Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Der Thron Gottes in der Vision der biblischen Propheten

Allvater im Herznebel, Synthese

By on 28. Dezember 2024

Allvater im Herznebel, Synthese

Allvater im Herznebel (Synthese von Allvater by Ulfhednar Design; Herznebel aus Space Images).

 Der Thron Gottes in der Vision der biblischen Propheten

Wer versucht, sich den Thron Gottes vorzustellen, hat möglicherweise ein inneres Bild von einem alten Mann mit einem langen weissen Bart auf einem Thron vor sich. Es ist nicht das schlechteste Bild, symbolisiert doch der alte Mann auch Weisheit. In der Bibel gibt es jedoch tatsächlich zwei ausführliche Beschreibungen des Thrones Gottes, die mit seltsamen Gestalten und Bildern einhergehen.
Darin wird in den Grundzügen eine Figur beschrieben, die dem Stein der Weisen entspricht.

Die höchste Vision von Ganzheit

Im Alten wie im Neuen Testament

Dieser Beitrag handelt von den beiden Visionen vom Thron Gottes, wie sie im Alten Testament durch den Propheten Hesekiel und im Neuen Testament durch den Propheten Johannes geschildert werden.

Symbolische Betrachtung

Die Beschreibungen stecken voller Symbole, ohne deren Verständnis die Details der Visionen schwer nachvollziehbar sind. Die Rede ist von Licht im und um den Thron, von Augen überall, von vier Wesen mit vielen Flügeln, und einem Regenbogen, der alles umgibt.
Dabei enthält die Beschreibung des Thrones Gottes die fundamentalsten Symbole der Ganzheit, nämlich die vier Elemente, die sieben Aspekte der Ganzheit in der irdischen Existenz und den Stein der Weisen als 3D-Modell des Baumes des Lebens.

Grundlagen für diesen Beitrag:

Der Stein der Weisen als Symbol für Ganzheit
Die Quadratur des Kreises
Die vier Elemente, ihre Bedeutung und ihr Geheimnis
Die Sieben – Ganzheit der irdischen Realität
Das Kreuz als Symbol für Ganzheit

Nüchterne Betrachtung bei Offenlegung der höchsten Geheimnisse?

Weil die Auslegung der Originaltexte wiederum sorgfältige Betrachtung der Symbole voraussetzt, ist eine gewisse “Nüchternheit” schwer zu vermeiden. Dies mag ein bisschen bedauerlich sein, möchte man doch im Blick auf die höchste göttlichen Erscheinung gerne in Verzückung geraten.
Andererseits ist jedoch die Lösung der Rätsel, die sich hinter den Bildern und Symbolen verbergen, spannend und kann auch das Verständnis grundlegender geistiger Zusammenhänge durchaus begeistern. Darum also: los geht’s!

Der Thron Gottes (Waldorf-Schule, Künstler unbekannt)

Die Vision von Gottes Thron

Der Thron Gottes wird sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament von vier seltsamen Wesen umgeben, welche das Geschehen bestimmen.
Die folgende Betrachtung widmet sich zuerst der Vision des Johannes aus seiner Offenbarung im Neuen Testament, weil sie kürzer und knapper formuliert ist. Und weil diese Bezug auf die ältere Vision des Propheten Hesekiel nimmt, wird im Anschluss daran die Vision im Alten Testament betrachtet.

1. Der Thron Gottes in der Vision des Johannes

Die Offenbarung des Johannes, Kapitel 4

Johannes, ein schriftgelehrter Jude

Johannes, der als Lieblingsjünger von Jesus gilt, beschreibt in der Offenbarung seine Vision von Gott und die daraus folgenden Prophetien für die Zukunft (Offenbarung, Kapitel 4, Bibelserver).
Als schriftkundiger Jude benutzt er dafür Bilder, welche bereits in den prophetischen Schriften des Alten Testaments vorkommen.

Wie sieht Gott aus? – Farben wie in Aufnahmen eines Weltraumteleskops

Die Erscheinung auf dem Thron wird in den Farben von Edelsteinen beschrieben, wie unten abgebildet. Diese erinnern an die Farben der Bilder, wie sie das Weltraumteleskop Hubble hervorbringt (s. Titelbild und auch unter dem nächsten Textblock):

Jaspis für den Thron Gottes
Jaspis2 für den Thron Gottes

Jaspis (Bildquelle)

Jaspis (Bildquelle)

Sarder-Stein für den Thron Gottes

Sarder-Stein (Bildquelle)

Der Text des Johannes wörtlich:

Der Thron Gottes und die 24 Ältesten (1/4)

Auf dem Thron …

Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer.
Und der da saß, ⟨war⟩ von Ansehen gleich einem Jaspisstein und einem Sarder, und ein Regenbogen ⟨war⟩ rings um den Thron, von Ansehen gleich einem Smaragd.

