Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Dornröschen und der Prinz – Auferstehung zur Liebe (5 bis 7)

Dornröschen und der Prinz

By on 25. November 2021

Maleficent-Dornröschens Feuerprobe

Dornröschen und der Prinz: Die Feuerprobe

Die nächste Episode des Märchens, «Dornröschen und der Prinz», handelt davon, wie der Prinz es schafft, durch die Dornen zu dringen. Es ist ein Kampf, welcher die Integration der Schatten auf dem Weg durch die Unterwelt bedeutet.

Der Märchentext von Dornröschen und der Prinz:

Dornröschen und der Prinz

Einige Königssöhne, die von der schönen Prinzessin gehört hatten, versuchten ins Schloss zu gelangen, aber sie blieben in den Dornen hängen und starben eines jämmerlichen Todes.

Es waren auf den Tag hundert Jahre vergangen, als wieder ein Königssohn im Land war, der von der schönen Königstochter gehört hatte. Nichts konnte ihn vom Versuch abhalten, zu ihr zu gelangen.
Als er sich der Hecke näherte, stand diese in lauter schöne Blumen, die sich von selbst auseinandertaten. Sie liessen ihn hindurchgehen und schlossen sich hinter ihm wieder als Hecke.

Auferstehung der Liebe und Hochzeit

Der Königssohn fand die schlafende Königstochter im Turmzimmer. Sie war so schön, dass er die Augen nicht von ihr abwenden konnte. Er beugte sich nieder und gab ihr einen Kuss. Da schlug sie die Augen auf und blickte ihn freundlich an.
Mit ihr erwachte das ganze Schloss wieder zu Leben und bald darauf wurde Hochzeit gefeiert in aller Pracht, und sie lebten vergnügt bis an ihr Ende.

Die Feuerprobe: der Schatten und die Unterwelt

Der Prinz für den inneren Mann und das liebende Bewusstsein

Der Abschnitt «Dornröschen und der Prinz» handelt vom Scheitern der Liebe als der Feuerprobe des Heldenweges, auf welche die Auferstehung der Liebe folgt. Dabei symbolisieren die Prinzen das liebende Bewusstsein – sowohl jene, die nicht durch die Dornen durchdringen, wie auch derjenige, der es schafft, weil er zur richtigen Zeit kommt. So stellt der erlösende Prinz den inneren Mann der Frau (Animus) dar und ist als der positive Antrieb aus Liebe eine Christus-Gestalt (s. Maria Magdalena und die Frau als Heldin).

Die Integration des Schattens und die Mächte der Finsternis

Es braucht eine bestimmte Zeit, bis die Frau wieder für die Liebe offen ist. Die Zahl Hundert symbolisiert die überwundene Negativdynamik auf der weiblichen wie auch auf der männlichen Seite (s. u.). Hundert Jahre dauern auch länger als ein Menschleben und weisen damit auf die Notwendigkeit des Sterbens hin. Es kann und muss sogar im Leben selber geschehen denn seine tiefere Bedeutung ist das Sterben des Egos durch die Integration der Schatten auf dem Weg durch die Unterwelt. Der Weg durch das Reich der Schatten wird in Maleficent 2 eindrücklich veranschaulicht und stellt damit eine bereichernde Interpretation des Märchens Dornröschen dar.

Die 100 Jahre als Symbol für die Auflösung der doppelten Negativdynamik

100 = 2 x 5 x 10

Die Zahl 100 kann so zusammengesetzt werden: 10 Faktoren der doppelten Negativdynamik müssen durch Liebe aufgelöst werden, das heisst durch die 5 Aspekte des Heldenweges = 50. Zudem müssen beide Partner (2) diesen Weg gehen, damit sie sich in Liebe wieder zusammenfinden können (2 x 50 = 100). Die doppelte Negativdynamik mit ihren 50 Faktoren wird in Aladin und die Wunderlampe ausführlich dargelegt.

Maleficent 2 zur Episode «Dornröschen und der Prinz»

Maleficent als Lilith-Figur

Lilith, Königin der Nacht (Burney Relief)

In der Maleficent-Verfilmung werden die Schatten durch unzählige gehörnte Feen in einem Reich unter der Erde dargestellt, deren oberste Fee Maleficent ist. Gemeinsam tragen sie zum Sieg des Guten bei und retten so das Feenreich.

Als gehörnte Fee mit Flügeln stellte Maleficent eine Lilith-Figur dar, den mächtigen weiblichen Archetyp der «dunklen Jungfrau», der bereits in der sumerischen Mythologie vorkommt (s. Der Baum der Göttin in Eden; Abb. links: Burney Relief, um 1800 v. Chr.).

