Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Maleficent und die Paardynamik (Handlung und Deutung)

Dornröschen-Maleficent: Ein Königreich im Krieg

By on 30. August 2021

Maleficent-Dornröschens Feuerprobe

Maleficent: Die dunkle Fee und negative Paardynamik

Die Disney-Filme «Maleficent» sind eine Interpretation des Märchens Dornröschen. Sie thematisieren, weshalb die dunkle Fee «böse» geworden ist und die Folgen davon: die negative Paardynamik «Feuer».

Handlung und Deutungen

Die Handlung der Filme wird (wie die Märchen) ebenfalls in die sieben Episoden des Heldenweges eingeteilt und entspricht auch dem Heldenweg der Frau.

Maleficent 1, «die dunkle Fee»: der Kampf um Freiheit

Der erste Maleficent-Film deckt Phase 1 bis 4 des Heldenweges ab. Die Heldin erlebt mit dem ersten Geschlechtsverkehr ihre Initiation. Darauf folgt die Wüstenphase, eine Zeit der Schwäche, während der sie auf der Erde gehen muss, weil ihre Flügel abgeschnitten wurden. Als sie sich auf die Liebe besinnt, gewinnt sie aber ihre Flügel und damit ihre Kraft wieder und tritt in dem Kampf für ihre Freiheit ein.

Maleficent 2, «Die Mächte der Finsternis»: die Auseinandersetzung mit dem Schatten

Der zweite Maleficent-Film handelt von der Auseinandersetzung mit dem Schatten. Dabei wird sichtbar, welche Ursachen den Problemen und der negativen Dynamik zugrunde liegen. Indem die Schatten integriert werden, tragen sie zum Sieg der guten Kräfte und der Liebe bei, sodass der Hochzeit nichts mehr im Wege steht. (Als Heilige Hochzeit symbolisiert sie die Integration des Unbewussten ins Bewusstsein.)

Maleficent und die Ganzheit (7)

Das Thema: Zwei Reiche – Krieg oder Einheit?

Maleficents Reich der Moore und das Reich der Macht von König Stefan

Erzählt wird die Geschichte von zwei Königreichen. Auf der einen Seite liegt das Reich der Moore. Hier ist alles von unzähligen kleinen und grossen Feen beseelt, die in Freiheit und im Einklang mit der höheren Existenz und der Natur leben. Auf der anderen Seite liegt das Königreich der Menschen, in welchem Macht, Normen, Rangordnungen und Zwänge herrschen.

Der Edelstein und der Ring

Maleficent ist eine junge Fee mit Hörnern und grossen starken Flügeln. Auf diesen kräftigen Schwingen bewegt sie sich mühelos in der Luft.
Eines Tages erfährt sie, dass ein Mensch die Moore betreten hat. Er heisst Stefan und hat einen Edelstein gestohlen. Maleficent nimmt ihm den Stein weg und wirft ihn in einen Bach. Als sie sich zum Abschied die Hand geben, wird Maleficent durch einen Eisenring an Stefans Finger gebrannt. Sogleich wirft er diesen weg, und die beiden werden Freunde.

Maleficent und die Ganzheit (Deutungen): Einheit in Liebe oder Krieg?

Die unterstrichenen Wörter der Handlung gedeutet:

Zwei Reiche
Der Edelstein und der Ring
  • Edelstein: Symbol weiblicher Verführungsmacht (wie auch im babylonischen Gilgamesh-Epos, die Reise ans Meer oder in Aladin und die Wunderlampe, die Wunderhöhle). In beiden kommen statt Fruchtbäume Edelsteinbäume vor. Diese sind zwar wunderschön anzusehen, aber sie nähren nicht.
  • Der Bach: Wasser als weibliches Symbol fliesst den Berg hinunter (ebenfalls ein weibliches Symbol als Erhebung auf «Mutter ERDE»). Der Edelstein, der im Wasser versinkt – aus der Verführung wird die Realität des Geschlechtsverkehrs (das gemeinsame Wasser).
  • Eisen: Macht durch Unterdrückung. Eisen wird gewonnen, indem ERDE, genauer gesagt Erz, durch FEUER erhitzt und verbrannt wird. FEUER ist das Symbol für männliche körperliche Leidenschaft. ERDE ist das Symbol für den weiblichen Körper. Verbrannte Erde ist ein Symbol für Missbrauch der Frau. (Denn es brennt, wenn WASSER fehlt, das Symbol für die Seele, welches Feuer löscht und die Erde fruchtbar macht, s. FEUER UND EIS, Grundlagen der Paardynamik.)
  •  Der Ring: Hinweis auf vollzogenen Geschlechtsverkehr (Penetration, s. zu Stele von Ur-Nammu: Königsherrschaft und Burney-Relief – Lilith oder die Königin der Nacht).
Zwölf goldene Teller (Dornröschen)

Bewusstwerdung (1): Krieg zwischen den Geschlechtern

Maleficent und der Fluch

Krieg zwischen den beiden Reichen

Maleficent und Stefan werden älter. Während Maleficent zur höchsten Fee im Reich der Moore geworden ist, strebt Stefan nach Ruhm und Ehre.