24 Älteste

Und rings um den Thron ⟨sah ich⟩ vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, bekleidet mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern goldene Siegeskränze.

Sieben Feuerfackeln für die Sieben der Ganzheit („Geister Gottes“) und das Kristallwasser

Aus dem Thron gehen hervor Blitze und Stimmen und Donner; und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind.
Und vor dem Thron ⟨war es⟩ wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall;

Die vier lebendigen Wesen: Löwe, Stier, Adler, Mensch

und inmitten des Thrones und rings um den Thron vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten.

  1. Und das erste lebendige Wesen ⟨war⟩ gleich einem Löwen
  2. und das zweite lebendige Wesen gleich einem jungen Stier,
  3. und das dritte lebendige Wesen hatte das Angesicht wie das eines Menschen,
  4. und das vierte lebendige Wesen ⟨war⟩ gleich einem fliegenden Adler.

Je 6 Flügel und überall Augen

Und die vier lebendigen Wesen hatten, eines wie das andere, je sechs Flügel und ⟨sind⟩ ringsum und inwendig voller Augen, und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger, der war und der ist und der kommt!

Herrlichkeit, Ehre und Danksagung

Wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Thron sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und den anbeten, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, und werden ihre Siegeskränze niederwerfen vor dem Thron und sagen:
Du bist würdig, unser Herr und Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.

Der Thron Gottes, Symbole
Der Thron
  • Jaspis, Sarder und Smaragd: die Edelsteine ähneln galaktischen Bildern
  • 24 = 2 x 12. Die Zwölf symbolisiert paradiesische Ganzheit.
  • 24 Älteste: die Nachfolger der zwölf Stämme Israels und der zwölf Jünger von Jesus, ebenfalls symbolträchtig die Zahl 144’000 für die Gesamtheit jener, die Vollkommenheit erreicht haben: 12 x 12 x 1000 (s. Offenbarung des Johannes, 14.1).
  • Weisse Kleider: Symbol für Reinheit.
  • Siegeskränze: den grössten Feind, das Ego, überwunden (s. Der Weg durch die Unterwelt als Weg zu Ganzheit; Vom Ego zum Selbst und Sterben und Auferstehen: Im Hier und Jetzt!).
7 Feuergeister und das Kristallwasser
  • 7 Feuerfackeln für sieben Geister Gottes: die sieben Prinzipien der Ganzheit (s. Die Sieben – Ganzheit der irdischen Realität).
  • Das gläserne Meer aus Kristall: ein Wasser, das mehr ist als ein Wasser, schimmerndes Leben, ein Meer der unendlichen Möglichkeiten …

 

Die vier Wesen

Sie entsprechen den vier Elementen:

  1. MENSCH für die weibliche Seele (WASSER, das Mutter-Element). 
  2. LÖWE für den männlichen Körper (FEUER, das Vater-Element) 
  3. STIER/KUH für den weiblichen Körper (ERDE, das Tochter-Element)
  4. ADLER für die männliche Seele (LUFT, das Sohn-Element).
Der Stein der Weisen, Darstellung aus dem Jahre 1625

Rosettennebel, Hubble-Weltraumteleskop (Bildquelle iStock)

2. Der Thron Gottes in der Vision des Hesekiel

Die Berufung zum Propheten

Rund 600 vor Christus wurde der Prophet Hesekiel mit einer gewaltigen Vision von Gottes Herrlichkeit zu seinem Dienst berufen. Der Auftrag, den Menschen, das Wort Gottes zu bringen, sollte ihn auf einen steinigen Weg der Einsamkeit und Ablehnung, des Leidens und der Entbehrungen führen. Umso klarer und überwältigender war seine Vision von Gottes Thron mit seinen vielen Aspekten der Ganzheit (s. Hesekiel 1, 1-28; im Bibelserver).

