Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Das Bewusstsein und das Gehirn des Menschen

Die Erschaffung Adams, der Vater für das Bewusstsein und das Gehirn, aus welchem der schöpferische Impus hervorgeht.

By on 23. April 2020

Michelangelo-ErschaffungAdamsT

Michelangelo brachte in seinem Gemälde “die Erschaffung Adams” das Bewusstsein und das Gehirn zusammen, indem er den schöpferischen Vater mit seinen Engeln in der Form eines menschlichen Gehirns malte (zum Originalbild mit Beitrag).

Der Vater mit seinen Engeln in Form eines menschlichen Gehirns

Michelangelo hat den Vater mit Eva und Engeln in die Form eines menschlichen Gehirns gemalt. 

  • Der Vater symbolisiert das liebende schöpferische Bewusstsein.
  • Der rechte Arm des Vaters symbolisiert aktiv initiierende Kraft. Diese tritt dort aus, wo sich das dritte Auge befindet.
  • Der linke Arm des Vaters umfasst das Weibliche (Eva) und damit das Unbewusste.

Adam ist ein Bild für den Menschen, der ebenfalls über ein Bewusstsein verfügt und dadurch “Gott gleich” ist.

Der Vater als das liebende, schöpferische Bewusstsein


Das Bewusstsein und das Gehirn

Das menschliche Bewusstsein, der Geist des Menschen

Was ist das menschliche Bewusstsein? Die Meta-Ebene

Das menschliche Bewusstsein ist die Fähigkeit des Menschen, sich innerlich, das heisst im Geist, auf eine Meta-Ebene, das heisst auf eine übergeordnete, geistige Ebene zu begeben. So gesehen sind das allumfassende Bewusstsein und das Gehirn des Menschen durch das menschliche Bewusstsein mit einander verbunden.

Die Fähigkeit zu planen und zu gestalten, Gott gleich

Von dieser abstrakten Ebene kann die Persönlichkeit – wie von aussen als “neutraler Beobachter” – sich selbst und auch ihre Umgebung betrachten. Dabei kann man über das Wahrgenommene nachdenken, es bewerten und Handlungen planen.
Diese Fähigkeit, sich innerlich auf eine geistige Ebene zu begeben, sich selbst zu reflektieren, zu kommentieren und zu instruieren macht den Menschen schöpferisch und damit “Gott gleich”.

[S. Das menschliche Bewusstsein und die Meta-Ebene.]

Ist das menschliche Bewusstsein im Gehirn zu finden?

Nein. Das Bewusstsein und das Gehirn existieren unabhängig voneinander.

Das Bewusstsein selbst, der Geist, ist nicht im Gehirn zu finden. So haben Quantenphysiker sogar experimentell festgestellt, dass Menschen Handlungsimpulse ausführen, bevor überhaupt Hirnströme gemessen werden können.

Im Gehirn: Verarbeitung von Informationen und Handlungsplanung

Doch die Fähigkeit, komplexe Informationen zu verarbeiten und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, ist in den jüngsten Arealen des Gehirns anzusiedeln, in der Grosshirnrinde.

Die Verarbeitung von Informationen des Bewusstseins ist anatomisch gesehen in der stirnseitigen Rinde des Grosshirns zu lokalisieren. Von hier ergehen strategische und schöpferische Impulse an die tiefer liegenden Strukturen des Gehirns (ans limbische System) und weiter an den Körper.

Das Gehirn als “Steuerungszentrale”

Das Gehirn ist eine Art Steuerungszentrale sowohl für bewusste als auch für unbewusste Funktionen und Handlungen des Menschen.

Das Unbewusste, das Bewusstsein und das Gehirn

Die frontale Grosshirnrinde als “Sitz” des Bewusstseins

In der stirnseitigen Rinde des Grosshirns befindet sich, bildhaft gesprochen, die oberste Instanz für den gesamten Organismus. Hier werden Informationen aus dem Bewusstsein verarbeitet, Entscheidungen getroffen und Handlungsimpulse an die ausführenden Organe gegeben.

