Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Die Ganzheit der Zwölf und die innere Familie

Goldteller für die Ganzheit der Zwölf

By on 20. Mai 2021

Goldteller für die Ganzheit der Zwölf

Die Ganzheit der Zwölf und die innere Familie

Zwölf für Ganzheit in Überlieferungen

Die Ganzheit der Zwölf erscheint in vielen Überlieferungen in unterschiedlichen Bildern und Varianten. So besteht das Volk Israel aus zwölf Stämmen und auch Jesus hatte zwölf Jünger. Im Märchen Dornröschen symbolisieren zwölf goldene Teller und zwölf gute Feen Ganzheit und im Märchen Aladin und die Wunderlampe bringt der wunderwirkende Geist zwölf silberne Schalen mit Speisen.
Auch das Jahr und der Tag sind in zwölf Monate beziehungsweise Stunden eingeteilt.

Warum die 12? Was hat es mit dieser Zahl genau auf sich?

Betrachtet man die Zwölf mit dem zentralen Aspekt der menschlichen Familie im Fokus, dann ergeben sich aufschlussreiche Gedanken zur Frage, was ein erfülltes Leben bedeutet.

Zwölf für menschliche Ganzheit anhand der inneren Familie

Die Bedeutung der Zwölf für den Menschen lässt sich auf die Familie zurückführen. Vier Familienglieder braucht es für den Fortbestand der Menschen: Vater, Mutter, Tochter und Sohn. Jeder dieser Archetypen ist in sich selber ganz, wenn er dreifach abgestützt ist. Dies erreicht er, indem er sein inneres Kind und auch seine gegengeschlechtlichen Anteile interiert (seine Schatten). Daraus ergeben sich un Rahmen der Familie zwölf Faktoren der Ganzheit.

Der Mensch, der seine innere Familie integriert hat, indem er mit den vier Archetypen ganz versöhnt ist, hat Ganzheit erreicht. In diesem Artikel geht es um die Frage, was dies bedeutet und was es dazu braucht.

Die innere Familie als Verhaltenskodex

Eingeübte Verhaltensmuster

Die Familie spielt im Leben eines jeden Menschen eine wichtige Rolle, denn in seinen jungen Jahren wird er durch diese stark geprägt. Sie beeinflusst sein Verständnis und sein Verhalten entscheidend und lebt als innere Familie noch im Erwachsenenalter in ihm weiter.

Weiterführen von unbewussten Mustern

So lange der Mensch unbewusst lebt, verhält er sich so, wie er konditioniert worden ist und führt Prägungen und Verhaltensmuster weiter, die er gelernt hat. Wo er noch keine Versöhnung gefunden hat, verdrängt er gerne die eigene Schwäche und sieht alles Übel ausserhalb von sich selber. So kann es sein, dass er sich letztlich gegen die Umstände (Schicksal, «Mutter») wie auch gegen höhere Ordnungen («Vater») auflehnt.

Neu-Inszenierungen des eigenen Familiendramas

Wer in Negativität und in alten Verhaltensmustern verharrt, ist in Gefahr, das eigene Familiendrama immer wieder neu zu inszenieren und zu durchleben. So gibt er zum Beispiel seinem Vorgesetzten die Rolle seines ungerechten Vaters, seiner Mitarbeiterin jene der kleinen Schwester und der Ehepartnerin wird die Mutterrolle zugeteilt. So leben Kindheitserfahrungen immer wieder auf und bestätigen die eingefleischte Weltsicht immer wieder aufs Neue.

Ausstieg aus alten Mustern: Mut und Kampfbereitschaft

Erst wenn die Person dem Drama in ihrem Leben nichts Gutes mehr abgewinnen kann und der Leidensdruck gross genug ist, wird sie bereit sein, das Ganze zu hinterfragen. Dazu braucht es wahren Heldenmut, denn die eigene, altvertraute Existenz, die doch auch ein Gefühl von Sicherheit gab, steht auf dem Spiel.

Auflehnung des Egos: Die Dreizehn.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich das Ego mit ganzer Kraft gegen jede Erkenntnis der Wahrheit auflehnt. Weil es nicht vom Thron gestossen werden will, läuft es gegen Veränderungen Amok, indem es über heftige negative Gefühle verdeckten Widerstand leistet. Hinter der Ablehnung stecken letztlich aber Angst, Stolz und Trotz. Das Ego ist die Dreizehn, welche die Harmonie der Zwölf durcheinanderbringt.