Die innere Erscheinung (2/4)

Sturmwind und feuriges Licht 

Und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und ein Feuer, das hin- und herzuckte, und Glanz war rings um sie her. Und aus seiner Mitte, aus der Mitte des Feuers, strahlte es wie das Funkeln von glänzendem Metall.

Vierfache Menschengestalt mit Flügeln, Beinen und Händen

Und aus seiner Mitte hervor erschien die Gestalt von vier lebenden Wesen; und dies war ihr Aussehen:

Die Gestalt eines Menschen hatten sie.

  • Und vier Gesichter hatte jedes,
  • und vier Flügel hatte jedes von ihnen.
  • Und ihre Beine waren gerade Beine und ihre Fußsohlen wie die Fußsohle eines Kalbes; und sie funkelten wie das Funkeln von blanker Bronze.
  • Und Menschenhände waren unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten;

und die vier hatten ihre Gesichter und ihre Flügel.

Vier Gesichter der Ganzheit

Ihre Flügel berührten sich, einer mit dem anderen; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen; sie gingen, ein jedes gerade vor sich hin.

Und das war die Gestalt ihrer Gesichter:

  1. Das Gesicht eines Menschen und
  2. das Gesicht eines Löwen hatten die vier rechts, und
  3. das Gesicht eines Stieres hatten die vier links,
  4. und das Gesicht eines Adlers hatten die vier.

4×4 Flügel, nach oben und nach unten

Und ihre Flügel waren nach oben ausgespannt; jedes hatte zwei, die sich einer mit dem anderen berührten, und zwei, die ihre Leiber bedeckten.

Und sie gingen ein jedes gerade vor sich hin; wohin der Geist gehen wollte, dahin gingen sie; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen.

Die Mitte, der Kern: Gott

Und mitten zwischen den lebenden Wesen war ein Schein wie von brennenden Feuerkohlen; wie ein Schein von Fackeln war das, was zwischen den lebenden Wesen hin- und herfuhr; und das Feuer hatte einen Glanz, und aus dem Feuer fuhren Blitze hervor. Und die lebenden Wesen liefen hin und her, so dass es aussah wie Blitze …

Die innere Erscheinung, Symbole
Sturmwind und feuriges Licht:
  • Sturmwind: Weiblicher Aspekt des Geistes Gottes (Kraft in der Natur)
  • Wolke: Wasserdampf, Wasser als Symbol für „Weiblichkeit“
  • Feuer: männlicher Aspekt des Geistes Gottes
  • Mitte: Christus, Selbst, Baum des Lebens
  • Glänzendes Metall: Gold, Symbol für Ganzheit, Edelmetall im Feuerofen geläutert
Vierfache Menschengestalt, 4×4
  • Vier lebende Wesen für die vier Elemente als schöpferische Grundkräfte
  • In Gestalt eines Menschen: Indem es eine Menschgestalt ist, welche diese vierfache Erscheinug von Gesichtern trägt, wird die symbolische Bedeutung betont (denn: “Das kann ja gar nicht sein.”).
  • Vier Gesichter hat jedes – 4×4: die Vier als irdisch-materielles Grundmuster wiederholt sich.
  • Vier Flügel hat jedes: Flügel für den Zugang zum Geistigen
  • Beine wie Bronze: Geläutertes Metall für Tragkraft
  • Menschenhände: für gute Taten
Eine Flügel-Pyramide auf der Basis eines Quadrats
  • Die Flügel reichen nach oben und unten, berühren sich alle: Das bedeutet, dass sie alle zur Spitze zusammenlaufen, was die Form einer doppelten Pyramide beziehungsweise des Steins der Weisheit ergibt (s. Abb. unten).
  • Gesicht eines Menschen, Löwen, Stieres und Adlers: Symbole für die vier menschlichen Aspekte und die vier Elemente (s. unten).
  • Zwei Flügel nach oben: Verbindung zum „Vater“, zum allumfassenden Geist
  • Zwei Flügel, die Leiber bedecken, d.h. zwei nach unten: Verbindung zur „Mutter“, zur lebendigen Materie (s. Vater und Mutter, Geist und Materie).
Die Mitte, der göttliche Kern
  • Mitten zwischen den lebenden Wesen ein Schein: Die geistige Mitte, die Licht, Glanz und Kraft ist (das Selbst, eins mit Christus in Liebe)

Was bedeuten die vier Wesen?

Mensch, Löwe, Kuh, Adler um den Thron Gottes?

