Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Männliche Ganzheit: Gott Vater, Sohn und Geist

Männliche Ganzheit - Weiss, Rot, Schwarz

By on 28. Januar 2021

Männliche Ganzheit - Weiss, Rot, Schwarz

(Foto: Weiss – Rot – Schwarz für männliche Ganzheit und drei Aspekte des Geistes; Biennale Venedig 2019, Künstler unbekannt, Hinweise sind willkommen).

Männliche Ganzheit: geistig-schöpferische Kraft

Die männliche Seite Gottes ist geistige, schöpferische Kraft. Dabei zeigt sich männliche Ganzheit in drei Ausdrucksformen, welche den drei Lebensphasen des Mannes entsprechen. Sie wird durch den SOHN, den VATER und den GROSSEN VATER (Grossvater, Geist) dargestellt. 

Lebendiger, Leben erzeugender Geist (Einführung)

«Gott ist Geist»

In seinem Gespräch mit dem Gelehrten Nikodemus sagte Jesus:

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.[1]

Der Geist ist mit dem liebenden Bewusstsein identisch, wobei das Bewusstsein die männliche Seite des Geistes und die Liebe die weibliche darstellt.
«Anbetung Gottes» geschieht im Geist, nämlich in einer inneren Haltung der Ehrfurcht. Diese beinhaltet die Anerkennung der Wahrheit, dass da ein Gegenüber ist, das unendlich viel grösser, ja vollkommen ist und Dankbarkeit dafür, dass man als schwacher und unvollkommener Mensch dennoch gesehen und geliebt ist.

Schöpferische geistige Kraft

Beim schöpferischen Prozess sind männliche und weibliche Kräfte beteiligt (s. Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung). Dabei gibt das Bewusstsein («männlich») den Impuls für das Neue, das entstehen soll, in die lebendige Materie («weiblich») hinein. Es ist aber die Liebe, welche die Verbindung und Vereinigung der gegensätzlichen Energien ermöglicht. Der VATER als Archetyp hat bedingungslose Liebe, denn er hat seine weiblichen Anteile integriert (mit seiner Tochter, «JUNGFRAU«). Aus diesem Grund ist er auch mit dem liebenden Bewusstsein identisch.

Männliche Schöpferkraft beinhaltet zudem den «Samen des Wortes», die Information oder Instruktionen und damit den «Master Plan» oder das Schema für das, was entstehen soll. 

[S. Männlich und weiblich und die Erschaffung neuer Realität.]

Der Mensch und sein kreatives Vermögen

Jede Person hat ebenfalls dieses schöpferische Potenzial, denn sie trägt beides in sich selbst, männliche und weibliche Persönlichkeitsanteile. So stellt der Körper die weiblich-empfangende Seite dar und das Bewusstsein die männlich-initiierende Seite, welche vorgibt, was geschehen soll. Der Mensch ist dazu bestimmt, mit seinem Bewusstsein («männlich») gestalterisch und selbstwirksam im eigenen Leben zu stehen und die eigenen Ressourcen (Körper, Materie, «weiblich») weise einzusetzen. Zu diesem Zweck muss er lernen, sich nicht von unbewussten Trieben («weiblich») umtreiben zu lassen, sondern sein Leben bewusst und eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen.

[Das Bewusstsein und das Unbewusste und Der Drache und der Schatz des Königs (das dritte Auge).]

Königsherrschaft Gottes im Leben: Gestaltungsfreiheit

Die Gestaltung des Lebens in Eigenverantwortung ist darum in vielen Überlieferungen das Ziel für den Menschen und wird durch den Weg des Helden zu Königsherrschaft (Gottes) symbolisiert.

Krone - Königsherrschaft

Rot – Weiss – Schwarz für männliche Ganzheit 

Gott – Vater, Sohn und Geist im schöpferischen Prozess

Durch drei erfüllte Lebensphasen zu Ganzheit

Gott 3-in-1 ist das Symbol für Ganzheit, denn die Dreifaltigkeit oder Dreieinigkeit entspricht den drei erfüllten Lebensphasen des Menschen.
So beginnt der Weg des Mannes als Sohn in Kraft, führt ihn zu Vaterschaft in Fürsorge und Weisheit und macht ihn zuletzt zum grossen Vater (Grossvater), der Worte der Liebe und Ermutigung hat.