Es braucht Entschlossenheit, Ehrlichkeit und auch Demut im Kampf gegen falsche Vorstellungen und Prägungen. Wenn das Ego und mit ihm die Schatten jedoch überwunden sind, kann das Fest des Lebens beginnen.

Der gute Vater, die gute Mutter und Leben als Fest

Überlieferungen vermitteln, dass der Mensch – geistig gesehen – aus einer anderen Familie stammt, nämlich aus dem «Königshaus» eines guten Vaters. Dessen Ziel ist es darum, dass seine «Kinder» lernen, als gute Könige in ihrem Leben zu regieren. Das Leben selber als die «wahre Mutter», gibt dabei jedem Menschen, was er braucht, um dieses hohe Ziel zu erreichen.

Wer in Frieden mit sich und seiner Umwelt ist, «braucht» die anderen nicht, um sich wohlzufühlen. Er kann sich vielmehr an ihnen und in ihrer Eigenart freuen und sie wertschätzen. So wird jede Begegnung zu einer Bereicherung und das Leben zu einem Fest, bei welchem man sich verschenkt und beschenkt wird.

Gespannt kann man eine Fülle von Überraschungen und Entfaltungsmöglichkeiten erwarten und sich den Herausforderungen stellen.

Die Ganzheit der Zwölf: 12 = 4 x 3

Die zwölf goldenen Teller oder die zwölf Bäume im Paradies

Es folgt nun eine eingehende Betrachtung der inneren Familie als zwölf Faktoren, die je eine eigene Bedeutung haben.

Die Zahl zwölf setzt sich aus den Faktoren 3 und 4 zusammen: 12 = 3 x 4 oder 4 x 3.

4: Die vier der Familie – VATER, MUTTER, TOCHTER, SOHN

Vier Faktoren entsprechen den vier Mitgliedern der inneren Familie. Diese vier Archetypen sind für den Fortbestand der Menschheit verantwortlich: Vater, Mutter, Tochter und Sohn.

Die Integration der inneren Familie

Die innere Familie

Der Mensch ist in sich selber ganz, geeint und versöhnt, wenn er seine innere Familie integriert hat. Ihre Mitglieder stehen für unterschiedliche Lebensenergien und -bereiche:

  • Mutter: Leben in der Materie, im Körper, Gene und Prägungen.
  • Vater: Leben im Geist, in der Liebe (s. Vater und Mutter, Geist und Materie), Ermutigung und Kreativität.
  • Sohn/Tochter: das innere Kind ist liebenswert. Es braucht Geborgenheit, Trost und Schutz. Indem der Mensch sich seiner annimmt, integriert er Aspekte des Schattens (Angst allein zu sein und zu kurz zu kommen).
  • Schwester/Bruder: Die gegengeschlechtlichen Persönlichkeitsanteile, die weibliche und die männliche Seite des Geistes (Anima und Animus) bringen die Magie ins Leben und prägen die Beziehungen zum anderen Geschlecht. Auch sie müssen integriert werden, damit sie mit ihren positiven Eigenschaften zur Verfügung stehen.

3: Drei Lebensbereiche in drei Lebensphasen

Was dreifach abgestützt ist, steht stabil

Drei ist die «göttliche Zahl». Was dreifach abgestützt ist, steht fest wie ein Stuhl auf drei Beinen.
Das Leben des Menschen spielt sich von seiner Jugend über das Erwachsenenalter bis ins reife Alter in den drei Bereichen: Körper, Seele und Geist ab.

Der Mensch 3-in-1
  1. KÖRPER / Kindheit und Jugend: Gene, Veranlagungen, geerbte Verhaltensmuster, Mutter – Kind (Nahrung, Nähe).
  2. SEELE / Erwachsenenalter: Wille, Verstand und Gefühle als immaterieller Ausdruck der Persönlichkeit.
  3. GEIST / reifes Alter: Versöhnung, Einheit, Ganzheit, Liebe («Vater») und ewiges Leben in Kraft («Mutter»).