Die vier Wesen entsprechen den vier Elementen als den schöpferischen Grundkräften und damit auch Körper und Seele, männlich und weiblich:

[S. Die vier Elemente, ihre Bedeutung und ihr Geheimnis.]

Die vier Wesen um den Thron Gottes
  • MENSCH für die weibliche Seele (WASSER, das Mutter-Element). 
  • LÖWE für den männlichen Körper (FEUER, das Vater-Element) 
  • STIER/KUH für den weiblichen Körper (ERDE, das Tochter-Element)
  • ADLER für die männliche Seele (LUFT, das Sohn-Element)
Quadratur des Kreises

Diese vier „Elemente“ WASSER, FEUER, LUFT und ERDE  bilden zusammen die Ganzheit als Quadratur des Kreises mit je zwei „männlichen“ und zwei „weiblichen Aspekten“, nämlich jeweils im Bereich des Körpers (materiell) beziehungsweise der Seele (geistig).

Die vier geflügelten Wesen um den Thron Gottes

Was bedeuten die vier Flügel eines jeden der vier Wesen?

Die Flügel der vier Wesen, je zwei nach unten und zwei nach oben, berühren sich in der Spitze, was die Form einer Pyramide ergibt.

Was bedeutet das Licht in der Mitte?

Ein lebendiges Licht strahlt aus dem Inneren heraus, ist ständig in Bewegung und setzt in Bewegung. Es ist das Selbst, der innerste göttliche Kern, Gott in der Mitte oder Christus in uns, die Identität der Liebe. Steht diese verbindende Kraft in der Mitte, dann vereinen sich die Gegensätze männlich und weiblich, Seele (geistig) und Körper (materiell).

Das ganze Gebilde entspricht dem Stein der Weisen:

Der Wagen Gottes, 4 x 4 Räder (3/4)

Kugelräder

Und als ich die lebenden Wesen sah, siehe, da war ein Rad auf der Erde neben den lebenden Wesen, bei ihren vier Vorderseiten.

Das Aussehen der Räder und ihre Verarbeitung war wie das Funkeln von Türkis, und die vier hatten ein und dieselbe Gestalt; und ihr Aussehen und ihre Verarbeitung war, wie wenn ein Rad mitten im anderen Rad wäre.

Wenn sie gingen, dann gingen sie nach ihren vier Seiten hin; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Und ihre Felgen, sie waren hoch, und als ich sie anblickte, sah ich, dass ihre Felgen voller Augen waren rings herum bei den Vieren. […] Wohin der Geist gehen wollte, gingen sie, dahin, wohin der Geist gehen wollte. Und die Räder erhoben sich gleichzeitig mit ihnen, denn der Geist des lebenden Wesens war in den Rädern. […]

Was bedeuten die vier Räder?

Der Wagen Gottes („Merkaba“) mit 4 Kugelrädern – “Allrad-Antrieb”

„Ein Rad mitten im anderen Rad …“ – das eine Rad läuft durch die Mitte des anderen Rades? – Dreidimensional gesehen stellt das Rad eine Kugel dar. Als Kugeln sind die Räder in alle Richtungen beweglich und können in alle Seiten laufen, ohne sich zu drehen. Dies entspricht den hier beschriebenen Eigenschaften.
So lenkt nun jedes der vier 4-gesichtigen Geschöpfe eine solche „Allrad-Kugel“ und ist damit identifiziert, wobei die Kugel ja Ganzheit symbolisiert.

Was bedeuten die vielen Augen auf den Felgen?

Die vielen Augen, die überall sind, innen und aussen, sowie an den Rädern, symbolisieren vollendete Wahrnehmung, welche zum umfassenden Bewusstsein gehört. In der Bibel (1. Mose 16.13) wird dies auch persönlich wahrgenommen: “Du bist ein Gott, der mich sieht!”.
Alles ist gewusst. So kann Ganzheit – Gott – als das vollendetes Bewusstsein alle Seiten sehen.

Der Stein der Weisen, grafische Darstellung

Die “Allrad-Kugeln” sind zudem noch rundherum mit Augen versehen, als eine Art “Radar-Räder”.

Die Erscheinung als Ganzes (4/4)

Das Gewölbe

Und über den Häuptern des lebenden Wesens war etwas wie ein festes Gewölbe, wie das Funkeln eines Furcht einflößenden Kristalls, ausgebreitet oben über ihren Häuptern.