Dornröschen-Maleficent, Vergleich der Handlung

Die Neuerzählung des Märchens ist von Disney’s Maleficent-Filmen inspiriert, welche eine Deutung von Dornröschen darstellen.
[S. Maleficent, Handlung und Deutung; rechts eine schematische Gegenüberstellung von Dornröschen und Maleficent, s. auch Maleficent als Dornröschen–Interpretation.]

Maleficents Interpretation von Dornröschen und der Prinz

Das Ziel: Ganzheit durch Integration der Schatten

Dornröschen und der Prinz: Heiratsantrag

Von Diaval erfährt Maleficent, dass Philip Aurora einen Heiratsantrag gemacht hat. Als sie sich begegnen, streiten sie sich darüber. Maleficent ist alles andere als begeistert, doch Aurora bittet sie inständig, die Einladung ins Schloss zu Philips Eltern wahrzunehmen.

Bewusstwerdung: Hindernisse (die Schatten)

Das Weibliche in Negativität: Opfer oder Täterin (Verführung und Intrige)?

Widerwillig stimmt Maleficent zu, und bedeckt für den Besuch ihre Hörner durch einen dünnen schwarzen Schleier.
Das Abendessen wird aber wie erwartet zu einem Fiasko. Philips Mutter Ingrith demütigt Maleficent und provoziert sie zum Zorn, indem sie sagt, das ganze Volk wisse, dass sie eine böse Hexe sei. Auch sei sie keine gute Mutter. Zum Glück werde aber die arme Aurora jetzt endlich in ihr, Ingrith, eine gute Mutter und eine richtige Familie haben. Zudem gibt sie Maleficent die Schuld für den Tod ihres Bruders, König Stefan.

Die negative Paardynamik «Feuer»

In Zorn geraten setzt Maleficent daraufhin ihre magische Kraft frei, und so weht ein eisiger Wind durch den Raum, welcher den Schleier fortbläst und es wird dunkel. Nur Maleficents Augen leuchten kalt. Plötzlich fällt Philips Vater John ohnmächtig vom Stuhl. Ingrith schreit, dass Maleficent ihn verflucht habe.

Nach diesen Geschehnissen ist Aurora von Maleficent bitter enttäuscht und entzieht ihr das Vertrauen. Maleficent fliegt davon, wird aber durch einen Pfeil von Ingriths Heerführerin Gerda getroffen und stürzt ab.

Maleficent hat ihre Gründe, denn im Schatten lauern Gefahren ...

Negative Weiblichkeit: Intrige oder Gewalt (Drama)

Maleficent versucht durch einen dünnen schwarzen Schleier, der an die Kopfbedeckung der frommen Frau erinnert, ihre wahre Identität zu verbergen. Aber das hält nicht lange an. Spätestens wenn sie provoziert wird und damit ihr Schmerzkörper aktiviert wird, kommt stattdessen ihre geistige Kraft in Form von rasender, destruktiver Wut zum Ausdruck.

Vergiftete Liebe und Projektion des Schattens

Ingrith symbolisiert die «böse Frau Welt», welche die negative Anima als Schlange darstellt (s. Der vergiftete Apfel). Sie bringt Maleficent zur Raserei, indem sie ihren Kampf für Gerechtigkeit und Liebe leugnet und sie des Mordes an ihrem Bruder beschuldigt. So aktiviert sie durch «listige» weibliche Intrige Maleficents Schmerzkörper. Indem diese ausrastet und sich dabei ins Unrecht setzt, ist es Ingrith für nun ein Leichtes, ihr die Schuld für ihre eigenen Probleme in die Schuhe zu schieben. Dies ist im Übrigen eine häufige Strategie, welche auch Männer – im Griff ihrer negativen Anima – gegen Frauen anwenden können.

Das rote Pulver: der Schmerzkörper und  der Sündenbock-Mechanismus:

So wie Maleficent zum «Sündenbock» gemacht wird, ist auch der Frau immer wieder die alleinige Schuld für das Elend der Menschheit in die Schuhe geschoben worden (s. Der Sündenfall-Bericht). Zudem wurde darin über viele Jahrhunderte die Legitimation zur Unterdrückung und Ausbeutung der Frau gesehen. Aus den gesammelten negativen Erfahrungen hat sich ein kollektiver weiblicher Schmerzköper gebildet, der in den Maleficent-Filmen durch das giftige rote Pulver dargestellt ist. Es symbolisiert die unterschwellige geistige Realität von Zorn und Wut der Frauen und auch des Volkes (als das grosse Weibliche) gegen Männer und die herrschende Ordnung. Dies ist die Wirkung des «Pulvers», welches die Feen (als Bild für die geistige Kraft der Liebe) tötet.