Das Unbewusste im limbischen System 

Die unbewussten Funktionen sind in tiefer gelegenen Strukturen des Gehirns zu lokalisieren, allem voran im limbischen System mit Hypothalamus, Amygdala und Hippocampus. Diese steuern Körperfunktionen, verwalten Erinnerungen und liefern Entscheidungsgrundlagen mittels Bewertungen und Emotionen (mehr dazu unten).

limbisches System

Der cinguläre Kortex als Verbindung zwischen bewussten und unbewussten Strukturen

Vernetzung von bewusst und unbewusst!

Ohne Vernetzung geht gar nichts. Natürlich müssen die bewussten und unbewussten Strukturen miteinander verbunden sein.

Das verbindende Organ: der cinguläre Kortex

Austausch von Impulsen

Das Bewusstsein muss Impulse aus dem Unbewussten wahrnehmen, um Entscheidungen treffen zu können, und das Unbewusste muss die “Weisungen” der Zentrale empfangen, um diese umsetzen können. Anatomisch gesehen befindet sich diese Verbindung im cingulären (“umgürtenden”) Kortex, welcher vom limbischen System ausgeht.

Die Schnittstelle im dritten Auge!

Der cinguläre Kortex endet im frontalen Kortex, und zwar in der Mitte der Stirn, gerade oberhalb der Augenbrauen, dort wo auch das dritte Auge lokalisiert wird. Hier ist, bildhaft gesprochen, auch der runde Tisch des Königs mit seinen obersten Beratern.

[S. Das dritte Auge und das Auge des Horus.]

Das Horus-Auge für das Bewusstsein im Gehirn
Das hinduistische Bindi

Probleme! Beeinträchtigung durch ANGST!

Der Schatz des Königs im Griff von Schlangenzunge

Probleme entstehen, wenn nicht “König Bewusstsein”, sondern sein hinterhältiger Berater “Schlangenzunge” regiert, mit anderen Worten, wenn Stress und Angst die Entscheidungskraft des Bewusstseins beeinträchtigen und “übersteuern”.

Denn der cinguläre Kortex ist als Schlüsselstelle in die Verarbeitung von inneren Konflikten involviert. Nimmt jedoch die Negativität überhand, geht gar nichts mehr, und dann bricht die Verbindung zum bewussten Denken und Handeln ab. Ebenso wird das Erinnerungsvermögen beeinträchtigt, denn die Emotionen dienen als “Marker” für die Erinnerungen. Wenn also alles negativ durchsetzt und entsprechend “vergiftet” ist, kommt es zu Lähmngen und Blockaden des ganzen Organismus.

[S. Der Schatz des Königs, Schlangenzunge und der Drache.]

Dies geschieht leider schneller als man Denken kann, denn die tieferliegenden Strukturen übernehmen bei Alarm reflexartig sofort die Kontrolle, indem das System auf den “Überlebungsmodus” schaltet. 

[S. Die Schlange im Kopf – unser altes Reptiliengehirn.]

Die Drachenschlange und der Schatz des Königs

Zu den Hirnfunktionen im Einzelnen

Die Hirnareale im Überblick

1. Frontale Grosshirnrinde für “König Bewusstsein”

Das menschliche Bewusstsein (sein Geist) ist die Fähigkeit des Menschen, sich innerlich auf eine geistige Ebene zu begeben, dabei sich selbst zu reflektieren und instruieren. Bildhaft gesprochen übt der Mensch auf diese Weise seine Königsherrschaft im Leben aus. 

[S. Das menschliche Bewusstsein.]

2. Das limbische System für die Königin und das Reich

Das limbische System ist die Steuerzentrale für die unbewussten Funktionen, Körperfunktionen, Reaktionen und die Emotionen. 

[S. Die Triebe und Starke Emotionen und das Unbewusste.) 