Bewegung und Geräusche

Und unter dem festen Gewölbe waren ihre Flügel gerade ausgebreitet, einer gegen den anderen; und jedes hatte zwei Flügel, die ihnen ihre Leiber bedeckten. Und wenn sie gingen, hörte ich das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen großer Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, das Rauschen einer Volksmenge, wie das Rauschen eines Heerlagers. Wenn sie stillstanden, ließen sie ihre Flügel sinken.

Die Stimme Gottes

Und es kam eine Stimme von dem Raum oberhalb des festen Gewölbes, das über ihren Häuptern war. Wenn sie stillstanden, ließen sie ihre Flügel sinken. Und oberhalb des festen Gewölbes, das über ihren Häuptern war, befand sich – wie das Aussehen eines Saphirsteines – etwas wie ein Thron und auf dem, was wie ein Thron aussah, oben auf ihm eine Gestalt, dem Aussehen eines Menschen gleich.

Eine Menschengestalt

Und ich sah: Wie das Funkeln von glänzendem Metall, wie das Aussehen von Feuer, das ringsum ein Gehäuse hat, war es von dem Aussehen seiner Hüften an aufwärts; und von dem Aussehen seiner Hüften an abwärts sah ich etwas wie das Aussehen von Feuer; und ein Glanz war rings um ihn.

Der Regenbogen für Ganzheit

Wie das Aussehen des Bogens, der am Regentag in der Wolke ist, so war das Aussehen des Glanzes ringsum. Das war das Aussehen des Abbildes der Herrlichkeit des HERRN. Und als ich es sah, fiel ich auf mein Gesicht nieder; und ich hörte die Stimme eines Redenden.

Die Erscheinung als Ganzes, Symbole
Das Gewölbe
  • Gewölbe: Es wird dasselbe Wort verwendet wie im Schöpfungsbericht, wo von Wasser oberhalb des Gewölbes berichtet wird und dem Wasser unterhalb. Dieses Gewölbe kann als die Trennung zwischen der irdischen und der göttlichen Wirklichkeit bezeichnet werden. Das Wasser oberhalb des Gewölbes ist mit dem „Meer aller Möglichkeiten“ gleichgesetzt worden, mit dem Potential oder anders gesagt mit der „Jungfrau“. Oberhalb des Gewölbes ist das Geistige, das der menschlichen Wahrnehmung durch die fünf Sinne entzogen ist.
  • Kristall: Gibt Licht in allen Farben wieder. Licht ist das Symbol für Bewusstsein.
Bewegung und Geräusche
  • Die ausgebreiteten Flügel: Sie ermöglichen Bewegung zwischen „Himmel“ und „Erde“. So gesehen stehen sie für die Fähigkeit des Menschen, in beiden Bereichen zu sein, im Materiellen wie im Immateriellen.
  • Das Rauschen der Flügel: Menschen machen „Geräusche“ auch in der immateriellen Welt.
Die Stimme Gottes
  • Stimme aus dem Raum oberhalb des Gewölbes: Er ist als der Bereich des Geistes bezeichnet worden. Die Stimme kommt von dem umfassenden geistigen Bewusstsein, das von vielen Menschen als „Gott“ bezeichnet wird.
  • Saphirstein: Dunkles Violett-Blau. In moderner Bezeichnung würde man sagen: Ultraviolett. Es ist das kurzwelligste Strahlung jenseits des sichtbaren Lichts, welches für den höchsten Punkt des Bewusstseins steht, die Krone, den „Vater“. Die Farben der Chakras folgen absteigend den Spektralfarben bis hinab hin zu „Infrarot“, der die langwelligsten Strahlung jenseits des sichtbaren Lichts. Wärme ausstrahlend und dargestellt durch Weinrot steht es für die Wurzel, die „Mutter“ und das Leben selbst.
Eine Menschengestalt
  • Die Gestalt eines Menschen auf dem Thron: Bereits im Schöpfungsbericht heisst es, dass der Mensch „nach dem Bilde Gottes“ geschaffen worden ist.
  • Glänzendes Metall wie Feuer: Die Gestalt ist aus einer Art „Feuer“ oder einer Art Energie, die oben eher nach innen strahlt und unten mehr nach aussen – oben eher immateriell, unten eher materiell.
Der Bogen Gottes: alle Spektralfarben
  • Der Bogen: Um das Ganze der Schein eines Regenbogens mit allen Spektralfarben, von Dunkelviolett bis Weinrot.
Der Wagen Gottes ("Merkaba") mit Allrad, 4x4

Eine symbolische Darstellung des Wagens Gottes auf der Grundlage des Steins der Weisen.