Negative Paardynamik und die Ohnmacht des Mannes

Während Maleficents destruktive Macht ausbricht, fällt auch König John in Ohnmacht. Dies ist die logische Folge der negativen Paardynamik. Denn der Mann reagiert auf die Negativität der Frau mit Lähmung und Blockade, unfähig, weiter seinen «Mann zu stehen». Dies ist das Werk seiner negativen inneren Frau, der Schlange, die ihn durch ihr Gift lähmt (s. Animus und Anima in Interaktion).  

Die Konsequenz davon sind gestorbene Liebe und zerstörte Beziehungen.

Die Schatten

Das verborgene Reich in der Unterwelt

Maleficent ist ins Meer gestürzt und wird von Wesen gerettet, die so wie sie aussehen. Sie bringen sie in ihr riesiges Reich unter der Erde. Hier leben die Phönix-Feen, die sich vor den Menschen verstecken, weil sie von ihnen verfolgt werden. Ihr Herrscher war der verstorbene Phönix, und Maleficent ist die letzte seiner Nachkommen. Die Feen hoffen nun, dass sie ihnen mit ihrer Kraft zum Sieg gegen die Menschen verhelfen wird.

Im Schatten weggesperrte Ressourcen

Der Sturz ins Meer und die verborgene Höhle: das Unbewusste

Das Meer ist ein Symbol für das kollektive Unbewusste (als grosse «Mutter», aus welcher das Leben hervorgegangen ist). Von hier geht es für Maleficent in einer Art Nahtoderfahrung weiter. Sie gelangt in eine gigantische Höhle unter der Erde, in welcher geflügelte und gehörnte Wesen wie sie in Einklang mit der Natur leben. Ihre Flügel sind ein Hinweis darauf, dass es sich um Geistwesen handelt, während die Hörner für Kraft und Antrieb in der Materie stehen (s. Der Animus und Maleficent als Schicksalsgottheit).

(Naturvölker und -religionen, welche die Muttergottheit verehren, räumen dieser Kraft in ihrem Alltag einen Platz ein, zum Beispiel durch schamanische oder animistische Rituale, und rechnen mit ihrem Wirken. Interessanterweise heisst der Animus im babylonischen Gilgamesh-Epos «Shamash».).

Verborgene Persönlichkeitsanteile und Ressourcen

Die in den Schatten verbannten Wesen stellen verdrängte Persönlichkeitsanteile dar (und damit jene Eigenschaften, welche der Mensch an sich selbst nicht mag oder wofür er sich schämt). Mit ihnen sind auch Ressourcen weggesperrt, in diesem Fall Kraft und Durchsetzungsvermögen, die zum Sieg helfen.

Der Phönix: geistige Macht und Kraft

Der Phönix ist ein Vogel, der durch Feuer zu Asche verbrannt wird und dennoch wieder daraus aufsteht. Man kann ihn als Symbol für die geistige Auferstehungskraft sehen (wenn sie aber noch immer Siegerkraft im Rahmen der negativen Auseinandersetzungen bedeutet, s. unten).

Unterdrückte und gefangene Liebe und die Befreiung der Frau

Unterdessen ist Aurora zur Vorbereitung der Hochzeit ins Schloss eingezogen. Ingrith hat sie ganz unter ihre Fittiche genommen, sie in ein Korsett gesteckt, ihre Kleidung kunstvoll drapiert und ihre Haare hochgesteckt.
Doch Aurora fühlt sich immer unwohler und ihr Misstrauen ist erwacht. So streift sie durchs Schloss und entdeckt eines Tages im Keller die Spindel. Da realisiert sie, dass es Ingrith selber war, die ihren Gatten König John damit vergiftet hat.
Als Ingrith merkt, dass Aurora sie durchschaut hat, macht sie diese im Gegenzug für den Tod ihres Bruders Stefan verantwortlich.

Unterdessen ist das ganze Feenreich, das zur Hochzeit herbeigekommen ist, in der Kirche eingesperrt worden. Als das Orgelspiel einsetzt, wird das giftige Eisenpulver herausgeblasen, welches alle Feen umbringen soll. Die guten Feen opfern sich, um etwas Aufschub zu ermöglichen.
Zum Glück taucht dann endlich Maleficent mit den Phönix-Feen auf, sodass die Gefangenen befreit werden können.

Der Weg der Frau zurück zu Liebe und Selbstwirksamkeit

Das giftige Eisenpulver – Aktivierung des Schmerzkörpers als Waffe

Das Eisenpulver bewirkt, dass die Feen, die damit in Berührung kommen, zu Asche zerfallen. Es ist aus den Blüten hergestellt, welche auf den Gräbern der verstorbenen Feen wachsen. Die Feen symbolisieren geistige Kraft. Diese wird zerstört, wenn sie durch Schmerz und Wut in eine destruktive Richtung gelenkt wird. So stellt das Eisenpulver den kollektiven Schmerzkörper dar, welcher durch Unterdrückung aktiviert wird (s. o.). Die mächtigen Klänge aus einer Orgel können dem Menschen das Gefühl geben, dass er «ganz klein» ist. Und Ohnmacht macht in einem nächsten Schritt der Auflehnung Platz, welche zu Aufruhr führt, die dann wiederum unterdrückt werden muss … So wird der Teufelskreis der Macht durch Unterdrückung weiter angeheizt (s. Schwarze Magie).