Der amtierende alte König Henry zieht gegen die Moore in den Krieg, doch Maleficent und ihre Moorwesen verteidigen die Moore erfolgreich gegen den Eindringling. Der König muss sich zwar einstweilen geschlagen geben, doch er sinnt auf Rache. Er verkündigt, dass derjenige sein Nachfolger werden wird, dem es gelingt, Maleficent zu töten.

Eine Gelegenheit für Stefan …?

Maleficent und zwei Reiche im Krieg (Deutungen): Negative Paardynamik als Fluch

Zwei Reiche im Krieg
  • Krieg des Königs gegen die Moore: Der Mann will die Frau unterwerfen, um über ihren Körper, ihr Leben und ihren Geist (ihre wunderwirkende Liebe, «JUNGFRAU») verfügen zu können.
  • Verteidigung der Moore durch Maleficent: Die Frau wehrt sich dagegen.
Kommentar: Macht statt Liebe bringt destruktive Realität hervor.

Das Problem ist die fehlende Liebe. Das Weibliche als Realität gebärende Materie ist von seiner Natur her darauf angelegt, den Impuls («Samen») des liebenden Bewusstseins zu verwirklichen und so neue, lebendige Realität hervorzubringen.

[S. Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung.]

Doch wenn es an Liebe fehlt und stattdessen Macht durch Unterdrückung demonstriert wird, reagiert das Weibliche nach demselben Prinzip mit Negativität. Statt liebende Annahme führen Frustration, Auflehnung, Schmerz und Zorn zu einer negativen Realität («Dornen»).

[S. Der Schmerzkörper (der negative Animus als Teufel oder Tier).]

[Die Geschichte anders erzählt s. Dornröschen und der Fluch.]

Dornröschen und der Fluch

Maleficent und Stefan (Initiation: 2)

Die abgeschnittenen Flügel (Initiation, 2)

Das Tabu (dunkle Geheimnis): Macht als geistige Realität dieser Welt

Maleficent und Stefan sind nun herangewachsen. Maleficent ist nun die Herrin und Beschützerin der Moore geworden. Stefan auf der anderen Seite möchte Königsherrschaft im Menschenreich erlangen. Er sieht in seiner Beziehung zu Maleficent die Gelegenheit dazu gekommen. Denn der herrschende König Henry, der die Moore unterwerfen möchte, hat sein Königreich demjenigen versprochen, der Maleficent tötet. (Macht statt Liebe)

Die Spindel: im Rausch der Erotik, Sex statt Liebe

Stefan trifft sich mit Maleficent und spielt ihr wahre Liebe vor. Dann betäubt er sie jedoch mit einem Trank und schneidet ihre Flügel ab. Diese bringt er dem König. So erlangt er Königsherrschaft. (Sex statt Liebe)

Die Erfüllung des Fluches: Die Seele, das Weibliche, in Negativität

Maleficent, die nun nicht mehr fliegen kann, muss stattdessen auf der Erde gehen. Stefan hat offenbar eine andere geheiratet. Als Maleficent erfährt, dass ihm eine Tochter geboren worden ist, erscheint sie am Fest und verflucht diese. Sie soll sich an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel stechen und in einen todesähnlichen Schlaf fallen. Sie mildert den Fluch auf Bitten Stefans dergestalt, das ein Kuss aus wahrer Liebe sie wieder aufwecken könnte.

Daraufhin lässt König Stefan alle Spinnräder des ganzen Reiches in den Keller des Schlosses bringen, um sie zu verbrennen.

Maleficent, der Fluch und die abgeschnittenen Flügel (Deutungen): getötete Liebe

Der Fluch: Sterben der Frau

Dieser Abschnitt des Films veranschaulicht die gestorbene Liebe in allen drei Lebensbereichen der Frau: Körper, Seele und Geist.

  • Körper: Sex statt Liebe
  • Seele: Negativität und Mangel statt Liebe
  • Geist: Macht statt Liebe

Die einzelnen Symbole
  • Die Herrin der Moore: «Feuchtgebiete» als die weibliche Seite (WASSER und ERDE als die beiden «weiblichen» Elemente im Gegensatz zu FEUER und LUFT, die männlichen, s. Die vier Elemente).
  • Königsherrschaft in Verantwortung oder Ausbeutung: Liebe oder Macht?
  • Die Flügel – mit Leichtigkeit im Bereich des Geistes: In der Kraft der Liebe oder in der LUFT, also im Bereich der männlichen Seele (z. B. durch Verführung). Mit anderen Worten als Göttin der Liebe oder Harpyie und Herrin der Unterwelt (s. Die dunkle Fee als Schicksalsgöttin).
  • Die abgetrennten Flügel: Zerstörung der geistigen Stärke und Macht der Frau durch Trennung von ihrer Kraft der Liebe. Dies geschieht durch Abwertung und Verletzung sowie Raub und Ausbeutung ihres Lebens durch unrechtmässigen (lieblosen) Geschlechtsverkehr ( Die Frau 3-in-1).
  • Auf der Erde gehen – Hingabe des eigenen Lebens: Die Frau als Königin der Erde schenkt Leben durch ihr Körper(-blut) und Herzblut. Dies sind keine Höhenflüge, sondern ein treuer beharrlicher Dienst: Schritt für Schritt, Tag für Tag. (S. Der Heldenweg der Frau und Weibliche Ganzheit – die Göttin, Weiss / Rot / Schwarz.)
  • Der Fluch: Sterben der Liebe an der Macht
  • Schlaf: Unbewusstheit des Weiblichen aus Verletzung und Negativität (s. Die Erbsünde als kollektives menschliches Problem und Der Schmerzkörper der Frau – dunkler Herrscher im Schatten.)
  • Der wahren Liebe erster Kuss – Zeichen bedingungsloser Hingabe: Kuss: Eine Geste der Zärtlichkeit mit den Lippen – auch Worte?
  • Die verbrannten Spinnräder: Das Tabu, das dunkle Geheimnis im Keller (s. Dunkle Geheimnisse als Fluch).

