Goldspur

Der Ewigkeit auf der Spur

Goldbrunnen – Symbole und Deutungen

By on 8. Mai 2020

Der Goldbrunnen – Symbole und Deutungen

  • Der finstere Wald: Das Unbewusste im Bereich des Körpers.
  • Der Knabe: Der „Sohn“ ist ein Symbol für das männliche Glied, denn in ihm ist die Kraft, die Potenz, einen leibhaftigen Sohn zu zeugen. Die männliche, triebhafte Kraft muss noch „erwachsen“ und „geniessbar“ werden (zu Brot des Lebens, s. Wasser und Brot des Lebens).
  • Schätze und Gold habe ich genug: Es gibt einen Reichtum, der alle Schätze der Welt übertrifft: Ganzheit, Liebe und das ewige Leben. Diese sind durch Gold symbolisiert.
  • Aufgabe : Sie mag einfach erscheinen. Doch gerade das Aufpassen erfordert Konzentration, und dabei nichts tun zu können, ist überaus anspruchsvoll – besonders für ein Kind und seinesgleichen! Es scheint, als sei das Scheitern vorprogrammiert (s. unten unter „Achthaben…“).
  • Der Goldbrunnen – das Weibliche und das ewige Leben: Gold symbolisiert Ewigkeit. Wasser ist ein weibliches Symbol (s. Wasser – weiblich). Ein Gefäss, insbesondere auch eine Quelle von lebendigem Wasser, symbolisiert den weiblichen Schoss der Frau mit seiner Leben spendenden und Wunder wirkenden Kraft (s. Der weibliche Schoss als Wunder wirkendes Gefäss).
  • Achthaben, dass nichts hineinfällt: Es ist doch gerade das Gebot, beziehungsweise das Verbot, dass die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht: Nur eines ist nicht erlaubt, nämlich… (s. Paulus und das Gesetz). Wie beim Bericht über Sündenfall steht das Verbot am Anfang: Verboten ist das Essen von der Frucht der Erkenntnis. Es geht auch hier um Geschlechtsverkehr, für welchen in der Bibel das Wort „erkennen“ verwendet wird. In diesem Märchen wird dasselbe thematisiert: „Fallen“ kann die Integrität der Frau, nämlich ihre Existenz in der Liebe (durch „zufälligen“ undGeschlechtsverkehr, das bedeutet Sex ohne Beziehungsabsicht oder Verbindlichkeit).
  • Der Brunnen kann verunehrt werden: Wenn das Weibliche für das, was es ist – Leben spendende Liebe – nicht gewürdigt wird, wenn die Liebe der Frau und ihr Körper zum blossen Lustgewinn konsumiert wird, dann wird die Frau So gerät sie in Negativität, und ihre Liebe „stirbt“. Dadurch verliert sie ihre Würde und ihre „Ehre“.
  • Goldener Fisch, Goldene Schlange: Die quicklebendigen Wassertierchen erfreuen das Auge und locken zu Betrachtung. Sie sind in diesem Element zuhause und sie sind ganz in ihrem Element. Danach sehnt sich der Mensch (s. Goethes Gedicht Der Fischer).
  • Der Finger schmerzt – Sehnsucht nach Ganzheit und Erfüllung: Der Mensch ist auf dieser Erde immer wieder nicht in seinem Element. Etwas fehlt ihm. Er erlebt immer wieder schmerzende Sehnsucht.
  • Den Finger hineingetaucht – Geschlechtsverkehr als Trost: Der Mensch sucht die Nähe zu anderen Menschen, um sein schmerzhaftes Gefühl des Getrenntseins und der Einsamkeit zu lindern. (Der Finger als das männliche Glied? Man denkt dabei an Hänsel und Gretel bei der bösen Hexe. Sie will Hänsel „fressen“, wenn sein Finger dick ist.)
  • Der Finger in Gold verwandelt – ein Hauch von Ewigkeit, Ganzheit liegt in der Vereinigung von Mann und Frau: Der Mann kommt beim „Eintauchen“ in den weiblichen Schoss der übernatürlichen (immateriellen) Dimension näher, dem Leben und der Liebe.
  • Das Haupthaar ebenfalls vergoldet: Einen Hauch von Ganzheit in der Verschmelzung zu erleben, kann zur „Hauptsache“ werden. Es kann den grauen Alltag in Gold verwandeln und einem buchstäblich in den Kopf steigen, ja zur Obsession werden. Es kann sogar eine Eigendynamik entwickeln, die einem buchstäblich „über den Kopf“ wächst, vielleicht sogar zur Sucht wird.
  • Die Probe nicht bestanden: Die Aufgabe war also eine Probe oder anders formuliert eine Versuchung. Der Mensch ist „gefallen“, nämlich aus der Geborgenheit der Liebe gefallen (s. Der Sündenfall-Bericht).
  • Hinaus in die Welt: Er muss sich darum „draussen“, in der Welt, in der harten, rauen Wirklichkeit, die er sich selber geschaffen hat, bewähren.
  • Armut, Mangel erfahren: Dies ist zugleich der nächste Schritt auf dem Heldenweg, die Wüste. Der Königssohn muss sich in Mangel und Entbehrungen bewähren.
  • Hilfe, weil oder wenn er kein böses Herz hat…: Der Mensch, dessen Herz nicht „böse“ wird, der also nicht aus egoistischen Motiven handelt, kann immer auf Hilfe zählen.
  • Wenn du in Not gerätst: Ein mächtiger, starker, väterlicher Rückhalt ist als Vertrauensbasis gegeben: „Du bist nicht alleine, ich bin da, um dir zu helfen, wenn du es brauchst.“

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