[S. Der männliche Weg / der Weg des Mannes.]

Das männliche schöpferische Prinzip entspricht also den drei Lebensphasen des Mannes mit diesen drei Aspekten, welche durch die Farben Rot – Weiss – Schwarz dargestellt sind:

  • Sohn (Kraft, Potenz, Phallus, rot)
  • Vater (liebendes Bewusstsein, aktive Hingabe und Rettung, weiss)
  • Alter weiser Mann (Geist, Same des Wortes, schwarz)

[S. Die drei Farben Weiss – Rot und Schwarz und diese Darstellungen:]

Triade Ganzheit, Gott männlich
Ganzheit, männlich und weiblich, 3-in-1
Männliche und weibliche Ganzheit vereint und die Erschaffung von neuer Realität

Weibliche Ganzheit

Männliche Ganzheit 3-in-1 steht der weiblichen Ganzheit 3-in-1 gegenüber, welche die lebendige Materie darstellt, die neue physisch-materielle Realität gestaltet.
Sie hat ebenfalls drei verschiedene Ausprägungen, entsprechend den Lebensphasen der Frau:

  • WEISS: Die Jungfrau als „Göttin des Himmels» und Symbol für das Pozenzial
  • ROT: initiierte Frau und Mutter – «Königin der Erde“, Symbol für die materielle Realität
  • SCHWARZ: Alte, weise Frau – «Herrin der Unterwelt», Symbol für die Naturgewalten und das Schicksal (s. z.B. Vulkane, der Schicksalsberg und die grosse Mutter).

Einheit von männlich und weiblich: Ganzheit und neue Realität

Das männliche und das weibliche Prinzip bilden gemeinsam die schöpferische Einheit, aus welcher alles entsteht.

[Dazu diese Beiträge: Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung | Geist und Materie, Vater und Mutter | Gott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich | Der Heilige Geist.]

Der Mensch ist ganz (und damit „wie Gott“), wenn er mit seinen Schatten sein inneres Kind (Sohn/Tochter) und seine gegengeschlechtlichen Anteile (Anima und Animus) integriert hat (s. auch Die Integration des Schattens).

Weiss - Rot - Schwarz für Ganzheit

Die drei Farben in Überlieferungen

Der Weg des Helden zu Ganzheit bedeutet, dass er in jeder Lebensphase Liebe lebt. Rot, weiss, schwarz, die drei Farben für männliche Ganzheit, kommen darum in vielen Überlieferungen vor, zum Beispiel in den Folgenden:

3Ritter – Rot, Weiss, Schwarz

Der Eisenhans: der rote, weisse und schwarze Ritter

Im Märchen Der Eisenhans (Der wilde Mann; Einführung) wird männliche Ganzheit durch den roten, den weissen und den schwarzen Ritter dargestellt, wobei jeder der drei einen goldenen Apfel gewinnt. (Der Apfel gilt als die Frucht der Göttin der Liebe, s. dazu Episode 5.)

  • Der rote Ritter – SOHN: Jugend, Kampf, Sturm und Drang.
  • Der weisse Ritter – VATER: Erwachsenenalter, Hingabe, Sieg und Rettung.
  • Der schwarze Ritter – GROSSER VATER: reifes Alter, Erfahrung, aber auch Verwundung (Integration der weiblichen Seites des Geistes, s. Die heilige Wunde).

Die Rüstung des schwarzen Ritters ist mit Gold bestückt. Denn auf dem Weg durch die Unterwelt und das Reich der Toten integriert er seine Schatten und erlangt Ganzheit, welche das wahre Gold der Ewigkeit ist.