[Die Geschichte anders erzählt s. Dornröschen und die Spindel.]

Dornröschen und die Spindel (Erfüllung des Fluches)

Maleficent und die Ohnmacht der Frau (die Dornenhecke, 3)

Ohnmacht und Macht der Frau

Maleficent hat eine grosse Dornenhecke um ihr Reich wachsen lassen. König Stefan schmiedet eiserne Waffen, um ihr Reich zu unterwerfen. Und während seine Frau krank im Bett liegt, begibt er sich immer wieder zu Maleficents Flügeln, die im Eisenschrank mit Glasscheiben eingeschlossen sind.

Anima-Träume des Mannes (Flügel) und die Negativität der Frau ("Krankheit")

Die Anima-Obsession des Mannes und das Streben nach Macht
  • Eisen: Symbol für Macht durch Unterdrückung. Das Ziel ist Herrschaft über die Frau und das Weibliche (Materie), um nehmen zu können (statt sich hingeben zu müssen).
  • Gespräche mit Maleficents Flügeln: Der weibliche Geist, seine innere Frau, verführt ihn zu Sex, Geld und Macht (s. Die negative Anima als Hure oder Schlange).

 

Negativität der Frau: Zwischen Depression und Aggression
  • Die Dornenhecke: stachelige Abwehr
  • Die «andere» Frau ist krank im Bett: Depression

Maleficent und die (innere) Tochter

Aurora wird zu ihrem Schutz weitab vom Schloss von guten Feen aufgezogen. Doch die Feen sind mit ihrer Aufgabe überfordert. Maleficent hingegen passt auf sie auf und rettet sie immer wieder aus Gefahren.


Mit 15 Jahren begegnet Aurora Maleficent zum ersten Mal und erkennt sie als ihre „gute Fee“, die sie immer wieder beschützt hat. Da zeigt Maleficent Aurora ihr Reich.
Nun lernt Aurora Prinz Philip kennen, der auf dem Weg zum Schloss des Königs ist. Sie wollen sich wiedersehen.

Weit weg vom Schloss: ohne Bezug zu Männern

Die Dornenhecke: Angst vor weiterer Verletzung
  • Weit ab vom Schloss aufgezogen: Die junge Frau wächst ohne positive Beziehung zu Männern heran und hat keine Ahnung von Paardynamik.
  • Die guten Feen überfordert: Liebenswürdigkeit allein genügt nicht, um sicher durch diese Welt zu kommen.
  • Schutz durch Maleficent: Es braucht auch klare Grenzen, selbst wenn diese als Abwehr wahrgenommen werden (Dornen).
Maleficent als gute Fee und das Reich der Moore
  • Maleficent als gute Fee: starke, selbstbestimmte Weiblichkeit
  • Das Reich der Moore: Harmonie zwischen dem weiblichen Körper (Erde) und der Seele der Frau (Wasser, das Erde befeuchtet, s. Die vier Elemente).

 

Der Prinz auf dem Weg zum König
  • Er löst in der Prinzessin einiges aus, auf seelisch-körperlicher Ebene. So gerät sie bildhaft gesprochen in Maleficents Reich, während er auf dem Weg zu Königs-Herrschaft ist.

 

[Für die unterschiedlichen Energien s. Die Frau als Göttin und der Mann als ihr Heldenkönig.; Das Bewusstsein und das Unbewusste und Männlich und weiblich – die beiden Ur-Kräfte der Schöpfung.]

Die Erfüllung des Fluches: Das Schicksal wiederholt sich  

Der Schatten: gestörte Beziehungen

Aurora will nun das Einverständnis der guten Feen einholen, fortan bei Maleficent zu leben. Dabei erfährt sie, dass ihr wahrer Vater lebt und der König ist und dass Maleficent sie verflucht hat. Daraufhin stellt sie Maleficent zur Rede, die bis anhin auf die richtige Gelegenheit gewartet hatte, und nun Aurora schweren Herzens alles gesteht. Aufgebracht stürzt die Prinzessin davon, um König Stefan aufzusuchen.