3. Der cinguläre Kortex für die “rechte Hand” des Königs 

Die Verbindung zwischen bewussten und unbewussten Strukturen, also zwischen “König Bewusstsein” und seinem Volk (“Königin”) ist anatomisch gesehen im cingulären Kortex zu finden. Dieses Organ entspricht damit dem obersten Berater des König und beinhaltet auch die Fähigkeit zu Empathie und vernetztem Denken.

Zu den erwähnten Hirnfuktionen diese Darstellung:

Das limbische System

Ausführlicher zu den Funktionen im Gehirn:

1. Der frontale Kortex – das menschliche Bewusstsein

Das menschliche Bewusstsein agiert über den orbitofrontalen Kortex, der stirnseitigen Rinde des menschlichen Gehirns. Hier befindet sich die oberste Steuerungszentrale des Organismus. Diese ist mit nahezu allen Gehirngebieten direkt oder indirekt verbunden und erhält Informationen aus den tieferen Strukturen (dem limbischen System). Auch kann sie aktivierend oder hemmend auf diese einwirken. Der frontale Kortex ist für die Koordination von Arbeitsgedächtnis und Handlung zuständig, weiter für die Umsetzung von abstrakten Werten sowie Sozialverhalten durch Handlungshemmung. Auch für die Achtung ethischer Grundwerte, für hohe kognitive Leistungen wie Denken, Planen und Entscheidungsfindung ist dieser Bereich zuständig[1].

2. Der „umgürtende Kortex“ – Vernetzung und Empathie

Schnittstelle zwischen bewussten und unbewussten Funktionen

Der vordere cinguläre Kortex endet in der vorderen Rinde des Grosshirns (orbitofrontaler, ventromedialer Kortex). Hier, wo das sogenannte «dritte Auge» zu lokalisieren ist, liegt auch die Schnittstelle zwischen Denken, Fühlen und Handeln, zwischen Grosshirnrinde und darunterliegenden Strukturen, zwischen bewussten und unbewussten Funktionen.

Belohnung und Vernetzung

Die Aufgabe des cingulären Kortexes ist es, die Reaktionen durch Motivation und Belohnung zu steuern und die verschiedenen Informationen so zu vernetzen, dass ein angemessenes Verhalten möglich wird. Zu ihm gehören Aufmerksamkeit und Impulskontrolle, Wahrnehmung von Schmerzen und Belohnung.

Achtung! Beeinträchtigung durch innere Konflikte

Der cinguläre Kortex ist jedoch auch an der Verarbeitung von inneren Konflikten beteiligt, die im Bereich von Motivation, Denken und Fühlen auftreten können, zum Beispiel, wenn Erfahrungen nicht mit Erwartungen übereinstimmen, was zu Blockaden führen kann [2].

Lähmung und Blockaden

Personen mit einer Beeinträchtigung des cingulären Kortex’ fällt es schwerer, ihre Handlungen zu steuern, zu planen und zu überwachen. Sie werden auf die Länge passiv und antriebslos (gelähmt wie durch das Gift einer Schlange) oder impulsiv und ungesteuert. So wird ein konstruktives Zusammenwirken von Bewusstsein (Denken, Wollen) und Unbewusstem (Körper) erschwert.

[S. Der Schatz des Königs im Griff der Drachenschlange und Die Schlange im Kopf – unser altes Reptilienhirn.]

3. Das limbische System – Steuerung der unbewussten Funktionen

Das limbische System ist zuständig für die Steuerung der automatischen Körperfunktionen und die Umsetzung der Impulse des Grosshirns in Handlungen. Bildhaft gesprochen ist dies der Staatsapparat mit seinen Beamten in den ausführenden Funktionen: als Richter, Staatsanwaltschaft, Verwaltung und Vollzug.

Zum limbischen System gehören:

Gerichtsbarkeit: Die Amygdala

Die Amygdala gehört – bildhaft gesprochen – zur „Rechtsprechung“ und Staatsanwaltschaft. Als zentrale Bewertungsinstanz ist sie das „Auslösezentrum für Entscheidungen“. Sie ist auch an der Entstehung und Verarbeitung von Angst beteiligt.