Parzival und der heilige Georg

In Parzival von Wolfram von Eschenbach erscheinen die drei Farben auf seinem Weg zum König als ein Mal mit schwarzen Federn und Blut im Schnee. Und der «heilige» Georg, der, Drachentöter gewinnt als Held zuerst den roten Mantel, dann das weisse Pferd und überwindet zuletzt den schwarzen Riesen. 

Jüdische Überlieferung

Auch im Tanach, im Alten Testament der Bibel sind die Farben im Zusammenhang mit Ganzheit ein Thema. So heisst es:

Wenn eure Sünde [schwarz, Tod] auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Purpur [für Macht], soll sie doch wie Wolle werden [rein und unschuldig wie das Lamm]. (Jesaia 1,18)

Der zweite Teil des Satzes führt weiter in die Tiefe: Purpur als Farbe der Herrschers ist mit Macht verbunden. Weisse Wolle von einem Lamm hingegen als Symbol für Hingabe.

Im Lied der Lieder Salomos (5, 10f.) werden die drei Farben im Zusammenhang mit dem König-Geliebten hervorgehoben:

Mein Geliebter ist weiß und rot, hervorragend unter Zehntausenden. Sein Haupt ist feines, gediegenes Gold, seine Locken sind Dattelrispen, schwarz wie der Rabe.

Der Rabe gilt als Vogel, der zwischen der irdischen Realität und der Unterwelt hin- und herfliegen kann und ist damit ebenfalls ein Symbol für die Integration der Schatten.

Die drei Aspekte männlicher Ganzheit im Einzelnen

Die Reihenfolge der Farben

Weiss, Rot, Schwarz: die Liebe geht voran

Im Titelbild dieses Beitrages geht Weiss voran. Dies macht Sinn. Denn obwohl der Mann in seiner Jugend mit der roten Phase beginnt, macht die männliche Schöpferkraft mit der weissen Phase ihren Anfang, eben mit dem Vater. (Damit entspricht diese Reihenfolge auch der Ganzheit der Frau mit Weiss für die Jungfrau, Rot für die Mutter und schwarz für die alte Weise Frau.)

Die Jungfrau, linker Arm des Vaters

1 – Weiss: Der Vater und die Kraft der Liebe

Die Liebe als Antrieb und Motivation (Seele, weiss)

Hingabe aus Liebe

Weiss ist die Farbe der Seele. Der Vater ist voll freundlicher Warmherzigkeit, denn er hat mit der bedingungslosen Liebe zu seiner Tochter («Jungfrau») seine weiblichen Anteile integriert und so seine Seele gewonnen.
Als wahrhaft Liebender drängt er sich auch nicht auf, übt keinen Druck aus und nimmt nicht ohne Erlaubnis. Vielmehr kann er sich enthalten und gibt sich hin, indem er auf das wahrnehmbare Zeichen der Liebe achtet: die Salbung.

[S. Die Salbung – Vollmacht über die Materie.]

Rettung aus aller Not

Als weisser Ritter gewinnt der Vater die Jungfrau (Symbol für reine Liebe), indem er sie vor dem Drachen rettet (Symbol für das Ego). So nimmt wahre Vaterliebe eine Notlage wahr und weiss auch, was es zur Rettung braucht. (Dies ist schon in der sumerischen Mythologie ein Thema, s. Inannas Rettung durch den Vater).

Schöpferkraft und Licht in der Dunkelheit

In der schöpferischen Kraft der Liebe erkennt der Vater das Potenzial und ruft voll Vertrauen die neue Realität in Existenz. Oder anders formuliert: Der Vater sieht, was werden wird, noch bevor es entstanden ist, ebenso wie der Liebende in den Augen der Geliebten die noch ungeborenen Kinder sieht.

 

Furchtlos begibt sich der Vater mitten hinein in die Dunkelheit der Materie, indem er spricht:

«Es werde Licht!»

Der liebende VATER, voller Erbarmen, kommt als Retter, indem er in der Kraft seines SOHNs in das Weibliche eingeht. Im «Sterben» der Kraft wird der Same des Wortes in der dichten Dunkelheit der Materie ausgegossen und setzt darin den Funken für die neue Realität der Liebe.

