdische Überlieferung (Altes Testament der Bibel, um 500 v. Chr.)

Der Mensch als Gott: Turmbau

Im Alten Testament der Bibel kommt von Babylon nichts Gutes. Der Geist Babylons ist dafür verantwortlich, dass die Menschen sich bis in den Himmel erheben und ihre eigene Göttlichkeit anstreben. Die führt zu unüberwindbaren Kommunikationsschwierigkeiten. (Mehr s. Einführung ins babylonische Gilgamesh-Epos.)

«Gott» als Urheber der Sintflut

Gemäss der jüdischen Überlieferung war es «Gott», der die Sintflut veranlasste[1]. Dies zeigt, dass die jüdische Tradition auch mit einem ambivalenten Gott, wie er in den älteren Überlieferungen auftritt, leben kann. Es zeugt auch von tiefer Weisheit, denn «Gott» beinhaltet auch den Archetypus der vor gerechtem Zorn rasenden Göttin. Und zuletzt zeugt es auch von einer demütigen Haltung, nicht alles verstehen zu müssen, sondern vielmehr zu vertrauen, dass auf der Welt nichts ausserhalb von Gottes Kontrolle geschieht.

Christliche Überlieferung (Neues Testament der Bibel)

Der Geist Babylons als Wurzel allen Übels: Die Hure und das Tier

Auch gemäss der Offenbarung der Bibel ist der „Geist Babylons“ die Wurzel allen Übels[2]. Er wird darin durch die Hure, die auf dem Tier reitet, dargestellt. (Symbole für Verführung/Verblendung und Unterdrückung/Gewalt.

Der Fürst der Macht der Luft

Doch auch der Gott der Luft wird in der Bibel erwähnt, und zwar als der «Fürst der Macht der Luft». So wendet sich Paulus mit diesen Worten an die Gläubigen:

Bis jetzt lebtet ihr gemäß dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Wie sie lebten wir einst alle unsere Begierden aus, indem wir den Willen unseres Fleisches taten und von Natur Kinder des Zorns waren. [3]

Zu diesem Zitat findet sich in der Bibel eine erklärende Anmerkung:
Anmerkung der «Gute Nachricht» – Übersetzung: Die Luft als Zwischenbereich von Himmel und Erde

Die Macht des Bösen wirkt nach der hier zugrunde liegenden Anschauung nicht von unten (»Hölle«) her, sondern aus dem Zwischenbereich von Himmel und Erde. Von dort her nimmt sie Einfluss auf die Menschen, indem sie den »Zeitgeist« negativ bestimmt, sozusagen die geistige »Luft« vergiftet, die die Menschen einatmen. – Erst über diesem Zwischenreich sind die (guten) »Mächte« zu suchen, die zur himmlischen Welt gehören, aber ebenfalls Christus unterworfen werden. (Gute Nachricht Übersetzung)

Ein Lügner, Dieb, Räuber und Mörder

Auch Jesus hatte über diese destruktive Kraft, die ungebeten kommt und mit Gewalt nimmt, harte Worte:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber.  (Joh 10, 1-10 im Bibelserver)

 

Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge. (Joh 10,10; die 10 gilt als die Zahl Marduks.)

Und zu jenen, die Macht suchen:

Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Begierden wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge. (Joh 8,44 im Bibelserver)

Überwinden in der Kraft des Vaters 

Das liebende Bewusstsein

Der Vater als Archetyp für das liebende Bewusstsein (s. Das Bewusstsein und das menschliche Gehirn). In ihm ist die Kraft der Befreiung aus der Knechtschaft unter den Trieben und der Materie. – Wie C.G. Jung formulierte:

Der Vater ist Vertreter des Geistes, welcher sich der Triebhaftigkeit hindernd in den Weg stellt.[4]

Darum hat der VATER auch erlösende Kraft. Als das liebende Bewusstsein führt er durch Bewusstwerdung aus der Unfreiheit der Triebe und der Materie in die Weite und Freiheit des Geistes.

Der gehorsame Sohn des Vaters

So betonte auch Jesus immer wieder seine Einheit mit dem Vater. Er bezeichnete sich selbst als den gehorsamen Sohn und zeigte sich durch Vollmacht, Wunder zu wirken als ein Gesalbter.

Dazu diese Bibelstellen:
Einheit mit dem Vater:
  • Ich und der Vater sind eins. (Joh 10,30)
  • Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. (Joh 14,6)
Der gehorsame Sohn des Vaters:
  • Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn. (Joh 5,19, Bibelserver)
 Zum Thema Vollmacht:
  • Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt um der Werke selbst willen! (Joh 14,11, Bibelserver)

Der Gott der Luft entmachtet

Als der gehorsame Sohn des Vaters hat Christus den Gott der Luft entmachtet:

Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden.[5]

Der Fürst dieser Welt ist kein anderer als der negative Geist der Existenz. Als der Gott der Luft stellt er den bösen Trieb dar, nämlich das Ego, den dunklen Schattenherrscher, Teufel oder Schmerzkörper (s. oben unter christliche Überlieferung).

Er wird durch das liebende Bewusstsein überwunden. Und so kommt auch Paulus zu diesem Schluss:

Die Warmherzigkeit des Vaters ist groß. Waren wir doch einst in Negativität gefangen und darum wie tot, so hat er uns durch seine Liebe aufgeweckt, sodass wir in Christus leben werden.[6]

Schneekreuz "ecce homo"

Anmerkungen und Nachweise:

[1] Altes Testament der Bibel, 1. Buch des Moses, Kapitel 6

[2] Neues Testament der Bibel, Offenbarung des Johannes, Kapitel 13 und 17

[3] Brief des Paulus an die Epheser, Kapitel 2, 1-7

[4] C.G. Jung, Gesammelte Werke, Band 5, Symbole der Wandlung, S. 335

[5] Neues Testament der Bibel, Evangelium des Johannes, Kapitel 12,31

[6] Brief des Paulus an die Epheser, Kapitel 2, 4 und 5 sinngemäss formuliert. Wörtlich lautet der Vers:  «Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr gerettet!»

Bildnachweis:

Wikipedia, Kampfflugzeuge (Eurofighter)


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