Doch Stefan hat für Aurora keine Zeit, sondern ist noch immer mit Kriegsvorbereitungen beschäftigt. Aurora irrt durchs Schloss und gelangt in den Keller zu einem Spinnrad, das sich gerade wieder herstellt. So geschieht das unvermeidbare: Sie sticht sich an der Spindel und fällt sogleich in Todesschlaf.

Begegnung mit den Schatten und der Fluch als Schicksal

Das verborgene Geheimnis: Krieg zwischen den Geschlechtern
  • Einverständnis der guten Feen: NEIN, denn es gibt da gewisse Probleme, die im Schatten lauern. Diese müssen zuerst ans Licht kommen. Sie lösen aber in der jungen Frau Überforderung, Angst und Abwehr aus.
  • Keine Zeit – Krieg zwischen den beiden Kräften und fehlende Vaterliebe: Er geht seinen „Geschäften“ nach.
  • Das Spinnrad im Keller stellt sich wieder her: Das nächste Opfer des Debakels. Gerade weil sie keine Ahnung hat, kann sich der Fluch erfüllen, denn sie weiss nicht, wogegen sie zu kämpfen hat. Das ist: (s. Der vergiftete Apfel – Missbrauch als kollektive Realität).
Mann und Frau und der Fluch

Maleficent und die Macht der Frau (wahre Liebe, 4) 

Der wahren Liebe erster Kuss durch Maleficent

Maleficent begegnet Philipp und nimmt ihn mit in die Burg. Die Feen bitten den Prinzen, Aurora zu küssen, aber sie erwacht nicht.
Maleficent ist todtraurig darüber, dass sie Aurora verflucht hatte und küsst sie sanft auf die Stirn. Da erwacht Aurora.

Was ist wahre Liebe?

Philips untauglicher Kuss
  • Philips Kuss „funktioniert“ aber nicht: Es ist nämlich ein Problem, dass der junge Mann noch keine «wahre» Liebe hat. Er muss sie als die weibliche Seite des Geistes zuerst integrieren, um zur «Vaterliebe» durchzudringen (s. Der Weg des Mannes und Die Integration der Anima).

 

Maleficents Kuss: Die Frau beginnt, sich selbst zu lieben (Integration der Schwäche).
  • Die Frau hat von Anfang an wahre, nämlich bedingungslose Liebe. Doch sie hat diese verloren. Durch die Liebe zu ihrer (inneren) Tochter beginnt die Frau, sich selbst in ihrer Schwäche und verletzten Unschuld anzunehmen und zu lieben. Damit steht sie wieder auf. (So auch in der sumerischen Mythologie, s. Der Aufstieg aus der Unterwelt.)

In der Kraft der Flügel

Geistige Kraft – Prinzen krepieren

Nun hat Stefan gemerkt, dass Maleficent im Schloss ist und lässt seine ganze Kriegsmaschinerie auf sie los. Doch Aurora hat Maleficents Flügel befreit, die sogleich zu ihrer Herrin fliegen und sich wieder mit ihr verbinden. Zusammen mit Diaval, ihrem treuen Gefährten, den sie in einen Drachen verwandelt hat, kämpft Maleficent nun erfolgreich gegen König Stefan. Im Turmzimmer angelangt versucht dieser zuletzt, sie von hinten zu erstechen, wobei beide dabei vom Turm stürzen. Maleficent wird jedoch von ihren Flügeln getragen, während Stefan unten auf dem Boden aufschlägt.

Sieg mithilfe des Drachen und der Flügel

Stefans Machtmittel: Eisen als Symbol für Unterdrückung
  • Stefans Kriegsmaschinerie – Macht durch Unterdrückung, symbolisiert durch das Eisen: Der Mann versucht die Frau zu unterwerfen, um ihre Lebenskraft für sich nehmen zu können (s. dazu ausführlich in Aladin und die Wunderlampe).
  • Im Turmzimmer von hinten erstechen: Die Unterwerfung geschieht durch lieblosen Geschlechtsverkehr (s. letzter Abschnitt: s. Die Spindel).

 

Maleficents befreite Flügel: Die Kraft der Liebe
  • Die befreiten Flügel bedeuten, dass Maleficent wieder mit ihrer geistigen Kraft verbunden ist. Durch die Liebe zu ihrer (inneren) Tochter sowie durch Mitleid mit der Not vieler Frauen integriert sie ihre eigene weiblicher Schwäche und versöhnt sich damit.

 

Diaval: Maleficents innerer Mann (Animus)
  • Diaval als Drache: Er symbolisiert rasende Wut der Frau über erfahrene Schmerzen, die wie FEUER in ihrem inneren brennen. In der Kraft ihres negativen Animus (Schmerz und Zorn) steht sie auf, um gegen die Unterdrückung zu kämpfen.

 

Der Sturz vom Turm
  • Die Liebe zu sich selbst trägt die Frau (häufig in einem ersten Schritt aus der Beziehung hinaus). Dies führt dazu, dass er hart auf dem Boden der Realität, die er geschaffen hat, aufschlägt. (Damit setzt seine Verwundung ein, die seinen Weg zum wahren König einleitet; s. Die heilige Wunde).