Auroras Heldenweg zurück in die Freiheit

Auroras Erlebnisse beschreiben in Kurzform eine Zusammenfassung des Heldenwegs der Frau:

  1. Bewusstwerdung: Ganzheit und Einheit als Ziel (Hochzeit)
  2. Initiation (der erste Schritt): Aurora ist bereits vor der Hochzeit ins Schloss eingezogen.
  3. Wüste: Konventionen und Zwang, welche die Frau einbinden sind einerseits durch ihre Frisur und Kleidung angedeutet, andererseits durch das Feenreich, das in der Kirche eingesperrt ist (s. Der vergiftete Apfel – Missbrauch als kollektive Realität).
  4. Erfolg (Aufstehen zu Selbstwirksamkeit): Aurora streift durchs Schloss und entdeckt so die Wahrheit.
  5. Feuerprobe: Der Kampf um die Freiheit bedeutet die Integration der Schatten (Schwäche, Ohnmacht, Schmerz und Wut). Diese sind aber auch eine Ressource, denn sie beinhalten Kraft, die zum Sieg verhelfen kann.

Der Kampf um die Liebe

Auferstehung der geistigen Kraft der Frau

Aurora hat ihre Fehler eingesehen und erkannt, dass Maleficent zu Unrecht beschuldigt wurde. Doch bereits herrscht Krieg zwischen Ulsteads Soldaten und den Feen. Während Maleficent auf Auroras Bitte hin Ingriths Leben schont, wird sie von einem vergifteten Pfeil getroffen und zerfällt zu Asche.
Aurora ist darüber todtraurig und weint. Da entsteht plötzlich Bewegung und wie durch ein Wunder erhebt sich ein gewaltiger Phönix aus der Asche.

Der Phönix: weibliche geistige Macht im Kampf gegen den Drachen

Krieg zwischen den geistigen Kräften, männlich und weiblich

Der Phönix ist ein Vogel, der durch Feuer zu Asche verbrannt wird und dennoch wieder daraus aufsteht. Man kann ihn als Symbol für die geistige Auferstehungskraft sehen, die aber dennoch Siegerkraft im Rahmen der negativen Auseinandersetzungen bedeutet. Denn als Vogel ist der Phönix dem männlichen Element der Luft und dem Bereich des Geistes zuzuordnen. Er gilt zum Beispiel als das mächtige Symboltier der Kaiserin von China und steht dem  Drachen gegenüber, der das Symbol des Kaisers ist. Beide Archetypen, sowohl der Phönix als auch der Drache gehören aber zur (negativen) Dynamik der Macht (s. Animus und Anima in Interaktion), welche ja den Krieg hervorgebracht hat.

Das Weibliche mit Flügeln: Macht und Herrschaft im Bereich des Geistes

Mythologisch gesehen wird Weiblichkeit, die im Geist verankert ist und Macht ausübt, immer wieder durch geflügelte Gestalten dargestellt. Beispiele dafür sind Lilith, aber auch Isis als Falke, die Sphinx, die Harpyie (s. das letzte Einhorn) oder eben auch Maleficent. Sie sind wie der Phönix ein Bild für die Frau, deren Körper durch männlich-körperliche und feurige Leidenschaft «verbrannt» worden ist.

Die heilende Kraft der Liebe und «Erdung» der Frau

Doch die Liebe, symbolisiert durch die Jungfrau oder in diesem Fall Aurora, weist der Frau einen anderen Weg. Sie sucht Ganzheit durch die Integration der Schatten und durch Versöhnung. So wird die Frau wieder in ihrem Körper und in der materiellen Realität verankert (s. Der weibliche Weg).

Der Weg durch die Unterwelt: Integration von Schwäche

Der Weg zur Ganzheit führt durch die Unterwelt, wie in Maleficents Geschichte anschaulich thematisiert wird.

Der Prinz: Sieg der Liebe

Der Bär und der Prinz: Der innere Mann

Während Diaval als gigantischer Bär erfolgreich gekämpft hat, ist es den versammelten guten Kräften auch gelungen, die Feen aus der Kirche zu befreien. Prinz Philip stiftet nun Frieden zwischen Ulstead und dem Feenreich und zieht Ingriths Armee zurück.

Heilung durch Vergebung

Maleficent hat wieder ihre Feengestalt angenommen und kann nun endlich der Verbindung zwischen Aurora und Philip ihren Segen geben. Auch zerstört sie die Spindel, worauf König John wieder erwacht.