Umsetzung und Vollzug: Der Hypothalamus

Durch Ausschüttung von Nervenbotenstoffen und Hormonen bewirkt der Hypothalamus die Umsetzung von Entscheidungen in körperliche Reaktionen.

Verwaltung: Der Hippocampus

Im Hippocampus werden Lernerfahrungen „verwaltet“. Dinge und Situationsmerkmale abgespeichert, indem sie mit Gefühlen verknüpft und so „etikettiert und klassifiziert“ werden. (Wenn ein bekanntes Gefühl aufkommt, wird das entsprechende, erlernte Verhaltensmuster automatisch abgerufen, bevor das Denken einsetzt. Dies ermöglicht schnelles, reflexartiges Handeln in akuter Bedrohung). Der Hippocampus ist aber auch anfällig für Stress. Forschungen haben gezeigt, dass sich der Hippocampus bei anhaltendem Stress und Negativität zurückbilden kann.

Negativität und Angst: Destruktive Folgen

Verwirrung in Gedanken und Gefühlen, Angst sowie Überforderung und Stress führen zu einem inneren Durcheinander und erschweren einen konstruktiven Umgang mit anspruchsvollen Situationen. Dann entsteht ein Chaos und das Ego übernimmt mittels der Triebe die Regie.

[S. Die Schlange im Kopf – unser altes Reptiliengehirn.]

Die Schlange im Kopf

Die Chakren für das Bewusstsein und das Gehirn 

Als oberste Steuerungsinstanz können die verschiedenen Hirnareale auch mit den sieben Chakren in Verbindung gebracht werden, welche als geistige Verknüpfungszentren zwischen Geist, Seele und Körper gelten.

 

Verknüpfung der Hirnareale mit den Chakren:

7 Lebensbereiche – Hirnareale und Chakras

Das Ziel: Herrschaft des liebenden Bewusstseins 

Einträchtiges Zusammenwirken durch Integration des Unbewussten

Das Ziel ist, dass der König Bewusstsein seine Verantwortung wahrnimmt, sodass “Friede und Wohlstand im Reich” herrschen können – als Bild für ein glückliches und erfülltes Leben.

[S. Königsherrschaft im Leben.] 

Herrschaft über die Triebe durch Integration des Unbewussten

Das bedeutet konkret, dass nicht die Triebe und spontanen Reaktionen aus dem Unbewussten herrschen, sondern dass der Mensch diese im Griff hat, indem er achtsam, bewusst und selbstwirksam in seinem Leben steht. Zu diesem Zweck muss er sich aber seinem Schatten stellen. Das ist ein Weg, der die Persönlichkeit existenziell herausfordert und mythologisch durch den Weg durch die Unterwelt dargestellt wird. Es handelt sich dabei um die Feuerprobe als die letzte Phase des Heldenweges.

[S. Königsherrschaft im LebenDie Integration der SchattenDie Integration von Animus und Anima und Selbstwirksamkeit – positiv leben.] 

Aktivierung des Bewusstseins und Beruhigung des limbischen Systems

Das Ziel für den Menschen ist, dass er lernt mittels seinem göttlich-geistigen Bewusstsein selbstwirksam in seinem Leben zu stehen. Dazu gibt es verschiedene Techniken, welche erwiesenermassen das Bewusstsein aktivieren und stärken und das limbische System beruhigen. Beispiele dafür sind Meditation oder das Gebet (das “Unser Vater” folgt ebenfalls den Chakren).

[S. Selbstwirksamkeit – positiv lebenPositive Instruktionen für den Körper und Das Gebet „Unser Vater“.]

Das Gebet "Unser Vater" und der Heldenweg

Kunst zum Thema:

Die Erschaffung Adams von Michelangelo

Nachweise:

[1] http://www.gehirnlernen.de/gehirn/das-großhirn/die-großhirnrinde-neo-oder-isocortex/ [3.1.16]

[2] cf. z.B. http://www.anatomie-online.com/Seiten/archv011.html


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