2. Der „umgürtende Kortex“ – Vernetzung und Empathie
Schnittstelle zwischen bewussten und unbewussten Funktionen
Der vordere cinguläre Kortex endet in der vorderen Rinde des Grosshirns (orbitofrontaler, ventromedialer Kortex). Hier, wo das sogenannte «dritte Auge» zu lokalisieren ist, liegt auch die Schnittstelle zwischen Denken, Fühlen und Handeln, zwischen Grosshirnrinde und darunterliegenden Strukturen, zwischen bewussten und unbewussten Funktionen.
Belohnung und Vernetzung
Die Aufgabe des cingulären Kortexes ist es, die Reaktionen durch Motivation und Belohnung zu steuern und die verschiedenen Informationen so zu vernetzen, dass ein angemessenes Verhalten möglich wird. Zu ihm gehören Aufmerksamkeit und Impulskontrolle, Wahrnehmung von Schmerzen und Belohnung.
Achtung! Beeinträchtigung durch innere Konflikte
Der cinguläre Kortex ist jedoch auch an der Verarbeitung von inneren Konflikten beteiligt, die im Bereich von Motivation, Denken und Fühlen auftreten können, zum Beispiel, wenn Erfahrungen nicht mit Erwartungen übereinstimmen, was zu Blockaden führen kann [2].
Lähmung und Blockaden
Personen mit einer Beeinträchtigung des cingulären Kortex’ fällt es schwerer, ihre Handlungen zu steuern, zu planen und zu überwachen. Sie werden auf die Länge passiv und antriebslos (gelähmt wie durch das Gift einer Schlange) oder impulsiv und ungesteuert. So wird ein konstruktives Zusammenwirken von Bewusstsein (Denken, Wollen) und Unbewusstem (Körper) erschwert.
[S. Der Schatz des Königs im Griff der Drachenschlange und Die Schlange im Kopf – unser altes Reptilienhirn.]