12: Durch Einheit und Versöhnung zu Ganzheit

Der Mensch als Einheit von Körper und Seele und mit seiner Fähigkeit zur Selbstreflexion (Geist) erfährt Heilung und Ganzheit in allen drei Lebensphasen, indem er darin Liebe und Versöhnung lebt.
Das bedeutet konkret:

Frieden und Respekt in der inneren und äusseren Familie

12 Goldteller

Die integre Persönlichkeit

Der integre (ganze) Mensch ist mit seinem Sein in Frieden, denn er hat seine Schatten integriert. Er hat ein gutes Verhältnis zur eigenen Rolle als Kind, als Mutter/Vater und als Partner/Partnerin.
Er er positiv im Leben und hat einen guten Zugang zum Körper (männlich) und Seele (weiblich). So hat er Triebe und Emotionen unter Kontrolle und belangt nicht das Gegenüber damit. Vielmehr übernimmt er für sich selber und auch für Andere Verantwortung.

Das innere Kind

Mit seinem inneren Kind hat er Ängste, Fehler und Schwächen integriert. Das bedeutet, dass er sich selber verstehen, vergeben, trösten und Mut zusprechen kann. Dabei achtet er auch höhere Ordnungen («Vater») und die Realität des Lebens («Mutter»). (S. Vater und Mutter, Geist und Materie).

Die gegengeschlechtlichen Persönlichkeitsanteile (Schwester/Bruder, Vater/Mutter)

Durch die Erfahrung der Schwäche hat der integre Mensch Zugang die weibliche Seite des Geistes, Liebe und Warmherzigkeit integriert (JUNGFRAU). Und durch die Überwindung der Triebe und des Egos hat er Kraft und Vollmacht gewonnen und so die männliche Seite des Geistes (CHRISTUS) integriert.

In ihm sind Glaube (Vater, König) und das Unbewusste (Körper, Materie, Mutter, Königin) vereint und er steht selbstwirksam als König im eigenen Leben. (S. Das Bewusstsein und das Unbewusste und Die heilige Hochzeit).

12 – Ganzheit in drei erfüllten Lebensphasen

Anders formuliert bedeutet es, in jeder Phase verantwortungsvoll und achtsam zu leben  und in guter Beziehung mit der eigenen inneren Familie und auch mit der grossen menschlichen Familie zu stehen.

  1. Kindheit, Jugend (KÖRPER): In dieser Phase gilt es, den Weisungen der Älteren zu vertrauen und ihnen mit der eigenen jugendlichen Kraft zu dienen und zu helfen.
  2. Erwachsenenalter / Elternschaft (SEELE): Durch Hingabe und bedingungslose Liebe wächst die Person in Selbstwirksamkeit und Verantwortung hinein.
  3. Reifes Alter (GEIST): Der Mensch findet Versöhnung mit sich selber und seiner Existenz durch die Integration der Schatten auf dem Weg durch die Unterwelt. Nach der Überwindung der Krise (Feuerprobe) warten Fülle und Ganzheit auf ihn (s. Vom Ego zum Selbst).

Die grafische Darstellung der 12

Hier nun eine kurze Übersicht mit Grafik zur tieferen Bedeutung der Zwölf für die Ganzheit. (Das Thema wird im Beitrag Zwölf Bäume des Lebens und die Dreizehn ausführlich behandelt.)

Grundsatz: Jeder der vier Archetypen ist dreifach abgestützt (3-einig).

  • VATER: Er hat sein inneres Kind (Sohn, Christus) und die weibliche Seite des Geistes (Tochter, Anima, Liebe) integriert (s. Männliche Ganzheit, Gott, Vater – Sohn – Geist.)
  • MUTTER: Sie hat ihr inneres Kind (Tochter, Jungfrau) und die männliche Seite des Geistes (Sohn, Animus: Lebenskraft) integriert (s. Weibliche Ganzheit – Weiss / Rot / Schwarz
  • TOCHTER: Sie hat mit ihrer Beziehung zum Mann ihren Körper integriert und wird so zur Mutter. Durch ihren SOHN integriert sie ihre männlichen Anteile (Kraft, Geist, Animus) und erfährt so Ganzheit.
  • SOHN: Er hat mit seiner Beziehung zur Frau seine Seele integriert und wird so zum Vater. Durch seine TOCHTER integriert er seine weiblichen Anteile (Liebe, Geist, Anima) und erfährt so Ganzheit.