Maleficent und ihr treuer Begleiter Diaval

Der innere Mann der Frau

Diaval unterstützt Maleficent und steht ihr treu zur Seite. Er war einst ein Rabe, kurz davor, von einem Bauern erschlagen zu werden. Doch Maleficent rettete ihn, indem sie ihn in einen Menschen, einen sympathischen jungen Mann, verwandelte. Daraufhin schwor er ihr aus Dankbarkeit ewige Treue und war bereit, künftig jede beliebige Gestalt anzunehmen, um ihr zu helfen. So fliegt er als Rabe umher und bringt Neuigkeiten aus dem Reich. Als Drache oder starker Bär hingegen kämpft er an ihrer Seite und verhilft ihr zum Sieg.

Maleficents innerer Mann und ihre Lebenskraft (Animus)

Der Animus: Diaval – «Teufel» und Diener der Herrin der Unterwelt

Der Name Diaval lehnt sich an griechisch diabolos an, mit welchem auch das Wort «Teufel» in Verbindung steht. Tatsächlich ist der Teufel in Märchen und Überlieferungen ein Diener oder Funktionär der Herrscherin der Unterwelt.

Ein dienstfertiger junger Mann

Der Körper und die Lebenskraft der Frau sind mit ihrem inneren Mann identisch. Sie integriert ihre Männlichkeit, indem sich diese vom unreifen Macho zum liebenden Vater entwickelt (s. Die Integration des Animus).

Verschiedene Gestalt: Rabe, Bär oder Drache

Der Umstand, dass er seine Gestalt verändern kann, ist ein klarer Hinweis darauf, dass es sich bei ihm um einen geistigen Aspekt handelt. Als Rabe symbolisiert er Maleficents Ohren, die überall sind. Insbesondere gilt der Rabe auch als Vogel, der zwischen der Welt und der Unterwelt hin und herfliegen kann. Als Bär symbolisiert er den leidenschaftlichen Kampf der Bärenmutter um ihr Junges. Als Drache symbolisiert er Weiblichkeit, die vor Zorn rast und destruktiv wütet.

Als Rabe beinahe von einem Bauern erschlagen

Tatsächlich erhielten Bauern früher Geld, wenn sie getötete Raben zur Ortsverwaltung brachten. Mythologisch kann man dieses Bild so deuten:

  1. Der Mann, der die Realität des Unbewussten ausblendet, «tötet» bildhaft gesehen den Raben als Symbol für die Verbindung zur Unterwelt. Indem er sich auf diese Weise weigert, sich mit seinem Schatten auseinanderzusetzen, ist er nicht viel besser als ein plumper Bauer. Darum verdient er es nicht, Königswürde über das Leben und die Liebe einer Frau zu erhalten.
  2. Die Frau, die bei einem solchen Mann mit ihrem Anliegen durchkommen will, muss ihn auf männliche Art und Weise überzeugen, nämlich mit Strategie oder mit Macht und Kraft. Nur so lässt er sie leben.

Aurora: Krönung zur Königin der Moore 

Maleficent macht nun Aurora im Beisein von Prinz Philip zur Königin der Moore.

[Die Geschichte gedeutet und anders erzählt s. Dornröschen und die Spindel.]

Dornenröschen und die Dornenhecke (Episode 3 und 4)

Maleficent und die Schatten (Feuerprobe, 5)

Maleficent 2, «Die Mächte der Finsternis»

für
Die Integration des Schattens (die Feuerprobe), 5. Phase des Heldenweges.]

Das Ziel: Ganzheit durch Integration der Schatten

Dornröschen und der Prinz: Heiratsantrag

Von Diaval erfährt Maleficent, dass Philip Aurora einen Heiratsantrag gemacht hat. Als sie sich begegnen, streiten sie sich darüber. Maleficent ist alles andere als begeistert, doch Aurora bittet sie inständig, die Einladung ins Schloss zu Philips Eltern wahrzunehmen.

Bewusstwerdung: Hindernisse (die Schatten)

Das Weibliche in Negativität: Opfer oder Täterin (Verführung und Intrige)?

Widerwillig stimmt Maleficent zu, und bedeckt für den Besuch ihre Hörner durch einen dünnen schwarzen Schleier.
Das Abendessen wird aber wie erwartet zu einem Fiasko. Philips Mutter Ingrith demütigt Maleficent und provoziert sie zum Zorn, indem sie sagt, das ganze Volk wisse, dass sie eine böse Hexe sei. Auch sei sie keine gute Mutter. Zum Glück werde aber die arme Aurora jetzt endlich in ihr, Ingrith, eine gute Mutter und eine richtige Familie haben. Zudem gibt sie Maleficent die Schuld für den Tod ihres Bruders, König Stefan.

Die negative Paardynamik «Feuer»

In Zorn geraten setzt Maleficent daraufhin ihre magische Kraft frei, und so weht ein eisiger Wind durch den Raum, welcher den Schleier fortbläst und es wird dunkel. Nur Maleficents Augen leuchten kalt. Plötzlich fällt Philips Vater John ohnmächtig vom Stuhl. Ingrith schreit, dass Maleficent ihn verflucht habe.