Rettung durch Hingabe des Sohns

In der Kraft seines Sohns gibt sich der Vater also hin, hinein in die lebendige Materie, mitten unter die Menschen, um den Samen des Wortes von der Liebe zu säen. So initiiert er die neue Schöpfung. 

Jesus formuliert dies im Gespräch mit dem Gelehrten Nikodemus:

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen wahrhaft legitimierten Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. [3]

Zwei «Söhne»: Trieb und Hingabe

Der Vater hat zwei Söhne. Der ungehorsame Sohn symbolisiert seinen ungezügelten Trieb, während der gehorsame Sohn seine Liebe, Hingabe und Disziplin darstellt. So handelt letzterer ganz gemäss dem Willen des Vaters. 

Der Wille des Vaters

Jesus sprach immer wieder davon, dass «der «Sohn» ausschliesslich gemäss dem Willen des Vaters handle. Dazu diese Zitate aus dem Evangelium des Johannes:

Ich und der Vater sind eins. (Joh 10,3)
Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn. (Joh 5,19)
Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt um der Werke selbst willen! (Joh 4,11)

Vollmacht und Autorität des Wortes: die Salbung

Die Hingabe des liebenden Vaters wird von der Mutter mit der Salbung beantwortet. Diese ist das Zeichen der Annahme und der Autorität des Auserwählten und GesalbtenIhm gibt die grosse Mutter, das Leben selbst, Vollmacht über die lebendige Materie, indem sie seinen Samen des Wortes sofort zu lebendiger Realität werden lässt, wodurch Heilungen, Zeichen und Wundertaten geschehen.

Der Gesalbte (Kirchturm von Graun)

2 – Rot: Der Sohn – lebendige Kraft

Potenz, einen Sohn zu zeugen

Codex Hamurabi, Stele, 2.25 m

Schöpferische Kraft des Wortes (Samen)

Der Sohn symbolisiert die Kraft des Vaters und damit auch seine Potenz, das heisst das Vermögen, in der lebendigen Materie neue Realität, also einen «Sohn» zu zeugen. Als das gesalbte männliche Glied (Phallus) und Träger des Samens bringt er das Wort, die In-Formation oder In-Struktion in die lebendige Materie („weiblich“) hinein und stösst so die Entstehung einer neuen Realität an. (Abbildung rechts: Codex Hammurabi, Babylon, um 1800 v. Chr. Stele, 2,25 Meter hoch. Oben das Bild des Herrschers und des Gottes Shamash auf dem Thron, darunter Gesetze in Keilschrift.)

«Sterben und Auferstehen» der Kraft des Sohns (Potenz)

Nachdem dies vollbracht ist, das heisst, wenn der Same gesät ist, «stirbt» die Kraft des «Sohnes». – Dass die Potenz nach dem Akt der Zeugung «stirbt», ist ein natürlicher Vorgang, den wohl jede erwachsene Person kennt. Ebenso weiss man als aufgeklärter Mensch, dass sie auch wieder aufstehen wird.

Aus diesem Grund erscheint es natürlich und auch logisch, dass auch der wahre Gesalbte der grossen Mutter, des Leben selbst, «sterben» musste, nachdem der Same des Wortes gesät war. Und ebenso «natürlich» folgt gemäss diesem «Gesetz» auch seine Auferstehung in Kraft.