Vier Triaden, dargestellt als Dreiecke

Damit bildet jeder der vier Archetypen in sich eine Triade und kann damit als Dreieck dargestellt werden. So gibt es also zwei männliche Dreiecke mit der Spitze nach oben (für VATER und SOHN) und zwei weibliche Dreiecke mit der Spitze nach unten (für Mutter und Tochter).

Der Platz der Dreiecke in der Darstellung

In den Abbildungen dieser Homepage ist «oben» der Platz des Geistes (Himmel, VATER) und «unten» der Platz der Materie (Erde, MUTTER). Rechts steht für die männlich-aktive Seite, links für die weiblich-passive (meistens den Betrachter spiegelnd). Daraus ergibt sich diese Ordnung:

  • Der «Vater im Himmel», Geist: Er hat mit der Liebe den Bereich des Geistes eingenommen, «das Grosse Oben», dargestellt durch das oberste Dreieck.
  • Die «Mutter in der Unterwelt», Materie: Sie hat das Leben und die Kraft in der Materie, mythologisch gesprochen «das Grosse Unten» eingenommen, dargestellt durch das unterste Dreieck.
  • Der Mensch auf der Erde, Einheit von Körper und Seele: Als Sohn und Tochter mit Körper und Seele lebt der Mensch zwischen Himmel und Erde, Geist und Materie. Dies wird durch die beiden ineinander verschlungenen Dreiecke in der Mitte dargestellt.

Jeder der Eckpunkte der Dreiecke beinhaltet einen Aspekt der Ganzheit der Zwölf. Somit ergibt sich diese Anordnung einer Darstellung:

Zwölf goldene «Teller» für Ganzheit

12=3x4: Vater, Mutter, Tochter und Sohn dreifach abgestützt
Ganzheit der Zwölf

Die 13 – das Ego

Zwölf Bäume im Paradies und der Fluch

Der Platz in der Mitte: Liebe oder Macht?

Zwölf Bäume im Paradies

Der Fluch besteht darin, dass die Ganzheit der Zwölf durch einen 13. Aspekt korrumpiert wird (zum Beispiel durch «die 13. Fee» in Dornröschen).  Die Einheit besteht, so lange die Liebe in der Mitte die gegensätzlichen Energien zusammenhält. Wenn jedoch anstelle der Liebe das Ego den Platz in der Mitte einnimmt, dann zerfällt die Einheit.

Anima und Animus: weisse und schwarze Magie

Das Ego bringt aus Mangel und Negativität die Macht ins Spiel. Es ist eine geistige Haltung der Trennung und Isolation, die sagt: «Ich muss schauen, dass ich zu dem komme, was ich brauche». Diese verführt den männlichen und den weiblichen Geist (Animus und Anima) zu Macht statt Liebe. So übt der weibliche Geist (die negative Anima) Macht durch Verführung und Verblendung (weisse Magie) aus, während der männliche Geist (neg. Animus) Macht durch Unterdrückung und Gewalt (schwarze Magie) inszeniert. 

[S. Die beiden Bäume im Paradies]

Negative Paardynamik

Als Folge davon treten Sohn und Tochter in die negative Dynamik der Macht ein, indem sie sich mit dem negativen weiblichen Geist (Anima als HURE/SCHLANGE) beziehungsweise männlichen Geist (Animus als «TEUFEL» oder «TIER» identifizieren. (S. Die Hure und das Tier).

Von 13 zu 10 – der Weg zurück zum Baum des Lebens

Die jüdisch-christlichen Heilslehren schildern den Weg von der «gefallenen Schöpfung» zur «erlösten Schöpfung (s. Von 12 zu 10, vom Paradies zum Baum des Lebens) in fünf Schritten, die dem Heldenweg entsprechen.

Weiter geht es mit:

Von 13 zu 10, der Weg zurück zum Baum des Lebens
Die beiden Bäume im Paradies

Überlieferungen zum Thema:

Der Sündenfall-Bericht
Dornröschen

Bildquelle Beitragsfoto:

Ebay Kleinanzeigen, Platzteller

 


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