Nach diesen Geschehnissen ist Aurora von Maleficent bitter enttäuscht und entzieht ihr das Vertrauen. Maleficent fliegt davon, wird aber durch einen Pfeil von Ingriths Heerführerin Gerda getroffen und stürzt ab.

Maleficent hat ihre Gründe, denn im Schatten lauern Gefahren ...

Negative Weiblichkeit: Intrige oder Gewalt (Drama)

Maleficent versucht durch einen dünnen schwarzen Schleier, der an die Kopfbedeckung der frommen Frau erinnert, ihre wahre Identität zu verbergen. Aber das hält nicht lange an. Spätestens wenn sie provoziert wird und damit ihr Schmerzkörper aktiviert wird, kommt stattdessen ihre geistige Kraft in Form von rasender, destruktiver Wut zum Ausdruck.

Vergiftete Liebe und Projektion des Schattens

Ingrith symbolisiert die «böse Frau Welt», welche die negative Anima als Schlange darstellt (s. Der vergiftete Apfel). Sie bringt Maleficent zur Raserei, indem sie ihren Kampf für Gerechtigkeit und Liebe leugnet und sie des Mordes an ihrem Bruder beschuldigt. So aktiviert sie durch «listige» weibliche Intrige Maleficents Schmerzkörper. Indem diese ausrastet und sich dabei ins Unrecht setzt, ist es Ingrith für nun ein Leichtes, ihr die Schuld für ihre eigenen Probleme in die Schuhe zu schieben. Dies ist im Übrigen eine häufige Strategie, welche auch Männer – im Griff ihrer negativen Anima – gegen Frauen anwenden können.

Das rote Pulver: der Schmerzkörper und  der Sündenbock-Mechanismus:

So wie Maleficent zum «Sündenbock» gemacht wird, ist auch der Frau immer wieder die alleinige Schuld für das Elend der Menschheit in die Schuhe geschoben worden (s. Der Sündenfall-Bericht). Zudem wurde darin über viele Jahrhunderte die Legitimation zur Unterdrückung und Ausbeutung der Frau gesehen. Aus den gesammelten negativen Erfahrungen hat sich ein kollektiver weiblicher Schmerzköper gebildet, der in den Maleficent-Filmen durch das giftige rote Pulver dargestellt ist. Es symbolisiert die unterschwellige geistige Realität von Zorn und Wut der Frauen und auch des Volkes (als das grosse Weibliche) gegen Männer und die herrschende Ordnung. Dies ist die Wirkung des «Pulvers», welches die Feen (als Bild für die geistige Kraft der Liebe) tötet.

Negative Paardynamik und die Ohnmacht des Mannes

Während Maleficents destruktive Macht ausbricht, fällt auch König John in Ohnmacht. Dies ist die logische Folge der negativen Paardynamik. Denn der Mann reagiert auf die Negativität der Frau mit Lähmung und Blockade, unfähig, weiter seinen «Mann zu stehen». Dies ist das Werk seiner negativen inneren Frau, der Schlange, die ihn durch ihr Gift lähmt (s. Animus und Anima in Interaktion).  

Die Konsequenz davon sind gestorbene Liebe und zerstörte Beziehungen.

Die Schatten

Das verborgene Reich in der Unterwelt

Maleficent ist ins Meer gestürzt und wird von Wesen gerettet, die so wie sie aussehen. Sie bringen sie in ihr riesiges Reich unter der Erde. Hier leben die Phönix-Feen, die sich vor den Menschen verstecken, weil sie von ihnen verfolgt werden. Ihr Herrscher war der verstorbene Phönix, und Maleficent ist die letzte seiner Nachkommen. Die Feen hoffen nun, dass sie ihnen mit ihrer Kraft zum Sieg gegen die Menschen verhelfen wird.

Im Schatten weggesperrte Ressourcen

Der Sturz ins Meer und die verborgene Höhle: das Unbewusste

Das Meer ist ein Symbol für das kollektive Unbewusste (als grosse «Mutter», aus welcher das Leben hervorgegangen ist). Von hier geht es für Maleficent in einer Art Nahtoderfahrung weiter. Sie gelangt in eine gigantische Höhle unter der Erde, in welcher geflügelte und gehörnte Wesen wie sie in Einklang mit der Natur leben. Ihre Flügel sind ein Hinweis darauf, dass es sich um Geistwesen handelt, während die Hörner für Kraft und Antrieb in der Materie stehen (s. Der Animus und Maleficent als Schicksalsgottheit).

(Naturvölker und -religionen, welche die Muttergottheit verehren, räumen dieser Kraft in ihrem Alltag einen Platz ein, zum Beispiel durch schamanische oder animistische Rituale, und rechnen mit ihrem Wirken. Interessanterweise heisst der Animus im babylonischen Gilgamesh-Epos «Shamash».).