Ingrith ist durch Maleficent in eine Ziege verwandelt worden, die erst dann wieder frei wird, wenn sie den Frieden zwischen den beiden Völkern akzeptieren kann.

Von Macht zu Liebe und Vergebung: Versöhnung

Der Weg ans Licht

Während Ingrith weibliche Macht im Griff der negativen Anima darstellt (Verführung und Verblendung), gelingt es Maleficent, sich zu Erbarmen gegenüber ihrer Feindin durchzuringen. Damit integriert sie die Liebe des Vaters und wird wie er (s. u.).
Doch Liebe macht verletzbar. Die innere Tochter, welche für die reine Liebe steht und soeben gerettet worden ist, weint nun über all dem, was innerlich gestorben und äusserlich zerbrochen ist.

[S. Der Weg durch die Unterwelt und Die Integration der Schatten.]

Die Trauer ist das Tor aus der Negativität zurück zur Liebe im Licht des liebenden Bewusstseins. Es scheut die Wahrheit nicht, und so wird sichtbar, was ist: Da ist grosse körperliche Kraft, symbolisiert durch den Bären und grosse geistige Kraft, symbolisiert durch den Phönix – die Kraft der Frau!

Der Prinz: Versöhnung ­– auch in der Beziehung

Doch diese geistige Kraft muss kanalisiert und zum Guten eingesetzt werden. Hier kommt nun der Prinz als das liebende Bewusstsein zum Tragen (Symbol für die positiven männlichen Anteile der Frau, der Animus als Christus-Figur). Er schliesst Frieden zwischen den Reichen und so kann der Kampf endlich aufhören.

König John: Der liebende Vater

Als der gute «König Bewusstsein» war König John durch die Intrigen der Schlange geschwächt und ohnmächtig (s. Das dritte Auge und der Schatz des Königs). Das Ziel für den Menschen ist aber, dass das liebende Bewusstsein das Zepter übernimmt. Seine Weisheit, Güte und freundliche Warmherzigkeit motivieren sowohl Mann als auch Frau zu guten Taten.

Damit steht der Hochzeit, welche die Integration des Unbewussten ins Bewusstsein symbolisiert, nichts mehr im Wege (s. Die heilige Hochzeit).

Freiheit und Frieden

Bildhaft sagt das Märchen zum Schluss: Eine Ziege ist jene Frau, die Macht statt Liebe leben will, und so den Kampf vorwärtstreibt, statt Frieden zu suchen.

Denn die wahre Kraft und Macht der Frau ist ihre Liebe.

Phönix und Drache (chinesische Vase)

Bemerkung zu dieser Interpretation von Dornröschen und der Prinz

Der kollektive Schatten: Das Weibliche in der Unterwelt

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Maleficent-Filme dazu beitragen, den kollektiven Schatten und den weiblichen Schmerzkörper ans Licht zu bringen. Dieser bedeutet einerseits, dass das Leben selber im Unbewussten verborgen und damit der Negativität, Krankheit und dem Tod preisgegeben ist. Andererseits sind unter den Menschen insbesondere die Frauen von Unterdrückung und Ausbeutung betroffen.

Maleficent steht in dem Ganzen als Ermutigung, sich gegen Unrecht zu erheben.

[S. Das Grosse Weibliche in der Unterwelt.]

Ganzheit durch Integration der Schatten

Die Liebe siegt, indem die Schatten ans Licht kommen und integriert werden. Zu diesen gehört das Annehmen von Schwäche (das innere Kind, Jungfrau) und die Integration der männlichen und weiblichen Persönlichkeitsanteile (Animus und Anima, Geist).

Die Figuren in Maleficents Geschichte als Persönlichkeitsanteile der Frau

Verschiedene Persönlichkeitsanteile und Charaktereigenschaften:

  • Maleficent: die durch Missbrauch verletzte Frau, eine Lilith-Gestalt
  • Maleficents Flügel: geistige Macht und Kraft der Frau.
  • Stefan: Der schlechte König im Griff des Triebes (liebloser Geschlechtsverkehr).
  • Die Dornenhecke: Abwehr der Frau.
  • Prinzessin Aurora: Die innere Unschuld.
  • Die guten Feen: gute Gaben.
  • Die dunkle Fee: in den Schatten verdrängte weibliche Kraft (durch Normen verboten und unterbunden).
  • Diaval: Maleficents innerer Mann als geistiger Körper (nicht geerdet) .
  • Philip: Der innere Mann als Prinz und Erlöser, der noch heranreifen muss.
  • Ingrith: Weibliche Macht durch Intrige.
  • John: Der gelähmte König (s. auch in Ritter Georg, Episode 3, Der rote Mantel), das schlafende Bewusstsein der Liebe.
  • Die Phönix-Feen: Im Schatten geleugnete, weggesperrte oder gebundene Ressourcen.
  • Der Phönix: geistige Kraft der Frau.
Die drei Reiche für Körper, Seele und Geist
  • Das Feenreich: die weibliche Seite (Seele).
  • Das Menschenreich: die männliche Seite (Körper).
  • Das Reich der Phönix-Feen: das Reich der Schatten (das Unbewusste, Geist).