Jesus – Sohn des Vaters und Sohn des Menschen

Jesus war in einem menschlichen Körper und damit auch «Sohn des Menschen». Er erwies sich aber als geistiger Sohn des Vaters, indem er dessen Liebe predigte.
Dazu ein paar Auszüge aus der jüdischen und christlichen Überlieferung:

Sohn des Menschen – Menschensohn

Der Menschensohn aus dem Buch des Propheten Hesekiel

  • Und du, Menschensohn, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich damit binden, dass du nicht in ihre Mitte hinausgehen kannst (3,25)
  • Menschensohn, werden diese Gebeine wieder lebendig? Ich sagte: Herr, HERR, du weißt es. (37,3)

Der Sohn des Menschen im Evangelium nach Matthäus

  • Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte in dem Bauch des großen Fisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein (Joh 12,40).
  • Der Sohn des Menschen [ist] nicht gekommen […], um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. (Joh 20,28)
  • Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen (Joh 25,31)

Sieg des Menschensohns in der Offenbarung des Johannes:

  • Und ich sah: Und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleich einem Menschensohn, der auf seinem Haupt einen goldenen Siegeskranz und in seiner Hand eine scharfe Sichel hatte (Off 14,14).

Überwinden im Vertrauen

Die Bibel berichtet, dass Jesus› Hingabe zu seinem Tod führte und dass die aufgewühlte Materie in Not ihn «verschlang» (s. Das Grosse Weibliche, das Leben selbst in der Unterwelt). Denn die Menschen der Macht lehnten den Eindringling ab, der ihre «heile» kaputte Welt infrage stellte und die Menschen in die Freiheit führte.

Jesus ging diesen Weg jedoch stets im Gehorsam gegenüber dem Vater und bezeugte im Voraus, dass der Tod nicht das letzte Wort sei. Die Überwindung des Todes bricht die Macht der Angst und der Negativität.

So heisst es in der Bibel:

»Verschlungen ist der Tod in Sieg.« und: »Wo ist, Tod, dein Sieg? Wo ist, Tod, dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde … (1Kor 15,54 im Bibelserver)

Die neue Schöpfung der Liebe

Dies war der Same für die neue Schöpfung: Die Liebe ist stärker als der Tod und überwindet diesen. Sie beinhaltet den Glauben an eine Existenz, die grösser ist als das begrenzte irdische Leben.
Damit ergeht auch die Einladung an den Menschen, sich im Vertrauen auf die Kraft der Liebe zu erheben und in seine schöpferische Verantwortung hineinzustehen.

Unser irdischer Körper ist wie ein Samenkorn, das einmal vergeht. Wenn er aber auferstehen wird, ist er unvergänglich (1 Kor 15,42).
Mehr: Von Schwachheit zu Herrlichkeit ...

1 Kor 15, 43-46: zwei Übersetzungsvarianten im Bibelserver

Unser Körper ist jetzt noch unansehnlich und schwach; wenn er aber aufersteht, ist er herrlich und voller Kraft.
Begraben wird unser irdischer Körper; aber auferstehen werden wir mit einem Körper, der von unvergänglichem Leben erfüllt ist. Denn wie es einen sterblichen Körper gibt, so gibt es auch einen unsterblichen.
In der Heiligen Schrift heißt es ja von Adam, dem ersten Menschen, dass er »ein lebendiges Wesen« wurde. Er trug jedoch nur irdisches Leben in sich. Aber Christus, der letzte Adam, war erfüllt vom Geist Gottes, der unvergängliches Leben schenkt.
Zuerst kommt der irdische Körper, und dann erst der unvergängliche – nicht umgekehrt.

Viele Söhne und Töchter des Vaters

So wie Christus, Messias, der Gesalbte, gemäss dem Willen des Vaters den Samen des Wortes säte, werden  auch jene Menschen als «Söhne des Reiches» und «gute Samen» bezeichnet, welche wiederum das Wort von der Liebe des Vaters weitergeben. 
(Dazu gehören natürlich ebenso die Frauen! Denn sie verfügen über die Liebe als die weibliche Seite des Geistes. Zudem müssen sie aber ihr Bewusstsein aktivieren, welches die männliche Seite des Geistes darstellt, s. Der Disput zwischen Maria Magdalena und Petrus.)

Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen, der Acker aber ist die Welt; der gute Same aber sind die Söhne des Reiches.[4]

Phoenix aus der Asche

3 – Schwarz: Grosser Vater, Geist, schöpferisches Wort

Der Gross-Vater ist ganz, denn er hat auf dem Weg durch die Unterwelt auch die weibliche Seite des Geistes integriert und damit die Liebe und das Wort eingenommen. Damit hat er schöpferische Worte der Weisheit und der Ermutigung.