Verborgene Persönlichkeitsanteile und Ressourcen

Die in den Schatten verbannten Wesen stellen verdrängte Persönlichkeitsanteile dar (und damit jene Eigenschaften, welche der Mensch an sich selbst nicht mag oder wofür er sich schämt). Mit ihnen sind auch Ressourcen weggesperrt, in diesem Fall Kraft und Durchsetzungsvermögen, die zum Sieg helfen.

Der Phönix: geistige Macht und Kraft

Der Phönix ist ein Vogel, der durch Feuer zu Asche verbrannt wird und dennoch wieder daraus aufsteht. Man kann ihn als Symbol für die geistige Auferstehungskraft sehen (wenn sie aber noch immer Siegerkraft im Rahmen der negativen Auseinandersetzungen bedeutet, s. unten).

Unterdrückte und gefangene Liebe und die Befreiung der Frau

Unterdessen ist Aurora zur Vorbereitung der Hochzeit ins Schloss eingezogen. Ingrith hat sie ganz unter ihre Fittiche genommen, sie in ein Korsett gesteckt, ihre Kleidung kunstvoll drapiert und ihre Haare hochgesteckt.
Doch Aurora fühlt sich immer unwohler und ihr Misstrauen ist erwacht. So streift sie durchs Schloss und entdeckt eines Tages im Keller die Spindel. Da realisiert sie, dass es Ingrith selber war, die ihren Gatten König John damit vergiftet hat.
Als Ingrith merkt, dass Aurora sie durchschaut hat, macht sie diese im Gegenzug für den Tod ihres Bruders Stefan verantwortlich.

Unterdessen ist das ganze Feenreich, das zur Hochzeit herbeigekommen ist, in der Kirche eingesperrt worden. Als das Orgelspiel einsetzt, wird das giftige Eisenpulver herausgeblasen, welches alle Feen umbringen soll. Die guten Feen opfern sich, um etwas Aufschub zu ermöglichen.
Zum Glück taucht dann endlich Maleficent mit den Phönix-Feen auf, sodass die Gefangenen befreit werden können.

Der Weg der Frau zurück zu Liebe und Selbstwirksamkeit

Das giftige Eisenpulver – Aktivierung des Schmerzkörpers als Waffe

Das Eisenpulver bewirkt, dass die Feen, die damit in Berührung kommen, zu Asche zerfallen. Es ist aus den Blüten hergestellt, welche auf den Gräbern der verstorbenen Feen wachsen. Die Feen symbolisieren geistige Kraft. Diese wird zerstört, wenn sie durch Schmerz und Wut in eine destruktive Richtung gelenkt wird. So stellt das Eisenpulver den kollektiven Schmerzkörper dar, welcher durch Unterdrückung aktiviert wird (s. o.). Die mächtigen Klänge aus einer Orgel können dem Menschen das Gefühl geben, dass er «ganz klein» ist. Und Ohnmacht macht in einem nächsten Schritt der Auflehnung Platz, welche zu Aufruhr führt, die dann wiederum unterdrückt werden muss … So wird der Teufelskreis der Macht durch Unterdrückung weiter angeheizt (s. Schwarze Magie).

Auroras Heldenweg zurück in die Freiheit

Auroras Erlebnisse beschreiben in Kurzform eine Zusammenfassung des Heldenwegs der Frau:

  1. Bewusstwerdung: Ganzheit und Einheit als Ziel (Hochzeit)
  2. Initiation (der erste Schritt): Aurora ist bereits vor der Hochzeit ins Schloss eingezogen.
  3. Wüste: Konventionen und Zwang, welche die Frau einbinden sind einerseits durch ihre Frisur und Kleidung angedeutet, andererseits durch das Feenreich, das in der Kirche eingesperrt ist (s. Der vergiftete Apfel – Missbrauch als kollektive Realität).
  4. Erfolg (Aufstehen zu Selbstwirksamkeit): Aurora streift durchs Schloss und entdeckt so die Wahrheit.
  5. Feuerprobe: Der Kampf um die Freiheit bedeutet die Integration der Schatten (Schwäche, Ohnmacht, Schmerz und Wut). Diese sind aber auch eine Ressource, denn sie beinhalten Kraft, die zum Sieg verhelfen kann.
Maleficent-Dornröschens Feuerprobe

Der Kampf um die Liebe

Auferstehung der geistigen Kraft der Frau

Aurora hat ihre Fehler eingesehen und erkannt, dass Maleficent zu Unrecht beschuldigt wurde. Doch bereits herrscht Krieg zwischen Ulsteads Soldaten und den Feen. Während Maleficent auf Auroras Bitte hin Ingriths Leben schont, wird sie von einem vergifteten Pfeil getroffen und zerfällt zu Asche.
Aurora ist darüber todtraurig und weint. Da entsteht plötzlich Bewegung und wie durch ein Wunder erhebt sich ein gewaltiger Phönix aus der Asche.