[So auch in Der Eisenhans; der Held gewinnt die Jungfrau und drei Königreiche.]

Die Geschichte anders erzählt: Malena

«Es wird keine Hochzeit geben!»

Wiedersehen von Dornröschen und dem Prinzen

Wie gesagt: Die Dinge liefen gut. Ich war mit meiner Arbeit gefordert und ausgefüllt und Aurora war in ihrem Studium schon weit gekommen.
Bis ich eine Veränderung registrierte. Ich hatte den Eindruck, dass meine Tochter sich in letzter Zeit irgendwie verändert hatte. Sie wirkte etwas abgehoben, wie in einer anderen Welt. Das beobachtete ich mit einer gewissen Sorge. Was war los? War da ein Mann? – Aber nicht etwa Philip??!

Noch bevor ich mir überlegt hatte, wie ich die Sache ansprechen solle, kam Aurora mir zuvor und sagte eines Tages:
– Mama, ich muss dir etwas erzählen … Ihre Augen leuchteten.

«Oh nein, bitte nicht!», seufzte ich innerlich. Laut sagte ich:
– Was denn, Liebes?
– Ich habe Philip wieder getroffen … Und weisst du, es ist seltsam … Aber ich empfinde noch immer viel für ihn …

Sie überhörte mein Schweigen und schwärmte:
– Wir verstehen uns einfach wunderbar. Mit ihm fühle ich mich so glücklich! Und …
– Und was …?
– Er hat mir einen Heiratsantrag gemacht! Schau mal!

Strahlend präsentierte sie mir einen feinen Ring mit einem Stein.

Es fiel mir wirklich schwer, auch nur ansatzweise so etwas wie Freude zu zeigen, stattdessen entfuhr es mir:
– Oh mein Gott! – Aber … Du bist noch so jung und mitten in deiner Ausbildung!
– Aber Mama, das ist doch kein Hindernis! Die Liebe ist nie ein Hindernis!, ergänzte sie euphorisch.

Innerer Widerstand

Innerlich verdrehte ich die Augen und sagte schliesslich:
– Was ist denn mit seinen Eltern – oder anders gefragt: Sind Stefan und Ingrid noch zusammen?
– Ja! Sie hatten sich nach einer Zeit der Trennung wieder versöhnt.

Sie blickte mich zögernd an:
– Mama! Wir sind bei ihnen zum Essen eingeladen – auch du! Ich weiss, das stösst bei dir gewiss nicht auf Begeisterung, aber bitte komm mit! Es bedeutet mir sehr viel! – Mir zuliebe!!!
– Tatsächlich forderst du jetzt einen grossen Liebesdienst von mir, sagte ich dumpf.

Aurora fiel mir um den Hals:
– Du bist die beste Mutter. Es wird bestimmt ein netter Abend.

Bewusstwerdung: negative Weiblichkeit

Hinterhalt und Intrige

Der Abend wurde aber wie erwartet zu einem Fiasko. Ingrid stichelte und schien es darauf angelegt zu haben, mich zu provozieren. Sie sagte mit scheinheiliger, einschmeichelnder Stimme:
– Wie war das denn so, da du immer gearbeitet hast? Hattest du überhaupt Zeit, dich an deiner Tochter zu freuen und zu ihr eine stabile Bindung aufzubauen? – Studien belegen ja, dass es ein Problem ist, wenn Kinder zu früh fremdbetreut werden …

Ich sah bereits rot, aber Aurora legte beschwichtigend ihre Hand auf meine. Aber Ingrid fuhr fort:
– Zudem ist es wichtig, dass die Kinder auch mit einem Vater aufwachsen … Dabei blickte sie erwartungsvoll auf Stefan, wohl in der Hoffnung, dass er zustimmen würde.

Aber Stefan fühlte sich sichtlich unwohl und schien sich nicht zu einem Kommentar durchringen zu können. Schliesslich seufzte er und sagte:
– Heute wollen wir doch feiern ­– feiern, dass unsere Jungen glücklich sind!
– Wie wahr, stimmte Ingrid sogleich wieder zuckersüss ein: Aurora ist wirklich entzückend! Ich habe mir immer eine Tochter gewünscht, und ich freue mich, sie in meiner Familie willkommen zu heissen. Ich will für sie eine gute Mutter sein!