Zusammenfassung

Grosse Symbole der Ganzheit

Der Beschreibung des Thrones Gottes liegen grosse Symbole der Ganzheit zugrunde.

2: Vater und Mutter, Geist und Materie

Es kommen die schöpferischen Kräfte, männlich und weiblich zum Tragen, in Form von Feuer und Licht auf der einen Seite (männlich) und Sturmwind, Wasser und das gläserne Kristallmeer auf der anderen (weiblich).

[S. Männlich und weiblich, die beiden Ur-Kräfte der SchöpfungVater und Mutter, Geist und MaterieGott, Ganzheit, 3-in-1, männlich und weiblich und Ruach, Geist Gottes – männlich und weiblich.]

4: Die vier Elemente

Die Energien männlich und weiblich wiederum fächern sich in vier schöpferische Energien auf, durch deren Zusammenwirken neue Realität entsteht. Diese vier symbolisieren die irdisch-materiellen Kräfte, welche der mit den Sinnen wahrnehmbaren Materie zugrunde liegen.

[S. Die vier Elemente, ihre Bedeutung und ihr Geheimnis und Die Vier der Familie und die Entstehung neuer Realität.]

7: Ganzheit in der irdischen Realität

Die Sieben werden hier als “Geister Gottes” bezeichnet, man könnte auch geistige Aspekte der Ganzheit sagen. Hierzu gehören die vier “Elemente” zwischen “Himmel” (VATER) und “Unterwelt” (MUTTER), also zwischen dem umfassenden Bewusstsein und dem Leben selbst. Alle diese Gegensätze sind in der Gestalt der Pyramide oder des Steins des Weisen vereint durch die Mitte, die Liebe, das Selbst, eins mit Christus.

[S. Die Sieben – Ganzheit der irdischen Realität und Die sieben Chakren und Ganzheit.]

Das Kreuz als Symbol für Ganzheit

Als mächtiges Symbol für Ganzheit vereint auch das Kreuz all die erwähnten Aspekte in sich:

Das Kreuz, der Baum des Lebens und der Stein der Weisheit für Ganzheit

Der Weg zum Thron Gottes

Sämtliche grossen Überlieferungen thematisieren nun den Weg des Menschen zur Ganzheit, zum Stein der Weisen und damit auch zum Thron Gottes. Dieser Weg ist der Heldenweg, der immer in fünf Phasen verläuft.

Der Heldenweg zur Ganzheit der Sieben

Der Heldenweg

Vier Prüfungen

Grundsätzlich gilt: Wahrer Held ist, wer den Tod nicht fürchtet und bereit ist, seine ganze Existenz in die Waagschale zu werfen, um das Grössere, das Grosse, Ganze zu gewinnen. Dieser Entschluss bedeutet zugleich die Entscheidung für den Weg der Liebe und ist bereits die erste (bestandene) Prüfung. Daraufhin wird seine Bereitschaft in vier spezifischen Aspekten der Existenz geprüft, welche den vier Elementen und den vier mittleren Chakren entsprechen.

Überwinden und das Leben finden

Das Ziel dabei ist, das Ego zu überwinden und so Königsherrschaft im eigenen Leben und das ewige Leben zu finden. Auf diese Weise wird der Held im Leben selbst, durch das Leben (die grosse MUTTER) neu geboren und erhält freien Zugang zum umfassenden Geist (Bewusstsein, VATER).  Damit gewinnt er auch Vollmacht über die Materie und das ewige Leben.

Der Weg zu Ganzheit und das Gebet “Unser Vater” 

Jeder Mensch ist zur höchsten Existenz im Einklang mit Vater (Geist) und Mutter (Materie) berufen.
So deckt das Gebet “Unser Vater” alle Aspekte der Ganzheit der Sieben ab, wobei die “Mutter” als die lebendige Materie in den Worten “das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit” zum Ausdruck kommt:

Das Gebet "Unser Vater"

Bibelnachweise:

Die Offenbarung des Johannes, Kapitel 4, s. Bibelserver
Der Prophet Hesekiel 1, 1-28, s. Bibelserver.


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