Der Phönix: weibliche geistige Macht im Kampf gegen den Drachen

Krieg zwischen den geistigen Kräften, männlich und weiblich

Der Phönix ist ein Vogel, der durch Feuer zu Asche verbrannt wird und dennoch wieder daraus aufsteht. Man kann ihn als Symbol für die geistige Auferstehungskraft sehen, die aber dennoch Siegerkraft im Rahmen der negativen Auseinandersetzungen bedeutet. Denn als Vogel ist der Phönix dem männlichen Element der Luft und dem Bereich des Geistes zuzuordnen. Er gilt zum Beispiel als das mächtige Symboltier der Kaiserin von China und steht dem  Drachen gegenüber, der das Symbol des Kaisers ist. Beide Archetypen, sowohl der Phönix als auch der Drache gehören aber zur (negativen) Dynamik der Macht (s. Animus und Anima in Interaktion), welche ja den Krieg hervorgebracht hat.

Das Weibliche mit Flügeln: Macht und Herrschaft im Bereich des Geistes

Mythologisch gesehen wird Weiblichkeit, die im Geist verankert ist und Macht ausübt, immer wieder durch geflügelte Gestalten dargestellt. Beispiele dafür sind Lilith, aber auch Isis als Falke, die Sphinx, die Harpyie (s. das letzte Einhorn) oder eben auch Maleficent. Sie sind wie der Phönix ein Bild für die Frau, deren Körper durch männlich-körperliche und feurige Leidenschaft «verbrannt» worden ist.

Die heilende Kraft der Liebe und «Erdung» der Frau

Doch die Liebe, symbolisiert durch die Jungfrau oder in diesem Fall Aurora, weist der Frau einen anderen Weg. Sie sucht Ganzheit durch die Integration der Schatten und durch Versöhnung. So wird die Frau wieder in ihrem Körper und in der materiellen Realität verankert (s. Der weibliche Weg).

Der Weg durch die Unterwelt: Integration von Schwäche

Der Weg zur Ganzheit führt durch die Unterwelt, wie in Maleficents Geschichte anschaulich thematisiert wird.

Maleficent und der Prinz (die Hochzeit, 6 und 7)

Der Prinz: Sieg der Liebe

Der Bär und der Prinz: Der innere Mann

Während Diaval als gigantischer Bär erfolgreich gekämpft hat, ist es den versammelten guten Kräften auch gelungen, die Feen aus der Kirche zu befreien. Prinz Philip stiftet nun Frieden zwischen Ulstead und dem Feenreich und zieht Ingriths Armee zurück.

Heilung durch Vergebung

Maleficent hat wieder ihre Feengestalt angenommen und kann nun endlich der Verbindung zwischen Aurora und Philip ihren Segen geben. Auch zerstört sie die Spindel, worauf König John wieder erwacht.

Ingrith ist durch Maleficent in eine Ziege verwandelt worden, die erst dann wieder frei wird, wenn sie den Frieden zwischen den beiden Völkern akzeptieren kann.

Von Macht zu Liebe und Vergebung: Versöhnung

Der Weg ans Licht

Während Ingrith weibliche Macht im Griff der negativen Anima darstellt (Verführung und Verblendung), gelingt es Maleficent, sich zu Erbarmen gegenüber ihrer Feindin durchzuringen. Damit integriert sie die Liebe des Vaters und wird wie er (s. u.).
Doch Liebe macht verletzbar. Die innere Tochter, welche für die reine Liebe steht und soeben gerettet worden ist, weint nun über all dem, was innerlich gestorben und äusserlich zerbrochen ist.

[S. Der Weg durch die Unterwelt und Die Integration der Schatten.]

Die Trauer ist das Tor aus der Negativität zurück zur Liebe im Licht des liebenden Bewusstseins. Es scheut die Wahrheit nicht, und so wird sichtbar, was ist: Da ist grosse körperliche Kraft, symbolisiert durch den Bären und grosse geistige Kraft, symbolisiert durch den Phönix – die Kraft der Frau!

Der Prinz: Versöhnung ­– auch in der Beziehung

Doch diese geistige Kraft muss kanalisiert und zum Guten eingesetzt werden. Hier kommt nun der Prinz als das liebende Bewusstsein zum Tragen (Symbol für die positiven männlichen Anteile der Frau, der Animus als Christus-Figur). Er schliesst Frieden zwischen den Reichen und so kann der Kampf endlich aufhören.

König John: Der liebende Vater

Als der gute «König Bewusstsein» war König John durch die Intrigen der Schlange geschwächt und ohnmächtig (s. Das dritte Auge und der Schatz des Königs). Das Ziel für den Menschen ist aber, dass das liebende Bewusstsein das Zepter übernimmt. Seine Weisheit, Güte und freundliche Warmherzigkeit motivieren sowohl Mann als auch Frau zu guten Taten.

Damit steht der Hochzeit, welche die Integration des Unbewussten ins Bewusstsein symbolisiert, nichts mehr im Wege (s. Die heilige Hochzeit).

Freiheit und Frieden

Bildhaft sagt das Märchen zum Schluss: Eine Ziege ist jene Frau, die Macht statt Liebe leben will, und so den Kampf vorwärtstreibt, statt Frieden zu suchen.

Denn die wahre Kraft und Macht der Frau ist ihre Liebe.

[Die Geschichte gedeutet und anders erzählt s. Dornröschen und der Prinz.]

Dornröschen und der Prinz

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