Der Schmerzkörper (Zorn)

Ich kochte innerlich, als ich erwiderte:
– Ja, tatsächlich! Ich habe hart gearbeitet, im Gegensatz zu dir! Und ich habe meiner Tochter hoffentlich beibringen können, was es bedeutet, sich im Leben zu bewähren und unabhängig zu sein. Ich bin froh, dass sie keine verwöhnte dumme Ziege geworden ist … Wie du!, fügte ich hinzu und spürte förmlich Blitze aus meinen Augen schiessen, als ich fortfuhr: In diesem Sinn wird sie nie deine Tochter sein!

Ingrid schnappte nach Luft und wandte sich an Stefan:
– Stefan! Hast du das gehört?! Müssen wir uns das gefallen lassen?!!

Sündenbock-Mechanismus

Als er schwieg, wandte sie sich wieder an mich und sagte schnippisch:
– Siehst du, du machst Männer mundtot. Das ist wohl auch der Grund, warum nichts aus dir und den Männern wurde. Du bist selber mehr Mann als Frau und machst Männern Angst. Aber zum Glück hat Aurora jetzt die Chance, eine richtige Frau zu werden … Verderbe ihr das nicht!, sagte sie mit drohendem Unterton.

Negative Paardynamik und Ohnmacht des Mannes

Mit einem Ruck erhob ich mich, sodass der ganze Tisch wackelte und warf meine Serviette in den Teller. Dabei sagte ich:
– Ich wüsste nicht, was an intriganter Hinterhältigkeit «richtig» weiblich sein soll! Und wenn dein Mann dasitzt und sich nicht rühren kann, dann liegt das wohl eher daran, dass du ihn durch dein Gift schon längst kastriert hast!

Aurora blickte mich entsetzt an.
– Gehen wir!, forderte ich sie auf. Aber sie schaute auf Philip und antwortete trotzig:
– Ich bleibe hier!

Die Schatten

Der Sturz ins Meer: das kollektive Unbewusste

Ich ging eine weite Strecke zu Fuss durch die Nacht. Innerlich aufgebracht sann ich darüber nach, wie es möglich war, dass ein paar heimtückische Bemerkungen mich derart aus der Fassung bringen konnten. Die dumme Ziege war gezielt auf meine Hühneraugen getreten. – Aber was war denn eigentlich los – mit mir?

In der folgenden Zeit dachte ich viel nach. Immer wieder hatte ich die problematische Beziehung meiner Eltern vor Augen und die offensichtliche Frustration meiner Mutter. Dies hatte zu meiner jugendlichen Entscheidung geführt, nie so zu leben wie sie und lieber unabhängig zu bleiben, selbst wenn die bedeutete, keinen Partner zu haben.

Der Phönix: geistige Macht und Kraft

So war mein Ziel offensichtlich, meine Eigenständigkeit um jeden Preis zu bewahren. Dabei war ich dankbar, dass ich in einer Zeit heranwuchs, in welcher die Frauen mehr Möglichkeiten hatten. Denn niemals wollte ich mich einem dahergelaufenen Trottel von Mann unterordnen! – Doch nun musste ich erkennen, dass diese Haltung aus meinen eigenen, sehr persönlichen Erfahrungen gewachsen war.

Gefangene Liebe und Auroras Heldenweg

Bewusstwerdung (1)

Aber meine Tochter? Sie hatte eine andere Erfahrung als ich. Zudem war sie stark und dennoch sanft … Sie war auch offen für die Liebe und so voller Vertrauen. Ich musste mir eingestehen, dass sie mir diesbezüglich einiges voraushatte. – Und nun hätte ich ihr das beinahe zerstört … Aus lauter Egoismus. Es war nicht richtig gewesen von mir. Denn
natürlich durfte sie ihren eigenen Weg finden und gehen und brauchte sie nicht meine Werte zu leben.
Ach! Was war ich bloss für eine schreckliche Mutter … – nicht viel besser als Ingrid!

Initiation, Wüste (2 und 3)

Dennoch hoffte ich, dass Aurora ihre Eigenständigkeit bewahren würde – in dieser «Familie». Und dass sie nicht an Ingrids Konventionen und Machenschaften ersticken würde.

Erfolg (4; Aufstehen zu Selbstwirksamkeit)

Es waren ein paar Wochen vergangen, da stand Aurora plötzlich wieder vor meiner Tür. Sie hatte Tränen in den Augen und fiel mir um den Hals:
– Mama! Du hattest ja soo recht! Es tut mir leid, dass ich das zunächst nicht sehen konnte. Aber jetzt habe ich es erlebt!
– Ach meine Liebe, antwortete ich: Ich habe mich nicht gerade vorbildlich verhalten. Es tut mir leid!