Wort, Information

Als lebendiges Wort symbolisiert der grosse Vater den geistigen Impuls, den Samen. Dieser beinhaltet die In-Formation oder Instruktion, welche in der lebendigen Materie die neue Gestalt vorgibt.

Der Heilige Geist – Einheit des männlichen und des weiblichen Geistes

Der Heilige Geist stellt die Einheit des grossen Vaters (schöpferisches Wort) mit der grossen Mutter (Lebenskraft in der Materie) dar. Im neuen Testament der Bibel wird berichtet, dass der Heilige Geist an Pfingsten auf die versammelten und betenden Jünger kam. Er manifestierte sich in Feuer und Sturmwind («männlich») sowie durch Sprachen und Verstehen («weiblich»).

Männliche Ganzheit 3-in-1, Zusammenfassung

Den Drachen überwinden und die Jungfrau finden

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Mensch Ganzheit erlangt und «Gott gleich» ist, wenn er in allen drei Phasen seines Lebens Liebe lebt.

[S. Gott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich.]

So symbolisiert der Gottesheld, der den Drachen überwindet und die Jungfrau gewinnt, den Menschen, der seine Triebe und sein Ego besiegt und damit die Liebe und das ewige Leben gewinnt.

Gold: ewiges Leben

Das Gold der Ewigkeit liegt in den drei erfüllten Lebensphasen (s. auch Weibliche Ganzheit – die Göttin, Weiss / Rot / Schwarz).

Dies ist zum Beispiel in der Freiheitsstatue von Tiflis in Georgien dargestellt, welche den Heiligen Georg abbildet (Abbildung unten):

  • Der Ritter auf dem Pferd: Der Vater mit seiner Leidenschaft für das Gute im Kampf gegen den bösen Trieb, das Ego (symbolisiert durch den Drachen).
  • Der Speer/das Schwert: Symbol für die Kraft, den Phallus und damit auch für den Sohn. 
  • Das Gold: Der Grosser Vater (Geist) und das ewigen Leben.
St. Georg, Tiflis, Georgien

Nachweise:

[1] Evangelium des Johannes, Kapitel 4,24; Man beachte die Zahl: 4 für die Zahl der irdischen Realität; 2 x die 12 für Ganzheit, männlich und weiblich

[2] Gemäss Thomas-Evangelium (Logion 114): Simon Petrus sagte zu den anderen: „Maria soll nicht mit uns mitgehen. Denn die Frauen sind nicht würdig, das Leben zu haben.“ Jesus entgegnete: „Ich werde sie zu mir in den Bereich Gottes ziehen, dann ist sie nicht mehr weiblich, sondern genauso ein lebendiger männlicher Geist wie ihr… (mehr s. Maria Magdalena und die Frau als Heldin).

[3] Johannes, Kapitel 3,16 (Neues Testament der Bibel; griechisch „monogenes“ wird üblicherweise mit „eingeborenen“ (Sohn) übersetzt, kann aber auch die Bedeutung von „einzigartig“ oder „auserwählt“ im Sinn von legitimiert haben (s. Wikipedia-Artikel), was auch als Hinweis auf den „Gesalbten“ gesehen werden kann. Auch hier ist die Verszahl wieder intresssant: 3 für Gott und 16 = 4×4 potentiert: die Vier als die Zahl der irdischen (und erlösungsbedürftigen) Realität.

[4] Matthäus, Kapitel 17,37 f. (Neues Testament der Bibel)

[5] Matthäus, Kapitel 1,18 (Hoffnung für alle Übersetzung, Neues Testament der Bibel): «Maria […] war vom Heiligen Geist schwanger geworden». (S. auch Die Weihnachtsgeschichte und ihre Symbole der Ganzheit).

[6]  Markus, Kapitel 4,20 (Neues Testament der Bibel)


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