Aurora erzählte mir von Streitigkeit zwischen Ingrid und Stefan. Aber was sie vor allem verletzt hatte, war, dass Philip sich von Ingrid offensichtlich auch verwöhnen und verhätscheln liess, wie sie es formulierte:
– Er ist ein Muttersöhnchen und hat ihre üble Art keineswegs durchschaut. Zudem ist er nicht mit meinem steigenden Missmut klargekommen, sondern hat seine Mutter sogar noch verteidigt! Da ist mir der Kragen geplatzt und ich bin gegangen.

Der Kampf (5) die Kirche und das Eisenpulver

Weiter erzählte Aurora, dass Ingrid sie jeweils am Sonntag in die Kirche geschleppt hatte:
– Diese finstere Kirche und die dröhnende Orgel – was soll denn das mit Gott zu tun haben???

Hinzu kam, dass Ingrid auch dauernd etwas an ihrer Kleidung auszusetzen hatte:
– Zu Beginn versuchte ich ernsthaft, mich anzupassen, zumal Ingrid immer wieder betonte, ich müsse noch viel lernen, wenn ich mich in «der Gesellschaft» sicher bewegen wolle. Aber wenn ich es wagte, etwas dagegen zu sagen, kam sie gleich mit dem Hammer: «Du bist wie deine Mutter. So wird es schwierig für jeden Mann, mit dir klarzukommen!», dabei blickte sie Philip vielsagend an.

Der Kampf und der Sieg der Liebe

Auferstehung der geistigen Kraft der Frau

Wenige Tage später stand dann tatsächlich Ingrid vor der Tür. Aurora hatte geöffnet und war sprachlos. Ohne Umschweife sagte Ingrid:
– Aurora, komm nach Hause! Die Hochzeitsvorbereitungen sind schon in vollem Gang, die Einladungen verschickt, der Saal gebucht … Du glaubst nicht, wie viel mich das alles bis jetzt bereits gekostet hat! Und auch der Schneider …

Bärenmutter und Phönix

Ich ging zur Tür und schob Aurora sanft zur Seite. In aller Ruhe sagte ich:
– Guten Tag, Ingrid. Es tut mir leid für all die Umstände, die dir das bereitet, aber ich befürchte, du musst die Hochzeit wieder absagen.
– Du weisst nicht, was du tust!, zischte Ingrid. Du zerstörst gerade das Leben und die Zukunft deiner Tochter!
– Das glaube ich nicht, liebe Ingrid. Und ich weiss sehr wohl, was ich tue. Schliesslich wollte sie ja nicht dich, sondern deinen Sohn heiraten, nicht wahr? – Wo ist er denn??

Wutschnaubend und unverrichteter Dinge zog Ingrid wieder von dannen.

Endlich Hochzeit: Dornröschen und der Prinz vereint

Sieg der Liebe

Nach zwei Wochen stand Philip vor der Tür – mit einem riesigen Strauss roter Rosen in seiner Hand:
– Der ist für dich, sagte er und streckte ihn Aurora hin.

Aurora blickte ihn misstrauisch an und sagte:
– Hat deine Mutter dich geschickt?

Philip lachte und sagte:
– Mein Gott! Nein!!! ­– Aber ich verstehe, dass du das denkst. Ich habe mich wie ein Trottel benommen. Bitte verzeih mir! Ich war mit der Situation völlig überfordert. Jetzt bin ich hier, um dir zu sagen, dass ich dich zurückwill! Ich liebe dich und will mein Leben mit dir verbringen! Wir werden uns gewiss so einrichten, wie es dir gefällt, das verspreche ich dir. Mir ist total wichtig, dass es auch für dich stimmt!

Aurora war sichtlich gerührt und ihre Hand zitterte ein wenig, als sie die Blumen entgegennahm.

Hochzeit

Die beiden beschlossen, ihre Verbindung in kleinem Rahmen unter freiem Himmel zu besiegeln. Es war ein wunderschöner, sonniger Nachmittag. Aurora strahle wie der Himmel selbst und Philip war überaus liebevoll und aufmerksam.
Als sie sich ihr gegenseitiges Versprechen gaben, spürte ich etwas Grösseres, Heiliges, das uns alle umgab.

Versöhnung

Ingrid war nicht anwesend. Sie war wieder in der Klinik. Im Anschluss an die Feier kam Stefan auf mich zu. Er sah gut aus, und seine angegrauten Schläfen gaben ihm eine gewisse Würde:
– Wollen wir uns mal treffen und alles in Ruhe besprechen – wir zwei?
– Hm …, sagte ich: Was ist mit Ingrid?
– Sie hat wieder einmal die Scheidung eingereicht und diesmal werde ich wohl nicht mehr dagegen ankämpfen, antwortete er und zog seine Augenbrauen hoch zu einem Gesichtsausdruck, der schwer zu deuten war.

Nach einem kurzen Zögern sagte ich:
– Ja, warum nicht? – Also gut, lass uns einen Termin finden …

Dornröschen und der Prinz

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